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Das Fahrrad, die Großstadt. Das Drumherum.

Das Radelmädchen ist eine waschechte Berlinerin. Neugierig, frech, etwas ironisch, ein wenig unentschlossen, häufig lachend und auch mal ernst.

Radelmädchen.de beschreibt genau dies und vielleicht auch noch ein wenig mehr. Dinge, die in ihrer Welt passieren, sie beschäftigten und bewegen.

Sie befindet sich bevorzugt in Begleitung von ihrer großen Liebe, dem Fahrrad. Ob auf Reisen, in der heimischen Flora und Fauna oder in Gedanken.

So wie das Leben.
Bunt, immer wieder neu, manchmal traurig, manchmal unverständlich, doch oft fröhlich, lebensfroh und mit ganz viel Energie und Leidenschaft.

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Die Donation-Drone – mit Brompton und Drohne durch Kambodscha

Die Donation-Drone – mit Brompton und Drohne durch Kambodscha. Das klingt spannend, oder? Ich wurde sofort neugierig, als mir Andrea bei der Fahr Rad Kino-Tour im September davon erzählte. Sie ist Fotografin und Fahrradguide in Berlin und hat bereits langzeitig Radreiseerfahrungen gesammelt.

Zusammen mit Klaus und ihren beiden Hunden reiste sie zwei Jahre mit “normalen” Fahrrädern um die Welt. Auf dieser Reise waren sie auch in Ländern unterwegs, die nicht die gleichen Standards wie wir in Deutschland und dem Großteil von Europa haben.

Die Donation-Drone

Mitte November 2017 starten die zwei daher ein ganz besonderes Projekt: Sie wollen vier Monate mit ihren Brompton-Falträdern durch Kambodscha reisen und mit einer Drohne Luftaufnahmen machen, die gegen eine Spende verfügbar gemacht werden. Das Prinzip ist einfach: Spende mindestens 5 € und erhalte dafür ein Luftbild aus Kambodscha per E-Mail! Das erhaltene Geld fließt 1:1 in das Projekt WASH ( WAsser, Sanitäre Einrichtungen und Hygieneschulungen) in Kambodscha. Wer mehr über die Hintergründe dazu erfahren möchte, kann dies bei “Kleine Hilfsaktion e.V.” nachlesen.

pic by jokeair

 

Das Projekt von Klaus und Andrea hat den Titel Donation-Drone und bisher sind bereits rund 2.000 € von den angestrebten 15.000 € zusammen gekommen.

Spende für Kambodscha – und bekomme eine Lufbildaufnahme!

Ich habe mit Andrea gesprochen, um etwas über ihre Beweggründe und ihre Motivation zu erfahren, die Reise nach Kambodscha anzutreten – und dann auch noch mit Brompton!

Liebe Andrea (A), Danke, dass du dir so kurz vor der Reise Zeit nimmst, ein paar Fragen zu beantworten!

1. Weshalb habt ihr euch Kambodscha als Reiseziel ausgesucht?

A: Ganz ehrlich? Asien sollte es sein. Ich habe Klaus gefragt: Kambodscha? Und Klaus hat gesagt: ok! Das kam einfach so aus mir heraus. Ich habe keine andere Beziehung zu dem Land und ich war auch noch nie irgendwo anders in Asien.

2. Wie seid ihr auf den Verein „Kleine Hilfsaktion e.V.“ aufmerksam geworden? 

A: Da gab es einen Beitrag im Fernsehen und ich habe Roland von dem Verein angerufen. Der ist immer im Winter selber vor Ort mit verschiedenen Spendenaktionen und Rollstühlen im Gepäck. Wir haben miteinander gequatscht und es war klar – das passt. Wie, das wusste ich da auch noch nicht.

3. Woher kam dann die Idee, mit einer Drohne gegen eine Spende Luftaufnahmen zu machen? 

A: Wir mussten überlegen, wie wir den „Kleine Hilfsaktion e.V.“ unterstützen können. Nun, ich werde oft im Bekanntenkreis gefragt, ob sie die ein oder andere Luftaufnahme von uns vielleicht für die eigenen 4 Wände bekommen können. Klar, wir sagen immer ja. Und jetzt könnte doch der ein oder andere etwas Geld dafür bezahlen.

5 € und ihr bekommt exklusiv per Mail eine Luftbildaufnahme :-).

 

4. Tolle Idee! Und wie funktioniert das Spendensystem? 

A: Ab 5 € bekommt jeder Spender, wenn er seine E-Mail-Adresse angibt, eine Luftbildaufnahme aus Kambodscha. Sobald wir über die Grenze kommen, beginnen wir mit den Aufnahmen und diese werden dann der Reihe nach, wie die Spenden rein kommen, versendet.

Das Geld geht direkt auf ein Konto des „Kleine Hilfsaktion e.V.“. Wir hoffen 5.000 € zu sammeln. Benötigt werden 15.000 € zur Installation des Projekts WASH in Battambang. Wir haben uns das Projekt heraus gesucht, weil wir uns wünschen, dass Kinder auf der Welt nicht mehr damit aufwachsen müssen, dass Durchfall etwas Normales ist. Sie müssen darin geschult werden, was Hygiene bedeutet und die Menschen vor Ort müssen in der Lage sein, ihr eigenes, sauberes Wasser herzustellen. Über diese Bio-Sandfilter werden wir dann vor Ort berichten.

5. Warum macht ihr die Reise mit dem Fahrrad und dann auch noch mit einem Faltrad wie dem Brompton

A: Ohne Fahrrad wäre eine solche Reise unvorstellbar. Damit werden wir an Orte kommen, die man nur schwer erreicht oder, wo man sonst nicht vorbei fährt. Nah an den Menschen, das ist uns wichtig. Nach unserer 2-jährigen Fahrrad(welt)reise von Deutschland nach Ägypten und zurück war klar: Das Fahrrad ist unsere Art, Länder zu bereisen und mit Menschen in Kontakt zu kommen, an Orten zu bleiben, wenn es sich gut anfühlt und weiter zu reisen, wenn es sein soll.

 Ein Fahrrad ist schnell genug und doch auch langsam genug, um die Welt zu entdecken.

 

Dieses Mal haben wir uns für ein Brompton entschieden um flexibler zu sein. Wir werden mit weniger Ausrüstung reisen, auch wenn wir viel Technik mit uns führen 🙂 und so vielleicht doch mal in den ein oder anderen Bus steigen. Und warum genau ein Brompton? Gibt es eine Alternative? 🙂 Ohohoh! [Anmerkung: Wie diese Technik transportiert wird, erfahrt ihr weiter unten.]

6. Ihr habt sehr viel hochwertiges Equipment dabei und werdet sicher auch mit den Falträdern auffallen. Habt ihr Bedenken bezüglich Diebstahl oder eurer eigenen Sicherheit?

A: Ach je, nein, eigentlich nicht. Das kann natürlich passieren, aber Angst oder Bedenken, dass wäre jetzt mal wieder kein guter Begleiter. Die Menschen sind erst mal gut. Überall!

7. Was erhofft ihr euch am meisten von der Reise? 

A: Uns zu „erden“, wunderbare Menschen zu erleben und deren Geschichten zu erfahren und natürlich: Das Spendenziel zu erreichen :-).

Danke für das Interview

Ausrüstungsdetails: Wie transportiert man eine Drohne mit einem Brompton?

So eine Drohne kann schon gewisse Ausmaße annehmen, die nicht in jede Tasche oder jeden Anhänger passt.  Da Andrea und Klaus jedoch sicherstellen müssen, dass das wertvolle Stück die Reise auch heil übersteht, musste eine geeignete Transportbox vorhanden sein. Da die existierenden jedoch nicht passten, beschloss Klaus kurzerhand einen eigenen Anhänger zu bauen. Mit der Unterstützung und vielen Teilen von den bekannten, hochwertigen Hinterher aus München baute er eine Box mit speziellem, maßgefertigtem Anhänger für die Drohne. Und in diese passt bei Bedarf sogar das gefaltete Brompton, dass ihn sonst ziehen soll! Warum Klaus dafür sogar einen Kurs für den Umgang mit einer CNC-Fräse besuchte, könnt ihr ausführlich in seiner Bauanleitung auf seinem Blog planetbrompton.de nachlesen.

Links zum Projekt

Das ist eure Gelegenheit ein tolles, soziales Projekt zu unterstützen und dafür eine einmalige Luftaufnahme aus einem wunderschönen Land zu erhalten! Hier nochmal der Link zur Donation-Drone-Spendenseite.

Ihr könnt Andrea und Klaus auf ihrer Reise begleiten, die am 13. November 2017 startet! Sie haben eine Facebook-Seite und einen Instagram-Account.  Außerdem gibt es eine Jokeair-Instagramseite, wo man einen schönen Eindruck von der Qualität der bisherigen Luftbildaufnahmen bekommt.

Mit Faltrad auf dem Rheinradweg: Country Hopping

Der Morgen in Kehl war atemberaubend! Der Himmel verfärbte sich in verschiedenen Rot- und Pinktönen und die Wolken verschwammen mit dem Morgennebel über dem Wasser des Rheins. Ich erwachte früh, genoß den wundervollen Ausblick und beobachtete die Störche in ihrem Nest, deren Silhouetten sich so dekorativ auf ihrem Turmnest stehend vom Himmel abhoben.

5. Tag: Von Kehl nach Breisach am Rhein

Strecke: ca. 93 km

Straßburg

Ich wollte früh aufbrechen, um genügend Zeit in der französischen Stadt auf der anderen Rheinseite verbringen zu können. Noch bevor ich richtig in Straßburg angekommen war, sah ich einen neben dem Radweg wartenden, sportlich gekleideten Radfahrer, der mich kurz zuvor überholt hatte. Er rief mir etwas zu und deutete dabei auf den Weg vor mir. Gerade noch rechtzeitig sah ich die Glasscherben, die dort lagen und wich rechtzeitig aus.

Schnell entwickelte sich ein Gespräch zwischen Jochen und mir, der noch einen deutlich weiteren und anspruchsvolleren Weg vor sich hatte, als ich: Über Frankreich und mit einigen Anstiegen radelte er bis nach Barcelona weiter. Wir fuhren einige Meter zusammen nach Straßburg rein, wo sich unsere Wege schließlich an einer großen Kreuzung trennten.

Jochen, es hat mich gefreut! Weiterhin gute Fahrt auf all deinen Touren!

Die Stadt nahm mich schnell in ihren Bann. Nicht nur die außergewöhnlich guten Radwege begeisterten mich, sondern auch die architekturale Vielfalt aus mittelalterlichem Fachwerk und modernen Bauwerken waren äußerst sehenswert.

Ich kam nicht drum herum, mir einen Cappuccino zu gönnen und gemütlich in einem Straßencafé zu pausieren. Ein bisschen Genuß muss sein und voon den Croissants brauche ich gar nicht zu reden! Nom!

Ich verließ Straßburg gegen Mittag und radelte auf der französischen Seite weiter bis zu einem Wasserkraftwerk, dass auf einer Rheininsel liegt. Diese steht unter Naturschutz und darf mit dem Auto nicht befahren werden. Ich war fast völlig allein, als die Sonne um die Mittagszeit auf mich herabbrezelte und es sehr still wurde um mich herum. Das war ein seltsames Gefühl, aber auch irgendwie sehr schön.

Nur ich, die Natur und mein Brommie.

Kleine Umwege führen zu schöneren Streckenabschnitten

Als ich wieder in Deutschland angekommen war, versuchte ich abseits vom langweiligen Weg auf dem Deich, eine Route zu finden, die mir eventuell auch etwas Schatten bieten konnte. Teilweise führte mein spontan gewählter Weg durch Wald und entlang von Fischteichen, teilweise über Felder und durch Obstplantagen ein wenig offroad. Aber ein Brompon kann fast alles und schließlich legte ich zumindest die letzten Tageskilometer auf bzw. neben dem Deich zurück.

Mein Tagesziel mit dem Fahrrad war Breisach am Rhein, ein Ort mit einem hoch gelegenen, historischem Ortskern und einer imposanten Stadtmauer. Von dort wollte ich mit dem Zug weiter ins nahegelegene Freiburg fahren. Der Tag war nur so verstrichen, sodass ich durch Breisach gegen 19 Uhr nur schnell hindurch radelte und leider keine Ruhe mehr für eine Stadtbesichtigung hatte.

Schließlich kam ich nach einer knappen halben Stunde Zugfahrt in Freiburg an und genoß einen ruhigen Abend bei lieben Freunden in der schönen Stadt im Breisgau. Thanks for having me <3!

6. Tag: Von Bad Bellingen nach Küssaberg

Strecke: ca.  96 km

Mein Tag begann, wie der letzte aufgehört hat: Mit einer Zugfahrt. Ich sparte mir aus zeitlichen Gründen ein paar Kilometer und fuhr von Freiburg aus nicht nach Breisach zurück, sondern einige Rheinkilometer weiter südlich nach Bad Bellingen. Nach einem Bäckerfrühstück schwang ich mich wieder aufs Rad und suchte mir einen Weg zurück an den Rhein. Dieser sah hier im Süden Deutschlands deutlich unruhiger und wilder aus, als weiter nördlich.

Für den Schiffsverkehr wird zwischen Breisach und Weil der französische Rheinseitenkanal (Grand Canal d’Alsac) genutzt, der parallel zum Rhein verläuft. Weil am Rhein war schließlich auch meine nächste Station. Bekannt durch die Grenzlage und als äußerster Zipfel Deutschlands treffen hier die Schweiz, Frankreich und Deutschland aufeinander. Dort verbindet die einzigartige Dreiländerbrücke als weltweit längste, freitragende Fußgänger- und Radfahrerbrücke das französische Huningue mit dem deutschen Weil.

Ehe ich mich versah, fuhr ich erneut über eine Landesgrenze: Hallo Schweiz! Hi Basel!

Länderhopping

Deutschland, Frankreich und nun die Schweiz, der Rheinradweg ist kulturell spannend und abwechslungsreich. Es passierte mir nicht nur einmal, dass die Landesgrenzen fließend verliefen. Besonders in der Schweiz erkannte ich oft nur anhand von Fahrradroutenschildern, in welchem Land ich mich gerade befand. In Deutschland waren die Radsymbole der Schilder bisher immer grün auf weißem Grund, in der Schweiz sind sie weiß auf rotem Grund.

Basel – die gemütliche Großstadt am Rhein

Als ich nach Basel über eine intakte Grenzstation (da nicht EU) fuhr, musste ich mir als Radfahrerin jedoch keine Gedanken machen. Ich konnte ungehindert weiterradeln und gelangte zum ersten Mal in die schöne Schweizer Stadt. Bereits nach wenigen hundert Metern sah ich ein Brompton aus der Ferne. Ich musste mehrfach hinschauen, da ich zuvor noch keines mit einem Anhänger gesehen habe und wurde neugierig. Als sich schließlich unsere Wege kreuzten und ich nickend und lächeln vorbeifuhr, dauerte es nicht lang, bis sich ein Gespräch mit dem Fahrer des Brommies entwickelte.

So lernte ich Jörn kennen, der mir einmal mehr zeigte, wie gastfreundlich und hilfsbereit Menschen sein können. Vielen Dank für dieses herzliche Willkommen in Basel und die kurze, geführte Stadtfahrt! Ich hoffe, unsere Wege kreuzen sich irgendwann mal wieder!

John Tweed

Da ich noch ein gutes Stück Weg vor mir hatte an diesem Tag, war mein Aufenthalt in Basel leider viel zu kurz. Doch ich ließ es mir nicht nehmen, einen kurzen Stopp bei John Tweed einzulegen, was ich auch jedem ans Herz legen kann, der das Radfahren zelebriert und modisch den klassischen Stil bevorzugt. Dort finden Vintage-Liebhaber ihr kleines Paradies mit Fahrrädern im Stil der 1920er bis 1970er und charmanter, ebenso stilvoller Mode für Herren und auch Damen.

Es ist ein ganz besonderes Geschäft, in dem der Besitzer Michel mit viel Liebe zum Detail nicht nur die Produkte ausgewählt hat. Auch die Einrichtung und die Möbel sind passend arrangiert, was das Gesamtkonzept sehr schön abrundet. Außerdem ist John Tweed einer der zwei Bromptonhändler in Basel. Schaut unbedingt vorbei, wenn ihr mal in Basel seid!

Das Wetter war nach wie vor großartig und so war es nicht verwunderlich, dass an diesem Dienstagmittag viele Menschen die letzten Sommertage in vollen Zügen genoßen – mit Vorliebe nah am Wasser. Der Rhein fließt breit durch die Stadt und teilt sie mehr oder weniger mittig. Den eindrucksvollen Basler Münster sah ich nur aus der Ferne. Auch wenn ich kurz die Rheinseite wechselte, um über den Rathausplatz und durch die Große Altstadt zu fahren, wo sich auch der Dom nah am Wasser befindet.

Schweiz und Deutschland im Wechsel

Dem Rheinverlauf folgend setzte ich meine Reise fort und verließ die schöne Schweizer Stadt, um über kleine Dörfer und zwischen Feldern hindurch immer wieder über die Ländergrenzen zu radeln. Schweiz, Deutschland. Schweiz, Deutschland. And again. Am letzten Tag meiner Reise war das sogar noch häufiger der Fall.

Bei Rheinfelden querte ich wieder den Rhein und stieg einmal kurz vom Brompton, um durch die hübsche Altstadt des Ortes zu laufen und dann meinen Weg auf der Schweizer Seite fortzusetzen. So konnte ich mir einen Rheinbogen sparen, musste dafür aber teilweise parallel zu einer Hauptstraße fahren. Immerhin gab es einen ausgeschilderten Radweg. Ich buckelte zur Abwechslung auch einige Höhenmeter mit dem Brommie, was aber glücklicherweise mit langen Abfahrten und einem tollen Talblick belohnt wurde. Außerdem: Ein Brompton kann fast alles :-)!

Über alte Holzbrücken und malerische Orte

Mein Plan war bei Bad Säckingen wieder auf die deutsche Rheinseite zu fahren, denn dort sollte sich das besonders lohnen. Schon von weitem sah ich den Grund dafür: Die Alte Holzbrücke verbindet den Schweizer Ort Stein mit Bad Säckingen in Deutschland und ist mit 203,7 m Länge die längste, europäische Holzbrücke mit Überdachung. Es ist eine Fuß- und Radfahrerbrücke mit Fenstern, die man gemütlich bummelnd überqueren und dabei hin und wieder den tollen Ausblick auf den Rhein und die hübsche Gegend ringsum genießen kann.

Noch lagen ca. 35 km vor mir und ich war deutlich später dran, als mir lieb war. Doch die folgende Strecke war sehr abwechslungsreich und verlief teils auf schmalen Wegen entlang des Rheins, teils entlang der Straße. Sie war aber auch abschnittsweise recht hügelig und mit einigen Ansteigen verbunden. Die Landschaft ringsum wurde immer schöner und die Ausläufer des Südschwarzwalds boten ein tolles Panorama. Gleiches gilt für die Orte, die sich oft beidseitig an den Rhein schmiegen und mit Burgen und Fachwerk auftrumpfen. Besonders märchenhaft mutet Laufenburg an, das mit einer Steinbrücke den deutschen Teil mit dem schweizerischen Altstadtkern verbindet. Selbst die Bahnstation liegt dort am Berg, so eng ist alles am Fluß gebaut.

Eine MitRadGelegenheit

Kurz darauf war ich etwas ratlos, was die weitere Strecke aning. Die Schilder waren missverständlich und ich beschloss meinen Track auf dem Handy zu überprüfen. Ich merkte, dass ich nicht die einzige war, die verloren an der Kreuzung herumstand. Schließlich fuhr jedoch auch die andere Radfahrerin weiter, die ich schon einige Kilometer zuvor in einem Ort gesehen habe.

Ich holte sie jedoch schnell ein. Dieses Mal war ich diejenige, die ein Gespräch suchte, was sich als sehr gute Entscheidung herausstellte. Doreen war die erste allein reisende Radlerin, die ich in der Woche getroffen habe und ich die einzige, die sie auf ihrer bisher zwei Wochen andauernden Tour aus den Niederlanden gesehen hatte. Wir radelten die letzten Tageskilometer zusammen, tauschten uns aus und ich erfuhr, dass sie diese Tour relativ spontan geplant hatte. Sie hatte sich kurz zuvor ein neues Rad und Ausrüstung besorgt und war dann einfach los gefahren. Italien war ihr Ziel und somit lagen noch einige Kilometer vor ihr. Wir beschlossen unsere spontane Bekanntschaft bei einer eiskalten Apfelschorle zu feiern, bevor sich unsere Wege schließlich wieder trennten.

Thank you Doreen, it was a real pleasure to meet you!

Es war ein sehr eindrucksvoller Tag, mit vielen schönen Stationen, einer traumhaften Landschaft und unglaublich netten, tollen Menschen! Am nächsten Tag wollte ich mein Ziel , den Bodensee und Friedrichshafen erreicht haben. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Die anderen Teile des Tourberichts meiner Rheinradwegsreise:

Teil 1: Burgen und Wein

Teil 2: Von Hitze und Maisfeldern

 

 

Coffeeneuring Challenge 2017

Draußen sein, Radfahren und nach der Tour eine belohnende Tasse Kaffee und ein Stückchen Kuchen – das klingt verlockend, oder? Deshalb möchte ich euch auch dieses Jahr wieder die Coffeeneuring Challenge ans Herz legen, die ich 2016 das erste Mal angegangen bin.

Damals habe ich es leider zeitlich nicht ganz geschafft, die Challenge abzuschließen, die wie folgt aussieht (ich zitiere mich mal selbst):

Eckpunkte:

Dieses Jahr findet die Coffeeneuring Challenge von Freitag, 13.10.2017 bis Sonntag, 19.11.2017 statt.

  • 7 Tage in rund 5 Wochen an 7 verschiedenen Locations, d.h. ein Café, ein Restaurant oder ein Park etc.
  • mit dem Fahrrad mindestens 3,22 km ( 2 Meilen) zurücklegen, um zu dem Ort zu gelangen (insgesamt für Hin- und Rückweg)
  • max. ein Ort pro Tag und max. zwei Orte in der Woche (Die Woche geht dieses Mal von Freitag zu Freitag.)
  • dort einen Kaffee, heiße Schokolade, Tee oder ähnliches zu sich nehmen
Dokumentation:
  • ein Foto vom Shop/Getränk/Fahrrad machen mit Vermerk, wann man was, wo getrunken hat (Datum, Ort, Getränk)
  • Detail zur Location ( Besonderheit des Ortes, Streckenbeschaffenheit, Abstellmöglichkeiten etc.)
  • Kilometerstand
  • posten auf Instagram oder Twitter unter dem Hashtag #coffeeneuring; in der Facebook Gruppe Coffeeneurs oder auf dem eigenen Blog
  • bis zum 30.11. die Dokumentation an Mary schicken

Alle weiteren Rahmenbedingungen finden sich auf der Seite Chasing Mailboxes von Mary aus Washington, die die Challenge vor sieben Jahren das erste Mal gestartet hat.

So kann das dann aussehen. Mein erstes Coffeeneuring 2017 in Berlin führte mich zu einem gemütlichen Treffen in Barcomi´s Deli in Mitte in den Sophienhöfen.

Und nun frohes Radeln und Kaffeetrinken! Die Challenge läuft schon seit einer Woche und ich bin mal wieder spät dran…

Isn’t it time for a ride? – Lonely Mountains: Downhill

“Isn’t it time for a ride?”, fragen Megagon Industries, die Entwickler des einzigartigen Mountainbiking-Games Lonely Mountains: Downhill. Sie ziehen mit ihrem Spiel den erprobten Gamer ebenso in den Bann wie naturliebende Biker, die am liebsten im Gelände unterwegs sind. Denn nicht für jeden bietet sich die Gelegenheit nach draußen zu fahren und den Berg hinabzurasen.

Einigen ist der Sport zu gefährlich, andere haben gar nichts mit Radfahren am Hut. Doch warum erzähle ich euch nun etwas von einem Fahrrad-Computerspiel, wo ich doch am liebsten selbst draußen mit dem Rad unterwegs bin und eher selten am Rechner sitze und zocke?

Lonely Mountains: Downhill ist ein Downhill Mountain Biking Game für PC mit Fokus auf einer spaßigen Steuerung, einem Streckendesign mit zahlreichen Abkürzungen und Wegen jenseits der Hauptstrecke und einer vom Menschen unberührten Natur in einer wunderschönen Low-Poly Grafik.

Mit dem Fahrrad am PC

Nun zum einen ist es ein Fahrradspiel, was es in der Form so noch nicht gibt: Die Entwickler haben es nämlich geschafft, einen Outdoorsport so detailverliebt und lebhaft in einem PC-Game einzufangen, dass man einfach Lust bekommt zu spielen und danach selbst rauszugehen und Radzufahren (egal in welcher Form). Wenn das nicht geht oder das Wetter zu unangenehm oder nass ist, lädt Lonely Mountains: Downhill dazu ein, einfach digital auf die Reise mit dem Fahrrad zu gehen.

Zum anderen schafft es Lonely Mountains: Downhill die verschiedenen Spieler-Typen anzusprechen, egal ob Biker oder nicht. Das liegt unter anderem an den wunderschönen, per Hand designten Landschaften im reduzierten und dennoch spannungsvollen Polygon-Look, welche einen großen Einfluss auf die positive Spielwirkung haben. Mich packte beim Testen der Demo sofort der Ehrgeiz, sobald ich ein Gefühl für den Controller und die Steuerung bekommen und gespürt habe, wie raffiniert und lebhaft sich der kleine Biker auf seinem Mountainbike bewegen kann.


 Just you, your bike and the mountain ahead.

Ich wollte unbedingt bis zum Fuß des Berges zu gelangen: Denn darum geht es im Grunde. Man startet an der Spitze eines Berges und versucht diesen in möglichst kurzer Zeit herunterzufahren, ohne dabei allzu oft zu stürzen. Der Berg ist so aufgebaut, dass man verschiedene Abschnitte stufenlos durchfährt. Dabei sprintet man durch eine wunderschöne Bergwelt, die vom kargen Gipfel bis ins üppige Tal eine starke landschaftliche Veränderung durchlebt. Doch es gibt nicht nur einen festen Pfad. Man muss sich seinen Weg selber suchen, Abkürzungen checken und aufpassen, nicht am nächsten Baum oder Stein hängenzubleiben.

Wer schon einmal mit dem Mountainbike einen echten Berg herunter gefahren ist, kennt das Risiko und die Gefahren, die das mit sich bringen kann. Ein bisschen Mut und Fahrsicherheit sollte man schon haben, um nicht gleich nach der ersten Abfahrt im Krankenhaus zu landen. Donwhill-Biken ist ein Sport, der es in jeglicher Hinsicht in sich hat. Über Stock und Stein, Wurzel und Fels jagen die Mountainbiker den Berg hinab – Adrenalinkick garantiert. Die meisten haben schon harte Stürze erlebt, die für Wochen lahm außer Gefecht setzen.

Und dann sind da noch die Crashes

Obwohl ich es leider noch nie geschafft habe, eine echte Downhill-Strecke zu fahren, kann ich mir lebhaft vorstellen, wie gefährlich das sein kann. Auch der kleine Lonely Mountains-Rider hat ordentlich gegen diverse natürliche Hindernisse auf seiner Abfahrt zu kämpfen. Kantige Felsen, kühle Bergseen und steile Klippen erfordern höchste Aufmerksamkeit bei der Abfahrt, wenn man nicht plötzlich durch die Luft fliegen oder im Wasser versinken möchte.

Und doch wird es immer und immer wieder passieren… Denn Stürze gehören zum Spiel dazu. Und wie komisch das auch klingen mag: Sie machen unglaublich Spaß! Wie ein Crash-Dummy fliegt der Biker durch die Luft und stürzt immer und immer wieder, wenn man kurz nicht aufpasst oder eine Abfahrt zu schnell nimmt und doch am Baum hängen bleibt, der da plötzlich vor einem auftaucht.

Can you beat the mountain?

Das Spiel bleibt kurzweilig bis zum Schluss und macht Lust auf mehr! Mehr Berge, mehr reduzierte und doch wirkungsvoll gestaltete Low Poly-Landschaften, mehr Wege, die sich zu erkunden lohnen.

Die Entwicklung von Lonely Mountains: Downhill begann vor ca. 2 Jahren mit dem Prototypen des Bikers und befindet sich nun in einem fortgeschrittenen Developement-Status. Geplant ist der Release Mitte 2018, doch die Entwickler benötigen ganz dringend Unterstützung!

Now on Kickstarter!!!

Megagon Industries ist ein Zwei-Mann Indie-Studio mit Sitz in Berlin. Nachdem die Demo des Spiel bereits auf mehreren Messen sehr erfolgreich gezeigt wurde, startet am 17.10.2017 die große Kickstarter-Kampagne!

Helft mit, damit die beiden das Spiel weiterentwickeln können! Es steckt bereits jetzt viel Herzblut, Zeit und Engagement darin und ihr könnt dabei helfen, dass Lonely Mountains: Downhill fertig gestellt werden kann!

 

Schaut auf der Website von Lonely Mountains: Downhill vorbei oder folgt ihnen auf Facebook, Twitter, Instagram oder auf Discord und dem Newsletter, um alle Infos und Neuigkeiten zum Spiel zu erhalten.


P.S. Dieser Beitrag ist aus freien Stücken entstanden, weil ich dieses Spiel wirklich sehr spannend und vor allem spaßig finde. Außerdem weiß ich, wie viel Arbeit und Liebe in der Entwicklung steckt! Ich drücke Jan und Daniel ganz fest die Daumen, damit die Kampagne ein großer Erfolg wird und die beiden endlich das weitermachen können, was sie sehr gut können: Spiele entwickeln!

Bitte teilt die Kampagne! Jeder Euro zählt!

Sind Autofahrer wichtiger als Radfahrer? – Ein Kommentar.

Das Thema Auto BILD-Titelseite/-Artikel ist noch lange nicht erledigt! Denn die Oktoberausgabe 2017 des Magazins strotzt nur so von plakativen Anschuldigungen und konfrontationslustiger Diskreditierung.
 
Dazu muss man nicht einmal den Artikel gelesen haben, denn allein der Titel ist reine Hatz.
 
Die Radfahrer spinnen.
Sie treten, spucken, pöbeln. Sie rasen ohne Helm und Licht. Sie klauen uns die Straße. Sind Radfahrer wichtiger als wir Autofahrer?
(Titelbeschriftung der Auto BILD im Oktober 2017)

Es steckt so viel geplantes, aggressives Kalkül hinter dem Titelblatt, dass ich es eigentlich immer wieder lesen muss und versuche zu verstehen, weshalb man derartiges bewusst veröffentlichen kann.

Perspektivenwechsel – der fremde Begriff

Viel zu rücksichtslos spiegelt der Titel allein die ungehobelte Arroganz einiger motorisierter Verkehrsteilnehmer wieder. Er provoziert gekünstelt und einseitig die Nutzer von verschiedenen Fortbewegungsmitteln (in diesem Fall ganz klar auto- und radfahrende Personen) – ohne dabei nur in Ansätzen konstruktiv zu sein oder eine sinnvolle Kommunikation zu unterstützen. Diese wenigen Worte fördern vor allem die Distanz und lassen das Kommunikationsdefizit noch größer werden.

Perspektivenwechsel und logisches Denkvermögen suche ich dabei vergebens.
Nicht umsonst habe ich in meinem Buch versucht, verschiedene Perspektiven aufzuzeigen. Der Typus “Kampfradler”, wenn es ihn denn je klar abtrennbar geben sollte, ist genauso wenig hilfreich für ein rücksichtsvolles Miteinander, wie der aggressive SUV-Fahrer, der sich als Herr der Straße versteht. 
 
Wie schon Claude in seinem Kommentar schreibt, hat es meist triftige Gründe, wenn ein Radfahrer es für nötig hält zum Beispiel auf ein Autodach zu klopfen oder laut zu schreien. Zu geringer Überholabstand ist nur einer davon. Diesen Umstand reflektionslos als Angriff gegen Radfahrende zu nutzen, ist pure Ignoranz.

Vom Fehlverhalten im Straßenverkehr

Wie kommt man also darauf eine derartige Darstellungsweise zu wählen? Um die Verkaufszahlen hoch schrauben und gezielt die Menschen anzusprechen, die sowieso schon kein gutes Haar an radfahrenden Personen lassen und ihre Beweggründe nicht nachvollziehen können?
Super! Das sollte funktioniert haben. Statt die Macht der Presse deeskalierend zu nutzen, wird weiter in der Wunde herum gestochen und der Straßen”krieg” künstlich dramatisiert. Verallgemeinerungen sind da hoch im Kurs. Getreu dem Motto: Alle Radfahrer halten sich nicht an Regeln und machen, was sie wollen.
 
Welch völlig neue Betrachtungsweise: Radfahrer als Buhmänner und -frauen des Straßenverkehrs und alle sind gleich! Da waren die Auto BILD Redakteure ja richtig kreativ und haben das beliebte Thema völlig neu dargestellt.
Nur scheinen sie sich nicht gern an die eigene Nase zu fassen. Dann würden sie vielleicht merken, dass es kein Schwarz-Weiß-Verhalten gibt und kein Verkehrsteilnehmer heilig ist. Wir sind alle Menschen, egal welches Fortbewegungsmittel wir wählen. Und so lang autonomes Fahren kein Standard ist und jeder selbst denken und danach handeln muss, wird es auch den Verstoß von Regeln geben. Die Schwere und das Ausmaß von Regelmissachtungen können jedoch abhängig vom Verkehrsmittel sehr unterschiedlich sein.
 
Der erste Schritt für mehr Respekt und rücksichtsvolles Miteinander ist es, das eigene Verhalten zu reflektieren und erst dann auf andere zu schauen. Das fällt einigen vielleicht schwer, ist aber erlernbar.

Reclaim the Streets oder: Die Mär vom Radfahrer als Straßendieb.

Der Untertitel der weltweiten Fahrradbewegung “Critical Mass” spiegelt es deutlich wider: Die Straßen einer Stadt sind für alle da – nicht nur für den motorisierten Kraftverkehr.
Sie schlängeln sich durch unsere Lebensräume und gestalten diese mit – und das viel zu oft nicht zum Positiven. Sie gehören keinem Nutzer persönlich. Viel mehr sollten sie ein Symbol für ein gemeinsames Miteinander sein, da sie doch so unentbehrlich für unser städtisches Leben und vorankommen sind. Quasi jeder nutzt sie.
 
Ich habe den Eindruck, es wird eine Sorge zum Ausdruck gebracht, die auch von einem kleinen Kind ausgehen könnte. Es wirkt wie die Angst, dass man ihm das Lieblingsspielzeug wegnehmen möchte. Nur geht es hier nicht um Diebstahl, sondern um gerechte Straßennutzung und Platzverteilung.

Sind Autofahrer wichtiger als Radfahrer oder Radfahrer wichtiger als Autofahrer?

Die Titelseitenfrage nach der Wichtigkeit kann ich nur als rhetorische deuten. Wie soll ich diese Frage auch ernst nehmen können? Ansonsten gäbe es sehr viele gespaltene Persönlichkeiten da draußen, die sich je nach Verkehrsmittelwahl unterschiedlich ernst genommen und wichtig fühlen würden.
 
Liebe Auto BILD-Redaktion, schon einmal daran gedacht, dass man verschiedene Fortbewegungsmittel je nach Bedarf nutzen kann und kein Mensch einem allein zugehörig ist? So soll es doch Menschen geben, die tatsächlich auch gern das Fahrrad nutzen und manchmal dennoch Auto fahren. Verrückte Welt!
Manche Menschen mögen sich allein über ihr Verkehrsmittel definieren, doch in den seltensten Fällen nutzen sie nur ein einziges. Die Größe und Kraft von diesem ist jedoch niemals eine Rechtfertigung für Macht und Wichtigkeit und erst recht keine Entschuldigung für rücksichtsloses Verhalten.
 
Was aber relevant ist: Je mehr Kraftverkehr durch die Städte schleicht, desto weniger attraktiv wird der Lebensraum durch den Lärm und die Schadstoffbelastung. Demnach sind Radfahrer und Fußgänger tatsächlich sehr wichtig.
 
Ich mag mir jedenfalls nicht vorstellen, wie die Städte in denen ein hoher Radverkehrsanteil vorhanden ist, aussehen würden, wenn all diese Radfahrer aufs Auto umsteigen würden – jeder in ein eigenes für sich allein selbstverständlich. Die richtige Mischung und die Menge der verschiedenen Verkehrsmittel ist entscheidend für eine funktionierende und lebenswerte Stadt.
 

Für mehr Rücksichtsnahme und Verständnis

Liebe Verkehrsteilnehmer,
hört endlich auf mit dem Hass und den Aggressionen und nehmt Rücksicht aufeinander! Dann gibt es auch weniger Gehupe, aufs Autodach-Hauen oder Weggedränge. 
Lasst das Macho-Gehabe und die Besserwisserei – beim Überholen mit dem Auto ebenso wie beim Nachvorndrängeln mit dem Rad.
Stellt euch vor, der Mensch auf dem Rad vor euch, den ihr da gerade mit dem Auto und 50 Zentimeter Abstand überholen wollt, ist einer, den ihr wirklich mögt! Fühlt sich das gut an? Ich denke nicht.
 
 
P.S. Es gibt weder Helmpflicht noch Tempolimit für Radfahrer. Auch dürfen sie mit Ausnahmen auf der Straße fahren und müssen Radwege nur mit beschilderter Benutzungspflicht nutzen. Das einzige, was wirklich eine sinnvolle Kritik sein kann, ist das Fahren ohne Licht – ein Zustand, den ich auch nicht nachvollziehen kann. Aber das ist vielleicht als Aufhänger für eine gute Titelstory doch etwas mau…zumal es wieder nur einen kleinen Teil Fahrräder betrifft.
 
Ein weiterer Kommentar, den ich für sehr lesenswert halte, kam am 09.10. auch vom ADFC-Berlin.