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Produkttest: Die Handschmeichler – Lenkergriffe aus Birkenrinde

Seit September benutze ich nun die neuen Lenkergriffe aus Birkenrinde an meinem Brompton Ljómi und freue mich seitdem auf jede Ausfahrt noch ein wenig mehr. Warum ich sie dennoch nicht auf eine Radreise mitnehmen würde, könnt ihr in diesem Post nachlesen.

P.S. Ich habe die Griffe freundlicherweise (ohne Bedingungen) von my Boo zur Verfügung gestellt bekommen. Die Jungs sind eben ein paar coole Socken :-). Dieser Test ist auf meinen Mist gewachsen und spiegelt meine Meinung zum Produkt wieder. Selbst wenn ich mir die Griffe selbst gekauft hätte (was ich defintiv vor hatte), wäre irgendwann mein Erfahrungsbericht gefolgt.

Alles weitere zu Produktests könnt ihr hier nachlesen.

Lenkergriffe aus Birkenrinde

Seit ich die Birkenrindengriffe das erste Mal auf der Berliner Fahrradschau im März 2017 gesehen habe, wollte ich sie wirklich, wirklich besitzen! Als dann mein Brompton im April 2017 endlich da war, noch viel mehr. Doch ich musste mich gedulden, denn es gab sie zu dem Zeitpunkt nur mit matt-schwarzen Lenkerkappen. Die sind zwar optisch mindestens genauso ansprechend, wollten aber nicht so ganz zu meinem metallisch glänzenden Raw Lacquer-Faltrad passen. Also wartete ich geduldig und auf der Eurobike 2017 waren sie dann endlich verfügbar. Sie passen perfekt! Danke an my Boo für dieses tolle Produkt!

Doch was ist das Besondere an der Birkenrinde?

Mir kamen die Griffe ziemlich bekannt vor und ich erinnerte mich an eine Crowdfunding-Kampagne auf startnext mit exakt diesen Griffen: Die BBU1 (kurz für Birchbarkunic) von Betula Manus. My Boo vertreibt genau diese Lenkergriffe nun und das aus gutem Grund: Sie passen perfekt in das Konzept der Kieler Bambusfahrrad-Hersteller. Sie sind aus natürlichen Materialien, langlebig und daher sehr nachhaltig. Außerdem sieht jeder Griff in der Maserung des Holzes etwas anders aus, was sie zu echten Unikaten macht.

Die Birkenrinde ist ein ganz tolles Material. Sie hat den gleichen pH-Wert wie menschliche Haut und vermittelt ein sehr angenehmes und samtig warmes Griffgefühl. Selbst im nassen Zustand verliert man nicht an Grip und die Griffe zeigen sich sehr rutschfest.

Jeder Lenkergriff besteht aus 60 bis 70 Lagen Birkenrinde, die in Handarbeit gestanzt und sortiert werden. Die Lagen werden auf ein korrosionsbeständiges Aluminium-Innenrohr gebracht, die Oberfläche final behandelt und mit biologischem Wachsöl geölt.

Der Alltagscheck

Von der Theorie in die Praxis

Das liest sich schon alles sehr schön, doch wie angenehm sind die Birkenrindengriffe im Alltag wirklich? Jeder handelsüblichen Lenker mit 22 mm Durchmesser ist geeignet. Auch an den gerade S-Lenker meines Bromptons passen sie problemlos. Wie es sich mit den anderen Lenkertypen beim Brompton verhält, muss man vermutlich ausprobieren. Es gibt sie als Normalgriff (ca. 125 mm) oder als Kurzgriff (ca. 93 mm) für Drehschaltung.

Das gute Gefühl, sobald man den Griff in der Hand hält, setzt sich auch beim tatsächlichen Fahren fort. Die Lenkergriffe sind haptisch einmalig. Das samtige Gefühl beim ersten Berühren geht in ein festes und sicheres Griffgefühl über. Kein Rutschen, kein Kleben. Ich möchte sie immer wieder anfassen, denn damit zu fahren macht einfach Spaß.

Komfortabilität auf langen Strecken

Leider muss ich mir eingestehen, dass die Birkenrindengriffe zwar wirklich angenehm sind, bei längeren Touren für meine empfindlichen Hände jedoch nicht genug Komfort bieten. Ich habe aus gutem Grund die harten und wenig polsternden Original Bromptongriffe demontiert und die ergonomische Variante angebaut. Trotz guter, fast schon federnder Griffigkeit der Birkenrindengriffe spüre ich nach Strecken, die länger als 30 km am Stück sind, einen deutlichen Druck und eine Überreizung innerhalb der Handfläche zwischen Daumen und Zeigefinger. Bisher konnten hierbei nur ergonomisch geformte Lenkergiffe mit Handballenauflage Abhilfe schaffen.

Wer nicht so sensibel ist oder nur kürzere Strecken zurücklegt, kann jedoch problemlos auf die Handschmeichler zurückgreifen. Für meine üblichen Wege in der Stadt sind die Birkenrindengriffe perfekt. Daher werde ich sie nur wechseln, wenn ich längere Touren plane.

Pflege und Haltbarkeit

Nachdem ich die Birkenrindengriffe nun schon seit ein paar Wochen fahre, fällt mir an den Griffen selbst kaum eine Veränderung auf. Die Birkenrinde an sich sieht aus wie neu, nur die Endkappen sind etwas empfindlicher. Das matte Schwarz wird sicher ebenso wie das glänzende silberne Metall leicht ein paar Kratzer abbekommen. Das tut der Funktion jedoch keinen Abbruch und sie unterscheiden sich da nicht von anderen Griffen.

Laut my Boo werden die Griffe mit der Zeit etwas nachdunkeln und bei dauerhafter UV-Einwirkung sogar aufhellen. Die Birkenrinde ist sehr pflegeleicht. Man kann sie gelegentlich feucht mit etwas Seife abwischen, wenn nötig. Außerdem sollten sie, falls sie zu feucht geworden sind, die Gelegenheit bekommen ordentlich zu trocknen. Ansonsten sind die Birkenrindengriffe ein sehr langlebiger Begleiter, der sicher für viele Jahre Freude bereiten wird.

 

Die Griffe sind über my Boo zu beziehen und kosten in allen Varianten 79,90 €.

 

Mit Faltrad auf dem Rheinradweg: Schweizer Rheinromantik und geänderte Pläne

Nach einem entspannten Frühstück setzte ich meine Reise an Tag sieben auf dem Rheinradweg fort. Es war der letzte meiner Tour und ich freute mich darauf, am Bodensee anzukommen. Ich hatte nur ein kleines Problem: Meine Unterkunft für die kommenden drei Messetage hatte Friedrichshafen noch nicht erreicht! Sie war scheinbar mit der Post verschollen.

Fast zwei Wochen vor meiner geplanten Ankunft am Bodensee hatte ich ein Paket mit Zelt und Schlafsack an eine Packstation in Friedrichshafen gesendet. Mein Plan war während der Eurobike auf dem Campingplatz zu nächtigen, so wie im Vorjahr auch. Nur aus irgendeinem Grund veränderte sich der Sendungstatus nicht. Als also am Dienstag, einen Tag vor meiner Ankunft immer noch keine Spur von dem Paket war, machte ich mir ernsthaft Gedanken.

Von der Fahrradgemeinschaft und der Reichweite sozialer Netzwerke

Ich hatte an diesem Tag aber ein Foto gepostet und auf meine etwas ungünstige Lage aufmerksam gemacht. Ich muss zugeben, ich habe nicht damit gerechnet, dass sich das so schnell verselbstständigt. Das Bild und meine Frage nach einer Übernachtungsmöglichkeit in dem zu Messezeiten sehr überlaufenen Friedrichshafen wurde geteilt und ich bekam Stück für Stück ein paar Nachrichten und Angebote.

Von kompletter Campingausrüstung mit Schlafsack und Isomatte über Vorschläge für eventuell noch freie Jugendherbergen und Ferienwohnungen mit Zusatzbett war so einiges dabei. Am letzten Reisetag las ich gegen Mittag dann eine kurze Facebooknachricht mit einer Telefonnummer und der Bitte um Rückruf, falls meine Suche noch nicht abgeschlossen sei. Ich war neugierig, weil ich denjenigen nicht kannte, aber schnell durch einen Blick auf sein Profil feststellen konnte, wer unser gemeinsamer Bekannter ist. Ich war beruhigt und wählte die Nummer. Es dauerte nicht lang und ich wusste, dass meine Suche vorerst abgeschlossen war. Zumindest am Mittwoch musste ich mir keine Gedanken mehr machen, wo ich denn unterkommen könnte. Dies entspannte meine Stimmung doch deutlich.

Vielen, vielen Dank an all die tollen Menschen, die mir Vorschläge gemacht und Hilfe angeboten haben. Es war ein unglaublich schönes Gefühl, nicht allein da zu stehen und zu wissen, dass ich sicher irgendwo unterkommen werde!

7. Tag: Kössaberg – Radolfzell

Strecke: ca. 90 km

Ich war also optimistisch gestimmt, als ich bei bestem Spätsommerwetter durch die wunderschöne, wechselnde Landschaft an den Ausläufern des Südschwarzwaldes entlang radelte. Schweizer Rheinromantik pur. Wie konnte ich da auch schlechte Laune haben? Immerhin war ich unterwegs, saß auf meinem Brompton und entdeckte eine mir unbekannte Gegend bei traumhaftem Wetter. So wie am Vortag verliefen die Landesgrenzen fließend. War ich eben noch in einem kleinen Schweizer Ort, näherte ich mich kurz darauf schon wieder deutschen Feldern.

Was für ein Rheinfall! (sorry :-D)

Das große Highlight des Tages sollte der Rhein-Wasserfall in Neuhausen sein, der zu den größten Wasserfällen Europas zählt. Kurz zuvor hatte ich mal wieder eine Grenzlinie überfahren, die hier zugegebenermaßen extrem gezackt verläuft. Das toppte sogar den Vortag.

Auch, wenn der Rheinfall (ja, sie nennen ihn wirklich so…) sicherlich kein Geheimtipp ist, er ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Besonders beeindruckt hat mich nicht nur die Breite, die mit 150 m schon enorm ist. Auch die durchlaufende Wassermenge und die Lautstärke des beständig rauschenden Wassers blieben in Erinnerung. Die Anzahl der Touristen, die in zahlreichen Booten durch den Rhein geschifft wurden, war genauso beachtlich und motivierte mich, nicht allzulange zu verweilen. Den schönen Ausblick vom Schloß Laufen auf der anderen Rheinseite ließ ich also aus und fuhr lieber eine praktische Runde mit dem vor gar nicht langer Zeit errichteten, frei stehenden Fahrstuhl. Mithilfe von diesem war es deutlich leichter in den höher gelegenen Ort und wieder auf meinen Track zu kommen, als über die vielen Stufen. Außerdem war er relativ gering frequentiert.

Rheinromantik und Bio-Verpflegung im Grünen

Durch das hübsche Schaffhausen hindurch führte mich mein Weg direkt am Wasser entlang und endlich auch wieder hinaus aus der Stadt. Das Tolle war: Aufgrund der Wegführung und der zahlreichen Sehenswürdigkeiten war dieser Tag so abwechslungsreich, dass mir keine Minute langweilig wurde.

Es gab eher zu viele Gründe auch einmal anzuhalten, den Ausblick zu genießen (wie im Video oben bei Diessenhofen) oder das Rad durch eine historische Altstadt zu schieben. Der letzte Schweizer Ort meiner Reise ist so eine besagte Stadt. Stein am Rhein bietet zahlreiche optische und architektonische Highlights. Rheinromantik, ich sagte es ja.

In Stein reihen sich wunderschöne alte Fachwerkhäuser aneinander, doch der wahre Hingucker ist die Altstadt mit ihren aufwändig bemalten Hausfassaden. So viele Details verlangten nach meiner Aufmerksamkeit, dass ich einfach vom Fahrrad steigen und langsam hindurch laufen musste, um die Wandgestaltung zu bestaunen.

Großartig war in der Schweiz auch, zumindest auf meinem Streckenabschnitt, die häufige Verfügbarkeit von Trinkwasserstellen. So hatte ich immer wieder die Gelegenheit, meine Wasserflasche aufzufüllen.

Oder man nimmt eben einen Imbiss irgendwo auf der Route ein wie zum Beispiel bei einem Biohof, an dem ich nach einer hügeligen Auf- und Abfahrt bei Gailingen eine Pause einlegte. Die Bioladestation verspricht Radfahrenden und Wanderern eine gemütliche Pausengelegenheit im Schatten von großen Bäumen mit Gebäck, eiskalten Getränken und Kaffee gegen einen kleinen Beitrag in die Vertrauenskasse. Dazu sitzt man mitten im Grünen mit Feldern ringsherum und garantiert ohne Touristenströme. Ich war schon ein wenig begeistert, als ich die Ladestation am Wegesrand entdeckte. Obwohl ich kurz zuvor bereits eine Pause eingelegt hatte, musste ich einfach noch einmal anhalten und auch einen Eintrag im Gästebuch hinterlassen.

Bodensee und Zugfahrt am Abend

Und dann war ich endlich da. Nach einer Woche unterwegs mit meinem Brompton hatte ich mein Ziel (fast ) erreicht. Ich war am Bodensee angekommen. Doch an diesem Mittwoch sollte ich nicht weiter als bis Radolfzell radeln. Mein ursprünglicher Plan bis Konstanz zu fahren und mit dem Katamaran nach Friedrichshafen überzusetzen, hatte sich aufgrund der zwangsläufig veränderten Schlafsituation erledigt. Stattdessen gönnte ich mir in Radolfzell ein wirklich sehr gutes Eis (das Beste, das ich in der Region und auf meiner ganzen Reise genießen durfte) und stieg dann in den Regionalzug.

Tuttlingen und unglaubliche Gastfreundschaft

Was mich am Ende meiner Reise erwartete, kann ich trotz der vorherigen Ungewissheit nur als einen wahren Höhepunkt beschreiben. Ich habe auf der Tour einige sehr tolle, hilfsbereite und freundliche Menschen getroffen. Diese Reiseerfahrungen bleiben mir als wichtigste und wertvollste Erinnerungen. Als ich aber in Tuttlingen aus dem Zug stieg und dort bereits erwartet wurde, war ich schon etwas überwältigt. Zunächst war ich etwas unsicher, als ich in das Auto stieg, das mich zu meiner Unterkunft für die Nacht bringen sollte. Ich bin nicht so der Typ, der zu Wildfremden in die Karre steigt und sich einfach irgendwo hinfahren lässt. Doch in dem Fall hatte ich einfach keine Zweifel. Das Telefonat zuvor, die ruhigen, aber höflichen Worte während der Fahrt und dann die Begrüßung bei der Ankunft, fühlten sich einfach richtig an.

Was ich dann erlebte war ein wundervoller, angenehmer Abend mit leckerem Essen, schönen Gesprächen und zwei sehr tollen Gastgebern! Danke ihr beiden! Es war mir ein Fest und ich hoffe, wir sehen uns mal wieder!

Meine Reise war zu Ende. Die nächsten Tage vergingen auf der Eurobike im beständigen Regen. Der Sommer war irgendwie genau mit meiner Ankunft am Bodensee vorbei. Ich war etwas geschafft von der Sonne, aber glücklich endlich wieder ein paar Tage im Sattel verbracht zu haben. Ich freue mich schon sehr auf meine nächste Tour und wer weiß schon, wohin es mich da verschlagen wird.


Hier gibt es Teil 1, Teil 2 und Teil 3 der mit dem Faltrad auf dem Rheinradweg-Tour.

Die Donation-Drone – mit Brompton und Drohne durch Kambodscha

Die Donation-Drone – mit Brompton und Drohne durch Kambodscha. Das klingt spannend, oder? Ich wurde sofort neugierig, als mir Andrea bei der Fahr Rad Kino-Tour im September davon erzählte. Sie ist Fotografin und Fahrradguide in Berlin und hat bereits langzeitig Radreiseerfahrungen gesammelt.

Zusammen mit Klaus und ihren beiden Hunden reiste sie zwei Jahre mit “normalen” Fahrrädern um die Welt. Auf dieser Reise waren sie auch in Ländern unterwegs, die nicht die gleichen Standards wie wir in Deutschland und dem Großteil von Europa haben.

Die Donation-Drone

Mitte November 2017 starten die zwei daher ein ganz besonderes Projekt: Sie wollen vier Monate mit ihren Brompton-Falträdern durch Kambodscha reisen und mit einer Drohne Luftaufnahmen machen, die gegen eine Spende verfügbar gemacht werden. Das Prinzip ist einfach: Spende mindestens 5 € und erhalte dafür ein Luftbild aus Kambodscha per E-Mail! Das erhaltene Geld fließt 1:1 in das Projekt WASH ( WAsser, Sanitäre Einrichtungen und Hygieneschulungen) in Kambodscha. Wer mehr über die Hintergründe dazu erfahren möchte, kann dies bei “Kleine Hilfsaktion e.V.” nachlesen.

pic by jokeair

 

Das Projekt von Klaus und Andrea hat den Titel Donation-Drone und bisher sind bereits rund 2.000 € von den angestrebten 15.000 € zusammen gekommen.

Spende für Kambodscha – und bekomme eine Lufbildaufnahme!

Ich habe mit Andrea gesprochen, um etwas über ihre Beweggründe und ihre Motivation zu erfahren, die Reise nach Kambodscha anzutreten – und dann auch noch mit Brompton!

Liebe Andrea (A), Danke, dass du dir so kurz vor der Reise Zeit nimmst, ein paar Fragen zu beantworten!

1. Weshalb habt ihr euch Kambodscha als Reiseziel ausgesucht?

A: Ganz ehrlich? Asien sollte es sein. Ich habe Klaus gefragt: Kambodscha? Und Klaus hat gesagt: ok! Das kam einfach so aus mir heraus. Ich habe keine andere Beziehung zu dem Land und ich war auch noch nie irgendwo anders in Asien.

2. Wie seid ihr auf den Verein „Kleine Hilfsaktion e.V.“ aufmerksam geworden? 

A: Da gab es einen Beitrag im Fernsehen und ich habe Roland von dem Verein angerufen. Der ist immer im Winter selber vor Ort mit verschiedenen Spendenaktionen und Rollstühlen im Gepäck. Wir haben miteinander gequatscht und es war klar – das passt. Wie, das wusste ich da auch noch nicht.

3. Woher kam dann die Idee, mit einer Drohne gegen eine Spende Luftaufnahmen zu machen? 

A: Wir mussten überlegen, wie wir den „Kleine Hilfsaktion e.V.“ unterstützen können. Nun, ich werde oft im Bekanntenkreis gefragt, ob sie die ein oder andere Luftaufnahme von uns vielleicht für die eigenen 4 Wände bekommen können. Klar, wir sagen immer ja. Und jetzt könnte doch der ein oder andere etwas Geld dafür bezahlen.

5 € und ihr bekommt exklusiv per Mail eine Luftbildaufnahme :-).

 

4. Tolle Idee! Und wie funktioniert das Spendensystem? 

A: Ab 5 € bekommt jeder Spender, wenn er seine E-Mail-Adresse angibt, eine Luftbildaufnahme aus Kambodscha. Sobald wir über die Grenze kommen, beginnen wir mit den Aufnahmen und diese werden dann der Reihe nach, wie die Spenden rein kommen, versendet.

Das Geld geht direkt auf ein Konto des „Kleine Hilfsaktion e.V.“. Wir hoffen 5.000 € zu sammeln. Benötigt werden 15.000 € zur Installation des Projekts WASH in Battambang. Wir haben uns das Projekt heraus gesucht, weil wir uns wünschen, dass Kinder auf der Welt nicht mehr damit aufwachsen müssen, dass Durchfall etwas Normales ist. Sie müssen darin geschult werden, was Hygiene bedeutet und die Menschen vor Ort müssen in der Lage sein, ihr eigenes, sauberes Wasser herzustellen. Über diese Bio-Sandfilter werden wir dann vor Ort berichten.

5. Warum macht ihr die Reise mit dem Fahrrad und dann auch noch mit einem Faltrad wie dem Brompton

A: Ohne Fahrrad wäre eine solche Reise unvorstellbar. Damit werden wir an Orte kommen, die man nur schwer erreicht oder, wo man sonst nicht vorbei fährt. Nah an den Menschen, das ist uns wichtig. Nach unserer 2-jährigen Fahrrad(welt)reise von Deutschland nach Ägypten und zurück war klar: Das Fahrrad ist unsere Art, Länder zu bereisen und mit Menschen in Kontakt zu kommen, an Orten zu bleiben, wenn es sich gut anfühlt und weiter zu reisen, wenn es sein soll.

 Ein Fahrrad ist schnell genug und doch auch langsam genug, um die Welt zu entdecken.

 

Dieses Mal haben wir uns für ein Brompton entschieden um flexibler zu sein. Wir werden mit weniger Ausrüstung reisen, auch wenn wir viel Technik mit uns führen 🙂 und so vielleicht doch mal in den ein oder anderen Bus steigen. Und warum genau ein Brompton? Gibt es eine Alternative? 🙂 Ohohoh! [Anmerkung: Wie diese Technik transportiert wird, erfahrt ihr weiter unten.]

6. Ihr habt sehr viel hochwertiges Equipment dabei und werdet sicher auch mit den Falträdern auffallen. Habt ihr Bedenken bezüglich Diebstahl oder eurer eigenen Sicherheit?

A: Ach je, nein, eigentlich nicht. Das kann natürlich passieren, aber Angst oder Bedenken, dass wäre jetzt mal wieder kein guter Begleiter. Die Menschen sind erst mal gut. Überall!

7. Was erhofft ihr euch am meisten von der Reise? 

A: Uns zu „erden“, wunderbare Menschen zu erleben und deren Geschichten zu erfahren und natürlich: Das Spendenziel zu erreichen :-).

Danke für das Interview

Ausrüstungsdetails: Wie transportiert man eine Drohne mit einem Brompton?

So eine Drohne kann schon gewisse Ausmaße annehmen, die nicht in jede Tasche oder jeden Anhänger passt.  Da Andrea und Klaus jedoch sicherstellen müssen, dass das wertvolle Stück die Reise auch heil übersteht, musste eine geeignete Transportbox vorhanden sein. Da die existierenden jedoch nicht passten, beschloss Klaus kurzerhand einen eigenen Anhänger zu bauen. Mit der Unterstützung und vielen Teilen von den bekannten, hochwertigen Hinterher aus München baute er eine Box mit speziellem, maßgefertigtem Anhänger für die Drohne. Und in diese passt bei Bedarf sogar das gefaltete Brompton, dass ihn sonst ziehen soll! Warum Klaus dafür sogar einen Kurs für den Umgang mit einer CNC-Fräse besuchte, könnt ihr ausführlich in seiner Bauanleitung auf seinem Blog planetbrompton.de nachlesen.

Links zum Projekt

Das ist eure Gelegenheit ein tolles, soziales Projekt zu unterstützen und dafür eine einmalige Luftaufnahme aus einem wunderschönen Land zu erhalten! Hier nochmal der Link zur Donation-Drone-Spendenseite.

Ihr könnt Andrea und Klaus auf ihrer Reise begleiten, die am 13. November 2017 startet! Sie haben eine Facebook-Seite und einen Instagram-Account.  Außerdem gibt es eine Jokeair-Instagramseite, wo man einen schönen Eindruck von der Qualität der bisherigen Luftbildaufnahmen bekommt.

Mit Faltrad auf dem Rheinradweg: Country Hopping

Der Morgen in Kehl war atemberaubend! Der Himmel verfärbte sich in verschiedenen Rot- und Pinktönen und die Wolken verschwammen mit dem Morgennebel über dem Wasser des Rheins. Ich erwachte früh, genoß den wundervollen Ausblick und beobachtete die Störche in ihrem Nest, deren Silhouetten sich so dekorativ auf ihrem Turmnest stehend vom Himmel abhoben.

5. Tag: Von Kehl nach Breisach am Rhein

Strecke: ca. 93 km

Straßburg

Ich wollte früh aufbrechen, um genügend Zeit in der französischen Stadt auf der anderen Rheinseite verbringen zu können. Noch bevor ich richtig in Straßburg angekommen war, sah ich einen neben dem Radweg wartenden, sportlich gekleideten Radfahrer, der mich kurz zuvor überholt hatte. Er rief mir etwas zu und deutete dabei auf den Weg vor mir. Gerade noch rechtzeitig sah ich die Glasscherben, die dort lagen und wich rechtzeitig aus.

Schnell entwickelte sich ein Gespräch zwischen Jochen und mir, der noch einen deutlich weiteren und anspruchsvolleren Weg vor sich hatte, als ich: Über Frankreich und mit einigen Anstiegen radelte er bis nach Barcelona weiter. Wir fuhren einige Meter zusammen nach Straßburg rein, wo sich unsere Wege schließlich an einer großen Kreuzung trennten.

Jochen, es hat mich gefreut! Weiterhin gute Fahrt auf all deinen Touren!

Die Stadt nahm mich schnell in ihren Bann. Nicht nur die außergewöhnlich guten Radwege begeisterten mich, sondern auch die architekturale Vielfalt aus mittelalterlichem Fachwerk und modernen Bauwerken waren äußerst sehenswert.

Ich kam nicht drum herum, mir einen Cappuccino zu gönnen und gemütlich in einem Straßencafé zu pausieren. Ein bisschen Genuß muss sein und voon den Croissants brauche ich gar nicht zu reden! Nom!

Ich verließ Straßburg gegen Mittag und radelte auf der französischen Seite weiter bis zu einem Wasserkraftwerk, dass auf einer Rheininsel liegt. Diese steht unter Naturschutz und darf mit dem Auto nicht befahren werden. Ich war fast völlig allein, als die Sonne um die Mittagszeit auf mich herabbrezelte und es sehr still wurde um mich herum. Das war ein seltsames Gefühl, aber auch irgendwie sehr schön.

Nur ich, die Natur und mein Brommie.

Kleine Umwege führen zu schöneren Streckenabschnitten

Als ich wieder in Deutschland angekommen war, versuchte ich abseits vom langweiligen Weg auf dem Deich, eine Route zu finden, die mir eventuell auch etwas Schatten bieten konnte. Teilweise führte mein spontan gewählter Weg durch Wald und entlang von Fischteichen, teilweise über Felder und durch Obstplantagen ein wenig offroad. Aber ein Brompon kann fast alles und schließlich legte ich zumindest die letzten Tageskilometer auf bzw. neben dem Deich zurück.

Mein Tagesziel mit dem Fahrrad war Breisach am Rhein, ein Ort mit einem hoch gelegenen, historischem Ortskern und einer imposanten Stadtmauer. Von dort wollte ich mit dem Zug weiter ins nahegelegene Freiburg fahren. Der Tag war nur so verstrichen, sodass ich durch Breisach gegen 19 Uhr nur schnell hindurch radelte und leider keine Ruhe mehr für eine Stadtbesichtigung hatte.

Schließlich kam ich nach einer knappen halben Stunde Zugfahrt in Freiburg an und genoß einen ruhigen Abend bei lieben Freunden in der schönen Stadt im Breisgau. Thanks for having me <3!

6. Tag: Von Bad Bellingen nach Küssaberg

Strecke: ca.  96 km

Mein Tag begann, wie der letzte aufgehört hat: Mit einer Zugfahrt. Ich sparte mir aus zeitlichen Gründen ein paar Kilometer und fuhr von Freiburg aus nicht nach Breisach zurück, sondern einige Rheinkilometer weiter südlich nach Bad Bellingen. Nach einem Bäckerfrühstück schwang ich mich wieder aufs Rad und suchte mir einen Weg zurück an den Rhein. Dieser sah hier im Süden Deutschlands deutlich unruhiger und wilder aus, als weiter nördlich.

Für den Schiffsverkehr wird zwischen Breisach und Weil der französische Rheinseitenkanal (Grand Canal d’Alsac) genutzt, der parallel zum Rhein verläuft. Weil am Rhein war schließlich auch meine nächste Station. Bekannt durch die Grenzlage und als äußerster Zipfel Deutschlands treffen hier die Schweiz, Frankreich und Deutschland aufeinander. Dort verbindet die einzigartige Dreiländerbrücke als weltweit längste, freitragende Fußgänger- und Radfahrerbrücke das französische Huningue mit dem deutschen Weil.

Ehe ich mich versah, fuhr ich erneut über eine Landesgrenze: Hallo Schweiz! Hi Basel!

Länderhopping

Deutschland, Frankreich und nun die Schweiz, der Rheinradweg ist kulturell spannend und abwechslungsreich. Es passierte mir nicht nur einmal, dass die Landesgrenzen fließend verliefen. Besonders in der Schweiz erkannte ich oft nur anhand von Fahrradroutenschildern, in welchem Land ich mich gerade befand. In Deutschland waren die Radsymbole der Schilder bisher immer grün auf weißem Grund, in der Schweiz sind sie weiß auf rotem Grund.

Basel – die gemütliche Großstadt am Rhein

Als ich nach Basel über eine intakte Grenzstation (da nicht EU) fuhr, musste ich mir als Radfahrerin jedoch keine Gedanken machen. Ich konnte ungehindert weiterradeln und gelangte zum ersten Mal in die schöne Schweizer Stadt. Bereits nach wenigen hundert Metern sah ich ein Brompton aus der Ferne. Ich musste mehrfach hinschauen, da ich zuvor noch keines mit einem Anhänger gesehen habe und wurde neugierig. Als sich schließlich unsere Wege kreuzten und ich nickend und lächeln vorbeifuhr, dauerte es nicht lang, bis sich ein Gespräch mit dem Fahrer des Brommies entwickelte.

So lernte ich Jörn kennen, der mir einmal mehr zeigte, wie gastfreundlich und hilfsbereit Menschen sein können. Vielen Dank für dieses herzliche Willkommen in Basel und die kurze, geführte Stadtfahrt! Ich hoffe, unsere Wege kreuzen sich irgendwann mal wieder!

John Tweed

Da ich noch ein gutes Stück Weg vor mir hatte an diesem Tag, war mein Aufenthalt in Basel leider viel zu kurz. Doch ich ließ es mir nicht nehmen, einen kurzen Stopp bei John Tweed einzulegen, was ich auch jedem ans Herz legen kann, der das Radfahren zelebriert und modisch den klassischen Stil bevorzugt. Dort finden Vintage-Liebhaber ihr kleines Paradies mit Fahrrädern im Stil der 1920er bis 1970er und charmanter, ebenso stilvoller Mode für Herren und auch Damen.

Es ist ein ganz besonderes Geschäft, in dem der Besitzer Michel mit viel Liebe zum Detail nicht nur die Produkte ausgewählt hat. Auch die Einrichtung und die Möbel sind passend arrangiert, was das Gesamtkonzept sehr schön abrundet. Außerdem ist John Tweed einer der zwei Bromptonhändler in Basel. Schaut unbedingt vorbei, wenn ihr mal in Basel seid!

Das Wetter war nach wie vor großartig und so war es nicht verwunderlich, dass an diesem Dienstagmittag viele Menschen die letzten Sommertage in vollen Zügen genoßen – mit Vorliebe nah am Wasser. Der Rhein fließt breit durch die Stadt und teilt sie mehr oder weniger mittig. Den eindrucksvollen Basler Münster sah ich nur aus der Ferne. Auch wenn ich kurz die Rheinseite wechselte, um über den Rathausplatz und durch die Große Altstadt zu fahren, wo sich auch der Dom nah am Wasser befindet.

Schweiz und Deutschland im Wechsel

Dem Rheinverlauf folgend setzte ich meine Reise fort und verließ die schöne Schweizer Stadt, um über kleine Dörfer und zwischen Feldern hindurch immer wieder über die Ländergrenzen zu radeln. Schweiz, Deutschland. Schweiz, Deutschland. And again. Am letzten Tag meiner Reise war das sogar noch häufiger der Fall.

Bei Rheinfelden querte ich wieder den Rhein und stieg einmal kurz vom Brompton, um durch die hübsche Altstadt des Ortes zu laufen und dann meinen Weg auf der Schweizer Seite fortzusetzen. So konnte ich mir einen Rheinbogen sparen, musste dafür aber teilweise parallel zu einer Hauptstraße fahren. Immerhin gab es einen ausgeschilderten Radweg. Ich buckelte zur Abwechslung auch einige Höhenmeter mit dem Brommie, was aber glücklicherweise mit langen Abfahrten und einem tollen Talblick belohnt wurde. Außerdem: Ein Brompton kann fast alles :-)!

Über alte Holzbrücken und malerische Orte

Mein Plan war bei Bad Säckingen wieder auf die deutsche Rheinseite zu fahren, denn dort sollte sich das besonders lohnen. Schon von weitem sah ich den Grund dafür: Die Alte Holzbrücke verbindet den Schweizer Ort Stein mit Bad Säckingen in Deutschland und ist mit 203,7 m Länge die längste, europäische Holzbrücke mit Überdachung. Es ist eine Fuß- und Radfahrerbrücke mit Fenstern, die man gemütlich bummelnd überqueren und dabei hin und wieder den tollen Ausblick auf den Rhein und die hübsche Gegend ringsum genießen kann.

Noch lagen ca. 35 km vor mir und ich war deutlich später dran, als mir lieb war. Doch die folgende Strecke war sehr abwechslungsreich und verlief teils auf schmalen Wegen entlang des Rheins, teils entlang der Straße. Sie war aber auch abschnittsweise recht hügelig und mit einigen Ansteigen verbunden. Die Landschaft ringsum wurde immer schöner und die Ausläufer des Südschwarzwalds boten ein tolles Panorama. Gleiches gilt für die Orte, die sich oft beidseitig an den Rhein schmiegen und mit Burgen und Fachwerk auftrumpfen. Besonders märchenhaft mutet Laufenburg an, das mit einer Steinbrücke den deutschen Teil mit dem schweizerischen Altstadtkern verbindet. Selbst die Bahnstation liegt dort am Berg, so eng ist alles am Fluß gebaut.

Eine MitRadGelegenheit

Kurz darauf war ich etwas ratlos, was die weitere Strecke aning. Die Schilder waren missverständlich und ich beschloss meinen Track auf dem Handy zu überprüfen. Ich merkte, dass ich nicht die einzige war, die verloren an der Kreuzung herumstand. Schließlich fuhr jedoch auch die andere Radfahrerin weiter, die ich schon einige Kilometer zuvor in einem Ort gesehen habe.

Ich holte sie jedoch schnell ein. Dieses Mal war ich diejenige, die ein Gespräch suchte, was sich als sehr gute Entscheidung herausstellte. Doreen war die erste allein reisende Radlerin, die ich in der Woche getroffen habe und ich die einzige, die sie auf ihrer bisher zwei Wochen andauernden Tour aus den Niederlanden gesehen hatte. Wir radelten die letzten Tageskilometer zusammen, tauschten uns aus und ich erfuhr, dass sie diese Tour relativ spontan geplant hatte. Sie hatte sich kurz zuvor ein neues Rad und Ausrüstung besorgt und war dann einfach los gefahren. Italien war ihr Ziel und somit lagen noch einige Kilometer vor ihr. Wir beschlossen unsere spontane Bekanntschaft bei einer eiskalten Apfelschorle zu feiern, bevor sich unsere Wege schließlich wieder trennten.

Thank you Doreen, it was a real pleasure to meet you!

Es war ein sehr eindrucksvoller Tag, mit vielen schönen Stationen, einer traumhaften Landschaft und unglaublich netten, tollen Menschen! Am nächsten Tag wollte ich mein Ziel , den Bodensee und Friedrichshafen erreicht haben. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Die anderen Teile des Tourberichts meiner Rheinradwegsreise:

Teil 1: Burgen und Wein

Teil 2: Von Hitze und Maisfeldern

 

 

Isn’t it time for a ride? – Lonely Mountains: Downhill

“Isn’t it time for a ride?”, fragen Megagon Industries, die Entwickler des einzigartigen Mountainbiking-Games Lonely Mountains: Downhill. Sie ziehen mit ihrem Spiel den erprobten Gamer ebenso in den Bann wie naturliebende Biker, die am liebsten im Gelände unterwegs sind. Denn nicht für jeden bietet sich die Gelegenheit nach draußen zu fahren und den Berg hinabzurasen.

Einigen ist der Sport zu gefährlich, andere haben gar nichts mit Radfahren am Hut. Doch warum erzähle ich euch nun etwas von einem Fahrrad-Computerspiel, wo ich doch am liebsten selbst draußen mit dem Rad unterwegs bin und eher selten am Rechner sitze und zocke?

Lonely Mountains: Downhill ist ein Downhill Mountain Biking Game für PC mit Fokus auf einer spaßigen Steuerung, einem Streckendesign mit zahlreichen Abkürzungen und Wegen jenseits der Hauptstrecke und einer vom Menschen unberührten Natur in einer wunderschönen Low-Poly Grafik.

Mit dem Fahrrad am PC

Nun zum einen ist es ein Fahrradspiel, was es in der Form so noch nicht gibt: Die Entwickler haben es nämlich geschafft, einen Outdoorsport so detailverliebt und lebhaft in einem PC-Game einzufangen, dass man einfach Lust bekommt zu spielen und danach selbst rauszugehen und Radzufahren (egal in welcher Form). Wenn das nicht geht oder das Wetter zu unangenehm oder nass ist, lädt Lonely Mountains: Downhill dazu ein, einfach digital auf die Reise mit dem Fahrrad zu gehen.

Zum anderen schafft es Lonely Mountains: Downhill die verschiedenen Spieler-Typen anzusprechen, egal ob Biker oder nicht. Das liegt unter anderem an den wunderschönen, per Hand designten Landschaften im reduzierten und dennoch spannungsvollen Polygon-Look, welche einen großen Einfluss auf die positive Spielwirkung haben. Mich packte beim Testen der Demo sofort der Ehrgeiz, sobald ich ein Gefühl für den Controller und die Steuerung bekommen und gespürt habe, wie raffiniert und lebhaft sich der kleine Biker auf seinem Mountainbike bewegen kann.


 Just you, your bike and the mountain ahead.

Ich wollte unbedingt bis zum Fuß des Berges zu gelangen: Denn darum geht es im Grunde. Man startet an der Spitze eines Berges und versucht diesen in möglichst kurzer Zeit herunterzufahren, ohne dabei allzu oft zu stürzen. Der Berg ist so aufgebaut, dass man verschiedene Abschnitte stufenlos durchfährt. Dabei sprintet man durch eine wunderschöne Bergwelt, die vom kargen Gipfel bis ins üppige Tal eine starke landschaftliche Veränderung durchlebt. Doch es gibt nicht nur einen festen Pfad. Man muss sich seinen Weg selber suchen, Abkürzungen checken und aufpassen, nicht am nächsten Baum oder Stein hängenzubleiben.

Wer schon einmal mit dem Mountainbike einen echten Berg herunter gefahren ist, kennt das Risiko und die Gefahren, die das mit sich bringen kann. Ein bisschen Mut und Fahrsicherheit sollte man schon haben, um nicht gleich nach der ersten Abfahrt im Krankenhaus zu landen. Donwhill-Biken ist ein Sport, der es in jeglicher Hinsicht in sich hat. Über Stock und Stein, Wurzel und Fels jagen die Mountainbiker den Berg hinab – Adrenalinkick garantiert. Die meisten haben schon harte Stürze erlebt, die für Wochen lahm außer Gefecht setzen.

Und dann sind da noch die Crashes

Obwohl ich es leider noch nie geschafft habe, eine echte Downhill-Strecke zu fahren, kann ich mir lebhaft vorstellen, wie gefährlich das sein kann. Auch der kleine Lonely Mountains-Rider hat ordentlich gegen diverse natürliche Hindernisse auf seiner Abfahrt zu kämpfen. Kantige Felsen, kühle Bergseen und steile Klippen erfordern höchste Aufmerksamkeit bei der Abfahrt, wenn man nicht plötzlich durch die Luft fliegen oder im Wasser versinken möchte.

Und doch wird es immer und immer wieder passieren… Denn Stürze gehören zum Spiel dazu. Und wie komisch das auch klingen mag: Sie machen unglaublich Spaß! Wie ein Crash-Dummy fliegt der Biker durch die Luft und stürzt immer und immer wieder, wenn man kurz nicht aufpasst oder eine Abfahrt zu schnell nimmt und doch am Baum hängen bleibt, der da plötzlich vor einem auftaucht.

Can you beat the mountain?

Das Spiel bleibt kurzweilig bis zum Schluss und macht Lust auf mehr! Mehr Berge, mehr reduzierte und doch wirkungsvoll gestaltete Low Poly-Landschaften, mehr Wege, die sich zu erkunden lohnen.

Die Entwicklung von Lonely Mountains: Downhill begann vor ca. 2 Jahren mit dem Prototypen des Bikers und befindet sich nun in einem fortgeschrittenen Developement-Status. Geplant ist der Release Mitte 2018, doch die Entwickler benötigen ganz dringend Unterstützung!

Now on Kickstarter!!!

Megagon Industries ist ein Zwei-Mann Indie-Studio mit Sitz in Berlin. Nachdem die Demo des Spiel bereits auf mehreren Messen sehr erfolgreich gezeigt wurde, startet am 17.10.2017 die große Kickstarter-Kampagne!

Helft mit, damit die beiden das Spiel weiterentwickeln können! Es steckt bereits jetzt viel Herzblut, Zeit und Engagement darin und ihr könnt dabei helfen, dass Lonely Mountains: Downhill fertig gestellt werden kann!

 

Schaut auf der Website von Lonely Mountains: Downhill vorbei oder folgt ihnen auf Facebook, Twitter, Instagram oder auf Discord und dem Newsletter, um alle Infos und Neuigkeiten zum Spiel zu erhalten.


P.S. Dieser Beitrag ist aus freien Stücken entstanden, weil ich dieses Spiel wirklich sehr spannend und vor allem spaßig finde. Außerdem weiß ich, wie viel Arbeit und Liebe in der Entwicklung steckt! Ich drücke Jan und Daniel ganz fest die Daumen, damit die Kampagne ein großer Erfolg wird und die beiden endlich das weitermachen können, was sie sehr gut können: Spiele entwickeln!

Bitte teilt die Kampagne! Jeder Euro zählt!