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Radreise Irland 03: Radeln ist Nebensache.

3.Tag, Sonntag 24.08.2014: Die Araninseln 01
Tageskilometer: Doolin, County Clare–> Inishmore, ca. 21 km; Wetter: wolkenverhangen, Nieselregen bis Regen, tw. trocken bis 16°C

Nach 1 1/2 Nächten in Doolin schwangen wir uns am Sonntag nun endlich auf die Räder, um gen Westen zu radeln…Äh…ach, naja, fast.

Da war ja noch was mit Inseln. Zu denen kommt man mit der Fähre doch etwas entspannter als mit dem Fahrrad, zumindest wenn gerade keine Brücke vorhanden ist. Das geplante Ziel waren die Araninseln, eine Inselgruppe, bestehend aus der kleinen Inisheer, der mittleren Inishmaan und der größten Inishmore und ein paar kleinen unbewohnten Inseln, die direkt vor der irischen Küste zwischen Doolin und Galway liegen.

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Radreise Irland 02: Aufbruch

1. Tag, Freitag, 22.08.2014: Aufbruch
Abflug: 20:45 Uhr, Berlin SFX, Deutschland–> Ankunft:  22: 30 Uhr Shannon SNN, Irland; Wetter: sternenklarer Himmel, zwischen 14°C bis 3,5°C

Die Vorfreude, die mich überkam, wenn ich daran gedacht habe, dass ich nach Irland fliege, habe ich ja bereits versucht in Worte zu fassen.  Als ich dann aber mit dem Fahrrad in der Bahn stand, auf dem Weg zum Flughafen Berlin-Schönefeld, eben noch aus der Wohnung gehetzt, weil ich spät dran war( natürlich), überkam mich dennoch eine seltsame Ruhe, die mit einer stilleren Freude einher ging. Gleich sollte es losgehen! Doch davor waren noch so viele Schritte abzuarbeiten. Das Fahrrad musste teilweise auseinandergebaut und verpackt werden( Fahrrad im Flugzeug), da Ryanair Räder als Speergepäck nur in geeigneter Transportverpackung mitführt. Für den Hinflug bedeutete das, dass wir, da wir unterschiedlich große Kartons hatten, drei Räder bis auf das Verstellen der Lenker und das Abschrauben der Pedale, vollständig verpacken konnten.

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Radreise: Irland 01

Grüne Insel. Land der Brombeeren.
5 junge Menschen, 5 heiße Fahrräder, 1 wildschöne Insel.

Wo fange ich an? Wie bringe ich 18 Tage auf dem Fahrrad in einem fremden Land voller Eindrücke und Erlebnisse in einen Text, den man als Außenstehender nachvollziehen kann und gern ließt?
Einfach loslegen und fließen lassen. Ja, das mache ich gern beim Schreiben. Eine gewisse Struktur wird dem Ganzen aber wohl dennoch nicht schaden.
In den  nächsten Wochen und Monaten werde ich also Stück für Stück versuchen zu dokumentieren, wie es mir auf meiner ersten langen Radreise ergangen ist. Da ich nebenbei auch irgendwie an der Masterarbeit schreibe, dürfte es wohl ein längerer Prozess werden. 😉

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Radreise Irland: Kurzes Update von unterwegs

Es ist windig, sehr windig. Es weht von vorn, von der Seite( und ich bin bemüht, mich auf dem Rad zu halten) und dann, zwischendurch, auch mal von hinten und erleichtert so das stetige bergauf und bergab um einiges.

So erging es uns vorgestern, als wir, laut Radreiseführer, den einzigen Fjord Irlands hinein bis Leenane und später wieder zum Großteil hinaus geradelt sind. Nicht zu vergessen: der Regen. Er kommt und geht in unterschiedlich starker Ausprägung. Und dennoch, ich genieße jede Minute, bewundere die Landschaft und das Wolkenspiel um die Spitzen der Twelve Bens, die Berge hier im Westen vom County Connemara, das irgendwann im Laufe des Tages übergeht ins County Mayo, wo wir uns gerade befinden und trocknen. Radreise Irland: Kurzes Update von unterwegs weiterlesen

Radreise: Irland- Der Vorspann

Dass ich aufgeregt bin, brauche ich wohl langsam nicht weiter zu erwähnen. Was aber eine Erwähnung wert ist, sind die Freude, die Neugier und die Ungeduld, die in dieser Woche von unzähligen, kleinen Erledigungen und Vorbereitungen immer mehr in den Vordergrund rücken.

Ob es das letzte Päckchen ist, dass hoffentlich bald und noch rechtzeitig mit den letzten Kleinigkeiten für die Reise ankommt oder die Organisation der Fahrradkartons für den Flug: Es gibt genug zu tun. Nebenbei gehe ich noch arbeiten und gebe endgültig mein Masterthema ab. Dann gibt es kein zurück mehr und, wenn ich wieder komme von der Reise, bleibt auch nicht mehr viel Zeit, bis ich mich richtig in die Uniarbeit reinstürzen muss.

Somit ist wohl klar: Diese Fahrt ist die letzte “Entspannung”, die letzte Möglichkeit dem Alltag den Rücken zu kehren und abzuschalten. Ich hoffe, es bringt mir eine gewisse Ruhe und schenkt mir Kraft für die kommenden, sehr anstrengenden Monate. Das schwierigste momentan ist, sich nicht zu sehr hinein zu steigern und die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Denn wer weiß, was das Wetter mit uns macht, der Regen und der Wind. Es kann wunderschön werden oder aber auch einfach sehr anstrengend und fordernd. Sicher wird es wohl eine Mischung aus allem. Für mich ist es in jedem Fall eine Herausforderung und die Beantwortung der Frage: Wie fit bin ich wirklich?

Irland. Eine Insel im Westen Europas. Gespickt mit Vorurteilen und Klischees. Grün. Nass. Märchenhaft. Ländlich. Rau.

Auf Tütenleben.de erfährt man noch ein paar Hintergründe zu unserer Reise. Philipps Urgroßvater war Forschungsreisender und hielt sich mehrere Male in Irland, dort speziell auf den Aran-Islands auf. Wir werden also auch ein wenig auf den Spuren der Vergangenheit wandeln, was ich unglaublich spannend finde.

Ich werde ein Reisetagebuch mitführen( in dem bereits jetzt 1001 Adressen stehen, damit ich auch ganz viele Postkarten in  verschiedene Winkel der Erde schicken kann) und mir hoffentlich jeden Abend Notizen machen über den Verlauf der Reise. Sascha von milchmithonig.de hat dazu seine ganz eigene Vorstellung:

Selbst, wenn es doch nur eine nette Idee war, der Gedanke gefällt mir und witzig wäre es alle Mal. Inwiefern ich es schaffe, unterwegs ein paar News zu senden, wird sich zeigen.  Man kann uns aber auch verfolgen. Philipp wird einen Spot, einen GPS-Sender, dabei haben, der alle 10min einen Punkt setzt und unsere aktuelle Position verrät.  Direkt zur Spotseite gelangt man hier.

Bald geht es los. Es sind noch 2 Tage, 22 Stunden, 22 Minuten.