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Terminankündigung: 1. Wiener Fahrradschau und BWC Wien

There is no bicycle season. Fahrradfahren kann man das ganze Jahr über. Das haben sich die Macher der Berliner Fahrradschau wohl auch gedacht, als es darum ging einen Termin für die erste Wiener Fahrradschau zu finden.

Die Berliner Fahrradschau findet zu “Saison”beginn im März statt. Die neue Wiener Fahrradschau öffnet im Oktober 2016 zum ersten Mal ihre Tore und startet am Freitagabend, 21.10.2016 um 18 Uhr mit dem Late Night Opening ganz nach Berliner Vorbild. Terminankündigung: 1. Wiener Fahrradschau und BWC Wien weiterlesen

Buchtipp: Fahrrad – Weltführer vom Reise Know-How Verlag

Für Weltenbummler, Radreisende und Entdecker gibt es seit August 2016 endlich die neue und 4. Auflage des Fahrrad – Weltführer vom Reise Know-How Verlag. Das 768 Seiten starke Werk im Taschenbuchformat kommt völlig aktualisiert als Paperback. 

Das Buch wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt!Vielen herzlichen Dank dafür! Hier noch ein Hinweis zu Produkttests – Kooperationen – sponsored posts!

Kaum habe ich das Buch aus der Versandhülle geschält, war ich auch schon vertieft in die zahlreichen Informationen über Länder auf der ganzen Welt. Tourenmöglichkeiten in über 100 Länder in  Amerika, Asien, Australien, Ozeanien und Afrika werden aufgezeigt und mögliche Strecken mit Routeninfos beschrieben. Wer ein Lieblingsland hat, in das er schon immer mal mit dem Rad reisen wollte, findet nicht nur Informationen zu landestypischen Gegebenheiten und der besten Reisezeit. Es gibt auch Hinweise und Tipps, wie das eigene Fahrrad im Flugzeug mitgeführt werden kann und welche Besonderheiten es zu beachten gilt.

Länderübersicht Fahrradweltführer
Der ausklappbare Umschlag des Fahrrad – Weltführers mit Länderkarte

Selbst, wenn man gar nicht mit dem Rad in das Land möchte, wird man fündig bei allgemeinen Hinweisen bezüglich Flügen und Wetterverhältnissen oder Sicherheit vor Ort. Hilfreich ist der Fahrrad – Weltführer aber auf jeden Fall, wenn es um die Vorbereitung und Planung von Radreisen geht. Dabei greifen die Autoren Helmut Herman und Thomas Schröder auf ihre eigenen und die Erfahrungen und das Fachwissen langjähriger Radreisende zurück. So trifft man auch auf Artikel von alten Bekannten, wie Martin von Biketour Global, der unter anderem seine Tipps zum Thema Radreise und Vermarktung zum besten gibt.

Traumziele

Ich möchte schon lange, lange nach Neuseeland. Über die Jahre hat sich heraus kristallisiert, dass ich  die Reise dort mit dem Fahrrad durchführen möchte. Auch für dieses wunderbare Land finden sich ausführliche Beiträge. Ich fühlte mich sofort wieder in Aufbruchstimmung. aufgrund der Infos und Bilder. Wichtig finde ich auch, dass auf die Ausstattung des Fahrrads genauso eingegangen wird, wie auf die Ausrüstung des Fahrers. Man nimmt doch immer wieder unnötige Sachen mit oder eben zu wenig.

Wo schlafe ich? Was sind örtliche Gepflogenheiten? Darf ich überall Zelten? Welche Gefahren könnten auf mich zukommen? Ist das Land sicher?

Diese und weitere Fragen werden geklärt. Dabei erinnert mich das Stöbern in dem Buch ein wenig an das Durchsuchen der gedruckten Lexika von früher. Ich habe damals eine Info zu einer Stadt in Deutschland gesucht und war nach einer Stunde bei den Informationen über Tiere in Australien angekommen.

So stöbert man sich auch durch den Fahrrad – Weltführer von einem Land zum nächsten und möchte am liebsten gleich losradeln. Es gibt übrigens auch einen Fahrradführer Europa per Rad im gleichen Verlag, der ebenfalls als Neuauflage erschienen ist. Den habe ich schon eine ganze Weile in meinem Regal stehen. Dort wird auf die Länder und Ziele innerhalb des Kontinents eingegangen, die im Weltführer keine Erwähnung gefunden haben.

Titelbild by Reise Know-How Verlag

 

Eurobike 2016: Allgemeines und “The Wrider’s Club”

Nun ist sie schon wieder vorüber, die Eurobike 2016 in Friedrichshafen. Ich war zum ersten Mal in der Stadt am Bodensee und habe viele neue, interessante und schöne Eindrücke mit nach Berlin genommen. Genug, dass ich mindestens zwei Beiträge dazu schreiben muss, damit es nicht zu viel auf einmal wird.

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Buchtipp: Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr…

…um dort seine große Liebe wiederzufinden

Eine wahre Geschichte aufgeschrieben vom schwedischen Journalisten Per J. Andersson.
Dieses Buch fiel mir zufällig in die Hände, als ich mal wieder ein paar Minuten übrig hatte, als ich auf dem Bahnhof auf meinen Zug gewartet habe. Ich wollte durch die Zeitschriften- und Buchhandlung stöbern. Gleich im Eingangsbereich fiel mir ein Stapel Bücher ins Auge und das in einem Aufsteller präsentierte Buch mit dem klangvollen Titel “Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden”.
Normalerweise gebe ich nicht so viel auf Bestsellerlisten, doch allein die stimmungsvolle Aufmachung des Buchcovers ließ mich genauer hinschauen: verschiedene ineinander übergehende sanfte Blau- und Grüntöne, verziert mit Paisley-Muster und einem Mann mit einem Fahrrad und einem Elefanten daneben.  Auffällig ist auch der lange Titel. Ich habe schon lange kein Buch mehr gekauft, weil ich noch eine lange Liste ungelesener Exemplare Zuhause habe. Doch aus einem Impuls heraus, griff ich bei diesem zu. Ich habe es nicht bereut.

Spontan gekaufte Reiselektüre: “Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden.” Ich bin gespannt. #reisebuch #radreise #radelmaedchen_unterwegs #perjandersson #basteilübbe #sachbuch #truestory #wahregeschichte #leseratte #buch #reiselektüre

Ein von Radelmädchen (@radelmaedchen) gepostetes Foto am

336 Seiten Geschichte, die auf wahren Ereignissen beruhen, ließen mich auf meiner über vierstündigen Zugfahrt nicht mehr los. Ich war schon immer eine schneller Leserin. So war ich, als ich in Berlin angekommen war zu dreiviertel durch. Die letzten Seiten mussten in der S-Bahn und in den Morgenstunden des darauffolgenden Tages dran glauben.

Doch nun zur Story:

Tatsächlich ist das Fahrrad eher Nebensache, trotz des klangvollen Titels im Deutschen. Im schwedischen Original heißt es nur “New DelhiBoras“. Viel mehr geht es um die Lebensgeschichte eines jungen Inders, der als kastenloser Unberührbarer geboren wurde und dem es schwer fällt sich im indischen Kastensystem zurecht zu finden. Diese Problematik zieht sich durch das ganze Buch. Es ist ein Geschichtsabriss einer politisch unruhigen Zeit in Indien, als Indira Ghandi Premierministerin war. Der Hauptcharakter, kurz Pikay, genannt, ist ein talentierter Portätzeichner.  Sein Weg wird beginnend mit der Kindheit auf dem Land bis in die große Stadt begleitet, wo er lernt und durch seine Fähigkeit viele, teilweise berühmte, Persönlichkeiten trifft. Auch seine große Liebe lernt er dort kennen und will sie um jeden Preis wieder sehen – selbst, wenn er dafür tausende Kilometer mit dem Rad in ihre weit entfernte Heimat Schweden zurück legen muss.

Die Geschichte ist wundervoll informativ und emotional zugleich. Man fühlt mit dem teils sehr naiven Pikay mit und beobachtet, wie er reifer wird und sich dennoch seine kindliche Offenheit und Freundlichkeit gegenüber fremdem Menschen bewahrt. Sein Charakter passt in die Zeit, die ebenso geprägt ist von europäischen Hippies, die in Scharen den Landweg nach Indien antreten.

Es war eine Freude die Geschichte zu lesen und ich wollte nicht aufhören, bis ich wusste, wie und wann Pikay sein Ziel erreicht.

Für mich eine klare Kaufempfehlung, wenn man Lektüre sucht, die leicht zu lesen, den Leser gefangen nimmt, aber dennoch nicht belanglos und beliebig ist. Ganz klar ein Buch für Fahrradfreunde, auch, wenn es nicht das Hauptthema der Geschichte ist.

 

Das Buch ist als Paperback 2015 erschienen.