Archiv der Kategorie: Das Buch

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Buchtipp: Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr…

…um dort seine große Liebe wiederzufinden

Eine wahre Geschichte aufgeschrieben vom schwedischen Journalisten Per J. Andersson.
Dieses Buch fiel mir zufällig in die Hände, als ich mal wieder ein paar Minuten übrig hatte, als ich auf dem Bahnhof auf meinen Zug gewartet habe. Ich wollte durch die Zeitschriften- und Buchhandlung stöbern. Gleich im Eingangsbereich fiel mir ein Stapel Bücher ins Auge und das in einem Aufsteller präsentierte Buch mit dem klangvollen Titel “Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden”.
Normalerweise gebe ich nicht so viel auf Bestsellerlisten, doch allein die stimmungsvolle Aufmachung des Buchcovers ließ mich genauer hinschauen: verschiedene ineinander übergehende sanfte Blau- und Grüntöne, verziert mit Paisley-Muster und einem Mann mit einem Fahrrad und einem Elefanten daneben.  Auffällig ist auch der lange Titel. Ich habe schon lange kein Buch mehr gekauft, weil ich noch eine lange Liste ungelesener Exemplare Zuhause habe. Doch aus einem Impuls heraus, griff ich bei diesem zu. Ich habe es nicht bereut.

Spontan gekaufte Reiselektüre: “Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden.” Ich bin gespannt. #reisebuch #radreise #radelmaedchen_unterwegs #perjandersson #basteilübbe #sachbuch #truestory #wahregeschichte #leseratte #buch #reiselektüre

Ein von Radelmädchen (@radelmaedchen) gepostetes Foto am

336 Seiten Geschichte, die auf wahren Ereignissen beruhen, ließen mich auf meiner über vierstündigen Zugfahrt nicht mehr los. Ich war schon immer eine schneller Leserin. So war ich, als ich in Berlin angekommen war zu dreiviertel durch. Die letzten Seiten mussten in der S-Bahn und in den Morgenstunden des darauffolgenden Tages dran glauben.

Doch nun zur Story:

Tatsächlich ist das Fahrrad eher Nebensache, trotz des klangvollen Titels im Deutschen. Im schwedischen Original heißt es nur “New DelhiBoras“. Viel mehr geht es um die Lebensgeschichte eines jungen Inders, der als kastenloser Unberührbarer geboren wurde und dem es schwer fällt sich im indischen Kastensystem zurecht zu finden. Diese Problematik zieht sich durch das ganze Buch. Es ist ein Geschichtsabriss einer politisch unruhigen Zeit in Indien, als Indira Ghandi Premierministerin war. Der Hauptcharakter, kurz Pikay, genannt, ist ein talentierter Portätzeichner.  Sein Weg wird beginnend mit der Kindheit auf dem Land bis in die große Stadt begleitet, wo er lernt und durch seine Fähigkeit viele, teilweise berühmte, Persönlichkeiten trifft. Auch seine große Liebe lernt er dort kennen und will sie um jeden Preis wieder sehen – selbst, wenn er dafür tausende Kilometer mit dem Rad in ihre weit entfernte Heimat Schweden zurück legen muss.

Die Geschichte ist wundervoll informativ und emotional zugleich. Man fühlt mit dem teils sehr naiven Pikay mit und beobachtet, wie er reifer wird und sich dennoch seine kindliche Offenheit und Freundlichkeit gegenüber fremdem Menschen bewahrt. Sein Charakter passt in die Zeit, die ebenso geprägt ist von europäischen Hippies, die in Scharen den Landweg nach Indien antreten.

Es war eine Freude die Geschichte zu lesen und ich wollte nicht aufhören, bis ich wusste, wie und wann Pikay sein Ziel erreicht.

Für mich eine klare Kaufempfehlung, wenn man Lektüre sucht, die leicht zu lesen, den Leser gefangen nimmt, aber dennoch nicht belanglos und beliebig ist. Ganz klar ein Buch für Fahrradfreunde, auch, wenn es nicht das Hauptthema der Geschichte ist.

 

Das Buch ist als Paperback 2015 erschienen.

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