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Fahrradkleidung für kalte Tage – mit dem Rad durch Stadt, Land und Winter

“Ein scharfer, beißender Wind kneift eiskalt in die unbedeckten Wangen und lässt sie rot und trocken werden. Die Stirn ist kalt und schmerzt. Das Atmen fällt schwer und füllt die Lungen mit kalter Luft. Die Minusgrade dringen in Knochen und Gelenke. Kein Wetter, bei dem man sich gern draußen aufhält, geschweige denn Fahrrad fährt. Radfahren im Winter ist kein Zuckerschlecken” – kann aber auch richtig Spaß machen, besonders mit der Aussicht an einem gemütlichen, warmen Ort anzukommen und ein schokoladiges Heißgetränk zu sich nehmen zu können.

 


Hinweis

{WERBUNG] Dieser Blogbeitrag enthält Produktempfehlungen und Markennennungen, die als Werbung angesehen werden können. Sie sind jedoch persönliche Empfehlungen von mir und ich bekomme keinerlei Gegenleistung von den genannten Firmen. Einzig die Firma triple2 hat mir im Sommer auf meine Nachfrage hin, Kleidung zum Testen zur Verfügung gestellt.


Die Einleitung oben ist zum Teil ein Zitat aus meinem Buch “How to survive als Radfahrer” (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 2017) und spiegelt die kalte Jahreszeit wider, in der auch in den Städten immer mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind. Eine positive Bewegung, die deutlich macht, wie normal und wichtig das Fahrrad wieder als Fortbewegungsmittel ist. Doch der Winter bringt neue Herausforderungen. Selbst kurze Strecken können schnell unangenehm werden, wenn der Wind pfeift oder der Schnee fällt. Ich stehe dann nicht nur vor der Überlegung, wie ich sicher durch den Verkehr komme, sondern auch regelmäßig vor der Challenge, die richtige Garderobe zurecht zu legen…

1. …damit ich nicht zu sehr friere.

2. …damit ich bei Strecken länger als 4 km keine Hitzewallungen aufgrund von zu viel Kleidung bekomme.

Wenn es euch auch so geht, folgen hier ein paar zunächst für mein Buch erstellte und nun ergänzte Weisheiten rund um die richtige Fahrradkleidung fürs Radfahren im Winter – damit die Qual nicht ganz so groß ist bzw., damit der Spaß größer und länger auszuhalten ist!

 

Der Wind Chill-Effekt
Wenn ihr mit dem Fahrrad fahrt, kennt ihr definitiv den Wind Chill-Effekt. Dieser beschreibt, dass die gefühlte Temperatur in
Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit niedriger ist, als die tatsächliche Lufttemperatur. Die Haut kühlt durch einen Luftstrom ab. Diese Abkühlung durch den Windchill tritt ein, wenn die Hauttemperatur über der Lufttemperatur liegt. Je höher die Windgeschwindigkeit ist, desto größer ist auch der  Abkühlungseffekt. Deshalb ist es wichtig, die Haut vor dem Wind zu schützen.

Materialien

Bei kurzen Strecken bis zu 4 bis 5 km kann spezielle Funktionsbekleidung (außer Regenkleidung natürlich) meist vernachlässigt werden. Der eigene Fahrstil spielt aber immer eine große Rolle, wie schnell einem warm wird oder man sogar schwitzt. Eine atmungsaktive, mehrlagige Funktionsjacke mit Membran erscheint erstmal sinnvoll. Besonders an sehr kalten Tagen oder für längere Ausfahrten. Für kurze Strecken und in der Stadt wird aber vermutlich auch ein hochwertiger, warmer Wollmantel gute Dienste leisten (bei mir oft der Strickponcho).

Merino

Bei Unterwäsche wie Langarmshirts (z.B. von Chapeau! oder Icebreaker) und Hosen lohnen sich natürliche Materialien, wie Produkte aus Merinowolle. Diese verfügen über tolle Eigenschaften, wie gute Feuchtigkeitsaufnahme- und transport, eine hohe Wärmeisolation und haben außerdem antibakteriellen Fähigkeiten. Dabei solltet ihr unbedingt auf die Qualität und Herkunft der Wolle achten. Kauft nur Produkte, bei denen die Hersteller Wolle aus zertifizierten Betrieben verwenden! Sicher macht sich das im Preis bemerkbar, aber es soll auch gewährleisten, dass die Schafe nicht unter Behandlungen (Mulesing) leiden, die schmerzhaft für das Tier sind, um zum Beispiel Parasitenbefall zu vermeiden.

Kunstfasern

Es gibt natürlich auch Unterwäsche (z.B. von odlo oder Löffler) aus synthetischen Materialien, die ihren Zweck gut erfüllen. Sie sind meist haltbarer, reißfester und trocknen dabei schneller als Wolle. Da ist es aber wichtig, darauf zu achten, ob die Materialien eine speziell, geruchsverhindernde Behandlung bekommen haben. Bakterien können sich nämlich besser an Synthetikfasern halten und daher riecht die Kleidung oft schneller als Wolle. Gute Leistungen bringen am Ende beide Materialien.

Thermomaterial

Oft innen angeraut, weich und warm, außen winddicht, wasserabweisend und glatt – das ist das Material aus dem kuschelige Winterfahrradträume bestehen. Beinlinge, Armlinge, Radhosen, Trikots, alle werden aus diesem Material in unterschiedlichen Stärken gefertigt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das Material ist oft ein Gemisch aus Kunst- und Naturfasern (Wolle, Polyamid, Fleece, Polyester usw.) hat eine Struktur, die Wärme hält (isoliert u.a. durch die weich aufgerauten Fasern auf der Innenseite) und Kälte durch Wind abhält durch die glatte, dichte Außenseite und speziellen Beschichtungen. Außerdem ist es (bis zu einem gewissen Grad) atmungsaktiv.

Primaloft® oder Daune?

Toll sind wärmende Jacken mit Wattierung (z.B. von Vaude oder Mavic), die gleichzeitig atmungsaktiv und isolierend wirken. Ich bin mittlerweile ein riesiger Primaloft® Fan, auch, weil ich weitestgehend auf Daunenprodukte verzichte. Zu undurchsichtig sind mir dort die Herstellungsverfahren. Wer dennoch lieber Daune tragen möchte, weil ihre leichten und wärmenden Eigenschaften unbestreitbar gut sind, sollte auch da auf die Herkunft der Daunen und das Verfahren achten, wie die Gänse gerupft wurden. Nachhaltige und fortschrittliche Unternehmen geben dies auf ihren Webseiten preis.

Während ich früher meist um spezielle Fahrradbekleidung einen Bogen gemacht habe, weiß ich sie nun immer mehr zu schätzen. Besonders für längere Ausfahrten mit Libelle greife ich auf Fahrrad-Funktionsbekleidung zurück. Diese unterscheidet sich größtenteils doch sehr von meiner Alltagsbekleidung in der Stadt, obwohl ein paar Teile den Übergang schaffen. Diese sind für mich im Herbst und kommenden Winter fast schon unverzichtbar geworden, je nach Temperaturtiefe.

Das Zwiebelprinzip

Das funktioniert auch im Winter sehr gut – vielleicht sogar noch effektiver als im Sommer. Mindestens drei Schichten sind angeraten:

  1. Unterwäsche,
  2. die isolierende und wärmende Schicht
  3. die schützende, außere Schicht

Dabei hilft es je nach Tiefe der Temperaturen ebenfalls auf funktionelle Kleidung zurückzugreifen – vor allem bei den
unteren Schichten.

Meine Winter Radbekleidung Must-Haves

 

1. Die Mütze, die Handschuhe und das Multifunktionstuch,

…sind unentbehrlich und halten die Körperregionen warm, die besonders unter der kalten Luft leiden, weil sie dieser meist direkt ausgesetzt sind. Toll ist zum Beispiel ein Schlauchschal, den man noch bis über das Kinn ins Gesicht hochziehen kann. An ganz kalten Tagen (ab um die 2°C) mag ich welche mit Primaloftisolierung. Da geht kein Wind durch und es ist kuschelig warm. Für mehr Style kommt darüber oft ein dünnes, buntes Tuch. Bei mehr Kälte lege ich einen anderen, warmen Schal darüber. Das hängt aber auch stark vom eigenen Kälteempfinden ab.

 

 
 
 
 
 
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Auf dem Kopf trage ich unterschiedlich dicke Strickmützen. Die Mütze sollte den Wind abhalten und wird durch eine Fleeceinnenseite noch wirkungsvoller und wärmender. Ich sah auch schon wundervolle, bunte Ohrenwärmer oder Stirnbänder, die ebenfalls sehr effektiv sein können. Für Handschuhe gilt ähnliches. Eine aufgeraute Innenseite ist kuschelig und warm. Wenn die Außenseite noch zusätzlich über wind- und wasserabweisende Eigenschaften verfügt, seid ihr auch bei Schneefall und leichtem Regen auf der sicheren Seite (z.B. von Rapha, Roeckl oder GripGrab). Ich trage dünne Wollmix-Handschuhe von Giro bei milderen Temperaturen und, sobald es kühler wird momentan die winddichten Radhandschuhe von dhb.

2. Das Langarmshirt und evt. die Unterhose,

…die eine dünne, aber sehr effektive Schicht darstellen, funktionieren am besten mit Wollanteil. Wenn es die erste, also die Unterwäscheschicht ist, ist diese am besten eng anliegend, lang und hautschmeichelnd. Das Material sollte Schweiß und Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren. Eine lange Unterhose zum Beispiel aus Merinowolle wirkt wahre Wunder. Ergänzt wird diese durch ein Top oder langärmliges T-Shirt (z.B. von Löffler, icebreaker oder dhb) und langen Strümpfen.
Ich trage im Alltag meist Thermostrumpfhosen mit (Knie-) Strümpfen darüber. Für die Herren gibt es lange, wärmende Unterhosen in einigen Materialvarianten und Farben (z.B. von odlo oder icebreaker).

3. Die Zwischenschicht

…über der Unterwäsche ist die wärmende, isolierende Schicht und kann ein leichter Pullover aus Fleece oder Strick und die Softshell-/ Thermoweste oder das Thermofunktionsshirt sein. Wenn ich mit dem Faltrad bei Temperaturen um die 5 bis 8°C in der Stadt unterwegs bin, trage ich meist unter dem Longsleeve bzw. der Strickjacke mein normales T-Shirt oder eine Bluse und darüber eine dünne Softshellweste. Bei diesen Temperaturen kommen über die Strumpfhose nur ein Rock (genügend Bewegungsfreiheit vorausgesetzt) oder Shorts (oft aus Jeans). Wenn es in die Minusgrade geht, ziehe ich über die Unterhose bzw. die Strumpfhose dann die normale Hose (Jeans/Stoffhose), einen Wollrock oder eine windabweisende Radhose.

4. Die Jacke

…hat als letzte Schicht bei sehr kaltem, nassen Wetter eine wetterabweisende Funktion und besitzt möglichst wind- und wasserabweisende Eigenschaften (z.B. von Mavic, Vaude oder Rapha). Je nach Streckenlänge und Temperatur reicht aber auch eine Regen- oder Windjacke aus. Wenn es nicht allzu windig und kalt ist, trage ich über einer dünnen Thermoweste in der Stadt nur einen Poncho aus Grobstrick, der die Wärme hält, sonst aber auch einen langen Wollmantel, der die Oberschenkel bedeckt.

Wichtig ist, es nicht mit der Dicke der Schichten zu übertreiben! Durch die Bewegung beim Radfahren wird es doch irgendwann sehr warm und ihr müsst euch gegebenenfalls um eine Schicht erleichtern (daher ist das Zwiebelprinzip eigentlich auch sehr praktisch). Doch schwitzen möchte man auch nicht. Deshalb ist der sinnvolle Aufbau der Schichten relevant. Ein Baumwoll-T-Shirt als Zwischenschicht bringt womöglich nicht den gewünschten Effekt bezüglich Schweißaufnahme und Atmungsaktivität, da es sehr schlecht Feuchtigkeit transportiert (im Gegensatz zu Merinowolle) und langsam trocknet. Daher sind die richtige Materialwahl und Atmungsaktivität der Fahrradkleidung zumindest bei längeren Fahrten mit dem Rad im Winter besonders wichtige Themen.

Wärme im Detail

Wenn die Gelenke sich melden, kann man sehr gut auf spezielle Knie und Ellenbogenwärmer (z.B. von dhb, Vaude, Svelte London oder Chapeau!) zurückgreifen. Diese sind oft aus sehr weichen, innen aufgerauten Thermo-Materialien, die schön warm halten und jede Bewegung mitmachen. Achtet darauf, dass ihr die richtige Größe kauft, damit nichts rutscht beim Radeln. Wer Stulpen möchte, kann diese auch direkt anziehen – was an sich auch keine schlechte Idee ist.

Da die Füße sich sehr wenig bewegen beim Radfahren, kühlen diese oft schneller aus, wenn das Schuhwerk nicht entsprechend wärmend und dicht ist (Schuhe z.B  von Vaude oder Northwave). Es helfen nicht nur gute, isolierende Schuhe und Socken, sondern für kurze Strecken und sehr kalte Tage auch wärmende Cremes. Die gibt es zum Beispiel in der Drogerie und haben kurzzeitig einen ähnlichen Effekt, wie Rheumasalben. Die Durchblutung der Füße wird angeregt und sie fühlen sich dadurch eine Weile wärmer an. Allerdings ist das stark von dem persönlichen Kälteempfinden abhängig, wie viel die Cremes wirklich bringen. Der Effekt ist eher nur unterstützend. Bei längeren Ausfahrten lohnt sich eventuell die Anschaffung von Neoprenüberziehschuhen (z.B. von Vaude, GripGrab, dhb oder isadore), die den Wind abhalten und zusätzlich isolieren.

Wichtig ist hier immer das Outfit auch auf die zu fahrende Streckenlänge abzustimmen. Bei kurzen Wegen (bis 4km etwa) kann es ruhig etwas wärmer sein. Auf Strecken ab 5 km lieber eine Schicht weniger anziehen bzw. so, dass man unkompliziert nach dem Warmradeln etwas ausziehen kann (wie die Weste z.B.)

Ein typisches Outfit im Stadtalltag im Herbst/ Winter

Im Gegensatz zur Freizeitausfahrt, wo ich auf meinem Gravelbike auch eine sportlichere Sitzposition einnehme, mag ich es im Alltag überhaupt nicht, stilistisch zu sportlich gekleidet zu sein. Das kann die Kleidungsauswahl zum Radfahren als Kleid- und Rockliebhaberin mitunter etwas einschränken und erschweren. Nichtsdestotrotz schaffe ich es auch beim Radfahren im Winter meinem Stil größtenteils treu zu bleiben. Ein typisches Outfit auf dem Weg zur Arbeit kann bei mir zum Beispiel so aussehen:

Oberteile

Unterteile

  • Unterwäsche bzw. zusätzlich ein Top, meist aus Modal als körpernahe Schicht
  • T-Shirt, Bluse oder Kleid (unterschiedliche Materialien)
  • dünner Pullover oder Strickjacke bzw. diese eingepackt für die Arbeit und auf dem Rad dann mit Merino-Langarmshirt (Chapeau! Icebreaker) und dünner Weste (Softshell)
  • bedeckende Schicht, die je nach Temperatur und Streckenlänge variieren kann: Poncho aus Grobstrick, isolierende Thermo-Fahrradjacke, Softshelljacke oder kniellanger Wollmantel
  • Multifunktionstuch, Schal und Mütze (Material je nach Temperatur), Handschuhe (Wollhandschuhe von Giro + evt. winddichte Handschuhe von dhb)
  • Thermo-Strumpfhosen bzw. Strumpfhosen von 60 -100 den, je nach Temperatur
  • kurzer, nicht zu dünner Rock (bei Minusgraden gern aus Fleece oder mit Wollanteil) oder Shorts
  • lange (Knie-)Strümpfe oder Wollsocken in halbhohen Stiefeln mit Thermo-Einlegesohle (!)
  • zusätzlich optional Knielinge und/oder Armlinge aus Thermomaterialien (innen weich und aufgeraut, warm und winddicht)

Ein typisches Outfit für eine Freizeitausfahrt im Herbst/ Winter

Mit Libelle habe ich wieder richtig Lust auch abseits von längeren Touren, Ausfahrten im Berliner Umland zu unternehmen. Selbst in der kälteren Jahreszeit kribbelt es in den Fingern und ich versuche zumindest ein paar Mal im Monat etwas länger als eine halbe Stunde am Stück auf dem Rad zu sitzen. Da wird es dann bei der Kleiderwahl schon etwas herausfordernder. Ich habe dieses Jahr im Sommer zum ersten mal Bibshorts (von triple2) getragen und muss zugeben, dass ich zuvor wenig damit anfangen konnte. Das konnte doch nicht bequem sein! Doch weit gefehlt, tatsächlich habe ich Gefallen daran gefunden, wenn denn das Outfit auch zum Fahrrad und zum Anlass der Fahrt passt. So habe ich mich schließlich im Herbst getraut und meine erste lange Fahrrad-Bibtight bestellt – und sie ist großartig! Bei doch sehr frischen Temperaturen zwischen 0 bis 8°C und einer Ausfahrt von zwei bis drei Stunden trage ich folgendes:

Im Herbst

 

Im Winter

Oberteile

Unterteile

  • Sport-BH (die beste Entdeckung dieses Jahr; das ganze Jahr über: Shock-Absorber Multisport) + Funktions-Tanktop aus Mesh (Löffler Transtex)
  • Merino-Langarmshirt
  • (zusätzlich evt. Kurzarmtrikot/Thermo-Langarmtrikot (z.B. von Chapeau!))
  • Thermo-Fahrradjacke (z.B. Isadore oder Rapha) bzw. Winter-Thermojacke mit Primaloft-Wattierung (hier Mavic Ksyrium Elite: sehr warm, tolles Design und große Rückentasche mit Fächern innen)
  • Helm mit Radkappe bzw. winddichte Thermo-Radmütze, die die Ohren mit abdeckt (z.B. von Look mum no hands oder Rapha)
  • Mutifunktionstuch ( z.B. MaxFred oder P.A.C.) und Handschuhe (Wollhandschuhe von Giro + evt. winddichte Handschuhe von dhb)
  • lange Thermo-Radhose (Chapeau!, schön kuschlig, leider Polster für mich nicht ganz optimal, da zu groß an den Rändern) bzw. Bibtights mit richtigem Top oben, die wie ein Trikot mit Reißverschluss zu schließen sind (dhb Classic Thermo Trägerhose, waaarm, tolle Passform und gutes, bequemes Polster und Reflektionspaspeln)
  • Thermo-Radsocken bzw. Merino-Winterradsocken
  • wasserdichte MTB-Fahrradschuhe (Vaude) plus evt. Neopren-Überziehschuhe (dhb)
  • zusätzlich evt. Regenjacke bzw. -hose
  • wenn es richtig kalt ist plus Thermo-Armlinge (dhb) und Knielinge (Vaude) bzw. Beinlinge

Es gibt natürlich auch deutlich farbenfrohere Kleidung aus Hi-Vis Materialien und in Neonfarben. Mitunter reichen aber auch gute Leuchten am Fahrrad und reflektierende Elemente, die an fast jeden Teil meiner wärmeren Fahrradkleidung zahlreich vorhanden ist.

Bei Rapha habe ich sogar reflektierende Flächen gesehen, so wie bei der Shadow Tight.

So, ich offe, ihr konntet ein wenig Inspiration finden und fühlt euch bei der nächsten Tour eventuell etwas besser gewappnet. Ich fand es auch die letzten Male wieder faszinierend, wie schnell mir warm wurde, insofern ich die richtige Kleidung anhatte und sobald ich ein paar Kilometer gefahren bin. Da kann kalt sogar richtig toll sein! Nur das zu lange herumstehen, ist nicht so zu empfehlen, also sind Heißgetränke oder eine Fleecejacke während der Pausen natürlich immer hilfreich.

Mit dem Rad quer durch Deutschland: B2Fh

Was im letzten Jahr bereits als Idee in meinem Kopf herum schwirrte, wollte ich dieses Jahr nun endlich umsetzen: Von Berlin an den Bodensee nach Friedrichshafen fahren. Mit dem Rad. Zur Eurobike 2018. Im letzten Jahr führte mich meine Tour mit meinem Faltrad von Köln/Koblenz entlang des Rheinradweges zur größten Fahrradleitmesse. Dieses Jahr wollte ich die Tour in meiner Heimat starten und mit meinem neuen Fahrrad angehen.

Hinweis: Enthält Produktvorschläge (manche würden es als Werbung bezeichnen…)

Wirklich vorbereitet war ich auf diese Tour allerdings nicht. Im Vorfeld war ich schon wieder viel unterwegs, viel arbeiten und auch ein paar Tage im Urlaub. Da blieb nicht viel Gelegenheit, um die Route zu planen oder Material und Zubehör zu besorgen. Dafür nehme ich mir sonst gern mehr Zeit. Ziel war es aber von Anfang an, nicht nur stur zu fahren, sondern auf dem Weg ein paar Stationen zu haben und Freunde zu besuchen und dort auch übernachten. So kam es auch, dass ich am ersten Tag bereits die längste Strecke zurücklegen wollte. Von Berlin Wannsee bis in die Leipziger Innenstadt sind es ca. 176 km. So musste ich nur an ein paar Tagen nach alternativen Schlafmöglichkeiten schauen, da ich ohne Zelt reisen wollte, um möglichst leicht zu reisen. Es folgt eine kleine Zusammenfassung, wie ich unterwegs bin.

Das Set-Up

Diese Tour sollte in vieler Hinsicht eine Neuheit für mich sein.

  1. Das Fahrrad

    Mein neues All Road Bike, das Veloheld iconX, ist mein Reiserad für diese Fahrt und musste noch dementsprechend modifiziert werden. An sich habe ich es mir so zusammengestellt, dass es problemlos auch als Tourenrad funktionieren würde. Dafür sorgen der Nabendynamo und das fest installierte Licht genauso wie die breiten Panaracer Gravelking SK Reifen in 43mm Breite. So bin ich auch auf den zahlreichen Kiesel- und Feldwegen bequem unterwegs. Die ersten Touren haben gezeigt, dass ich am Rad selbst eventuell doch noch Anpassungen machen muss. Der Vorbau ist jetzt schon sehr kurz, es kann sein, dass ich ihn aber noch kürzer brauche, da ich immer noch etwas zu gestreckt sitze. Für diese Reise muss der Aufbau so funktionieren, aber danach überlege ich ein Bikefitting machen zu lassen.

  2. Das Taschen

    Ich wollte leicht reisen, ohne viel Schnick Schnack und unnötiges Gepäck. Ganz im Bikepacking Stil also. Die Taschen sollten möglichst am Rahmen untergebracht werden oder maximal am Lowrider. Besagter Gepäckträger musste jedoch erst besorgt werden. Ebenso die passenden Taschen, die ich dann freundlicherweise von Ortlieb zur Verfügung gestellt bekommen habe. Es ist für mich ein absolutes Novum mit Frontrack zu fahren. Bisher hatte ich immer die klassische Tourenausrüstung mit Hinterradgepäckträger und großen Taschen dazu.

    Am Vortag der Reise (im empfehle eine derartig kurzfristige Montage ohne Ausprobierzeit grundsätzlich erst einmal nicht) installierte ich also den Tubus Duo an meinem Vorderrad. Passend dazu gab es das Front Roller Taschenpaar Gravel Pack von Ortlieb (500g leichter als normale Front Roller und mit zwei beweglichen Befestigungshaken), das praktische Accessoire Pack (multifunktional tragbar als Lenker-, Gürtel oder Zubehörtasche an der Lenkerrolle), sowie die selbstgenähte Satteltasche und das Snack Pack am Lenker. Insgesamt konnte ich so um die 32 l Packvolumen mit mir führen. Das Gewicht betrug am Ende vorn ca. 9 kg + Lenker- und Satteltasche mit ca. 2 kg (ich habe nicht genau gewogen).

  3. Packordung

    Es ist sehr sinnvoll sich zu überlegen, wo man welche Sachen verstaut, auch um nicht ständig auf der Suche nach etwas zu sein (ich suche ständig nach irgendetwas…). Da ich zum Beispiel nicht oft an die Satteltasche wollte, habe ich dort meine Alltagskleidung und die Regenjacke deponiert. In den vorderen Lowrider-Taschen sind auf der einen Seite Laptop + Ladekabel, Unterwäsche/Socken, weitere Ladegeräte und der To-Go Becher. Die zweite Tasche beherbergt die Radelklamotten (Funktionsshirts und Radlerhosen von Vaude), Flickzeug und Schlauch, sowie Ersatzschuhe und Kosmetikzubehör. Am Lenker befinden sich dann nur noch die Sachen, an die ich immer mal wieder muss wie Taschentücher, Multitool und Notfallriegel.

  4. Weiteres Zubehör

    Außerdem dabei sind Trinkflasche am Halter (am besten gleich zwei) und auch ein Schloss, da ich allein reise und manchmal auch das Fahrrad kurz aus den Augen lassen muss. Ebenso mit auf Reise gehen Fahrradhandschuhe (Giro Siv) und dieses Mal auch ein Helm (Uvex Boss Race). Navigieren lasse ich mich vom Garmin Oregon 700 und mit Routen, die per Komoot erstellt wurden.

Während ich diese Zusammenfassung schreibe, sitze ich bereits nach dem zweiten Reisetag im Bett und mache mir Gedanken über die kommenden Tage. Das Wetter war bisher mehr als sonnig und warm und ich spüre die Sonne deutlich. Die Tour war bisher abwechslungsreich und die Begegnungen und Treffen großartig.

Mehr werdet ihr dazu bald hier erfahren!

So lange: Folgt mir doch auf Facebook, Instagram und Twitter und schaut, wo ich mich gerade so herum treibe. Der Plan ist am Samstagnachmittag in Friedrichshafen zu sein. Sonntag, 08.07.2018 wird dort die Eurobike 2018 offiziell beginnen und bis zum 10.07.2018 gehen. Bis dahin habe ich noch einige Kilometer, Höhenmeter und zwei Off-Tage in Würzburg vor mir. Wir lesen uns!

N+1: Hi, IconX! Warum sich das lange Warten gelohnt hat.

Erinnert ihr euch noch? Anfang des Jahres war ich auf der Suche nach einem All Road Bike und probierte verschiedene Fahrräder diverser toller Marken aus. Meine Entscheidung war fast gefallen, doch dann besuchte ich im Februar die sympathischen Dresdener von Veloheld in ihrem Showroom und testete das IconX.

Ich wusste dann sehr schnell, dass mir das Salsa Vaya zwar sehr gut gefallen hat, ich mit dem IconX allerdings mehr Entscheidungsfreiheit für meine Wunschkonfiguration hatte. Nicht nur die Auswahl der Farbe spielte dabei eine Rolle. Ich mochte auch den Gedanken, das Rad einer kleinen Deutschen Fahrradmarke fahren zu können. Schon auf der Fahrradschau waren sie mir immer wieder aufgefallen und als Miri von hamburgfiets sich schließlich einen IconX-Rahmen aufbaute, war ich mehr als interessiert. Nach dem Besuch bei Veloheld und der Aussicht auf eine kleine Kooperation war die Entscheidung schließlich gefallen.

Hi, IconX!

Naja, ganz so schnell ging es, wie gesagt, leider nicht. Die Veloheld-Rahmen werden in Handarbeit hergestellt und sie sind sehr beliebt. Ich musste schon schlucken, als es hieß, dass ich meinen Rahmen wohl nicht vor Mai bekommen würde. Ich war so ungeduldig! Es hatte nur den Vorteil, dass ich dadurch Zeit für eine intensive Farbrecherche (grün oder violett) hatte, denn welche Teile ans neue Rad sollten, wusste ich bis auf die Reifen recht schnell.

Ende Mai sendete mir Geschäftsführer Carsten ein Foto, auf dem als Ausschnitt das frisch lackierte IconX mit meiner Wunschfarbe und meinem Radelmädchen-Logo zu sehen waren. Meine Ungeduld wuchs ins Unermessliche! Ich wollte dieses Fahrrad endlich fahren!!! Warum dauert das alles sooooo lange?

Doch schließlich war der Termin fix. Anfang Juni 2018 durfte ich endlich wieder nach Dresden fahren. Vier Monate nachdem ich das erste Mal auf einem IconX gesessen habe.

Das IconX in Extreme Purple <3

Die Farbe ist mega und ich bin absolut verliebt! Ich wollte ein dunkles metallic violett und habe lange nach dem richtigen Ton gesucht. Gar nicht so einfach, wenn man nur Bilder vergleichen kann, auf denen die verschiedenen Lacke an diversen Gegenständen verwendet wurden. Eigentlich ist mir der Farbton zu dunkel gewesen, doch dann, als ich das neue Fahrrad erstmalig in der Sonne stehen sah und die Varianz dieser Farbe erkannte, war ich hin und weg! Es tut mir Leid, aber ich muss das so ausfürlich beschreiben, weil ich diesen Lack wirklich so unglaublich schön finde! Und dann ist da auch noch mein Logo in strahlendem Silber auf dem Oberrohr!!!

Hier kommen ein paar harte Fakten zum Fahrrad, welches ich für Langstrecken und leichte Bikepacking-Touren nutzen möchte.

TeilMarke/Art
RahmenVeloheld IconX, Größe M
GabelVeloheld Stahlgabel
Farbe Extreme Purple
 
SchaltgruppeShimano 105 – 22
Schalt- & BremshebelShimano Ultegra
Bremsenhydraulische Shimano-Ultegra Scheibenbremsen (Flatmount)
LenkerZoom Drop Bar
Dynamo/LaufräderSHUTTER PRECISION PD-8X 12mm / Novatec
FelgenDT R500
SattelBrooks Cambium All Weather C17 (black)
ReifenPanaracer Gravelking SK TR 28” (700x43C) black/brown (tubeless)
BeleuchtungB+M – Lumotec IQ-XS Dynamo Scheinwerfer – 70 Lux
SON Rücklicht für Strebe
Details

Ich habe mich bewusst nicht für eine einfache, sondern zweifache Schaltung (Shimano 105er) entschieden. Mir war diese Vielfalt und die feineren Abstufungen der Gänge besonders für Touren in bergigerem Terrain wichtig. Mal sehen, wie sich die Wahl bemerkbar macht. Ich habe auf Gepäckträger und Schutzbleche verzichtet, um das Gewicht möglichst gering zu halten und flexibel und sportlich unterwegs sein zu können. Eventuell werde ich für längere Touren noch einen Low Rider ergänzen, um Front Roller-Taschen mitnehmen zu können. Doch momentan muss der Satteltaschen-Prototyp ausreichen. Wie auch an den anderen Rädern setze ich auch beim IconX auf den Brooks Cambium. Pedale habe ich mir noch keine ausgesucht. Ich überlege noch, weil ich eventuell Klickies ausprobieren möchte.

Da ich kein Batterielichtfan bin, habe ich mich für einen Shutter Precision Nabendynamo entschieden. Die Optik und das Gewicht (unter 500gr) sprechen für ihn. Zur Leistung kann ich noch nichts sagen.

Der erste Ritt

Nachdem der Vorbau noch getauscht und ein paar kleine Einstellungen vorgenommen wurde, ging es auf die erste kleine Tour mit meinem neuen IconX. Wie praktisch, dass der Veloheld Showroom und die Werkstatt direkt an den Ausläufern der tollen Dresdener Heide liegen! Rauf aufs Rad und rein ins Grüne war die Devise, die auch am Folgetag in der Sächsischen Schweiz fortgeführt wurde!

Watt soll ick sajen? Dit war so schöööön! Ich fühlte mich wohl auf meinem neuen Gravelbike. Auch, wenn ich mich erst an Dropbar und die ungewohnten Schalthebel gewöhnen musste. Aber das Fahrgefühl war unbeschreiblich und die Landschaft der Sächsischen Schweiz wunderschön und abwechslungsreich. Mein neuer Flitzer durfte sich bei einigen Härtetests über Wurzel und Stein und ganz viel Kiesel- und Feldwegen beweisen. Die Panaracer Gravelking Sk in breiten 43mm haben mir die Velohelden tubeless aufgebaut. Das Fahrgefühl ist bisher vielversprechend!

Getragen habe ich das IconX auch ab und zu, denn nicht alle Wege im Nationalpark sind für Fahrräder freigegeben. Es gibt gekennzeichnete Radrouten. Wenn diese aber nicht in das Richtungskonzept passen und das Unwetter naht, dann läuft man eben auch mal den Berg mit seinem Rad auf einem schmalen, steilen Weg hinunter. 😀

Doch die Natur dort ist viel zu schön und muss geschützt werden! Also bitte nur auf gekennzeichneten Wegen Radfahren!

Ausblick

Spannend wird es auf der ersten langen Ausfahrt, die bald anstehen wird. Wie komfortabel ist das IconX dann? Was muss ich noch einstellen bzw. optimieren? Passt die Sattelhöhe und die Vorbaulänge? Ich bin gespannt. Außerdem fahre ich auch das erste Mal tubeless und bin noch etwas ahnungslos, was ich bei einer Reifenpanne noch machen kann, außer wieder einen Schlauch einzuziehen, wenn die Dichtmilch nicht reichen sollte.

Einen Namen bekommt die Schönheit natürlich auch noch. Aber zuerst müssen wir uns noch ein wenig kennenlernen!

Danke liebes Veloheld-Team für dieses tolle Fahrrad!

Podcast: Radelmädchen beim Radfunk von Deutschlandfunk Nova

Radfunk? Das Podcast-Thema wird im Fahrradbereich immer beliebter. Private Hörsendungen wie fahrrad.io (die Fahrrad-Talkshow), Velohome und Regines Radsalon widmen sich radspezifischen Themen und ermöglichen das Anhören über ihre Blogs. Seit kurzem gibt es das Format mit Fahrrad-Thematik auch bei einer großen Radio-Station: Deutschlandfunk Nova bietet den Hörern mit Radfunk informative und diskussionswürdige Inhalte. Die beiden Moderatoren Klaas Reese und Paulus Müller leiten dabei durch die Sendung. Verschiedene Gäste, die alle beruflich oder privat dem Thema Zweirad zugewandt sind, runden den Podcast ab.

Sechs Wochen lang wird es das wöchentlich erscheinende Programm geben. Und ganz spontan, wie das immer so ist, durfte ich Sendung #3 beiwohnen!

Das Thema war “Stress auf den Straßen – Radfahrer vs. Autofahrer”. Wie praktisch, dass ich in meinem Buch “How to survive als Radfahrer” die Problematik mehr als einmal angesprochen habe und somit einiges beizutragen hatte. Auch wenn ich mittlerweile die Aussage “Es herrscht Krieg auf den Straßen” einfach nicht mehr so unterschreiben möchte und das gern versuche aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die weiteren Gäste des Radfunk, Episode 3 waren wieder sehr gut gewählt: Professor Dr. Wilfried Echterhoff, gab als Psychologe und Verhaltensforscher im Verkehr  spannende Einblicke und Erklärungen für die Verhaltensweisen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer. Axel Sommer, ein Mitglied der Kölner Fahrradstaffel, brachte Erfahrungen aus seinem beruflichen Alltag ein.

Allein im Studio

Am Mittwoch, den 23.05.2018 machte ich mich also mittags auf nach Berlin Schöneberg, wo im dortigen Funkhaus (in dem ich im April ja schon einmal war) die Aufzeichnung stattfinden sollte.

Das Besondere war für mich dieses Mal, dass ich völlig allein in einem kleinen Aufnahmeraum sitzen sollte, der irgendwo versteckt in den verwinkelten Gängen des Funkhauses lag. Kurz nach 12 Uhr wurde ich schließlich nach Köln zugeschaltet, wo der Radfunk aufgezeichnet wurde und auch die Moderatoren mit den anderen Gästen saßen.

Aufnahme läuft!

Kurz zuvor spürte ich die Aufregung, doch spätestens nachdem auf der anderen Seite der Leitung die ersten Worte gefallen waren, legte sich meine Unruhe schnell. Es war eine tolle Erfahrung, auch wennich zwar allein in einem Studio saß, dennoch nicht allein über diese Thematik zu reden, wie es sonst bei Radiointerviews immer der Fall war. Der Austausch mit den anderen war konzentriert und fokussiert.

Seid ihr neugierig geworden, worüber wir so gesprochen haben?

Hier gibt es den Beitrag zum Radfunk, Episode 3!

Und hier könnt ihr direkt reinhören:

Radfunk – Der Podcast: Episode 3 – Stress auf den Straßen – Radfahrer vs. Autofahrer

 

Radelmädchen beim ARD-Buffet

Vor ein paar Wochen bekam ich eine Anfrage aus dem tiefsten Südwesten Deutschlands – aus Baden-Baden. Dort sitzt der SWR (Südwestrundfunk) und produziert einige Sendungen auch für das Erste, unter anderem das ARD-Buffet. Dies ist ein Mittagsmagazin, welches sich zusammensetzt aus Kochbeitrag, Lifestylethema bzw. Ratgeber und praktischem DIY-Teil. Für das Servicethema Fahrradtaschen sollte ich nun als “Expertin” in die Sendung kommen.

Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, wie erfreut und aufgeregt ich war, dass ich diese Anfrage erhalten habe! Es folgte reger E-Mail-Verkehr und ein Austausch zum Thema Fahrradtaschen mit der zuständigen Redakteurin. Schnell war klar: Es sind einige Minuten Sendebeitrag und ich sollte einen hohen Sprechanteil haben.

Auweia! Aber das würde sicher werden… Schließlich war ich auch schonmal im Fernsehen.

Anreise – Mit dem Zug quer durchs Land

Als ich schließlich einen Tag vor der Sendung in den Zug stieg, um die etwa sechsstündige Bahnfahrt nach Baden-Baden anzutreten, spürte ich noch nichts von Nervosität oder besonderer Aufregung. Mein großer Vorteil ist, dass das bei mir immer erst einige Minuten vor einer wichtigen Prüfung oder einem Ereignis wirklich stark auftritt. So genoß ich die Fahrt und vor allem erst recht die Stunden nach meiner Ankunft am Abend in der Stadt im Schwarzwald. Was für ein tolles Timing! Der Frühling war dort bereits in großen Schritten voran geschritten. Ich wurde von einem lauen Wind begrüßt, als ich in der warmen Abendsonne auf mein Faltrad stieg und mich auf den Weg zum etwa 6,5 km entfernten Hotel machte. Radelmädchen beim ARD-Buffet weiterlesen