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Rund ums Rad.

 

Bikepacking, olé! Meine Packliste für ein Fahrradwochenende

Das Fahrrad macht es so leicht, einfach spontan aufzubrechen und aus dem Alltag zu radeln. Besonders zum Bikepacking braucht es meist nicht viel, wenn da nur das Packen nicht wäre! Aber eine Packliste kann helfen.

Auch für einen gepflegten Wochenendritt brauche ich etwas Zubehör und Kleidung. Damit ich die wichtigsten Dinge dabei habe, erstelle ich oft eine Packliste und hake dann beim Einpacken ab. Im Gegensatz zur Mehrtagestour könnte man meinen, dass die Gepäckmenge sich bei kurzen Fahrten deutlich reduziert. Im Grunde ist jedoch die Basisausrüstung immer die Gleiche. Zwei Fragen und deren Antworten entscheiden, wie viel mehr Kram ich am Ende am Fahrrad dabei haben werde:

  1. Wie schlafe ich? Übernachte ich draußen und benötige dafür Schlafsack und alles andere fürs Nachtlager oder suche ich eine Unterkunft?
  2. Was und wo esse ich? Kehre ich ein oder koche ich selbst?

Sind diese Fragen geklärt, kann es auch schon losgehen. Ich bereite mich zum Beispiel gerade auf meinen Ausflug nach Dresden zur Gravel Spartakiade von Veloheld vor. Diese Zwei-Tages-Tour Mitte September ist mit Übernachtung auf einem Zeltplatz geplant. Außerdem besteht die Überlegung im Anschluss von Dresden nach Berlin zurück zu radeln. Insbesondere dafür kommen Schlafsack, Isomatte und Biwaksack mit. Tarp und Hüttenschlafsack sind optional. Kochen werde ich nicht selbst. Und somit brauche ich nur noch etwas Besteck und den Kaffeebecher.

Ganz klar ist: Wer in Pension, Hütte oder bei Freunden schläft, ist deutlich leichter unterwegs, gibt mitunter aber auch mehr Geld aus.

Je nach Temperaturen benötige ich mehr oder weniger Kleidung. Besonders im Spätsommer kurz vor Herbstbeginn, kann es nachts schon deutlich kühler werden und es fällt mir schwer, da nicht zu viel mitzunehmen. Eine kuschlige Fleecejacke und ein Merinoshirt zum Drunterziehen sind daher Pflicht. Lieber zu viel als zu wenig bleibt die Devise. Um alles etwas beim Einpacken zu vereinfachen, unterteile ich meine Packlisten meist nach Kategorien: Küche, Schlafzimmer, Werkstatt oder ähnliches. Das kann dann wie folgt aussehen:

Meine 2-Tages-Packliste

Download (PDF, 20KB)

Und hier nochmal zum Download als xlsx zum Bearbeiten (private use only).

Meine Top 5 auf jeder Fahrradtour:

  1. Multitool
  2. Trinkflasche
  3. Schlauchtuch
  4. dünne Jacke
  5. Kamera/Smartphone

Unterwegs werde ich dann eh merken, ob noch Dinge fehlen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfehle ich wärmstens das kleine Büchlein “Rad und raus” von Gunnar Fehlau. Spätestens nach dieser Lektüre möchte man den halben Fahrrad- und Outdoorladen leer kaufen und aufbrechen ins Abenteuer!

Auf ins off-road Abenteuer! Und mit welchem Rad?

Mit dem Rad über Stock und Stein zu fahren mochte ich ja nicht immer. Zu anstrengend und zu ruckelig war das Ganze früher. Das ist heute zwar immer noch so, doch mit einem gewaltigen Unterscheid: Ich weiß nämlich jetzt, wie sehr das richtige Fahrrad Einfluss auf Gefallen oder Nicht-Gefallen einer Off-Road Tour hat. Für den Genuß von unruhigem Terrain, steinigen Feldwegen oder wurzeligen Waldpfaden empfiehlt sich ein gutes Crossrad oder gleich ein Mountainbike. Und für das dazwischen bin ich beim Gravel- oder All Road Bike gelandet. Der Punkt ist also abgehakt :-).

Wo kommt der Kram nun rein?

Mein Fahrrad belade ich nun ganz unterschiedlich. Denn wie das beim Bikepacking typisch ist, erfolgt das Set Up ganz individuell. Bei meiner Deutschlandtour war ein Lowrider angebaut und zwei kleine front roller Fahrradtaschen von Ortlieb montiert. Dieses Mal werde ich jedoch etwas anderes probieren: Eine weitere Variante, um Gewicht und Gepäck einzusparen, ist die Montage von Gepäckkäfigen. Auf jeder Seite der Gabel kommt eine Halterung, die sich ganz individuell beladen lässt. Ob Trinkflasche, Schlafsack oder Klamotten, je nachdem was man so braucht, bieten sie flexibel eine Transportmöglichkeit. Ich werde vermutlich Kleidung und einen Teil des Schlafzimmers in zwei Packsäcken daran verteilen. Hinzu kommen für die Veloheld-Ausfahrt eine Ortlieb Satteltasche in M, das Accessoire Pack und eine Stem Bag für die kleinen Dinge und Snacks.

So! Genug gepackt. Rauf aufs Rad und raus aus der Stadt! Ich kann es kaum noch erwarten!

Die Eurobike 2018. Früher Termin, später Bericht: Meine Messe-Highlights.

Zum dritten Mal besuchte ich Anfang Juli, genauer vom 08. bis 10.08.2018 die Eurobike in Friedrichshafen – zwei Monate früher als sonst. In genau einem Jahr findet die europäische Fahrradleitmesse wieder zum alten Termin (04.-07.09.2019) statt. Da das noch ein Weilchen hin ist, möchte ich euch jedoch unter dem Motto ” Besser später als nie” meine Highlights der diesjährigen Eurobike 2018 nicht vorenthalten.

Ich war wie im Vorjahr mit Fahrrad zum Bodensee gekommen, wobei ich dieses Mal jedoch mit dem Gravelbike durch Deutschland geradelt bin. Mehr zur Anreise könnt ihr in meinen Berichten nachlesen. Die Eurobike 2018 konzentrierte sich wie schon im Vorjahr stark auf das Thema E-Mobility und Pedelecs. Aber auch Cargobikes bekamen deutlich mehr Platz eingeräumt. Kein Wunder, wo es doch immer mehr Anbieter und Varianten dieser Platzwunder auf dem Markt gibt. Die Beliebtheit wächst besonders im innerstädtischen Raum, wo der Platz immer knapper wird. Mein Fokus liegt nach wie vor im Bereich Zubehör. Im Folgenden findet ihr meine Auswahl aus den Bereichen Bikepacking und Fahrradmode, und natürlich sind auch ein paar Fahrräder dabei.

  • Eine Anmerkung: Der Beitrag enthält Produkthinweise und Markennennungen und kann daher als Werbung ohne Auftrag angesehen werden.

Mode zum Radfahren

Recycling für den Umweltschutz: VAUDE

So zog es mich bereits am Sonntagvormittag direkt zu VAUDE an den Stand. Das Familienunternehmen aus Tettnang gleich um die Ecke vom Bodensee bleibt ihrem Nachhaltigkeitsbestreben als grünster Outdoorausrüster Deutschlands nach wie vor treu. Schon im Eingangsbereich zum großen, mit Holz gestalteten Stand, liegt der Fokus klar auf Recycling und Wiederverwendbarkeit von Materialien. Neu ist die Core Collektion unter anderem aus recycelten Fischernetzen oder Stoffen aus Non-Food-Milch Milchfasern (Qmilk).

Triple2

Auch die Münchener von Triple2 verwenden Econyl®, das Material aus alten Fischernetzen, für ihre Fahrradjerseys. Die Trageeigenschaften sind super und unterscheiden sich erstmal nicht von anderen Funktions-Kunstfasermaterialien. Weich, atmungsaktiv und schnell trocknend eignen sie sich perfekt für den Radsport auch an warmen Tagen. Ebenso toll sind die Trikots aus Merinowolle, die außen aus Funktionspolyester und innen aus feinster, Mulesin freier Merinowolle bestehen. Die guten Eigenschaften aus beiden Materialwelten sind darin vereint. Ich habe momentan eine kleine Auswahl ihrer Produkte zum Testen da und berichte noch in einem separaten Beitrag über meine Erfahrung damit.

POC Sport

Begeistert war ich rein aus der Design- und Funktionsperspektive von der neuen Modekollektion von POC Sport: poc and forth. Klare Linien, durchdachte Schnittführung und Details, sowie hochfunktionelle Materialien machen die fahrrad- und alltagstaugliche Bekleidung zu einem meiner Messehighlights. Stilvoll und gezielt wurden zum Beispiel reflektierende Paspeln und Drucke an Armabschlüssen oder Rückentaschen dezent eingesetzt. Hinzu kommen eingearbeitet Magnete, die ebenso magnetisch funktionierende, kleine Lampen tragen und somit für erhöhte Sichtbarkeit des Trägers oder der Trägerin sorgen können.

Sehr gut kommen allein schon in optischer Hinsicht auch die Sonnenbrillen von POC mit Clarity Technologie weg . Mit Wechelsgläsern und ohne sind die Gläser für verschiedene Lichtbedingungen optimiert worden. Für mich sind sie teilweise etwas zu groß, allerdings gibt es sie in verschiedenen Ausführungen und Formaten, sodass der Kunde oder die Kundin individuell wählen kann.


Mehr Bikepacking – Zubehör fürs Outdoor Abenteuer

Restrap

Neben dem britischen Hersteller Restrap, der mittlerweile den meisten Bikepacking Freunden ein Begriff sein sollte, zeigten auch andere Taschenmarken und immer öfter auch Fahrradhersteller ihre Rahmen-, Sattel- und Lenkertaschen.

Merida

Der Fahrradhersteller Merida, besonders für seine hochwertigen Mountainbikes bekannt, zeigte auf der Eurobike 2018 eine eigene Bikepacking Taschenlinie. Die praktisch designten Produkte sollen eine Ergänzung für die Crossräder und zum umfangreichen Zubehörprogramm sein, wirken sinnvoll konstruiert und sind wasserabweisend.

Roswheel

Spannend sehen auch die noch in der Entwicklung befindlichen Taschen von Roswheel aus. Roswheel feiert dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum und hat die Marke komplett überarbeitet, inklusive neuem Logo und neuer Kollektion an Bikepackingtaschen. Ich muss gestehen, dass Taschen dieser Marke mir bisher noch nicht untergekommen sind, aber der Hersteller ist scheinbar ebenso Produzent und Importeur für andere, große Marken und produziert in einer eigenen Fabrik in China. Das sieht erstmal vielversprechend aus, mit reduziertem, schlichtem Design und durchdachten Halterungen aus Gummibändern, die den Lack schonen sollen.

Vaude

Wo ich vorhin schon bei der Mode war: Auch Vaude zeigte auf der Eurobike 2018 eine überarbeitet Fahrradtaschen-Kollektion für leichtes Reisen. Super schlicht und aus ultraleichtem, wasserdichtem Material ergänzen die Taschen jedes Fahrrad und machen es zumindest gepäckseitig zum leichten Bikepacking-Mobil.

Ortlieb

Besonders heraus sticht für mich der neue Ortlieb Outdoor Rucksack, der wie eine Reisetasche konzipiert ist. Das heißt, er hat einen großen Reißverschluss, der sich am Rückenteil der Tasche befindet. So kann die Tasche am Boden abgestellt werden und liegt dann auf seinem Vorderteil. Das Rückenteil lässt sich einfach aufzippen, die Sachen einpacken oder entnehmen wie bei einem Weekender. Praktisch: Die Seite, die am Rücken anliegt wird nicht schmutzig dabei.

Weitere Taschen in der Galerie:

Und noch mehr Zubehör- und ein paar Räder

Fidlock

Außerdem aufgefallen sind mir die tollen Fidlock-Flaschenhalterungen fürs Fahrrad, die ich ja selbst schon benutze. Diese gibt es nun auch mit einem Adapter, sodass jedes beliebige Trinkgefäß eingespannt werden kann.

Brooks, Hiplock und der Hornit Clug

Ich bin ja begeisterte Brooks Cambium Nutzerin. Mittlerweile fahre ich den Sattel an drei Rädern und finde ihn nach wie vor nicht nur optisch toll, sondern eben auch sehr komfortabel auf langer Strecke. Neu auf der Eurobike 2018 wurde ein Cambium mit Kunststoffgestell aus recycelten Materialen gezeigt.

Außerdem schleiche ich immer wieder ums Hiplock herum. Die praktischen Fahrradschlößer, die man, wie der Name schon sagt, um die Hüfte trägt, gab es neu als Prototyp mit Zahlenschloss zu sehen. Noch leichter, praktischer, aber mitunter, etwas weniger sicher. Also eher etwas für das kurze Anschließen in der Öffentlichkeit vorm Supermarkt oder so ähnlich.

TexLock

Ich war außerdem bei Texlock am Stand, die nach einiger schlechter Kritik noch einmal an ihrem Produkt nachgebessert und an ihren Stand zum Sägen und Testen eingeladen haben. Sägen muss ich wohl noch etwas üben, aber das Ergebnis sah für mich dennoch vielversprechend aus. Aber schaut selbst:

Brompton

Mein Lieblingsfaltradproduzent Brompton hat auch ein paar Neuigkeiten zu bieten. Im kommenden Jahr wird es neue Farben geben, alte gehen aus dem Sortiment. Hot Pink und Papyrus White kommen neben den Sonderfarben Flame Lacquer und Purple Metallic (Wooooow, das will ich!). Das Brompton Electric soll 2019 endlich auch in Deutschland erhältlich sein. Ich bin sehr gespannt, ob und wann es tatsächlich hier verkauft wird!

So das war es für dieses Jahr!

Ich möchte mich noch bedanken bei Mirjam und Gunnar und der Messe Friedrichshafen für deren Einsatz für den The Wriders’ Club (TWC). Auch in diesem Jahr gab es wieder eine tolle Blogger-Base und informative Blogger Walks und Meet & Greets mit den Herstellern für den TWC. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

It’s London time again – BWC 2018 und warum ich diese Stadt liebe.

Eine Wand aus heißer Luft, Staub, Hitze und lauter Geräusche schlug mir entgegen, als ich die Underground endlich verlassen hatte. Unzählige Kurven, noch mehr Stufen und ein Scan der Oyster Card zum Abschluss musste ich mit meiner schweren Tasche bewältigen, bevor ich endlich auf Straßenniveau angekommen war. Typisch London! Die Underground fährt zwar überall, aber sie liegt auch tief unter der Erde und ist im Sommer eigentlich kaum zu ertragen.

Aldgate East. Gleich um die Ecke der berühmten Brick Lane liegt dieses Jahr meine Unterkunft für die nächsten vier Tage. Noch ein paar hundert Meter musste ich mein Brommie und meine Sachen durch die Hitze schleppen, bis ich es geschafft hatte. Nun einchecken, Ljómi aus der Tasche pellen und von Luftpolsterfolie befreien, alles wieder ranschrauben, was ich für einen sicheren Flug demontiert hatte und ab unter die Dusche (ich, nicht Ljómi. Die hat nicht so viel geschwitzt.).

32°C

Auch London wurde nicht von der europäischen Sommerhitzewelle verschont. So heiß war es hier das letzte Mal wohl in den 70ern. Aber falls ihr euch Sorgen machen solltet, dass die Insel ihrem Ruf des regnerischen Wetters nicht mehr gerecht würde – braucht ihr nicht! In den folgenden Tagen gab es ein buntes Potpourri der Himmelsstimmungen, von Regengüssen, über Gewitter und Sturmböen zu Nieselregen und staubtrocken mit praller Sonne war so ziemlich alles dabei.

London Chilin’

Anyway: Dieses Jahr ließ ich es ruhig angehen. Zum einen war ich hauptsächlich aufgrund des Brompton World Championships Final (BWC) in London, zum anderen lohnt es sich am Prudential RideLondon Wochenende immer in diese Stadt zu kommen. Wann erlebt man das verkehrsreiche Stadtzentrum sonst teilweise ohne Autoverkehr wie beim Free Cycle? Leider hatte ich im Gegensatz zum letzten Jahr keinen Platz für das Brompton- Faltradrennen bekommen. Aber anfeuern wollte ich Miriam und Bianca dennoch.

Die Tage waren geprägt von kurzen Ausfahrten mit dem Brommies und entspanntem Rumhängen im all time favourite look mum no hands Fahrrad-Café – mit viel Cappuccino, Tee und Gesprächen.

Das meiste Geld habe ich sicherlich im Look mum no hands! gelassen und mein Bedarf an Cycling Caps ist definitiv gedeckt für die nächsten Monate.

BWC 2018 – das jährliche Brompton-Highlight

Auch ohne selbst mitzufahren, freute ich mich sehr auf diese Veranstaltung. So viele verrückte, sympathische Bromptonfahrende aus aller Welt trifft man sonst nirgends! Selbst aus Australien vom Melbourne Brompton Club waren Teilnehmer anwesend! Während wir vom #teamhamburgfiets den Vormittag mit Frühstück, Mittagsschlaf und Kaffee trinken verbrachten, war der Nachmittag geprägt vom sozialen Miteinander an der Rennstrecke vorm Buckingham Palace im St.James Park. Auch dieses Jahr hielt The Mall als Location für zahlreiche Radrennen beim RideLondon her. Um kurz nach 19 Uhr startete dort schließlich die BWC 2018.

Welche Aufregung da herrschte! Über 400 Bromptonfahrende falteten ihre kleinen Brommies noch kompakter zusammen und bereiteten sich auf den Le Mans Start vor. Nacheinander starten sie in das Rennen: Hinlaufen zum Faltrad, auffalten, losfahren! Auch wenn es etwas Verwirrung beim Start mit dem Timing gab, die Stimmung an der Strecke war grandios. Leider gab es dieses Jahr auch zwei relativ schwere Stürze, die aber scheinbar und glücklicherweise glimpflich verliefen.

Und die Ergebnisse?

Die Irinnen haben dieses Jahr das beste Female Team gemacht! Wohl verdient, auch wenn es natürlich schade für unser nun international gewordenes #teamhamburgfiets ist. Unterstützung hatten Bianca und Miriam dieses Jahr von Valeria aus Spanien, sowie Jacqueline und Ann (smallwheelsbigadventure) aus Belgien. Das schnelleste Männerteam war wieder das Brompton eigene Factory Team. Einzelsiegerin wurde die Olympia-Medaillenträgerin betreibende Emma Polley, die nur knapp hinter dem Herren Cam Gutteridge ins Ziel kam. Wahnsinns Leistungen in jedem Fall!

Nach einer Pub-Runde war der Tag schließlich geschafft und ich fiel ziemlich geschafft ins Bett.

Warum nur immer wieder London?

Wenigstens einmal im Jahr zieht es mich in die englische Hauptstadt . Ich weiß tatsächlich auch nicht mehr genau, wie oft ich hier war, seit dem ersten Mal während einer Schulklassenfahrt vor etwa 15 Jahren. 2010 habe ich mein studentisches Pflichtpraktikum in einem Londoner Atelier gemacht und habe drei Monate in der Stadt gelebt. Ich habe es geliebt und gleichzeitig hat es mich gestresst. Diese Kombination hat sich bis heute nicht geändert. Im Vergleich zu London ist Berlin die entspannteste Großstadt, die man sich vorstellen kann. Auch wenn der Verkehr immer schlimmer wird, in London ist es noch schlimmer. Es ist laut, es ist schmutzig und anstrengend. Warum mag ich es dennoch so sehr, dass ich immer wieder hin fliege?

    1. London ist multikulturell.

      Man spürt es an jeder Straßenecke, in jedem Supermarkt und Café. Die Stadt ist so vielfältig wie sonst keine andere europäische Stadt. Dieses Flair ist unvergleichlich und so normal hier, was ich es sehr genieße. Wenn Berlin für freie Entfaltung steht, dann ist London die absolute Königsklasse darin.

    2. London ist abwechslungsreich

      …und wird nie langweilig. Selbst beim 15 Besuch (oder so) kann ich noch etwas Neues entdecken. Es gibt tolle Shops, Restaurants und Cafés. Die Stadt ist so groß und bietet viele verschiedenen Perspektiven, dass ich einfach nie genug bekomme. Parks, Shopping, Sightseeing – alles ist drin.

    3.  London wird immer fahrradfreundlicher.

      Der Bau zahlreicher Cycle Highways macht das Fahren durchs Zentrum um einiges entspannter und richtig spaßig! Vor allem an der Themse und am Hyde Park entlang lässt es sich unglaublich gut Radfahren.

Na dann hoffentlich bis nächstes Jahr in London und zur Brompton World Championship!

N+1: Hi, IconX! Warum sich das lange Warten gelohnt hat.

Erinnert ihr euch noch? Anfang des Jahres war ich auf der Suche nach einem All Road Bike und probierte verschiedene Fahrräder diverser toller Marken aus. Meine Entscheidung war fast gefallen, doch dann besuchte ich im Februar die sympathischen Dresdener von Veloheld in ihrem Showroom und testete das IconX.

Ich wusste dann sehr schnell, dass mir das Salsa Vaya zwar sehr gut gefallen hat, ich mit dem IconX allerdings mehr Entscheidungsfreiheit für meine Wunschkonfiguration hatte. Nicht nur die Auswahl der Farbe spielte dabei eine Rolle. Ich mochte auch den Gedanken, das Rad einer kleinen Deutschen Fahrradmarke fahren zu können. Schon auf der Fahrradschau waren sie mir immer wieder aufgefallen und als Miri von hamburgfiets sich schließlich einen IconX-Rahmen aufbaute, war ich mehr als interessiert. Nach dem Besuch bei Veloheld und der Aussicht auf eine kleine Kooperation war die Entscheidung schließlich gefallen.

Hi, IconX!

Naja, ganz so schnell ging es, wie gesagt, leider nicht. Die Veloheld-Rahmen werden in Handarbeit hergestellt und sie sind sehr beliebt. Ich musste schon schlucken, als es hieß, dass ich meinen Rahmen wohl nicht vor Mai bekommen würde. Ich war so ungeduldig! Es hatte nur den Vorteil, dass ich dadurch Zeit für eine intensive Farbrecherche (grün oder violett) hatte, denn welche Teile ans neue Rad sollten, wusste ich bis auf die Reifen recht schnell.

Ende Mai sendete mir Geschäftsführer Carsten ein Foto, auf dem als Ausschnitt das frisch lackierte IconX mit meiner Wunschfarbe und meinem Radelmädchen-Logo zu sehen waren. Meine Ungeduld wuchs ins Unermessliche! Ich wollte dieses Fahrrad endlich fahren!!! Warum dauert das alles sooooo lange?

Doch schließlich war der Termin fix. Anfang Juni 2018 durfte ich endlich wieder nach Dresden fahren. Vier Monate nachdem ich das erste Mal auf einem IconX gesessen habe.

Das IconX in Extreme Purple <3

Die Farbe ist mega und ich bin absolut verliebt! Ich wollte ein dunkles metallic violett und habe lange nach dem richtigen Ton gesucht. Gar nicht so einfach, wenn man nur Bilder vergleichen kann, auf denen die verschiedenen Lacke an diversen Gegenständen verwendet wurden. Eigentlich ist mir der Farbton zu dunkel gewesen, doch dann, als ich das neue Fahrrad erstmalig in der Sonne stehen sah und die Varianz dieser Farbe erkannte, war ich hin und weg! Es tut mir Leid, aber ich muss das so ausfürlich beschreiben, weil ich diesen Lack wirklich so unglaublich schön finde! Und dann ist da auch noch mein Logo in strahlendem Silber auf dem Oberrohr!!!

Hier kommen ein paar harte Fakten zum Fahrrad, welches ich für Langstrecken und leichte Bikepacking-Touren nutzen möchte.

TeilMarke/Art
RahmenVeloheld IconX, Größe M
GabelVeloheld Stahlgabel
Farbe Extreme Purple
 
SchaltgruppeShimano 105 – 22
Schalt- & BremshebelShimano Ultegra
Bremsenhydraulische Shimano-Ultegra Scheibenbremsen (Flatmount)
LenkerZoom Drop Bar
Dynamo/LaufräderSHUTTER PRECISION PD-8X 12mm / Novatec
FelgenDT R500
SattelBrooks Cambium All Weather C17 (black)
ReifenPanaracer Gravelking SK TR 28” (700x43C) black/brown (tubeless)
BeleuchtungB+M – Lumotec IQ-XS Dynamo Scheinwerfer – 70 Lux
SON Rücklicht für Strebe
Details

Ich habe mich bewusst nicht für eine einfache, sondern zweifache Schaltung (Shimano 105er) entschieden. Mir war diese Vielfalt und die feineren Abstufungen der Gänge besonders für Touren in bergigerem Terrain wichtig. Mal sehen, wie sich die Wahl bemerkbar macht. Ich habe auf Gepäckträger und Schutzbleche verzichtet, um das Gewicht möglichst gering zu halten und flexibel und sportlich unterwegs sein zu können. Eventuell werde ich für längere Touren noch einen Low Rider ergänzen, um Front Roller-Taschen mitnehmen zu können. Doch momentan muss der Satteltaschen-Prototyp ausreichen. Wie auch an den anderen Rädern setze ich auch beim IconX auf den Brooks Cambium. Pedale habe ich mir noch keine ausgesucht. Ich überlege noch, weil ich eventuell Klickies ausprobieren möchte.

Da ich kein Batterielichtfan bin, habe ich mich für einen Shutter Precision Nabendynamo entschieden. Die Optik und das Gewicht (unter 500gr) sprechen für ihn. Zur Leistung kann ich noch nichts sagen.

Der erste Ritt

Nachdem der Vorbau noch getauscht und ein paar kleine Einstellungen vorgenommen wurde, ging es auf die erste kleine Tour mit meinem neuen IconX. Wie praktisch, dass der Veloheld Showroom und die Werkstatt direkt an den Ausläufern der tollen Dresdener Heide liegen! Rauf aufs Rad und rein ins Grüne war die Devise, die auch am Folgetag in der Sächsischen Schweiz fortgeführt wurde!

Watt soll ick sajen? Dit war so schöööön! Ich fühlte mich wohl auf meinem neuen Gravelbike. Auch, wenn ich mich erst an Dropbar und die ungewohnten Schalthebel gewöhnen musste. Aber das Fahrgefühl war unbeschreiblich und die Landschaft der Sächsischen Schweiz wunderschön und abwechslungsreich. Mein neuer Flitzer durfte sich bei einigen Härtetests über Wurzel und Stein und ganz viel Kiesel- und Feldwegen beweisen. Die Panaracer Gravelking Sk in breiten 43mm haben mir die Velohelden tubeless aufgebaut. Das Fahrgefühl ist bisher vielversprechend!

Getragen habe ich das IconX auch ab und zu, denn nicht alle Wege im Nationalpark sind für Fahrräder freigegeben. Es gibt gekennzeichnete Radrouten. Wenn diese aber nicht in das Richtungskonzept passen und das Unwetter naht, dann läuft man eben auch mal den Berg mit seinem Rad auf einem schmalen, steilen Weg hinunter. 😀

Doch die Natur dort ist viel zu schön und muss geschützt werden! Also bitte nur auf gekennzeichneten Wegen Radfahren!

Ausblick

Spannend wird es auf der ersten langen Ausfahrt, die bald anstehen wird. Wie komfortabel ist das IconX dann? Was muss ich noch einstellen bzw. optimieren? Passt die Sattelhöhe und die Vorbaulänge? Ich bin gespannt. Außerdem fahre ich auch das erste Mal tubeless und bin noch etwas ahnungslos, was ich bei einer Reifenpanne noch machen kann, außer wieder einen Schlauch einzuziehen, wenn die Dichtmilch nicht reichen sollte.

Einen Namen bekommt die Schönheit natürlich auch noch. Aber zuerst müssen wir uns noch ein wenig kennenlernen!

Danke liebes Veloheld-Team für dieses tolle Fahrrad!

Urbane Mobilität – Vom schicken Flitzer zum Zerlegerad

Dass ich ein wenig verliebt bin in mein Faltrad, ist euch ja eventuell schon aufgefallen. Und dass das Brompton für mich das ultimative Stadt- und Verreiserad ist, habe ich auch hin und wieder angemerkt. Dennoch bin ich stets neugierig, wenn es um neue Fahrradkonzepte geht, die das urbane Mobilitätsverhalten unterstützen und optimieren können.

Es folgt ein kleiner Bericht zu einem neuartigen Fahrrad, den man auch als Werbung ansehen kann. Ich schreibe ihn allerdings aus eigenem Antrieb und bekomme keinerlei Gegenleistung dafür! Ich finde das Produkt einfach spannend und möchte das gern mit euch teilen.

Irgendwie war es klar, dass ich hellhörig wurde, als ich das erste Mal von Kruschhausen-Cycles gehört habe! Der Stuttgarter Produktdesigner Tobias Kruschhausen hat nach zweijähriger Projektarbeit und dem nun mittlerweile vierten Prototypen ein Fahrrad entwickelt, das auf den ersten Blick wie ein gut designtes urbanes Rad aussieht. Doch es ist weitaus mehr als das! Aus dem sportlichen und einzigartigem Design-Fahrrad mit 26″ Rädern wird nach wenigen Handgriffen ein kompaktes Fahrradpaket. Dieses ist dann gerade mal knapp einen Meter lang und 74 cm hoch. Bis auf das Montague kenne ich sonst kein “normal” großes Fahrrad, dass sich so klein falten oder zerlegen lässt.

Nachdem ich ihn auf der Berliner Fahrradschau im März leider verpasst habe, war ich sehr froh, als mir Tobias anbot, das Fiiz (der offizielle Name des Rades) bei seinem Berlinbesuch im Mai zu sehen und ausprobieren zu können. Und das lohnte sich auf jeden Fall! Denn was in einem Video schon eindrucksvoll und modern wirkte, war in der Realität und im Fahrtest mindestens genauso überzeugend.

Ins Detail

Was als kurzes Treffen mit kleinem Plausch und Probefahren angedacht war, weitete sich auf einen 2,5 stündigen Austausch aus. Dabei realisierte ich erneut, wie durchdacht und präzise designt ein derartiges Fahrrad wie das Kruschausen-Cycle sein muss, damit es ohne große Pratikabilitätseinbuße funktioniert. Neben Gates Carbon Riemenantrieb, der Sram Automatix Zwei-Gang-Nabe und der Scheibenbremse von Magura vorn wurden sehr hochwertige Materialien und Teile verwendet. Der Aluminiumrahmen wird komplett in Deutschland in Handarbeit gefertigt, wobei Tobias mit lokalen Herstellern zusammenarbeitet.

Hier mal ein kurzer Clip, damit ihr einen Eindruck davon bekommt, was ich meine (Entschuldigt bitte die lauten Hintergrundgeräusche! Ich gelobe bezüglich Videoqualitäten Besserung).

Faltrad vs. Zerlegrad

Wenn man es genau nimmt, ist Fiiz kein Faltrad im üblichen Sinne, sondern viel mehr ein Zerlegerad. Ich musste sofort an das Moulton denken, dass als elegantes und auffälliges Fahrrad auch eher zerlegt, als gefaltet wird. Es gibt nicht die üblichen Scharnierlösungen, die einigen vielleicht bekannt sind. Das auffällige, zweiteilige Design des Kruschausen macht bereits deutlich, an welcher Stelle, das Rad zerlegt wird. In der Mitte es Rahmens ermöglicht unter anderem ein Hebel die Teilung. Das Vordeteil mit Lenker und Vorderrad kann dann einfach abgenommen werden und wird seitlich an den hinteren Teil angesetzt. Dabei hat alles ganz logisch seinen Platz. Kein Teil fliegt irgendwo rum, alles wird irgendwo eingesteckt, reingeklickt oder gehakt.

Als ich den Zerlegevorgang selbst ausprobiert habe, ist mir genau das positiv aufgefallen. Auch wenn ich zwischendurch doch noch etwas nachdenken musste, was als nächster Schritt ausgeführt werden muss. Doch ich war nach zwei Versuchen und Beobachtung von Tobias schon soweit, dass ich das Kruschausen-Cycle allein zerlegen konnte. Das könnt ihr euch im folgenden Video anschauen. Ich habe nur ein Teil vergessen einzurasten. Denn der vordere Teil des Rahmens hat am Oberrohr ebenfalls einen Haltepunkt. Mit ein wenig Übung bekommt man das Falten oder Zerlegen aber problemlos allein hin und wird damit auch irgendwann schneller sein, als ich in diesem Video. Nicht schlecht, oder?

Unterwegs mobil

Das Rad fährt sich sehr wendig und sportlich. Ich empfand die Rahmengeometrie als für mich sehr passend und angenehm. Meine Bedenken, dass sie der teilbare Rahmen mit einem etwas instabilen Fahrverhalten äußern könnte, waren unbegründet. Es fährt sich wie ein normales Fahrrad – nur das es eben das gewisse Extra hat. Im zerlegten Zustand lässt es sich mit seinen knapp 12,5 kg Gewicht gut am Rahmen tragen oder auf den Laufrädern rollen, ohne auseinander zu fallen. Das Fiiz lässt sich übrigens gefaltet bzw. zerlegt auch ohne Probleme im Zug mitnehmen – ohne Extrakosten und das sogar im ICE.

Mehr Informationen gibt es auch auf der Crowdfunding-Seite bei Startnext! Die Kampagne läuft noch bis Mitte Juni 2018!