Archiv der Kategorie: Rund ums Rad

Rund ums Rad.

 

Sonntagstour durchs Löcknitztal

Nachdem ich über eine Woche nicht auf dem Rad gesessen habe, zog es mich am Sonntag hinaus ins Grüne! Bei dem wunderschönem Herbstwetter war dazu nicht viel Motivation nötig ;-). Dennoch wollte ich den Ausflug nach Brandenburg auch nutzen, um mich etwas vertrauter mit der neuen Kamera zu machen. Zuletzt hatte ich die am Bodensee benutzt. Also bereitete ich Libelle vor, schraubte noch schnell die Lowrider von der letzten Tour ab und gönnte der Kette etwas Öl. Und ab ging es in den nächsten Zug raus nach Erkner!

TRANSPARENZHINWEIS: Enthält Werbung/ Markennennungen. Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Kondrauer. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive, offen und ehrlich.

Nicht einmal eine halbe Stunde nachdem ich das Haus verlassen habe, kam ich mit dem Zug in Erkner, im Südosten von Berlin an. Von dort war es nur noch ein Katzensprung in die Gemeinde Grünheide, zur Müggelspree und in das Naturschutzgebiet Löcknitztal – ein wunderschöner Fleck Erde, den ich bisher noch viel zu wenig erkundet hatte. Zuletzt war ich beim schottrigen Rüttelkuchenride von Fahrtwind Berlin in der Gegend.

Sonntägliche To-Dos: Radfahren, Fotos machen, Kuchen essen!

Dieses Mal sollte die Tour mindestens genauso wenig auf befestigten Straßen entlang führen, jedoch deutlich kürzer sein. Primäres Ziel: Kamera ausprobieren (Es ist eine gebrauchte Sony Alpha 6000 mit zahlreichen Objektiven.), Luft schnappen und Kuchen essen! Denn nicht weit entfernt liegt auch das berühmte Kuchenparadies von Holly und der Besuch dort stand natürlich ganz oben auf der Sonntags To-do Liste! Doch zunächst ging es auf schmalen Pfaden durchs Löcknitztal entlang der Löcknitz Richtung Grünheide (Mark).

Geplanter Streckenverlauf:

Die ca. 46 km lange Strecke verläuft primär auf Pfaden, Trails und Wald- bzw. Forstwegen mit wenig Asphalt. Dieses Mal gebe ich euch mal keinen fertigen GPX-Track, sondern zeige euch nur eine Übersicht und die Karte mit der Route. Das Löcknitztal ist zum Teil ein Naturschutzgebiet und die Wege können sehr schmal sein bzw. werden des Öfteren mit Wanderern. Daher finde ich es angebracht, dass jeder, der Lust hat, die Region zu erkunden, sich selbst eine Route zusammenstellt. Es gibt auch offizielle Radrouten, wie den Spreeradweg, die Oder-Spree-Tour und den Dahme Radweg, an denen man sich orientieren kann, z.B. wenn es etwas straßenlastiger sein soll. Mehr Inspiration dazu gibt es auf den Seiten des Tourismus Grünheide.

Erkner –> Löcknitztalweg (über Gottesbrück)–> Mönchwinkel (entlang der Spree)–> Hartmannsdorf–> Oder-Spree-Kanal–> Wernsdorf/ Schmöckwitz–> Dahme/Langer See–> Grünau

Löcknitztal: Von Gewässer zu Gewässer

Das war eine Tour ganz nach meinem Geschmack! Viel Wasser, schmale Wege, abwechslungsreiche Landschaft und im Schatten war es trotz Sonnenschein angenehm kühl. Die Blätter der Bäume zeigten sich in allen herbstlichen Farbschattierungen, die man sich nur vorstellen kann. Wundervoll bunt war es in Brandenburg. Der Weg an der Löcknitz entlang war teilweise so schmal und von Wasser umgeben, dass nicht mehr als ein enger, teils matschiger Trail davon zu sehen war. Toll! So kam defintiv keine Langeweile auf und ich konnte wieder an meiner Fahrtechnik feilen.

Natürlich waren an diesem herrlichen Herbsttag auch viele andere Menschen unterwegs, doch bis auf ein paar Wanderer und einige andere Radfahrende war es dennoch angenehm auf den Wegen. Nur die unzähligen Pilzsammler bzw. ihre Vehikel am Straßenrand ließen mutmaßen, dass es wohl ein pilzreicher Herbst und die Region mit den leckeren Gewächsen gesegnet war. Anders könnten die Sammelgelüste von allen jedenfalls nicht befriedigt werden.

Immer ausreichend trinken!

Die Trinkpausen waren eine gute Gelegenheit sich kameratechnisch auszuprobieren. Wie immer, hatte ich auch auf dieser kleinen Sonntagstour durchs Löcknitztal ein paar Müsliriegel und ausreichend Wasser dabei. Sobald die Temperaturen über 20 Grad gehen, brauche ich davon bei Bewegung auch sehr viel. Wasser ist auch schön und gut, aber besonders wenn es wärmer ist, bevorzuge ich ab und zu etwas mit Geschmack und gern auch dezentem Sprudel. Daher liebe ich Apfelschorle auf Radtouren! Normalerweise besorge ich diese spontan im Supermarkt oder Café. Aber dieses Mal war ich vorbereitet.

Die kleine Flasche “Schorsch” wanderte zu Hause bereits in die Satteltasche, um dann später in die Stem Bag umzuziehen. Dort kam ich besser heran, sobald wir kurz stoppten.

Kameratest

Ich sage wir, weil ich dieses Mal nicht allein unterwegs war und nicht als einzige mit der Kamera herumprobierte. Meine Begleitung gab mir ein paar Einstellungstipps und ließ es sich nicht nehmen, des Öfteren selbst mal abzudrücken. Ich will mich natürlich nicht beschweren und habe auch danach gefragt. So kommen mit Glück auch ein paar Bilder dabei herum, die ich euch jetzt hier zeigen kann ;-). Immer nur Stilleben sind ja auch langweilig. Ich merkte auch erneut, dass ich viel mehr Spaß habe, zu fotografieren, wenn ich nicht wie immer nur das Smartphone nutze. Durch den optischen Sucher zu schauen und dann das Auslösegeräusch zu hören, sobald ich den Knopf abdrücke, erzeugt irgendwie ein richtig gutes Gefühl! Kennt ihr das auch?

Wie war das mit dem Kuchen?

Da wir uns nicht zu sehr verausgaben wollten, durfte ein Kaffee und Kuchen-Stopp natürlich an einem derartig entspannten Sonntag nicht fehlen. Außerdem hatte ich Hunger und wollte meiner Begleitung unbedingt einmal Hollys Galleriecafé zeigen, das Kuchenparadies in Hartmannsdorf/ Spreenhagen. Praktischerweise lag das auf halber Strecke der Tour. Obwohl es natürlich sonntäglich voll war, wurden wir nicht enttäuscht: Teilweise noch warmer Blechkuchen wartete auf uns. Nachdem wir mit vollen Tellern auf einer Bank Platz genommen haben, genossen wir die süßen Leckereien mit wohligem Seufzen und bei ein paar Minuten des schmatzenden Schweigens.

Und nach dem Kuchen? Hatte ich zwar einen vollen Bauch, aber auch riesige Lust noch ein wenig durch den Wald zu pesen. Auch wenn, wir uns entschieden, abzukürzen und nicht mehr nach Grünau, sondern nach Erkner zurückzufahren, genoß ich die letzten Kilometer im zunehmenden Abendlicht sehr. Ein gelungener Sonntag! Und den Umgang mit der Kamera muss ich zwar immer noch üben, da mich besonders Bilder von Personen in Bewegung reizen, doch hilfreich war der kleine Ausflug nach Brandenburg ins Löcknitztal auf jeden Fall!

Alle Bilder, auf denen ich zu sehen bin, von Jan B.

Ruhemomente: Mit dem Fahrrad am Bodensee

Dieser Sommer war einfach wundervoll intensiv und ereignisreich, dass ich gar nicht mehr dazu komme, die ganzen Erlebnisse zu verarbeiten (Luxusproblem, schon klar, aber es stimmt!). Daher wollte ich das Ganze etwas entschleunigen und entschied auf meiner Reise an den Bodensee zur Eurobike 2019, mal einen Tag auszusetzen.

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Ein Tag mag nicht viel sein. Aber bei bestem Spätsommerwetter und am Fuße des herrlich blauen Bodensees mit Blick auf die Alpen, fiel es mir sehr leicht, einfach mal abzuschalten. Mit im Gepäck: Faltrad Brompton Ljómi, die neue Kamera und eine Erfrischung für Zwischendurch. Denn Sonne und Wasser machen durstig und ich trinke chronisch zu wenig…

Mit dem Fahrrad von Friedrichshafen nach Meersburg

In der Vierländerregion Bodensee (Deutschland, Österreich, Schweiz und Fürstentum Liechtenstein) lässt es sich herrlich Radfahren! Um den 63 km langen See führt eine ca. 260 km lange Radroute, die durch wunderschöne (Urlaubs-)Orte und vorbei an Obstplantagen, Weinbergen und historischen Gebäuden leitet. Ganz so weit wollte ich nicht fahren, sondern viel mehr entspannen, tief durchatmen und mich mit ein bisschen Bewegung wach halten :-D.

Los ging die Tour in Friedrichshafen. Die Fahrrad-Route um den Bodensee ist sehr gut ausgeschildert. Hin und wieder ist die Strecke recht schmal und verläuft an der Hauptstraße entlang. Daher lohnt es sich teilweise auch einmal auf die andere Straßenseite zu schauen, wo der Weg oft als Zweirichtungsradweg gekennzeichnet ist. Vorbei an Obstbäumen und Weinpflanzen fuhr ich durch Fischbach über das beschauliche Immenstadt und Hagnau bis nach Meersburg. In Hagnau verweilte ich kurz am Kieselstrand. Denn die Uferpromenade ist wirklich wunderschön, lädt zum Bummeln und Verweilen auf den zahlreichen Bänken ein. Ich mache erstmal ein Fotoshooting mit Ljómi und genieße die Aussicht rüber zu den Bergen und in die Schweiz.

Mit der Fähre über den Bodensee: Auch mit Fahrrad kein Problem!

Als ich schließlich in Meersburg ankam, bewunderte ich die schon von weitem sichtbare barocke Schloßanlage (das Neue Schloß). Es gibt außerdem noch die mittelalterliche Burg Meersburg und eine hübsche kleine Altstadt. Ich bummele kurz hindurch, gönne mir ein Eis zum Frühstück und suche mir dann den Weg zum Fahrkartenschalter: Denn ich wollte Fähre fahren! Und zwar nach Konstanz, wo ich noch nie war, obwohl ich es mir in den letzten Jahren, wenn ich in der Region war, immer vorgenommen hatte. Faltrad gefaltet, rein in den Laden, Preise checken, herausfinden, dass der Mitarbeiter direkt keinen Fahrradpreis berechnet hat, grinsend mit einem Einzelfahrschein wieder rausmarschieren.

–> Fährpreise Meersburg – Konstanz:

Etwas verwirrt war ich jedoch kurz: Als ich vorher recherchiert hatte, war der Preis deutlich geringer gewesen. Das mag wohl daran liegen, dass das erste Ergebnis für die Fähre Meersburg-Konstanz die Autofähre meint. Die liegt aber etwas außerhalb. Ich zahlte 6,40 € für die Überfahrt mit der Bodenseefähre ohne Fahrrad. Dafür muss, wie in der Bahn (auch im ICE geht das so, ja), das Faltrad gefaltet an Bord genommen werden und auch so kompakt bleiben. Normale Räder kosten je nach Strecke 4,80 € oder 6,40 €. Ich ließ mir auf der ca. 45 min Fahrt mit Zwischenhalt an der Blumeninsel Mainau (die lohnt es sich bestimmt auch zu besuchen) den Wind um die Nase wehen und fühlte mich tatsächlich wie im Urlaub. Schööööön!

Konstanz entspannt

Mit vom Wind zersausten Haaren und tiefenentspannt, verließ ich am frühen Nachmittag die Fähre in Konstanz und streunerte zunächst ein wenig in der Hafengegend herum. Der Stadtgarten direkt am Wasser war sehr einladend und hat nicht nur viele ruhige Ecken, sondern verfügt auch über eine denkmalgeschützte Konzertmuschel.

Konstanz hat einiges zu bieten! Hier fand vor 600 Jahren die einzig gültige Papstwahl nördlich der Alpen statt (Konstanzer Konzil). Die älteste, seit 1607 dauerhaft bespielte Theaterbühne Deutschlands befindet sich hier auch und die historische Altstadt ist definitiv einen Besuch wert. So rollte ich durch die Straßen, schob mein Rad durch die Fußgängerzone, lauschte Straßenmusikern und suchte vor allem etwas Leckeres zu essen!

Ein Glückstreffer führte mich zu Eugens Bio Restaurant und Café. Dort gab es für mich Käsespätzle und hausgemachte Limo, während ich Passanten beobachtete und das Urlausbgefühl weiter auf mich wirken ließ.

Mit dem Katamaran nach Friedrichshafen

Für den Rückweg wählte ich den schnellen Katamaran nach Friedrichshafen. Der brauchte zwar auch knapp 45 min, legte dabei aber eine weitere Strecke zurück und ohne Zwischenhalt. Ein Einzelticket schlug mit 10,90 € zu Buche. Auch hier reichte es, das Fahrad zu falten, damit es kostenfrei mit konnte. Der normale Fahrradticketpreis lag bei 4,90 €.

Streckenvorschlag: Am Bodensee mit Rad und Fähre

Unten findet ihr meinen Streckenvorschlag bei Komoot. Kurz und knackig, denn den Großteil der Strecke legte ich mit der Fähre zurück. Zugfahren könnt ihr auch, aber das dauert deutlich länger. In Konstanz habe ich nicht mehr aufgezeichnet und hier nur beispielhaft dokumentiert, wo ich war. Ich empfehle euch aber, je nach verfügbarer Zeit, die Stadt nach Lust und Laune zu erkunden. Ich habe nur einen Bruchteil gesehen, aber es gibt dort einiges zu entdecken.

Weitere Tourenvorschläge und Tipps zum Radfahren findet ihr übrigens auch im Radl-Blog von Kondrauer.

Eurobike 2019 Highlights: Bikepacking, Gravelbikes & Faltrad

Die Eurobike gilt als größte, europäische Fahrradleitmesse und lockte mich auch 2019 wieder an den wunderschönen Bodensee nach Friedrichshafen! Mein Fokus lag dieses Jahr ganz klar auf den Themen Bikepacking(-Taschen), Gravelbikes und natürlich auch ein kleines bisschen Faltrad.

HINWEIS: Enthält Werbung/Markennennungen ohne Auftrag. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive.

Zur Eurobike 2018 war ich in meinem Bericht spezifisch auf einige Produkte eingegangen. Dieses Jahr möchte ich nicht viele Worte über die Eurobike 2019 verlieren, sondern Bilder für sich sprechen lassen. Ich hatte eine ereignisreiche Woche, habe viele, tolle Menschen (wieder-)getroffen und den die schöne Bodenseeregion endlich mal etwas genauer erkundet.

Los gehts mit…

Bikepacking: Taschen, Taschen, Taschen

Mein Highlight waren ganz klar die Bikepacking-Taschenserien von Roswheel. Travel, Road oder Off-Road – für die verschiedenen Rad(-reise)bedürfnisse gab es jeweils eine eigene Taschenkollektion, die sich in Form, Farbe, Material und in den Details voneinander unterschieden. Durchdachte Schnittführung und praktische Elemente, wie die integrierte Kabelführung der Rahmentasche oder die separat erhältliche Satteltaschenstütze runden die Taschenserien ab. Außerdem fielen mir die erweiterte Taschenlinie von Topeak und die u.a. sonnegelb gehaltenen Bikepackingtaschen mit BOA-Verschlusssystem von evoc auf. Mehr zu diesen Taschen könnt ihr auch im lifecyclemag nachlesen. Aber seht selbst:

Gravelbikes: Heiße Off-Road-Feger aus aller Welt

Off-road taugliche Breitreifenräder gab es auf der Eurobike 2019 in jeder Halle zu sehen. Die erweiterte “Beyond Road”-Linie von Marin wurde mit unterschiedlichen Modellen in erdigen Natürtönen (Nicasio) oder gar zweifarbig (Headlands) vorgestellt. Auch einige Modelle für 650B Reifen sind im Sortiment. Salsa und Simplon setzten auf metallisch schimmerende Schönheiten. Neben einigen Stahlrahmenvertretern, Rädern aus Aluminium, Titan und Carbon tauchte dabei auch Magnesium als Rahmenmaterial auf. So gesehen habe ich diese bei Vaast, einer Partnerfirma von Niner Bikes, die auf der Eurobike 2019 erstmals eine neue Fahrradlinie aus Magnesium vorstellten. Die Rohre sind innen mit Keramik beschichtet.

Falträder auf der Eurobike 2019

Brompton hat auf der Eurobike 2019 eine neue Sonderedition vorgestellt: Brompton Explore! Neben einer individuellen Farbgebung (orange-grün) und dem Brooks Cambium in olivgrün, unterscheidet sich das spezielle Brompton Faltrad auch mit den Schwalbe Racer Tan-Wall Reifen von den Standart-Bromptons. Zusammen mit dem Rad kommt eine eigens konzipierte Taschenlinie und ein Multitool. Mir gefällt es schon ziemlich gut, auch wenn ich etwas schade finde, dass das “Take the long road”-Thema nicht in den Details noch konsquenter durchgezogener wurde. Das Explore stellt eine Art Adventure-Edition da. Doch wäre diese Idee konsquenter verfolgt worden, hätten die Reifen zum Beispiel profilierter und die Griffe ergonomischer sein können. Dennoch ist es ein gelungenes Brompton, dass den Wunsch nach einem Zweit-Brompton wieder deutlich größer werden lässt ;-). Im kommenden Jahr wird es auch für alle anderen Brompton eine neue Taschenkollektion geben, außerdem eine neue Sonderfarbe und das Brompton Electric in Metallic Blau.

Cargobikes auf der Eurobike 2019

Neben dem Thema E-Bike/ Pedelec und Gravelbike sind auch Lastenräder ein Hauptschwerpunkt der Eurobike 2019. Mein Kompakt-Lastenrad Favorit Muli Cycles hat dieses Jahr zum Beispiel einen Eurobike Award für das neue Cargo mit Shimano Steps Antrieb erhalten. Ansonsten gab es eine bunte Mischung zu entdecken, die ihr euch in den folgenden Slides anschauen könnt.

Fahrräder, Kleidung und Accessoires

Wie immer habe ich natürlich einen Augenmerk auf Kleidung und Accessoires gelegt, die das Radfahren noch schöner machen oder praktisch ergänzen. In diesem Jahr waren leider noch weniger Bekleidungsmarken auf der Eurobike 2019 vertreten, als schon im Vorjahr. Das liegt wohl daran, dass die Messe für die Modebranche deutlich zu spät im Jahr stattfindet. Spannend fand ich die Regenbekleidung von Basil, die im urbanen Alltag nicht nur praktisch ist, sondern auch gut aussieht. Auch Poc Sports und Pearl Izumi haben alltagstaugliche Fahrradbekleidung im Programm, die sich sehen lassen kann. Pear Izumi plant in den kommenden Jahren noch nachhaltiger zu produzieren und benutzt schon jetzt recycelte Materialien.

Und am Ende noch ein paar weitere Impressionen… 😉

Titelbild: Eurobike Show, Urban Media Days 2019; Anja Köhler

Bikepacking & Übernachtung: UL Zelte bis 350 €

Nachdem ich mich mit den ultraleichten Zelten in der unteren Preisklasse beschäftigt habe, möchte ich hier als Ergänzung noch Zelte bis 350 € hinzufügen. Nicht nur mein Besuch bei der Outdoor by ISPO Anfang Juli 2019 hat mich dazu bewogen, die Liste etwas zu erweitern. Auch eure Empfehlungen, die immer wieder bestimmte Marken und Zelte hervorhoben, hat mich diesen kurzen Blogbeitrag schreiben lassen. Die Gewichtsklasse habe ich nach wie vor bis 1,6 kg gesetzt.

HINWEIS: Enthält Werbung/Markennennungen ohne Auftrag. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive.

Für die, die neu in das Thema Bikepacking und UL Zelte einsteigen, empfehle ich meinen ersten Blogpost zum Thema.

Outdoor by ISPO 2019

Hier geht es nun weiter mit noch mehr Zelten! Zelte, Zelte, Zelte. Meine Güte, es gibt eine ganze Menge Vielfalt da draußen. Da kam die Outdoor by ISPO Ende Juni/ Anfang Juli 2019 genau richtig für meine Zeltrecherche. Ein Großteil der Zeltanbieter war vor Ort und ich konnte mir viele Modelle mal in natura anschauen. Hier ein paar Eindrücke (leider nur im 1:1 Format):

UL Zelte bis 350 €

Wie immer alles unvollständig und erweiterbar, aber hier kommen nun die UL Zelte bis 350 €.

namebrandpaxwalltotal weightpackageprice from
Skyscape ScoutSix Moon Designs1double/hybrid1,13 kg32 x 12 cm180 €
Sil Hexpeak V4aLuxeOutdoor1double1,45 kg (no pole)40 x 13 cm229 €
Lunar soloSix Moon Designs1single0,73 kg32 x 10 cm235 €
Skyscape TrekkerSix Moon Designs1double/hybrid0,81 kg36 x 12 cm270 €
High Route 1Sierra Designs1double0,95 kg (no pole)35 x 15 cm300 €
Exolight IJack Wolfskin1double1,44 kg46 x 12/10 cm320 €
Power Lizard SULVaude1-2double1,16 kg325 €
Fly CreekBig Agnes1double0,95 kg47 x 11330 €
Tungsten ULMarmot1double1,3 kg48 x 13 cm330 €
Hubba NXMSR1double1,29 kg46 x 15 cm340 €

Und hier die Liste noch einmal zum Download. Reiter eins beherbergt die UL Zelte bis 150 €, Reiter zwei die bis 350 €:

Six Moon Designs und silkonisiertes Nylon

Six Moon Designs finde ich mittlerweile sehr interessant, da der Anbieter aus Oregon, USA leichte Zelte in den unterschiedlichsten Preisklassen bietet und das Modell Skyscape Scout mit knapp 180 € zum Beispiel auch nur knapp aus meiner ersten Katergorie von Zelten bis 150 € rausgefallen ist. Die Außenzelte bestehen meistens aus silikonisiertem Nylon, wie bei vielen anderen Leichtzeltanbietern auch (Vaude, Intentsoutdoor etc.). Das heißt, die Zelte sind zwar wasserfest, aber die kleinen Nahtlöcher nicht angedichtet. Ein Tape, um die Nähte zu versiegeln, hält auf diesem Material nicht. Dementsprechend muss die Versiegelung anders erfolgen, zum Beispiel mit Nahtversiegler. Wer direkt bei Six Moon Designs bestellt, kann wählen, ob dies direkt vor Ort vom Anbieter selbst gegen einen Aufpreis gemacht werden soll oder ob der Kunde das zu Hause gegebenenfalls allein nachholt. Kaufen kann man das Dichtmittel nämlich auch direkt im Onlineshop.

VAUDE setzt auf seamless

Vaude hat auf der Outdoor by ISPO 2019 ein mit dem Outstanding by OUTDOOR ausgezeichnetes Zelt vorgestellt. Das Lizard SUL gibt es demnächst als Seamless-Variante. Die Nähte wurden dabei geschweißt und nicht genäht. Damit löst sich das Abdichtungsproblem ganz von selbst.

SlingFin mit Tarptent

Spannend fand ich auch die Zelte von SlingFin. Die liegen zwar oberhalb der 350 € Grenze, bieten aber robuste und spannend konstruierte Zelte an. Mich hat auch das Tarptent SplitWing UL (224 g) angesprochen, das zusammen mit dem Meshzelt SplitWing Mesh Body (318g) schon fast wie ein richtiges Zelt daher kommt. Zusammen kostet das Ganze dann knapp 260 €.

Was sagt ihr? Hast du Erfahrungen mit oben genannten Zelten, die du gern teilen magst? Dann immer her damit in den Kommentaren!

Hier geht es nochmal zum Blogbeitrag zu UL Zelten bis 150 €!

Bikepacking und Übernachtung – UL Zelt bis 150 €

Nach langem hin und her bin ich mir nun sicher: Ein neues Zelt muss her und zwar ein ganz kleines. Nach den ersten positiven Erfahrungen mit Tarp und Biwaksack suche ich nun nach einer Campingplatz-tauglicheren Variante, die Wind und Mücken sicher ist. Ein Bikepacking UL Zelt soll es werden. UL steht für ultraleicht und warum dieser Kram nun wieder sein muss, möchte ich im Folgenden etwas beleuchten.

HINWEIS: Enthält Werbung/Markennennungen ohne Auftrag. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive.

Der Bikepacking Trend hält an. Und das ist auch nicht verwunderlich. Wer einmal die leichte Variante des Radreisen ausprobiert und sich auf ein kleines, unkompliziertes Draußen-Abenteuer mit dem Zelt oder Tarp eingelassen hat, der lernt schnell die Vorteile eines minimal beladenen Fahrrads zu schätzen. Viele kleine, leichte Taschen, statt weniger großer und schwerer bedeuten mehr Wendigkeit und Offroad-Tauglichkeit. Bikepacking steht für mehr Flexibilität und agileren Fahrspaß. Kleinere Taschen zu nutzen und das Gepäck zu reduzieren, heißt aber auch gewichts- und größenoptimiert zu packen. Und da fängt die Problematik (und die Kostenschwemme) an!

Schon bevor ich vor knapp einem Jahr mit meinem neuen Gravelbike den großen Schritt Richtung leichtem und geländeorientierterem Radfahren und Reisen gemacht habe, beschäftigte ich mich mit dem Thema Bikepacking. Kein Wunder, war es doch in aller Munde und die neuen, hippen Breitreifenrenner in meiner Fahrrad-Bubble ein riesiges Ding. Langstreckenfahrt hier, Gravelbike da.

1. Was bedeutet eigentlich Bikepacking?
2. Das perfekte Bikepacking UL Zelt

2.1 Wie viel Platz brauche ich?

2.2 Ein- oder zweiwandig

2.3. Freistehend oder zum Abspannen?

2.4. Wie viel Gewicht möchte ich bei welchem Packmaß mitführen?

2.5. Was kostet ein Bikepacking UL Zelt?

3. Bikepacking UL Zelte unter 150 € und 1,6 kg
4. Meine UL Zelt Favoriten

1. Was bedeutet eigentlich Bikepacking?

Ich war es gewohnt mit schweren Taschen am Gepäckträger hinten zu reisen: Zelt, Schlafsack, Isomatte zum Campen – alles dabei. Auch da musste ich genau überlegen, was ich zum Beispiel für eine 3-wöchige Fahrradtour alles brauchte, ohne zu sehr verzichten zu müssen. Obwohl in so eine Fahrradtasche von Ortlieb doch eine ganze Menge rein passt^^. Das Ganze wird schnell, sehr schwerfällig und genau das wollte ich nicht mehr. Wie geht es also anders?

Hier noch ganz klassisch auf Radreise auf dem Berlin-Kopenhagen-Radweg.

Ich zitiere mich einmal selbst, um den Begriff Bikepacking noch einmal kurz zu erläuterm:

“Zusammengesetzt aus den englischen Worten Bike + Packing beschreibt der Begriff das Radreisen mit Taschen, die direkt am Fahrrad befestigt werden. Abgeleitet vom etablierten Backpacking, das einfache Reisen nur mit einem Rucksack auf dem Rücken.”

“Was ist eigentlich Bikepacking?”, Blogpost auf veloheld.de

Geübt habe ich das Ganze dann 2017, als ich mit meinem Brompton erst auf Messe in Köln und dann auf dem Rheinradweg unterwegs zur Eurobike war. Kleines Rad, wenig Verstaumöglichkeiten und ich hatte Gepäck für mehr als zwei Wochen dabei. Das ging jedoch nur mit Unterkunft in Pensionen und Jugendherbergen. Selbst meinen kleinen Laptop hatte ich dabei in der großen Frontasche und weitere Kleidung drückte ich in die Satteltasche hinten.

Doch mit dem Veloheld wurde das Thema Bikepacking und Packen für mich eine ganz neue Nummer. Zunächst brauchte ich Taschen, die an mein Rad passten – Satteltasche, Rahmentasche, Lowrider, Stembag, Lenkertasche. Ganz schön viel. Ich stellte fest, dass viele Dinge, die ich zum Draußenschlafen und Camping bisher genutzt habe, einfach zu groß und schwer waren. Ergo: Ich suche nun seit einer Weile nach einem passenden Schlafsack (in dem ich bei unter 10°C nicht friere) und vor allem nach einem kleinen Zelt. Doch ganz so einfach ist das nicht.

2. Das perfekte Bikepacking UL Zelt

So ein Bikepacking UL Zelt sollte am besten super leicht und sehr robust sein, ein kleines Packmaß haben und natürlich nicht zu teuer sein. Aber worauf muss ich eigentlich sonst noch achten? Wofür möchte ich es genau nutzen und wie lange? Reicht es für eine Person oder ist ein 2 Personen Zelt nicht doch praktischer? Double oder Single Wall? Mit Moskitonetz? Freistehend oder zum Abspannen? Brauche ich noch zusätzliche Stangen und einen Footprint (eine Zeltunterlage) oder ist alles schon im Paket enthalten? Fragen über Fragen, welche ich nun versuche zu klären.

2.1. Ein Zelt für mich allein oder doch für zwei? Wie viel Platz brauche ich?

Die erste Frage kann ich ganz klar beantworten. Das Zelt soll für mich allein sein, denn ein größeres, leichtes Zelt befindet sich bereits im Haushalt. Ich suche also etwas, dass ich auf Bikepacking Touren mitführen kann, was möglichst klein im Packmaß ist und wenig Gewicht hat. Tendenziell lande ich bei den Ein-Personen-Zelten, da diese meist kleiner sind und daher weniger Material benötigt wird. Klingt logisch, oder? Wiederum solltest man sich als Alleinreisende/r aber auch im Klaren sein, dass so ein Ein-Personen-Zelt eben wirklich sehr klein sein kann. Es ist die klassische Dackelgarage, in der man bei einigen Modellen nicht mal aufrecht sitzen kann. Daher kommen noch ein paar Faktoren mit ins Spiel:

–> Wie groß bin ich und hat das Zelt genügend Fläche für meinen Platzbedarf?

Schön wäre es doch, wenn man sich im Zelt zumindest umdrehen kann, ohne gleich die Wände einzureißen. Dementsprechend schaue ich, dass die Maße des aufgebauten Zeltes mir noch genügend Freiraum bieten. Dieser ist ganz individuell und schwer zu pauschalisieren. Ich kann auch eine Nacht auf einer Bank schlafen, ohne runterzufallen. Wenn wiederum mehr Platz zur Verfügung steht, wird der ebenso genutzt. Aber muss ich in diesem Zelt aufrecht sitzen können oder reicht mir reinzuschlüpfen und mich notfalls im Liegen umzuziehen, wenn das Zelt dafür im Gegenzug leichter ist?

–> Was führe ich mit mir und wo kann ich das in der Nacht lagern?

Für einen Overnighter brauche ich sicherlich etwas weniger Sachen und so auch weniger Platz. Auf einer längeren Reise würde ich aber mehr Gepäck mitführen und muss vielleicht sogar im Vorzelt kochen. In dem Fall sollte auch das Bikepacking UL Zelt eine Apsis haben, in der das möglich ist! Hier gilt wieder: Ganz nach Bedarf! Ich habe nicht vor groß in diesem kleinen Zelt zu werkeln. Eine Apsis zum trocknen Gepäckabstellen ist mir aber dennoch wichtig. Soll dies im Eingangsbereich vorn sein (bei Tunnelzelten) oder ist ein Zelt mit seitlichem Eingang und seitlicher Apsis praktischer? Letzteres ist mein Favorit.

2.2 Ein- oder zweiwandig: Mehr Komfort= mehr Gewicht? Und was ist mit Mückenschutz?

Nach langem Überlegen favorisiere ich die zweiwändige Zeltvariante. Das heißt, das Zelt besteht aus einem Innenzelt, das bestenfalls zum Teil aus Moskitonetz besteht, und aus einem Außenzelt. Es ist vorteilhaft, wenn man zuerst das äußere Zelt aufbauen kann und dann das innere. So wird dieses bei Regen nicht nass. Doppelwandige Zelte bieten eine Reihe an extra Komfort: Die Zelte sind meist besser belüftet und die Wahrscheinlichkeit in Kondensationsflüssigkeit gebadet zu werden beim Anstoßen an die Zeltwand ist dadurch minimiert. Bei vielen Zelten lässt sich das Innenzelt, sowie auch das Außenzelt (z.B. als Tarpersatz) separat aufstellen – perfekt für warme, trockene Sommernächte und, um Gewicht zu sparen. Wenn das Innenzelt einen großen Meshanteil hat, schützt es nicht nur vorm Angriff der blutsaugenden Monster, sondern ist auch schön luftig.

Sicherlich wiegt ein doppelwandiges UL Zelt mehr, als ein einfaches. Doch die 200 Gramm ist es mir der Luxus dann Wert und es muss ja auch nicht immer das komplette Zelt mitgeführt werden.

2.3. Soll das UL Zelt freistehen können oder reicht eines zum Abspannen?

Auch das ist ein wichtige Frage. Je nachdem, wo ich unterwegs sein möchte, kann es sein, dass ich das Zelt vielleicht gar nicht mit Seilen abspannen kann, weil der Boden entweder viel zu fest oder gar zu weich sein könnte. Dann hält kein Hering und so ein freistehendes Zelt könnte Gold wert sein. Außerdem spart man sich diese nervige Abspannarbeit. Der Nachteil: Vermutlich sind diese Zelte schwerer, da mehr Stangen verbaut werden müssen. Hat da jemand von euch Erfahrungen und Vergleichswerte?

2.4. Wie viel Gewicht möchte ich bei welchem Packmaß mitführen? Ist alles schon dabei, was ich brauche?

Ach, die Frage nach dem Gewicht ist eine schwierige. Ich bin keine Grammzählerin und trage lieber etwas mehr Material am Rad mit, wenn es vielleicht etwas mehr Komfort bringt. Dennoch ist mir bei einem Zelt wichtig, dass es im Vergleich zu Tarp und Biwaksack nicht sehr viel schwerer ist und sich vor allem gut verstauen lässt. Die Zeltstangen sollten nicht zu lang sein, damit sie zum Beispiel noch in die Rahmentasche passen.

Es gibt UL Zelte, die ohne Aufstellstange kommen Das sollte unbedingt vorher überprüft werden, damit beim Aufbau unterwegs nicht plötzlich was fehlt. Wie beim Tarp kann man dann auf Äste zurückgreifen oder eben eine Aluminum-Zeltstange zusätzlich besorgen und mitnehmen. Genauso sieht es bei der Zeltunterlage aus. Um Gewicht zu sparen, ist diese meistens standartmäßig nicht dabei. So ein wurzeliger Waldboden kann den Zeltboden aber schnell mal durchlöchern, wenn man nicht aufpasst. Manchmal lohnt es sich also ein Footprint zu kaufen und dabei zu haben. Notfalls geht der auch als zusätzliches Tarp oder Picknickdecke ;-).

2.5. Der Preis ist heiß. Was kostet ein Bikepacking UL Zelt?

Hochwertige Zelte bekannter Outdoor-Marken sind kostenintensiv. Ultraleicht Zelte bekanter Outdoor-Marken wiederum kosten so viel, wie vermutlich ein Großteil der Bevölkerung nicht mal für ein Alltagsfahrrad ausgibt. Das hat sicher auch seine Berechtigung in Bezug auf Innovation, Qualität, Haltbarkeit und Gewicht. Leider summieren sich eben auch die Kosten bei solch einer Leidenschaft wie dem Langstreckenfahren oder Radreisen im Bikepacking Stil, die auf Gewichts- und Packmaßoptimierung ausgelegt sind. Aber gibt es nicht doch Alternativen unter 300 €, die für die gelegentliche Nutzung völlig ausreichend sind? Nicht jedes günstigere Zelt fällt nach einmal Nutzen auseinander und vermutlich hält auch nicht jedes teure Zelt ein Leben lang.

Wünschenswert ist ein Mittelmaß, denn auch Zelte bestehen aus Funktionsmaterialien, die oft beschichtet sind und aus Kunststoffen bestehen, die schwer abbaubar oder nicht recyclebar sind. Daher ist eine lange Nutzung erstrebenswert und sicher die umweltfreundlichste Variante.

3. Bikepacking UL Zelte unter 150 € und 1,6 kg

Ich bin auf der Suche nach einer leichten mobilen Unterkunft, die ich ab und zu beim Radfahren mitnehmen möchte. Ich kann keine 600 € ausgeben und auch keine 350 €. Also habe ich mich auf die Suche nach UL Zelten gemacht, welche im Preis unter 200 € liegen und ein Gewicht von 1,6 kg mit allem drum und dran nicht überschreiten. Ich bin tatsächlich fündig geworden. Im Folgenden findest du eine unvollständige Auflistung von möglichen Bikepacking UL Zelten unter 150 €. Ich freue mich über Anmerkungen und Ergänzungen in den Kommentaren oder per Mail an juliane[at]radelmaedchen.de!

NameMarkepaxWandGewichtPackmaßPreis ab
Silnylon ULintents outdoor1double0,99 / 1,25 kg*27 x 10 cm140 €²
Lw Hiking tentintents outdoor1double1,3 kg27 x 10 cm87 €²
UL Hiking DWintents outdoor1double0,89 kg30 x 11 cm92 €²
Lighttent 1 3000ferrino1double1,38/ 1,5 kg*33 x 14 cm140 €
Coshee MicroWild Country by terra nova1double1,3 kg36 x 14 cm125 €
Trek 900 UL decathlon1double1,3/ 1,6 kg*40 x 12 cm119 €
Bryce UL 1Paria Outdoor1double1,33 kg43 x 13 cm130 €
Bryce UL 2Paria Outdoor2double1,55 kg43 x 15 cm150 €
Cloud Up 1 (20D)Naturehike1double1,55 kg45 x 12 cm119 €
UL Hiking SWintents outdoor1single0,67 / 0,95 kg*27 x 10 cm81 €²
Sintesi 1ferrino1single1,03 kg30 x 13 cm130 €
Tagar UL 1Naturehike1single1,05 kg44 x 1099 €
Tagar UL 2Naturehike2single1,25 kg44 x 10109 €
Trek Santiagomapuera1single 1,25 kg39 x 11 cm80 €
*inkl. pole/ footprint
²plus tax/Zoll,no pole/footprint

Falls ihr selbst filtern, ergänzen oder einfach lieber in einer Excel-Datei sortieren wollt, könnt ihr euch diese hier herunterladen.

4. Meine UL Zelt Favoriten

Mein momentaner Favorit in Bezug auf Gewicht, Packmaß und Qualität ist das Silnylon UL Tent von intentsoutdoor. Zu dem angegebenen Mindestgewicht muss ich allerdings noch eine Zeltstange bzw. einen Wanderstock, sowie eventuell eine Zeltunterlage (footprint) hinzurechnen. Diese sind nicht im Paket enthalten. Dennoch bietet die neuseeländische Firma sehr gute Preise und hat sich auf Outdoorprodukte wie leichte Wander- und Biker Zelte spezialisiert. Leider gibt es scheinbar keinen deutschen Vertrieb, weshalb nur ein Direktversand aus Neuseeland möglich ist. Die Versandkosten sind allerdings sehr hoch. Außerdem kommt noch die deutsche Mehrwertsteuer und bei Bestellungen über 150 € ein Zollaufschlag hinzu und so landet man schnell wieder knapp über 200 €.

links: intentsoutdoor Silnylon UL 1; rechts: ferrino Lighttent 1 3000 (credits: bei den Marken)

Vielleicht ist dann das italienische Ferrino Lighttent 1 3000 doch die bessere Wahl? Zumindest bekommt man dort alles mitgeliefert, was man braucht und die Kombination aus Packmaß und Gewicht liegen im guten Mittelfeld. Neu im Programm bei Ferrino: der Zeltkonfigurator. Leider bisher nur für zwei bis drei Personen Zelte. Aber eine Erweiterung ist nach erfolgreicher Anlaufphase angedacht. Hier mal ein kleiner Einblick, wie der Konfigurator aussehen wird:

ferrino tent Konfigurator

Hat jemand Erfahrungen mit dem Coshee Micro Wild Country by Terra Nova? Auch dieses Zelt ist aus ähnlichen Gründen wie das Ferrino Lighttent in der engeren Auswahl. Oder sollte ich doch anfangen zu sparen und lieber in ein hochwertiges, kostenintensiveres Zelt wie das Vaude Lizard UL 1 investieren?

Martin von biketour-global.de hat sich letzten Herbst schon die Mühe gemacht, Zelte aufzuführen, die sowohl zu den UL Zelten gehören, als auch normal schwere Modelle. Diese liegen preislich im mittleren bis höherpreisigen Segment. Die Zelte sind teilweise echte Klassiker, auf die man sich verlassen kann oder die bereits einen sehr guten Ruf in der Outdoorszene haben.

Wie sind eure Erfahrungen? Welches Zelt nutzt ihr zum Radfahren mit Übernachtungen? Seid ihr Grammzähler oder ist euch Komfort wichtiger?

Ein kleines Update gibt es übrigens auch: Da es viele hochwertige Zelte in der nächsthöheren Preisklasse gibt, habe ich diese in einem weiteren Blogbeitrag ergänzt. Bikepacking & Übernachtung – UL Zelte bis 350 € inklusive Videos von der Outdoor by ISPO.