Archiv der Kategorie: Rund ums Rad

Rund ums Rad.

 

London bicycle life: Places to go!

Da das letzte Wochenende, das ich in London verbracht habe, ganz unter dem Zeichen des Fahrrads stand, wollte ich auch die Gelegenheit nutzen ein paar Adressen aufzusuchen, die für ein richtiges Londoner Fahrradwochenende auf keinen Fall fehlen dürfen!

Bevor das große Brompton-Rennen (BWC 2016) am Samstag losging, nutze ich den Vormittag für eine erste Erkundungstour.

An diesem Tag fuhr ich mit der Londoner Underground, da sie eines der schnellsten Mittel ist, um durch die Stadt zu kommen. Es zog mich in die Nähe der Oxford Street, die ich mir eigentlich vorgenommen hatte zu meiden. Doch gegen 11 Uhr an einem Samstag ließ es sich tatsächlich in der Haupteinkaufsstraße für viele Touristen sehr gut aushalten.

Velorution

75-77 Great Portland St, London W1W 7LR

Velorution Store

Einen kurzen Fußweg später stand ich vor dem Ziel meiner Reise: der Velorution Store in der Great Portland Street. Aufgefallen ist mir dieser ausgesprochen gut ausgestattete Fahrradladen schon auf Twitter. Die große Ladenfront mit einigen ausgewählten Rädern davor, wirkt einladend, hell und freundlich dank der großen Fenster. Ich schlendere hinein und entdecke gleich links neben dem Eingang eine Auswahl Bromptons. Natürlich. Ein gut sortierter Londoner Bikeshop muss die Kultmarke aus der eigenen Stadt definitiv führen. Ich schaue genauer hin und stelle auch hier fest, dass die Preise niedriger sind, als bei uns. Der niedrige Pfundkurs tat sein übriges.

Es dauert nicht lange, da werde ich freundlich begrüßt und mir wurde Beratung und Hilfestellung bei Fragen angeboten. Da ich nicht auf der Suche war, lehnte ich dankend ab und schaute weiter. Es gab noch weitere Falträder u.a. der Edelmarke Moulton. Bei den großen Rädern wurde ebenfalls feines serviert: So entdeckte ich sofort eine Reihe der schicken, deutschen Schindelhauer Räder. Besonders neugierig war ich jedoch auf den hinteren Bereich des Geschäfts. Dort thronte eine Auswahl feinsten Zubehörs fürs Fahrrad, darunter die edlen Taschen von Brooks. Einen kleinen Bereich bekam auch die Fahrradbekleidung. Dabei liegt der Fokus eindeutig auf modische Alltagsbekleidung und eben nicht Sportbekleidung. Der Bestand von Levi’s Denim für Herren und Damen ist groß. Daneben hängen Blazer und Jacketts aus wasserabweisenden Materialien und Wollstoffen.

Ich verlasse den Laden kurz darauf wieder mit einem sehr positiven Eindruck. Die Fläche ist recht voll, da viel Ware angeboten und ausgestellt ist, dafür scheinen es Produkte von guter Qualität zu sein, die kritisch und durchdacht ausgewählt wurden und nicht so sehr dem typischen Massenprodukt entsprechen. Es wird Wert gelegt auf Produkte mit denen der Kunde nicht nur sein Fahrrad, sondern auch sich individuell gestalten und ausstatten kann. Damit unterscheidet sich Velorution deutlich von anderen Bikeshops.

Brooks B1866

36 Earlham St, London

Am Sonntag kam ich auf dem Weg zur Brompton Junction an einem weiteren Highlight der Londoner Bikeshops vorbei: der Brooks Store nahe Covent Garden. Ein kleines Rad thront im Schaufenster, ausstaffiert mit den feinsten Produkten des berühmten Fahrradzubehörlabels. Betritt man den kleinen Shop, bekommt man die Generationen der hochwertigen Ledersättel in den unterschiedlichsten Farben und Modellen zu Gesicht. Hat man spezielle Wünsche, sind Sonderanfertigungen möglich. Auch eine Auswahl an Cambium-Sätteln ist ausgestellt, sowie die schönen Taschen aus Leder in verschiedenen Größen. Selbst, wenn man keine Kaufabsichten hat, lohnt ein Blick vorbei nur, um etwas zu stöbern. Bei Fragen ist ein netter Verkäufer sofort zur Stelle und versucht weiter zu helfen.

Brooks Store

Brompton Junction London

 

76 Long Acre, London WC2E 9JS

Zwei Mal war ich in dem auf zwei Ebenen aufgeteilten Brompton Flagshipstore in Covent Garden. Zum einen, weil es in dem aufgeräumten Geschäft eine nette Auswahl der kleinen Falter und einiges an Zubehör gibt, zum anderen, weil das freundliche Personal sehr hilfsbereit zur Seite steht und man auch einige individuell konfigurierte Modelle von Kunden bestaunen kann. Man kommt schnell ins Gespräch und, obwohl ich noch relativ neu im Umgang mit den Brommies dabei bin, war es sehr faszinierend zu sehen, was man aus dem kleinen Rad so alles heraus holen kann.

Auf der unteren Ebene des Ladens gibt es eine Werkstatt und ein Testrad inklusive angeschlossenem Flachbildfernseher. Auf dem Brompton ist es möglich eine Runde im virtuellen Stadion zu drehen, um herauszufinden, wie schnell man die Strecke mit dem Faltrad radeln kann. Witzig. Der ein oder andere anwesende Italiener mag das wohl als Rennvorbereitung für die BWC genutzt haben. Die Junction ist sehr detailverliebt gestaltet. Überall lassen sich Teile des Brompton zu Einrichtungsgegenständen kombiniert oder als Teil eines Möbelstücks oder einer Tür entdecken. Gleich die Eingangstür hat keine üblichen Türknäufe, sondern die Drehhebel des Faltrads als Türknauf. Ein Blick in den Laden lohnt auf jeden Fall. Wer noch gar keine Bromptonerfahrung hat, sollte definitiv die Chance nutzen und eine kleine Testfahrt machen.

Made by Keith
Made by Keith
Rapha

85 Brewer St, London W1F 9ZN

Wer Fahrräder mag und in London unterwegs ist, kommt an dem Rapha Cycle Club defintiv nicht vorbei. Der große Store im Zentrum ist zweigeteilt und lässt Radlerherzen höher schlagen. Betritt man das Geschäft mit den hohen Decken, fühlt man sich gleich ein wie ein Teil des Rapha Clubs oder möchte zumindest ein bisschen dazu gehören. Direkt links vom Eingang hängt eine Stange auf Augenhöhe an der Wand, an deren Haken die Räder aufgehangen und abgestellt werden können. Cool. So ist das Rad immer im Blick und gestaltet zudem noch die Shopatmosphäre mit. Die hochwertige Bekleidung des Labels wird auf Tischen und Bänken, so wie auf Stangen an den Wänden präsentiert. Es ist eine gute Auswahl vorhanden, jedoch nicht zu voll.

Neben den typischen funktionellen Jerseys gibt es auch stilvolle, alltagstaugliche Radbekleidung, wie Hemden für Herren oder Chinohosen. Dabei sind hochwertige Funktionsmaterialien stets die Basis für jedes Teil. Ich hatte das Bedürfnis etwas aus diesem Laden mitzunehmen. Ein Souvenir für Zuhause. So finden sich zum Glück auch Kleinigkeiten, wie kleine Radbücher, die nicht das Reisebudget sprengen.

Der zweite Bereich ist ein Café, das leckeren Kaffee und frische Speisen bietet. Ja, auch Hipster fühlen sich hier sehr wohl, doch die lockere, dennoch gemütlich Atmosphäre ist einfach ansteckend. Während man seinen Kaffee schlürft und eine hausgemachte Suppe löffelt, lässt es sich super plaudern, beobachten und den Blick erneut über den Shop schweifen, ob nicht doch noch das ein oder andere Teil mit Nachhause kommen muss.

Good coffee, food & nice crew + nice company of @hamburgfiets: Welcome @rapha cycling café! #radelmaedchen_unterwegs #London #cyclinglife #bicycle #fahrrad #café #bicycleclothes #raphacyclingclub #rapha

Ein von Radelmädchen (@radelmaedchen) gepostetes Foto am

Der Laden ist auch Ausgangspunkt für die Rapha-Ausfahrten. Man kann sich informieren und beraten lassen.

Spitalfields

61-63 Brushfield St, London E1 6AA

Der zweite, kleinere Shop ist direkt neben dem berühmten Spitalfields Market im Osten von London. Auch, wenn dort ebenso ein Café integriert ist, liegt der Fokus eher auf der hochwertigen Rad-(sport)bekleidung. Unterteilt in verschiedene Bereiche, wird man hier für jeden Radanlass fündig. Kaum, dass Miriam und ich den Laden betreten haben, nimmt uns ein Mitarbeiter (Lucian gibt all seinen Rädern! Namen und postet bei Instagram unter „a rolling adventure“ seine Radabenteuer) in Beschlag und führt uns kurzerhand durch den Laden. Seine Erklärungen sind ausführlich und leidenschaftlich und so lernen wir eine ganze Menge über Rapha und die verschiedenen Modelinien, die besonders für Radsportler kaum Wünsche offen lassen. Außerdem geht Lucian mit uns in den Keller…

Dort findet sich neben Hochleistungsbekleidung aus innovativen Materialien für Männer und Frauen, eine dicke, breite Tresortür! Klingt komisch, ist aber so, da früher eine Bank in diesen Räumlichkeiten untergebracht war. Selbst das alte Telefon mit Wählscheibe ist noch vorhanden. Dieser Tresorraum ist nun umfunktioniert und zu ‚The Vault´ geworden, ein Testraum mit fest montiertem Rad und Windmaschine. Mithilfe diesem kann der Kunde die Produkte ausprobieren und zum Bespiel die Winddichte überprüfen oder die perfekte Größe seines neuen Bekleidungsstückes in der richtigen Sitzposition finden.

Look Mum, no hands!

49 Old St, London EC1V 9HX

Noch weniger, als an Rapha kommt der radaffine Großstädter an LMNH! in der Old Street vorbei. Die Mutter der Fahrradcafés eröffnete im April 2010 und wurde zum Kulttreffpunkt für Fahrradfreunde aus allen Ecken der Welt. Nicht nur Sonderveranstaltungen und Events, wie die Übertragung der Tour de France oder die Vorstellung von Neuheiten im Fahrradbereich machen diesen Laden besonders. Es ist eine Fahrradwerkstatt, ein Café mit Gastronomie, großem Sitzbereich drinnen und draußen und Plätzen am Fenster, an denen man auch mit Laptop eine Weile zurechtkommt, dank der angebrachten Steckdosen.

Lmnh! InsideDie Stimmung ist freundschaftlich und locker. Eigentlich will man den ganzen Tag dort verbringen. Wer noch nie da war, hat auch hier das Bedürfnis, ein Mitbringsel mit Nachhause zu nehmen. Beliebt sind hierfür die tollen Radcaps in unzähligen Ausführungen oder die Tassen mit verschiedenen Aufdrucken. Ich habe einfach beides genommen :-D.

Sunday Morning Tea in my new @1ookmumnohands mug. . . . #everytimeisteatime #teatime #lovecycling #bicyclelove #London #lookmumnohands #bicycleshop #bicyclecafe #oldstreet #bicycle #Fahrrad

Ein von Radelmädchen (@radelmaedchen) gepostetes Foto am

Als wir an einem Montag dort waren, gab es die Launchparty vom neuen Taschenlabel Vel_oh. Das sympathische Ehepaar Zulfi und Greta fertigt stylische, fahrradtaugliche Taschen aus gewachstem Canvas eines britischen Stofffabrikanten (British Millerain). Dazu lief auch eine Kickstarter-Kampagne der beiden.

Monday was the really nice @vel_oh bag collection launch party @1ookmumnohands in London. It was great to meet these creative and inspiring people. . . . . #lookmumnohands #oldstreet #londoncycling #shoreditch #eastlondon #vel_oh #creative #design #fashion #cyclingbag

Ein von Radelmädchen (@radelmaedchen) gepostetes Foto am

Brick Lane Bikes

Dieser Name ist auch nicht ganz unbekannt. Im hippen Londoner Osten in Shoreditch, nahe der berühmten Brick Lane, liegt dieser Fahrradladen, der von allen hier aufgelisteten, der typischste ist. Der Verkaufsraum ist voll mit Zubehör fürs Fahrrad, wie es sich für ein klassisches Fahrradgeschäft gehört. Die Wände, der Kassentresen, selbst die Decke ist behangen mit allerlei Nützlichem fürs Rad. Auch zahlreiche Fahrräder gibt es zu bewundern. Natürlich gibt es auch eine Auswahl der hauseigenen Fahrradlinie zu betrachten. Läuft man durch den ganzen Shop hindurch, vorbei an sehr geschäftigen Mitarbeitern, gelangt man auf den Hinterhof, wo ein kleiner Container offen steht und ein paar Schmuckstücke der Fahrradbekleidung offenbart. Vor allem aber gibt es hier die eigene Marke BLB. Wie in einer Kapsel fühlte ich mich, als ich dort hindurch stöberte.

Isambard’s Cycles

45 Bethnal Green Rd, London E2 7DG

Gleich um die Ecke von Brick Lane Bikes befindet sich dieser winzige Laden, der eigentlich eher eine Werkstatt ist. An der Kasse am Computer sitzt eine junge Frau, die Finger ölverschmiert, und begrüßt mich. Wer das Steel Vintage Bike Café in Berlin kennt, weiß zumindest, welcher Typ Fahrrad einen hier erwartet: wunderschöne customized Vintage Räder. Der Shop ist nur nicht ganz so schick aufgemacht und es ist alles etwas kleiner. Dennoch, wer einen alten Stahlrenner sucht, sollte hier einmal vorbei schauen.

Eurobike 2016: Fahrradmode, Accessoires & weiteres Beiwerk

Berichte Teil 1 : Allgemeines und “The Wrider’s Club” und
Teil 2: Fahrrad und Faltrad

Mode

Ich hatte meinen Fokus ganz klar gesetzt. Obwohl über 40 Aussteller auf meiner Eurobike – Appliste standen, waren darunter nur einige wenige Marken, die stylische Fahrradbekleidung kreieren und produzieren. Mode, in der man optisch nicht danach aussieht, als würde man Hochleistungssport betreiben. Die Modenschauen, die an jedem Messetag im Foyer Ost gezeigt wurden, entsprachen nicht so ganz meinen Vorstellungen. Aber ja, es gibt auch eine große Zielgruppe aus dem Sportbereich, die eben genau nach Performance Wear sucht. Leider war quasi nichts Anderes auf dieser Bühne zu sehen: Nur von unterschiedlichen Marken und leicht abgewandelt tanzten die Models in Jerseys und Funktionskleidung auf dem Laufsteg. Eurobike 2016: Fahrradmode, Accessoires & weiteres Beiwerk weiterlesen

Eurobike 2016: Allgemeines und “The Wrider’s Club”

Nun ist sie schon wieder vorüber, die Eurobike 2016 in Friedrichshafen. Ich war zum ersten Mal in der Stadt am Bodensee und habe viele neue, interessante und schöne Eindrücke mit nach Berlin genommen. Genug, dass ich mindestens zwei Beiträge dazu schreiben muss, damit es nicht zu viel auf einmal wird.

Eurobike 2016: Allgemeines und “The Wrider’s Club” weiterlesen

Buchtipp: Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr…

…um dort seine große Liebe wiederzufinden

Eine wahre Geschichte aufgeschrieben vom schwedischen Journalisten Per J. Andersson.
Dieses Buch fiel mir zufällig in die Hände, als ich mal wieder ein paar Minuten übrig hatte, als ich auf dem Bahnhof auf meinen Zug gewartet habe. Ich wollte durch die Zeitschriften- und Buchhandlung stöbern. Gleich im Eingangsbereich fiel mir ein Stapel Bücher ins Auge und das in einem Aufsteller präsentierte Buch mit dem klangvollen Titel “Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden”.
Normalerweise gebe ich nicht so viel auf Bestsellerlisten, doch allein die stimmungsvolle Aufmachung des Buchcovers ließ mich genauer hinschauen: verschiedene ineinander übergehende sanfte Blau- und Grüntöne, verziert mit Paisley-Muster und einem Mann mit einem Fahrrad und einem Elefanten daneben.  Auffällig ist auch der lange Titel. Ich habe schon lange kein Buch mehr gekauft, weil ich noch eine lange Liste ungelesener Exemplare Zuhause habe. Doch aus einem Impuls heraus, griff ich bei diesem zu. Ich habe es nicht bereut.

Spontan gekaufte Reiselektüre: “Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden.” Ich bin gespannt. #reisebuch #radreise #radelmaedchen_unterwegs #perjandersson #basteilübbe #sachbuch #truestory #wahregeschichte #leseratte #buch #reiselektüre

Ein von Radelmädchen (@radelmaedchen) gepostetes Foto am

336 Seiten Geschichte, die auf wahren Ereignissen beruhen, ließen mich auf meiner über vierstündigen Zugfahrt nicht mehr los. Ich war schon immer eine schneller Leserin. So war ich, als ich in Berlin angekommen war zu dreiviertel durch. Die letzten Seiten mussten in der S-Bahn und in den Morgenstunden des darauffolgenden Tages dran glauben.

Doch nun zur Story:

Tatsächlich ist das Fahrrad eher Nebensache, trotz des klangvollen Titels im Deutschen. Im schwedischen Original heißt es nur “New DelhiBoras“. Viel mehr geht es um die Lebensgeschichte eines jungen Inders, der als kastenloser Unberührbarer geboren wurde und dem es schwer fällt sich im indischen Kastensystem zurecht zu finden. Diese Problematik zieht sich durch das ganze Buch. Es ist ein Geschichtsabriss einer politisch unruhigen Zeit in Indien, als Indira Ghandi Premierministerin war. Der Hauptcharakter, kurz Pikay, genannt, ist ein talentierter Portätzeichner.  Sein Weg wird beginnend mit der Kindheit auf dem Land bis in die große Stadt begleitet, wo er lernt und durch seine Fähigkeit viele, teilweise berühmte, Persönlichkeiten trifft. Auch seine große Liebe lernt er dort kennen und will sie um jeden Preis wieder sehen – selbst, wenn er dafür tausende Kilometer mit dem Rad in ihre weit entfernte Heimat Schweden zurück legen muss.

Die Geschichte ist wundervoll informativ und emotional zugleich. Man fühlt mit dem teils sehr naiven Pikay mit und beobachtet, wie er reifer wird und sich dennoch seine kindliche Offenheit und Freundlichkeit gegenüber fremdem Menschen bewahrt. Sein Charakter passt in die Zeit, die ebenso geprägt ist von europäischen Hippies, die in Scharen den Landweg nach Indien antreten.

Es war eine Freude die Geschichte zu lesen und ich wollte nicht aufhören, bis ich wusste, wie und wann Pikay sein Ziel erreicht.

Für mich eine klare Kaufempfehlung, wenn man Lektüre sucht, die leicht zu lesen, den Leser gefangen nimmt, aber dennoch nicht belanglos und beliebig ist. Ganz klar ein Buch für Fahrradfreunde, auch, wenn es nicht das Hauptthema der Geschichte ist.

 

Das Buch ist als Paperback 2015 erschienen.