Archiv der Kategorie: Rund ums Rad

Rund ums Rad.

 

10 kleine Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende unter 40 €- plus Gewinnspiel!

Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und auch dieses Jahr habe ich ein paar tolle Geschenkideen und Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende zusammengestellt. Und das Beste: Kleine Freuden müssen nicht viel kosten. Alle Geschenke bekommt ihr für jeweils unter 40 €! Da es wichtig ist, sich selbst etwas zu gönnen und ich ein paar großzügige Sponsoren gefunden habe, wartet am Ende des Beitrags dieses Jahr ein Gewinnspiel mit tollen Preisen rund ums Fahrrad auf euch – zum Behalten, weiter Verschenken, sich Freuen.

Transparenzhinweis:

Dieser Beitrag enthält Produktempfehlungen, was als Werbung angesehen werden kann! Die Liste und die Produkte auf ihr sind allerdings auf meinen Mist gewachsen. Auch die Idee zum Gewinnspiel stammt von mir. Und nun rein in die Weihnachtsfreuden :-)! Danke dennoch an Peter Rüssmann von “one year of bicycles“, die Bike Citizens und MaxFred für die tollen Gewinne!


Wie auch im letzten Jahr folgen nun meine 10  Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende, Fahrradliebhaber und Freunde der Velokultur – diesmal mit Geschenkideen unter 40 €. Alle ausgewählten Produkte gefallen mir auch sehr gut und sind teilweise schon länger in Benutzung oder stehen auf meiner Wunschliste. Schaut gern ebenfalls in die Liste von 2018! Dort gibt es nach wie vor gute Geschenkideen, die dieses Jahr noch genauso aktuell sind. Nun aber los!

1. Buch: “101 Dinge, die ein Fahrrad-Fan wissen muss”

Bild credit: GeraMond Verlag.

“101 Dinge, die ein Fahrrad-Fan wissen muss” ist ein knapp 190 Seiten Büchlein aus der 101 Dinge – Reihe des GeraMond Verlags und beschäftigt sich leicht und informativ mit den vielen kleinen, spannenden Dingen, die es rund um das Fahrrad zu wissen gibt. Die Autorin ist auch keine ganz Unbekannte: Andrea Reidl dürfte einigen noch von ihrem ZEIT online Fahrradblog Velophil bekannt sein. Ein schönes Geschenk für Fahrradenthusiasten, die etwas mehr über das beste Fortbewegungsmittel der Welt wissen wollen.

InfosReidl, Andrea. – München : GeraMond, [2018], [1. Auflage]
ISBN: 9783956130519
Preis14,90 €
Bezugsquelleverlagshaus24.de

2. Bike Citizens Finn

Credit Bike Citizens

Die universelle Smartphonehalterung von den Bike Citizens für Fahrrad, Kinderwagen und Co. bekommt auch dieses Jahr einen Platz auf meiner Weihnachtsgeschenkliste für Radfahrende. Warum? Weil der Finn sich nach wie vor bewährt und die einfachste und unkomplizierteste Möglichkeit ist, das Smartphone zum Navigieren an das Fahrrad zu bekommen. Da der Finn klein und leicht ist, kann man ihn immer dabei haben. Neu dieses Jahr: Es gibt limitierte farbige Finns in leuchtrot und türkis – für mehr Farbe am Fahrrad. Entweder einzeln oder als 2 + 1 Colour Pack zum Verschenken und selbst behalten. Noch besser: Im Gewinnspiel habt ihr die Chance einen leuchtroten oder türkisen Finn zu gewinnen! Schaut mal am Ende des Beitrags und macht mit!

InfosUniverselle Smartphonehalterung; aus flexiblem Silikon; leicht und robust
Preis15,00 €; Limitierte 2+1 Colourpacks 30,00 €
Bezugsquellegetfinn.com

3. Das Regenwetterset von Fahrer Berlin

Credit. Fahrer Berlin

Schlechtes Wetter ist ja bekanntlich kein Grund nicht Rad zu fahren! Während wir uns in diverse Regenkleidung schmeißen, muss das Fahrrad jedoch oft draußen im Nassen verweilen. Wie gut, dass Fahrer Berlin ein kleines, praktisches Set zusammengestellt hat, das genau die Stellen am Rad abdeckt mit denen Radfahrende zuerst in Kontakt kommen oder die einen Spritzschutz benötigen. Ein super Geschenk für Allwetterfahrende bestehend aus LATZ URBAN (schwarz), der praktischen Schutzblecherweiterung, GRIFFIS (schwarz), der Griffschutz und KAPPE, die Sattelhaube. Bei Fahrer Berlin gibt es noch viele andere tolle Kleinigkeiten fürs Fahrrad.

InfosBestehend aus Spritzschutz, Griffschutz und Sattelschutz
Preis31,70 €, momentan zum Angebotspreis von 26, 95 €
BezugsquelleFahrer-Berlin.de

4. Emaillebecher von veloheld

Credit: Veloheld

Was auf jeden Fall beim nächsten Bikepacking-Abenteuer nicht fehlen darf, ist ein passender Becher – für den lebenswichtigen Kaffee, das erfrischende Kaltgetränk oder den geteilten Schluck Whiskey am Lagerfeuer. Besonders angetan hat es mir der Emaillebecher von veloheld. Das praktische Accessoire kommt mit hübschem “I am a veloheld” Schriftzug und witzigem Hipster-Crosser Motiv. Ganz wichtig: Der Henkel, an dem man den Becher an die Satteltasche, die Packtasche oder den Gürtel hängen kann. Zusammen mit dem klassischen Opinel-Klappmesser genau das richtige für Outdoorfreunde.

Infosaus emailliertem Stahl; 300 ml/8×9 cm;  schwarz-weiß; spühlmaschinenfest
Preis12,90 €
Bezugsquelleveloheld.de

5. Reflektierende Sticker fürs Fahrrad von Reflective Berlin

Reflective Berlin
Credit: Reflective.Berlin

Wenn das alte Fahrrad etwas Aufhübschung vertragen kann oder einfach mehr Sichtbarkeit in der Dunkelheit erwünscht ist, seid ihr bei Reflective. Berlin (ehemals Happarel Bicycles) an der richtigen Adresse. Die wunderschönen, farbigen Decals oder Sticker Kits fürs Fahrrad sind individuell anbringbar, robust und spurlos wieder entfernbar. Ob am Helm, am Fahrradrahmen, aber auch am Kinderwagen oder Roller – die Sticker lassen sich an vielen Stellen anbringen und verstärken die Sichtbarkeit in der Nacht und sehen dabei auch noch richtig gut aus. Eine kleine Aufmerksamkeit für Freunde, die nicht gleich um die Ecke wohnen, da man die Decals zum Beispiel leicht im Briefumschlag versenden kann.

Infosreflektierende Aufkleber; individuell und leicht anbringbar; verschiedene Designs und Formen (Shapes, Decals, Sticker Kits)
Preisab 5,90 € (Decals); 9,90 € (Shapes); Kits (59,90 €)
Bezugsquellereflective.berlin

6. Bambus Accessoires von MaxFred

Tuch
Credit MaxFred

Ich durfte letztes Jahr u.a. die weichen Multifunktionstücher von MaxFred testen. Bis heute trage ich mein schwarzes Tuch bei jeder Gelegenheit auf dem Fahrrad und auch ohne. Die Schlauchschals bestehen unter anderem aus Bambusfaser, die atmungsaktive und gering geruchsaufnehmende Eigenschaften besitzen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben. Außerdem fühlen sich die Produkte sehr weich und angenehm auf der Haut an. Ein praktisches Geschenk, das man immer gebrauchen kann und gerne trägt. Und gewinnen könnt ihr es auch noch – im Gewinnspiel weiter unten!

Infosaus 88% Bambus-Viskose; atmungsaktiv und formstabil
PreisMütze, Multifunktionstuch, jeweils 17,95 €
BezugsquelleMaxFred.de

7. Buch: Bikevibe London

BikeVibe
Ein Blick ins Bike Vibe Journal London.

Das Bikevibe Journal ist ein halbjährlich erscheinendes Magazin, das die Fahrradszene in großen Städten weltweit unter die Lupe nimmt. Jede Ausgabe legt den Fokus auf eine bestimmte Stadt: Tokyo, Oslo, Portland, Mailand, London, New York und die aktuelle Ausgabe Paris. Das ansprechend gestaltete Journal kommt mit vielen Fotos, Interviews und Geschichten. In London wird nicht nur über allseits bekannte Shops, wie Look mum no hands berichtet, sondern auch über kleine Unternehmen wie die London Bike Kitchen. Ein wundervolles Geschenk für kulturell interessierte Radfahrende, die weltweit unterwegs sind und gern lesen. Ich muss leider zugeben, das Magazin ist nicht ganz so einfach zu beziehen, wird aber in einigen speziellen Buchhandlungen geführt oder auf Anfrage bestellt. In Berlin gab es das zum Beispiel bei doyoureadme. Mit etwas Glück könnt ihr ein Exemplar der Bikevibe London im Gewinnspiel unten ergattern!

InfosBikevibe London, Volume five,
Spring 2017
Preisca. 20 € (NOK 190) – 30 € je nach Bezugsquelle
BezugsquelleBikeVibe.no

8. Die Fidlock-Trinkflasche

FidlockOhne diese Flasche mit ihrer raffinierten Halterung mag ich gar nicht mehr losfahren! Die Fidlock TWIST Flasche mit 450 oder 600 ml Fassungsvermögen lässt sich dank innovativem Magnetverschluss mit einer leichten Drehbewegung von der Halterung am Fahrradrahmen lösen – und noch einfacher wieder anbringen. Am Rahmen selbst befindet sich nur eine kleine, flache Magnethalterung, die an den üblichen Trinkflaschenösen mit Schrauben befestigt wird. Das Gegenstück ist in der Flasche integriert. Gibt es auch als Universalhalterung. Das System ist modular und Flaschen können einzeln erworben werden. Ohne eingeklickte Flasche fällt die Halterung fast gar nicht auf. Das perfekte Geschenk für Puristen, die lieber weniger als mehr am Fahrrad haben.

Infosinnovativer Fidlock TWIST Magnetverschluss; Flaschen mit 450 oder 600 ml
PreisTrinksystem ab ca. 29,99 € – 35,99 €
BezugsquelleFidlock-Bike.com

z.B. via fahrrad.de oder brügelmann.de oder im Fahrradladen um die Ecke

9. Bunte Fahrrad-Socken

SockGuy
Bunte Fahrrad-Socken in allen Varianten.

Ja, Socken. Richtig gelesen. Mittlerweile gibt es soooo viele tolle, bunte Strümpfe, die man guten Gewissens verschenken kann. Wie zum Beispiel die Socken von SockGuy. Sie sehen nicht nur witzig aus und kommen in unzähligen Varianten und Farben, es sind auch noch Sportsocken. Da fällt es schwer sich für ein Motiv zu entscheiden. Ob Socken mit Biermotiv, Zitrusfrüchten oder bunten Streifen, es ist für jeden oder jede etwas dabei.

Credit: Many Mornings

Neu entdeckt habe ich die Fußbekleidung von Many Mornings! Das sind zwar keine Sportsocken, funkionieren aber genauso gut für die extra Portion gute Laune am Fuß! Freunde der bunten Füße werden die Socken lieben, denn hier gleicht keine Socke der anderen. Der linke Fuß und der rechte Fuß haben ein eigenes Design und folgen dennoch der gleichen Gestaltungslinie. 5% von jedem verkauften Paar gehen außerdem an Charity-Einrichtungen. Haben-Wollen!

InfosSockGuy: extra Verstärkung an Ferse und Zehen; Meshbündchen; Made in the U.S.A.

ManyMornings: designed & hergestellt in Polen

Preisab 5,99 €
BezugsquelleSockGuy.com

ManyMornings.com

10. “One year of bicycles”-Kalender 2019

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Juhu, noch ein Wiederkehrer unter den Weihnachtsgeschenktipps über den ich mich sehr freue! Auch 2019 dürfen wir uns wieder an großartigen, historischen Fahrrädern satt sehen. Sie werden erneut hochwertig im “One year of bicycles” Kalender 2019 präsentiert  und erfreuen Monat für Monat das Auge. Dieses Mal waren Peter Rüssmann, Fotograf, und Nico Thomas, Fahrrad-Restaurator, im Fahrradmuseum Bad Brückenau. Ob das Rekordversuch-Fahrrad „Vagant“ (Baujahr ca. 1950) von Karl-Heinz Kramer mit extragroßem Kettenblatt oder das Caminargent (Frankreich ca. 1936) von Pierre Caminade aus achteckigen Aluminiumrohren, es finden sich wieder so einige Schmuckstücke im Kalender.

Ihr wollt diesen Kalender unbedingt selbst zu Hause hängen haben? Dann nehmt die Chance war und macht mit beim Gewinnspiel!

Infos65 x 50 cm im Querformat auf
220 g Papier, seidenglänzend;
Wire-O-Bindung plus schützende Hochglanzfolie
Preis39,95 € + Versand
Bezugsquelleone-year-of-bicycles.com

 


Das Weihnachts-Gewinnspiel

Dieses Jahr gibt es ein paar tolle Produkte aus meiner Weihnachtsgeschenktipp-Liste zu gewinnen!

Vier schöne, praktische und hochwertige Preise:

3x ein wunderschöner one year of bicycles” 2019 Kalender

2x eine Finn Smartphone Halterung von den Bike Citizens in den farbenfrohen Varianten türkis oder leuchtrot

1x ein weiches Set bestehend aus Tuch + Mütze aus der Max&Fred Bamboo-Linie in der Farbe eurer Wahl!

1x ein Exemplar des Journals BikeVibe London

 

Das heißt sieben von euch haben die Chance auf einen Gewinn! Toll, oder? Die Teilnahme ist ganz einfach und ich möchte auch genau das Gleiche wissen, wie letztes Jahr: Was sind eure Fahrradpläne? Ich möchte zum Beispiel im April meine erste mehrtägige Gravel-Selfsupport Fahrt mit dem Hanse Gravel mitfahren!


So könnt ihr mitmachen:

  1. Abonniert meinen Blog und/oder liked meine Facebookseite!
  2. Teilt den Beitrag auf Facebook (wenn ihr dort denn seid)!
  3. Hinterlasst unter diesem Beitrag oder(!) unter dem Facebookpost einen Kommentar und verratet mir darin, worauf ihr euch im kommenden Fahrradjahr 2019 am meisten mit eurem Rad freut! Plant ihr eine große Reise, wollt ihr ein neues Fahrrad kaufen oder einfach nur regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahren? Erzählt mir davon!

Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 16.12.2018 um Mitternacht MEZ. Die Gewinner werden per Los ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Infos zur Teilnahme am Gewinnspiel findet ihr unter den allgemeinen Teilnahmebedingungen!


Viele Glück und eine schöne Vorweihnachtszeit euch!

 

Radfahren in der Emilia Romagna: Von Therme, Olivenöl und Wein

Italien – 13 Jahre war es her, dass ich das letzte Mal in diesem so vielfältigen Land im Süden Europas war. Damals war es eine Kursfahrt in die Hauptstadt des Stiefels und ich war noch nie zuvor am Mittelmeer gewesen. Warum ich seitdem nie wieder da war, kann ich gar nicht genau benennen, denn gefallen hat es mir sehr. Umso begeisterter war ich, als Wiebke schon im Frühjahr 2018 fragte, ob wir nicht zusammen in die Emilia-Romagna fahren wollen.

Wiebke, Miriam und ich trafen uns schließlich Ende Oktober 2018 in Bologna. Dort verbrachten wir ein paar Tage in der berühmten Universitätsstadt, bevor wir weiter in die Romagna reisten, um eine touristisch weniger überlaufene Region mit dem Fahrrad kennenzulernen. Ich denke, keine von uns hat damit gerechnet, was da auf uns zukommen würde und was alles für uns vorbereitet werden würde!

 


Hinweis!

-WERBUNG-  Dies ist der Bericht über eine Bloggerreise. Die Reisekosten wurden übernommen. Die Erfahrungen und Bewertungen sind meine eigenen ;-). Eingeladen wurde ich von terrabici.com, ein Zusammenschluss von auf Bikesport spezialisierten Hotels, der die Fahrradregion Emilia-Romagna auf internationaler Ebene fördert, u.a. durch gezielte Marketingstrategien. Für uns drei deutsche Fahrradbloggerinnen wurde ein individuelles Programm (#bicibloggertedesche) zusammengestellt. Das beinhaltete nicht nur die Unterkunft und ein Rahmenprogramm, sondern auch Ausfahrten mit bereitgestellten Fahrrädern und persönlichem Guide (Ex-Mountainbike-Profi Fabio Gioiellieri von #appennino bike), der in der Region zu Hause ist.


#InEmiliaRomagna: Die Region zwischen Faenza und Imola

Bevor ich euch einen kleinen Überblick gebe, was ihr in der Emilia-Romagna machen könnt, genauer zwischen den Städten Imola und Faenza, möchte ich euch von meinem ersten Eindruck der Region erzählen.

  1. Lage
  2. Klima
  3. Radfahren in der Emilia-Romagna
  4. Riolo Terme
  5. Straßen, Wege und Gelände
  6. Kulinarische Highlights
  7. #ERCycling

1. Lage und Anreise

Nach drei entspannten, aber auch laufreichen Tagen in Bologna, wurden wir am letzten Oktober-Montag abgeholt und weiter in die Emilia-Romagna geshuttelt. Riolo Terme war unser Ziel. Es ist kleiner Kurort mit imposanter, aber für die Region typischer Festung aus dem 14. Jahrhundert und liegt auf der Strecke zur Adriaküste auf dem Weg nach Rimini – doch eben etwas abseits der Hauptstraße. Vielleicht ist die Gegend deshalb noch so unberührt und nicht vom Tourismus überlaufen? Der größte und am besten erreichbare Flughafen der Region liegt in Bologna. Auch der Bahnhof dort ermöglicht gute Verbindungen in weitere und größere italienische Städte und ans Mittelmeer. Am unkompliziertesten ist die Anreise natürlich ohne Fahrrad mit der Option sich am Reiseziel eines auszuleihen.

 
 
 
 
 
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Gespannt warf ich einen Blick aus dem Kleinbus, der uns auf schmaler werdenden Straßen näher Richtung Gebirge und rein in eine vom Herbst bunt gefärbte, abwechslungsreiche Region brachte. Hier prägten nicht mehr nur flache Felder die Gegend– Kakibäume (Sharon) und zahlreiche Weinanbaugebiete lagen nun nahe der immer kurvenreicher und steigungsreicher verlaufenden Straße. Von der Autobahn kann man nur schwer erkennen, welches Kleinod da an den Ausläufern des Apenninen-Gebirges im Tal des Flusses Senio auf einen wartet. Die Region eine große Bandbreite an Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Highlights. Imola und seine berühmte Formel-1-Rennstrecke zum Beispiel dürfte vielleicht einigen ein Begriff sein.

2. Klima

Durch die Lage an den Ausläufern des Gebirges ist das Wetter dementsprechend gemäßigt und auch mal wechselhaft. Die Temperaturen liegen um die 23-29°C im Hochsommer, um die 0-7°C im Winter. Der Juli ist der heißeste Monat und auch der trockenste. Regen ist nicht unüblich und wir waren außerdem in der regenreichsten Zeit da, die im Monat November ist. Dafür bekamen wir jeden Tag mindestens einen Regenbogen zu Gesicht, sobald die Sonne wieder zwischen den Wolken hervor blitzte. Wunderschön! Das Klima ist für meinen Geschmack ideal zum Radfahren, besonders natürlich im Frühling und Herbst.

3. Radfahren in der Emilia-Romagna

Die Emilia-Romagna ist kein unbekanntes Terrain für Radsportler. Die Heimat des berühmten Rennradfahrers Marco Pantani, der die Tour de France und den Giro d’Italia gewann, hat auch im Jahr 2019 so einige Radsport-Veranstaltungen zu bieten. Das wichtigste Ereignis wird sicherlich der Giro d’Italia 2019 sein, der in Bologna startet und in seiner 9. Etappe sogar durch das wunderschöne San Marino kommt (Blogpost zum Radfahren dort folgt). Hier eine Auflistung auf Englisch über einige Gran Fondo Veranstaltungen in der Emilia-Romagna.

Emilia Romagna welcomes the Giro d’Italia to Bologna after 25 years! In addition to an array of exciting cycling events throughout the year

In der Region findet Ende Mai 2019 außerdem erneut die Rally di Romagna statt, ein MTB-Rennen, das über 5 Etappen durch die wundervolle Landschaft der Emilia-Romagna führt. Die Rally hat viel mehr den Anspruch ein Festival mit gleichgesinnten Radfahrenden, gutem Essen und Musik zu sein, als ein kompetitives Rennen.

4. Riolo Terme

Schließlich erreichten wir das Grand Hotel von Riolo-Terme, das für die nächsten drei Tage unsere Unterkunft sein sollte.  Es liegt ein paar hundert Meter unterhalb der Altstadt des ca. 6000 Einwohner Ortes. Allein der Weg durch die Lobby mit ihrem großen Kronleuchter und den alten Sofas beeindruckte mich sehr. Auch das ruhig gelegene Zimmer in der 2. Etage, das über ein Treppenhaus oder den alten Gitterfahrstuhl zu erreichen war, versprach erholsame Nächte. Ich habe mich auf jeden Fall sehr wohl gefühlt. Und ich könnte auch nicht behaupten, schon einmal in einem Grand Hotel geschlafen zu haben. Kann man schon mal machen :-).

Die angeschlossene Therme, die 1870 erbaut wurde, trug mit ihrem angenehmen 34°C Thermal-Wasser nicht minder zur Entspannung bei. Bereits in der Antike war die Region für ihre heilenden Quellen bekannt gewesen. Allzu viel Zeit hatten wir dort jedoch leider nicht, denn wir waren den Großteil des Tages unterwegs. Und das war auch genau richtig so, schließlich wollte ich so viel wie möglich von der Region sehen! Für Radreisende steht außerdem ein neu eingerichteter Fahrradkeller zur Verfügung, der auch über ein paar wichtige Werkzeuge verfügen wird.

5. Straßen, Wege und Gelände

Ob Mountainbiking, Rennradfahren oder auf und neben der Straße mit dem Gravelbike, es gibt viele Möglichkeiten in der Region mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Die Straßenqualität reicht von glattem Asphalt auf den Hauptstraßen bis hin zu Kieselwegen abseits der großen Straßen. Ich war jedoch sehr froh, dass wir Gravelbikes hatten, denn Nebenstraßen mit Rissen gab es einige auf unseren Routen. Nichtsdestotrotz bieten besonders die vielen kleinen und teilweise auch längeren Anstiege viel Potenzial für Rennradfahrende. Ein wenig mehr Beherrschung über das Fahrrad sollte da aber selbstverständlich sein, denn die Kurven können auch mal steiler werden. 

Ja, die Anstiege…flach ist die Region nicht, dennoch ist es möglich recht weite Strecken zurückzulegen, die ohne große Kletterpartien verlaufen. Die wirklich tollen Ausblicke gibt es aber nur oben auf dem Berg und die lohnen sich wirklich! Die Mischung macht es am Ende und ich stellte wieder fest, dass ich in diesem Jahr bereits einige Kilometer und Höhenmeter auf dem Rad verbracht habe und Berge mich viel weniger abschrecken. Slow but steady, was ein paar Tage später auch in San Marino definitiv meine Devise blieb und mich jegliches Klettern ohne Aufzugeben meistern ließ. Übung hilft wohl scheinbar doch ein bisschen.

6. Kulinarische Highlights – Die italienische Küche

Soll ich jetzt schon anfangen, vom Essen zu schwärmen? Ich fürchte nur, ich werde mich wiederholen: Denn so gut, wie in Italien, habe ich schon lange nicht mehr auf Reisen gegessen. Die Küche im Grand Hotel konnte sich definitiv sehen lassen – optisch und geschmacklich. Auch die andere Lokale, in denen wir gespeist haben, hatten definitiv sehr fähige Küchenchefs.

Von hausgemachten, gefüllten Ravioli mit Steinpilzen über herzhafte Polentatörtchen und warmen Schokoladen-Coulant mit Vanillecreme – mein Magen wurde ganz schön verwöhnt. Besonders gut hat mir die regionale Küche gefallen, da jahreszeitlich gekocht wurde. So gab es viel Kürbis, Steinpilze und Wurzelgemüse – üblicherweise im Drei-Gang-Menü. Ungünstiger Nebeneffekt: Man möchte nichts auf dem Teller liegen lassen und rollt sich nach jeder Mahlzeit aus dem Restaurant ;-).

Nicht zu vergessen u.a. der traumhafte Wein Sangiovese, das Olivenöl aus Brisighella und der Parmigiano Reggiano, die unter zahlreichen anderen Spezialitäten in der Emilia-Romagna angebaut und produziert werden.

Restaurantempfehlungen rund um Riolo Terme

Il Cardello Locanda

Das hervorragende Restaurant Cardello Locanda befindet sich direkt neben dem Museum und historischen Haus Cardello auf dem Gelände des Casa Oriani von Alfredo Oriani (Schriftsteller und Radfahrer des 19./20.Jh), welches wir auf unsere Tour am ersten Tag besucht haben. Saisonale und regionale Zutaten werden zu schmackhaften Gerichten verarbeitet. Hier gibt es zum Beispiel Polentatörtchen als Vorspeise und zum Hauptgang frische, hausgemachte Marronen-Ravioli. Omnomnom!

Cantine Antica Grotta

Das Antica Grotta liegt mitten in der Altstadt von Riolo Terme und ist eines der besten Restaurants des Ortes und gleichzeitig eine gut bestückte Weinbar. Der Hauptwirtsraum ist sehr klein und gemütlich, doch es gibt noch weitere Räume, teilweise für Veranstaltungen eine Treppe hinunter im Kellergewölbe des Hauses. Dort befindet sich auch der Weinkeller, der zahlreiche, vorzügliche italienische und weitere Weine aus ganz Europa führt. Der Besitzer Omar versendet seine Weine auch über einen Onlineshop in die ganze Welt. Im urigen Restaurant kann man sich von den leckeren Speisen verwöhnen lassen und den Köchen durch eine große Glasscheibe beim Kochen zuschauen.

7. #ERCycling

Nun durfte es aber auch losgehen! Ich hatte über einer Woche nicht mehr auf einem Fahrrad gesessen und war ganz heiß drauf, endlich die Leihfahrräder zu sehen. Gewünscht hatten wir uns Crosser oder Gravelbikes, die von dem lokalen Radsportgeschäft Bike Passion aus der nächstgrößeren Stadt Imola bereit gestellt wurden. Nachdem wir schließlich am Dienstagmorgen unseren Fahrrad-Guide Fabio und seine Freundin Cecilia kennengelernt haben, traf kurze Zeit später der Transporter auf dem Hotelvorplatz ein, der unsere Fahrräder bringen sollte.

Ich hätte es kaum besser treffen können: Ein Specialized Sequoia in mintgrün mit 1×11 SRAM Schaltung sollte in den kommenden zwei Tagen mein Reittier sein. Wir haben uns sofort sehr gut verstanden. Mitgebrachte Pedale ran, Helm und Handschuhe auf und mit etwas Verspätung (doch noch die Regenjacke aus dem Hotelzimmer geholt und drei Kreuze gemacht, sie überhaupt mitgenommen zu haben) radelten wir schließlich bei leichtem Nieselregen vom Hof.

Was genau wir in den zwei Tagen auf dem Fahrrad in der Emilia-Romagna erlebt haben und warum auch der Regen und nasse Radlhosen unsere Laune nicht trüben konnte, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Teil 2 gibt es unter Radfahren in der Emilia Romagna: Über den Torre di Oriolo nach Brisighella

Coffeeneuring Challenge 2018

It’s that time of the year again! Die Coffeeneuring Challenge geht in die achte Runde. Vom 12.10.2018 bis zum 25.11.2018 läuft die schönste Herbstchallenge erneut und motiviert an sieben Wochen im Herbst noch einmal mehr aufs Fahrrad zu steigen und eine gemütliche Runde zu drehen.

Das erste Mal habe ich im Jahr 2016 von der Coffeeneuring Challenge gehört und fand die Idee großartig. Es geht schließlich darum, auch in der kühleren und tendenziell nassen Jahreszeit eine Motivation zu haben doch wieder öfter mit dem Fahrrad zu fahren (nicht, dass ich das sowieso nicht schon gemacht hätte ;-)). Kann ja keiner was dafür, dass der Herbst so golden ist und man eh ständig draußen unterwergs sein möchte^^. Also rauf aufs Rad, einkaufen, sich mit Freunden treffen und alles mit einem Kaffee oder ähnlichem Heißgetränk plus Kuchen, Waffeln, Eis ausklingen lassen und zurückradeln! Easy oder? Das tolle: Es sollen sieben verschiedene Locations angefahren werden. Ich finde diese Motivation super, da ich so auch neue Orte und Ecken in meiner Stadt kennenlerne. Außerdem gilt die Challenge weltweit – auch im Urlaub in Italien oder sonstwo.

Hier nochmal die Regeln.

Eckpunkte:

Dieses Jahr findet die Coffeeneuring Challenge von Freitag, 12.10.2018 bis Sonntag, 25.11.2018 statt.

  • 7 Tage in rund 6 Wochen an 7 verschiedenen Locations, d.h. ein Café, ein Restaurant oder ein Park etc.
  • mit dem Fahrrad mindestens 3,22 km ( 2 Meilen) zurücklegen, um zu dem Ort zu gelangen (insgesamt für Hin- und Rückweg)
  • max. ein Ort pro Tag und max. zwei Orte in der Woche (Die Woche geht dieses Mal von Freitag bis inklusive Donnerstag in der Woche danach.)
  • dort einen Kaffee, heiße Schokolade, Tee oder ähnliches zu sich nehmen
Dokumentation:
  • ein Foto vom Shop/Getränk/Fahrrad machen mit Vermerk, wann man was, wo getrunken hat (Datum, Ort, Getränk)
  • Detail zur Location ( Besonderheit des Ortes, Streckenbeschaffenheit, Abstellmöglichkeiten etc.)
  • Kilometerstand
  • posten auf Instagram oder Twitter unter dem Hashtag #coffeeneuring #coffeeneuring2018; in der Facebook Gruppe Coffeeneurs oder auf dem eigenen Blog
  • bis zum 01.12. die Dokumentation an Coffeeneuring Challenge schicken

Alle weiteren Rahmenbedingungen und Infos zu Auszeichnungen finden sich auf der Seite Coffeeneuring Challengevon Mary aus Washington, die die Challenge vor acht Jahren das erste Mal gestartet hat.

 

Bikepacking, olé! Meine Packliste für ein Fahrradwochenende

Das Fahrrad macht es so leicht, einfach spontan aufzubrechen und aus dem Alltag zu radeln. Besonders zum Bikepacking braucht es meist nicht viel, wenn da nur das Packen nicht wäre! Aber eine Packliste kann helfen.

Auch für einen gepflegten Wochenendritt brauche ich etwas Zubehör und Kleidung. Damit ich die wichtigsten Dinge dabei habe, erstelle ich oft eine Packliste und hake dann beim Einpacken ab. Im Gegensatz zur Mehrtagestour könnte man meinen, dass die Gepäckmenge sich bei kurzen Fahrten deutlich reduziert. Im Grunde ist jedoch die Basisausrüstung immer die Gleiche. Zwei Fragen und deren Antworten entscheiden, wie viel mehr Kram ich am Ende am Fahrrad dabei haben werde:

  1. Wie schlafe ich? Übernachte ich draußen und benötige dafür Schlafsack und alles andere fürs Nachtlager oder suche ich eine Unterkunft?
  2. Was und wo esse ich? Kehre ich ein oder koche ich selbst?

Sind diese Fragen geklärt, kann es auch schon losgehen. Ich bereite mich zum Beispiel gerade auf meinen Ausflug nach Dresden zur Gravel Spartakiade von Veloheld vor. Diese Zwei-Tages-Tour Mitte September ist mit Übernachtung auf einem Zeltplatz geplant. Außerdem besteht die Überlegung im Anschluss von Dresden nach Berlin zurück zu radeln. Insbesondere dafür kommen Schlafsack, Isomatte und Biwaksack mit. Tarp und Hüttenschlafsack sind optional. Kochen werde ich nicht selbst. Und somit brauche ich nur noch etwas Besteck und den Kaffeebecher.

Ganz klar ist: Wer in Pension, Hütte oder bei Freunden schläft, ist deutlich leichter unterwegs, gibt mitunter aber auch mehr Geld aus.

Je nach Temperaturen benötige ich mehr oder weniger Kleidung. Besonders im Spätsommer kurz vor Herbstbeginn, kann es nachts schon deutlich kühler werden und es fällt mir schwer, da nicht zu viel mitzunehmen. Eine kuschlige Fleecejacke und ein Merinoshirt zum Drunterziehen sind daher Pflicht. Lieber zu viel als zu wenig bleibt die Devise. Um alles etwas beim Einpacken zu vereinfachen, unterteile ich meine Packlisten meist nach Kategorien: Küche, Schlafzimmer, Werkstatt oder ähnliches. Das kann dann wie folgt aussehen:

Meine 2-Tages-Packliste

Download (PDF, 20KB)

Und hier nochmal zum Download als xlsx zum Bearbeiten (private use only).

Meine Top 5 auf jeder Fahrradtour:

  1. Multitool
  2. Trinkflasche
  3. Schlauchtuch
  4. dünne Jacke
  5. Kamera/Smartphone

Unterwegs werde ich dann eh merken, ob noch Dinge fehlen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfehle ich wärmstens das kleine Büchlein “Rad und raus” von Gunnar Fehlau. Spätestens nach dieser Lektüre möchte man den halben Fahrrad- und Outdoorladen leer kaufen und aufbrechen ins Abenteuer!

Auf ins off-road Abenteuer! Und mit welchem Rad?

Mit dem Rad über Stock und Stein zu fahren mochte ich ja nicht immer. Zu anstrengend und zu ruckelig war das Ganze früher. Das ist heute zwar immer noch so, doch mit einem gewaltigen Unterscheid: Ich weiß nämlich jetzt, wie sehr das richtige Fahrrad Einfluss auf Gefallen oder Nicht-Gefallen einer Off-Road Tour hat. Für den Genuß von unruhigem Terrain, steinigen Feldwegen oder wurzeligen Waldpfaden empfiehlt sich ein gutes Crossrad oder gleich ein Mountainbike. Und für das dazwischen bin ich beim Gravel- oder All Road Bike gelandet. Der Punkt ist also abgehakt :-).

Wo kommt der Kram nun rein?

Mein Fahrrad belade ich nun ganz unterschiedlich. Denn wie das beim Bikepacking typisch ist, erfolgt das Set Up ganz individuell. Bei meiner Deutschlandtour war ein Lowrider angebaut und zwei kleine front roller Fahrradtaschen von Ortlieb montiert. Dieses Mal werde ich jedoch etwas anderes probieren: Eine weitere Variante, um Gewicht und Gepäck einzusparen, ist die Montage von Gepäckkäfigen. Auf jeder Seite der Gabel kommt eine Halterung, die sich ganz individuell beladen lässt. Ob Trinkflasche, Schlafsack oder Klamotten, je nachdem was man so braucht, bieten sie flexibel eine Transportmöglichkeit. Ich werde vermutlich Kleidung und einen Teil des Schlafzimmers in zwei Packsäcken daran verteilen. Hinzu kommen für die Veloheld-Ausfahrt eine Ortlieb Satteltasche in M, das Accessoire Pack und eine Stem Bag für die kleinen Dinge und Snacks.

So! Genug gepackt. Rauf aufs Rad und raus aus der Stadt! Ich kann es kaum noch erwarten!

Die Eurobike 2018. Früher Termin, später Bericht: Meine Messe-Highlights.

Zum dritten Mal besuchte ich Anfang Juli, genauer vom 08. bis 10.07.2018 die Eurobike in Friedrichshafen – zwei Monate früher als sonst. In genau einem Jahr findet die europäische Fahrradleitmesse wieder zum alten Termin (04.-07.09.2019) statt. Da das noch ein Weilchen hin ist, möchte ich euch jedoch unter dem Motto ” Besser später als nie” meine Highlights der diesjährigen Eurobike 2018 nicht vorenthalten.

Ich war wie im Vorjahr mit Fahrrad zum Bodensee gekommen, wobei ich dieses Mal jedoch mit dem Gravelbike durch Deutschland geradelt bin. Mehr zur Anreise könnt ihr in meinen Berichten nachlesen. Die Eurobike 2018 konzentrierte sich wie schon im Vorjahr stark auf das Thema E-Mobility und Pedelecs. Aber auch Cargobikes bekamen deutlich mehr Platz eingeräumt. Kein Wunder, wo es doch immer mehr Anbieter und Varianten dieser Platzwunder auf dem Markt gibt. Die Beliebtheit wächst besonders im innerstädtischen Raum, wo der Platz immer knapper wird. Mein Fokus liegt nach wie vor im Bereich Zubehör. Im Folgenden findet ihr meine Auswahl aus den Bereichen Bikepacking und Fahrradmode, und natürlich sind auch ein paar Fahrräder dabei.

  • Eine Anmerkung: Der Beitrag enthält Produkthinweise und Markennennungen und kann daher als Werbung ohne Auftrag angesehen werden.

Mode zum Radfahren

Recycling für den Umweltschutz: VAUDE

So zog es mich bereits am Sonntagvormittag direkt zu VAUDE an den Stand. Das Familienunternehmen aus Tettnang gleich um die Ecke vom Bodensee bleibt ihrem Nachhaltigkeitsbestreben als grünster Outdoorausrüster Deutschlands nach wie vor treu. Schon im Eingangsbereich zum großen, mit Holz gestalteten Stand, liegt der Fokus klar auf Recycling und Wiederverwendbarkeit von Materialien. Neu ist die Core Collektion unter anderem aus recycelten Fischernetzen oder Stoffen aus Non-Food-Milch Milchfasern (Qmilk).

Triple2

Auch die Münchener von Triple2 verwenden Econyl®, das Material aus alten Fischernetzen, für ihre Fahrradjerseys. Die Trageeigenschaften sind super und unterscheiden sich erstmal nicht von anderen Funktions-Kunstfasermaterialien. Weich, atmungsaktiv und schnell trocknend eignen sie sich perfekt für den Radsport auch an warmen Tagen. Ebenso toll sind die Trikots aus Merinowolle, die außen aus Funktionspolyester und innen aus feinster, Mulesin freier Merinowolle bestehen. Die guten Eigenschaften aus beiden Materialwelten sind darin vereint. Ich habe momentan eine kleine Auswahl ihrer Produkte zum Testen da und berichte noch in einem separaten Beitrag über meine Erfahrung damit.

POC Sport

Begeistert war ich rein aus der Design- und Funktionsperspektive von der neuen Modekollektion von POC Sport: poc and forth. Klare Linien, durchdachte Schnittführung und Details, sowie hochfunktionelle Materialien machen die fahrrad- und alltagstaugliche Bekleidung zu einem meiner Messehighlights. Stilvoll und gezielt wurden zum Beispiel reflektierende Paspeln und Drucke an Armabschlüssen oder Rückentaschen dezent eingesetzt. Hinzu kommen eingearbeitet Magnete, die ebenso magnetisch funktionierende, kleine Lampen tragen und somit für erhöhte Sichtbarkeit des Trägers oder der Trägerin sorgen können.

Sehr gut kommen allein schon in optischer Hinsicht auch die Sonnenbrillen von POC mit Clarity Technologie weg . Mit Wechelsgläsern und ohne sind die Gläser für verschiedene Lichtbedingungen optimiert worden. Für mich sind sie teilweise etwas zu groß, allerdings gibt es sie in verschiedenen Ausführungen und Formaten, sodass der Kunde oder die Kundin individuell wählen kann.

Mehr Bikepacking – Zubehör fürs Outdoor Abenteuer

Restrap

Neben dem britischen Hersteller Restrap, der mittlerweile den meisten Bikepacking Freunden ein Begriff sein sollte, zeigten auch andere Taschenmarken und immer öfter auch Fahrradhersteller ihre Rahmen-, Sattel- und Lenkertaschen.

Merida

Der Fahrradhersteller Merida, besonders für seine hochwertigen Mountainbikes bekannt, zeigte auf der Eurobike 2018 eine eigene Bikepacking Taschenlinie. Die praktisch designten Produkte sollen eine Ergänzung für die Crossräder und zum umfangreichen Zubehörprogramm sein, wirken sinnvoll konstruiert und sind wasserabweisend.

Roswheel

Spannend sehen auch die noch in der Entwicklung befindlichen Taschen von Roswheel aus. Roswheel feiert dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum und hat die Marke komplett überarbeitet, inklusive neuem Logo und neuer Kollektion an Bikepackingtaschen. Ich muss gestehen, dass Taschen dieser Marke mir bisher noch nicht untergekommen sind, aber der Hersteller ist scheinbar ebenso Produzent und Importeur für andere, große Marken und produziert in einer eigenen Fabrik in China. Das sieht erstmal vielversprechend aus, mit reduziertem, schlichtem Design und durchdachten Halterungen aus Gummibändern, die den Lack schonen sollen.

Vaude

Wo ich vorhin schon bei der Mode war: Auch Vaude zeigte auf der Eurobike 2018 eine überarbeitet Fahrradtaschen-Kollektion für leichtes Reisen. Super schlicht und aus ultraleichtem, wasserdichtem Material ergänzen die Taschen jedes Fahrrad und machen es zumindest gepäckseitig zum leichten Bikepacking-Mobil.

Ortlieb

Besonders heraus sticht für mich der neue Ortlieb Outdoor Rucksack, der wie eine Reisetasche konzipiert ist. Das heißt, er hat einen großen Reißverschluss, der sich am Rückenteil der Tasche befindet. So kann die Tasche am Boden abgestellt werden und liegt dann auf seinem Vorderteil. Das Rückenteil lässt sich einfach aufzippen, die Sachen einpacken oder entnehmen wie bei einem Weekender. Praktisch: Die Seite, die am Rücken anliegt wird nicht schmutzig dabei. Weitere Taschen in der Galerie:

Und noch mehr Zubehör- und ein paar Räder

Fidlock

Außerdem aufgefallen sind mir die tollen Fidlock-Flaschenhalterungen fürs Fahrrad, die ich ja selbst schon benutze. Diese gibt es nun auch mit einem Adapter, sodass jedes beliebige Trinkgefäß eingespannt werden kann.

Brooks, Hiplock und der Hornit Clug

Ich bin ja begeisterte Brooks Cambium Nutzerin. Mittlerweile fahre ich den Sattel an drei Rädern und finde ihn nach wie vor nicht nur optisch toll, sondern eben auch sehr komfortabel auf langer Strecke. Neu auf der Eurobike 2018 wurde ein Cambium mit Kunststoffgestell aus recycelten Materialen gezeigt. Außerdem schleiche ich immer wieder ums Hiplock herum. Die praktischen Fahrradschlößer, die man, wie der Name schon sagt, um die Hüfte trägt, gab es neu als Prototyp mit Zahlenschloss zu sehen. Noch leichter, praktischer, aber mitunter, etwas weniger sicher. Also eher etwas für das kurze Anschließen in der Öffentlichkeit vorm Supermarkt oder so ähnlich.

TexLock

Ich war außerdem bei Texlock am Stand, die nach einiger schlechter Kritik noch einmal an ihrem Produkt nachgebessert und an ihren Stand zum Sägen und Testen eingeladen haben. Sägen muss ich wohl noch etwas üben, aber das Ergebnis sah für mich dennoch vielversprechend aus. Aber schaut selbst:

Brompton

Mein Lieblingsfaltradproduzent Brompton hat auch ein paar Neuigkeiten zu bieten. Im kommenden Jahr wird es neue Farben geben, alte gehen aus dem Sortiment. Hot Pink und Papyrus White kommen neben den Sonderfarben Flame Lacquer und Purple Metallic (Wooooow, das will ich!). Das Brompton Electric soll 2019 endlich auch in Deutschland erhältlich sein. Ich bin sehr gespannt, ob und wann es tatsächlich hier verkauft wird! So das war es für dieses Jahr! Ich möchte mich noch bedanken bei Mirjam und Gunnar und der Messe Friedrichshafen für deren Einsatz für den The Wriders’ Club (TWC). Auch in diesem Jahr gab es wieder eine tolle Blogger-Base und informative Blogger Walks und Meet & Greets mit den Herstellern für den TWC. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!