Archiv der Kategorie: Tipps

Ob Kaffee trinken und frühstücken in Berlin oder Ausflugsvorschläge mit dem Fahrrad, hier finden sich Beiträge zu Orten und Dingen, die das Leben einfacher, schöner oder spannender machen.

Das erste Mal…unterwegs mit einem fLotte Lastenrad!

Freie Lastenräder sind mittlerweile in vielen deutschen Städten verfügbar. Sie ermöglichen auch denjenigen ein Transportrad zu nutzen, die es nicht selbst besitzen oder es nicht so häufig benötigen. Dahinter stecken Menschen, die sich oft ehrenamtlich engagieren und etwas an der vorhandenen Mobilitätsstruktur verändern wollen, in der das motorisierte Kraftfahrzeug vorherrschend ist. Doch was heißt das jetzt genau und wie komme ich an so ein Lastenrad? Nachdem ich bereits seit Monaten immer wieder darüber nachgedacht habe und nie den wirklichen Bedarf hatte, kam nun der Tag: Ich habe mir spontan zum ersten Mal ein fLotte Lastenrad vom ADFC Berlin ausgeliehen.

[Könnte Werbung enthalten, kostet aber alles nischt und ist auch ohne Auftrag.]

Bruno und ich haben uns anfangs noch nicht ganz so gut verstanden. Wir hatten uns vor ein paar Minuten kennengelernt und mussten uns erst beschnuppern. Das dauerte ein wenig – mindestens aber ein paar Blocks, Straßenkreuzungen und Kurven, in denen ich anfangs immer wieder das Bedürfnis hatte, abzusteigen. Bruno war schon etwas eigenwillig. Vor allem hatte er eine große Klappe und war etwas träge und gemütlich. Aber irgendwie fing ich an, ihn zu mögen, während ich gemächlich durch den Berliner Stadtverkehr rumpelte, weil ich versehentlich auch ein paar Kopfsteinpflasterstraßen mitnahm. Bruno war eben keine Rennradgazelle, sondern ein ausgewachsenen Lastenrad.

 

“Hallo, hier bin ich!”, brüllte Bruno dann laut in den Friedrichshainer Nordkiez.

Warum musste er nur so eine Show abziehen? Doch vielleicht war ich nicht ganz gerecht zu ihm. Ich hielt an und begutachtete das Innere der großen Kiste, mit der ich da so durch die Stadt radelte. Darin befand sich momentan nur mein kleines, gefaltetes Brompton Ljómi und zwei gewichtige Fahrradschlösser. Ich versuchte diese und die scheppernden Sicherheitsgurte an der umklappbaren Holzbank innen etwas klappersicherer anzubringen.

Und weiter ging die Fahrt. Knapp 7 km von Lichtenberg nach Prenzlauer Berg trug mich der motorlose Bruno. Nach zwei Dritteln der Tour wurden wir langsam warm miteinander. Wir groovten uns ein. Schnell war hier eben nicht. Die behäbigen 15 -18 km/h, die ich manchmal nur mit einem gewissen Kraftaufwand schaffte (besonders aufwärts), waren für Bruno eine absolute Sause. Also versuchte ich in der ungewohnten, aufrechten Sitzposition zu entspannen, denn es ging hier definitiv nicht um Geschwindigkeit. Die 8-Gang Nexus Nabenschaltung verrichtete sauber ihre Dienste und die hydraulischen Magura Bremsen griffen ohne Probleme.

fLotte Lastenrad powered by adfc Berlin

Wie kam ich aber nun dazu, mit einem Lastenrad durch Berlin zu kurven? Das Projekt fLotte ist ein freier Lastenfahrradverleih, der Anfang 2018 in Berlin durch den ADFC Berlin e.V. gestartet wurde.

Inspiriert und unterstützt von mittlerweile zahlreichen, deutschlandweiten Projekten der Initiative „Freie Lastenräder“ können seitdem in vielen Bezirken kostenfrei Transporträder ausgeliehen werden. Dies wird vor allem durch die verschiedenen Partner, wie Stadtteilinitiativen, Privatpersonen und einige Gewerbe (Cafés, Lebensmittelhändler, Fahrradläden usw.), aber besonders auch durch Spenden ermöglicht.

Seit Herbst 2018 wurde dieses tolle Projekt sogar noch erweitert. Im Jahr 2017 hat der Berliner Senat das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) 2030 beschlossen:  “Es verfolgt einen integrierten Ansatz und enthält rund 100 Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels.” (Zitat Stadtportal Berlin). In diesem Rahmen kam es zur Finanzierung und Ermöglichung des Projektes „fLotte-kommunal“ mit Partnern aus den kommunalen Bezirksverwaltungen. Das Projekt ist bisher einzigartig in Deutschland und hat den beiden Bezirken Berlin Lichtenberg und Spandau insgesamt zehn Verleihstationen für Lastenräder an öffentlichen Orten beschert.

Und an einem von diesem, in einem Kiezhaus in Berlin Lichtenberg, habe ich Bruno kennengelernt und ausgeliehen.

1. Online kostenfrei auf flotte-berlin.de registrieren,

2. anmelden,

3. Standort und Fahrrad wählen,

4. Verfügbarkeit prüfen,

5. buchen!

So einfach geht es tatsächlich. Als ich mich spontan für eine Ausleihe entschieden habe, registrierte ich mich kurzfristig auf der Website von fLotte. Das dauerte nicht einmal zwei Minuten (Name, Adresse, Telefon, Email) und mit der Bestätigungsmail war ich dann auch schon bereit für meine erste Lastenradausleihe! Nun habe ich natürlich Glück, dass es in der Nähe meiner Arbeit und in meinem Wohnbezirk einige Ausleihmöglichkeiten gibt. Im Spätherbst standen mir viele freie Räder zur Verfügung. Innerhalb eines 500 Meter Radius wurde ich schon fündig: Transportradtyp und Verfügbarkeit gecheckt, ausgewählt, Leihtag im Buchungskalender markiert (bis zu drei Tage am Stück sind möglich) uuuund gebucht. Jaaaa!

Mit der Buchungsmail kommt auch gleich noch das Buchungscodewort, damit man mich an der Leihstation eindeutig zuordnen kann. Innerhalb der Öffnungszeiten bin ich dann dorthin geradelt (Faltrad dabei) und nachdem schnell noch ein paar Formalitäten erledigt wurden, wie Formular ausfüllen und Ausweis checken, durfte ich Bruno auch schon begutachten, Brommie reinlegen und losfahren.

Erstmal langsam machen…

Huch, das lenkt sich jetzt aber doch komisch. Und jedes Lastenrad der fLotte ist anders. Daher solltet ihr euch echt ein paar ruhige Minuten nehmen, wenn ihr das Fahrrad noch nicht kennt, und Probefahren. Ich habe ein paar Kilometer gebraucht, bis ich mit der großen Kiste vor mir und der ungewohnten Lenkung zu Recht gekommen bin. Doch es lief dann alles gut und im Prenzlauer Berg gesellte sich noch ein weiteres Leihrad, ein Faltrad in dem Fall, in die Kiste zu Ljómi dazu.

Plane drüber und ab geht die Fahrt. Als ich den Heimweg antrat, freute ich mich schon ein wenig über die Abdeckung, denn etwas Schneeregen tröpfelte auf das Planendach und ich tuckerte noch etwas langsamer voran. Nun noch schnell einen Abstecher zur Post, zwei Säcke Katzenstreu und 10 kg Trockenfutter mit in die Kiste und ab ging es, die fette Beute abliefern. Da passt ganz schön viel rein. Bruno kann bis zu 100 kg tragen, plus Fahrenden. Nicht schlecht. Mein Plan ging an dem Tag auf jeden Fall auf. Ich konnte alles transportieren, was ich wollte, es lief einfach und unkompliziert. Und mit dem Wissen, dass es nicht das letzte Mal war, dass wir uns gesehen haben, lieferte ich Bruno schließlich am späten Nachmittag wieder an seiner Leihstation ab.

Mission completed!

Fahrradkleidung für kalte Tage – mit dem Rad durch Stadt, Land und Winter

“Ein scharfer, beißender Wind kneift eiskalt in die unbedeckten Wangen und lässt sie rot und trocken werden. Die Stirn ist kalt und schmerzt. Das Atmen fällt schwer und füllt die Lungen mit kalter Luft. Die Minusgrade dringen in Knochen und Gelenke. Kein Wetter, bei dem man sich gern draußen aufhält, geschweige denn Fahrrad fährt. Radfahren im Winter ist kein Zuckerschlecken” – kann aber auch richtig Spaß machen, besonders mit der Aussicht an einem gemütlichen, warmen Ort anzukommen und ein schokoladiges Heißgetränk zu sich nehmen zu können.

 


Hinweis

{WERBUNG] Dieser Blogbeitrag enthält Produktempfehlungen und Markennennungen, die als Werbung angesehen werden können. Sie sind jedoch persönliche Empfehlungen von mir und ich bekomme keinerlei Gegenleistung von den genannten Firmen. Einzig die Firma triple2 hat mir im Sommer auf meine Nachfrage hin, Kleidung zum Testen zur Verfügung gestellt.


Die Einleitung oben ist zum Teil ein Zitat aus meinem Buch “How to survive als Radfahrer” (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 2017) und spiegelt die kalte Jahreszeit wider, in der auch in den Städten immer mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind. Eine positive Bewegung, die deutlich macht, wie normal und wichtig das Fahrrad wieder als Fortbewegungsmittel ist. Doch der Winter bringt neue Herausforderungen. Selbst kurze Strecken können schnell unangenehm werden, wenn der Wind pfeift oder der Schnee fällt. Ich stehe dann nicht nur vor der Überlegung, wie ich sicher durch den Verkehr komme, sondern auch regelmäßig vor der Challenge, die richtige Garderobe zurecht zu legen…

1. …damit ich nicht zu sehr friere.

2. …damit ich bei Strecken länger als 4 km keine Hitzewallungen aufgrund von zu viel Kleidung bekomme.

Wenn es euch auch so geht, folgen hier ein paar zunächst für mein Buch erstellte und nun ergänzte Weisheiten rund um die richtige Fahrradkleidung fürs Radfahren im Winter – damit die Qual nicht ganz so groß ist bzw., damit der Spaß größer und länger auszuhalten ist!

 

Der Wind Chill-Effekt
Wenn ihr mit dem Fahrrad fahrt, kennt ihr definitiv den Wind Chill-Effekt. Dieser beschreibt, dass die gefühlte Temperatur in
Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit niedriger ist, als die tatsächliche Lufttemperatur. Die Haut kühlt durch einen Luftstrom ab. Diese Abkühlung durch den Windchill tritt ein, wenn die Hauttemperatur über der Lufttemperatur liegt. Je höher die Windgeschwindigkeit ist, desto größer ist auch der  Abkühlungseffekt. Deshalb ist es wichtig, die Haut vor dem Wind zu schützen.

Materialien

Bei kurzen Strecken bis zu 4 bis 5 km kann spezielle Funktionsbekleidung (außer Regenkleidung natürlich) meist vernachlässigt werden. Der eigene Fahrstil spielt aber immer eine große Rolle, wie schnell einem warm wird oder man sogar schwitzt. Eine atmungsaktive, mehrlagige Funktionsjacke mit Membran erscheint erstmal sinnvoll. Besonders an sehr kalten Tagen oder für längere Ausfahrten. Für kurze Strecken und in der Stadt wird aber vermutlich auch ein hochwertiger, warmer Wollmantel gute Dienste leisten (bei mir oft der Strickponcho).

Merino

Bei Unterwäsche wie Langarmshirts (z.B. von Chapeau! oder Icebreaker) und Hosen lohnen sich natürliche Materialien, wie Produkte aus Merinowolle. Diese verfügen über tolle Eigenschaften, wie gute Feuchtigkeitsaufnahme- und transport, eine hohe Wärmeisolation und haben außerdem antibakteriellen Fähigkeiten. Dabei solltet ihr unbedingt auf die Qualität und Herkunft der Wolle achten. Kauft nur Produkte, bei denen die Hersteller Wolle aus zertifizierten Betrieben verwenden! Sicher macht sich das im Preis bemerkbar, aber es soll auch gewährleisten, dass die Schafe nicht unter Behandlungen (Mulesing) leiden, die schmerzhaft für das Tier sind, um zum Beispiel Parasitenbefall zu vermeiden.

Kunstfasern

Es gibt natürlich auch Unterwäsche (z.B. von odlo oder Löffler) aus synthetischen Materialien, die ihren Zweck gut erfüllen. Sie sind meist haltbarer, reißfester und trocknen dabei schneller als Wolle. Da ist es aber wichtig, darauf zu achten, ob die Materialien eine speziell, geruchsverhindernde Behandlung bekommen haben. Bakterien können sich nämlich besser an Synthetikfasern halten und daher riecht die Kleidung oft schneller als Wolle. Gute Leistungen bringen am Ende beide Materialien.

Thermomaterial

Oft innen angeraut, weich und warm, außen winddicht, wasserabweisend und glatt – das ist das Material aus dem kuschelige Winterfahrradträume bestehen. Beinlinge, Armlinge, Radhosen, Trikots, alle werden aus diesem Material in unterschiedlichen Stärken gefertigt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das Material ist oft ein Gemisch aus Kunst- und Naturfasern (Wolle, Polyamid, Fleece, Polyester usw.) hat eine Struktur, die Wärme hält (isoliert u.a. durch die weich aufgerauten Fasern auf der Innenseite) und Kälte durch Wind abhält durch die glatte, dichte Außenseite und speziellen Beschichtungen. Außerdem ist es (bis zu einem gewissen Grad) atmungsaktiv.

Primaloft® oder Daune?

Toll sind wärmende Jacken mit Wattierung (z.B. von Vaude oder Mavic), die gleichzeitig atmungsaktiv und isolierend wirken. Ich bin mittlerweile ein riesiger Primaloft® Fan, auch, weil ich weitestgehend auf Daunenprodukte verzichte. Zu undurchsichtig sind mir dort die Herstellungsverfahren. Wer dennoch lieber Daune tragen möchte, weil ihre leichten und wärmenden Eigenschaften unbestreitbar gut sind, sollte auch da auf die Herkunft der Daunen und das Verfahren achten, wie die Gänse gerupft wurden. Nachhaltige und fortschrittliche Unternehmen geben dies auf ihren Webseiten preis.

Während ich früher meist um spezielle Fahrradbekleidung einen Bogen gemacht habe, weiß ich sie nun immer mehr zu schätzen. Besonders für längere Ausfahrten mit Libelle greife ich auf Fahrrad-Funktionsbekleidung zurück. Diese unterscheidet sich größtenteils doch sehr von meiner Alltagsbekleidung in der Stadt, obwohl ein paar Teile den Übergang schaffen. Diese sind für mich im Herbst und kommenden Winter fast schon unverzichtbar geworden, je nach Temperaturtiefe.

Das Zwiebelprinzip

Das funktioniert auch im Winter sehr gut – vielleicht sogar noch effektiver als im Sommer. Mindestens drei Schichten sind angeraten:

  1. Unterwäsche,
  2. die isolierende und wärmende Schicht
  3. die schützende, außere Schicht

Dabei hilft es je nach Tiefe der Temperaturen ebenfalls auf funktionelle Kleidung zurückzugreifen – vor allem bei den
unteren Schichten.

Meine Winter Radbekleidung Must-Haves

 

1. Die Mütze, die Handschuhe und das Multifunktionstuch,

…sind unentbehrlich und halten die Körperregionen warm, die besonders unter der kalten Luft leiden, weil sie dieser meist direkt ausgesetzt sind. Toll ist zum Beispiel ein Schlauchschal, den man noch bis über das Kinn ins Gesicht hochziehen kann. An ganz kalten Tagen (ab um die 2°C) mag ich welche mit Primaloftisolierung. Da geht kein Wind durch und es ist kuschelig warm. Für mehr Style kommt darüber oft ein dünnes, buntes Tuch. Bei mehr Kälte lege ich einen anderen, warmen Schal darüber. Das hängt aber auch stark vom eigenen Kälteempfinden ab.

 

 
 
 
 
 
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Auf dem Kopf trage ich unterschiedlich dicke Strickmützen. Die Mütze sollte den Wind abhalten und wird durch eine Fleeceinnenseite noch wirkungsvoller und wärmender. Ich sah auch schon wundervolle, bunte Ohrenwärmer oder Stirnbänder, die ebenfalls sehr effektiv sein können. Für Handschuhe gilt ähnliches. Eine aufgeraute Innenseite ist kuschelig und warm. Wenn die Außenseite noch zusätzlich über wind- und wasserabweisende Eigenschaften verfügt, seid ihr auch bei Schneefall und leichtem Regen auf der sicheren Seite (z.B. von Rapha, Roeckl oder GripGrab). Ich trage dünne Wollmix-Handschuhe von Giro bei milderen Temperaturen und, sobald es kühler wird momentan die winddichten Radhandschuhe von dhb.

2. Das Langarmshirt und evt. die Unterhose,

…die eine dünne, aber sehr effektive Schicht darstellen, funktionieren am besten mit Wollanteil. Wenn es die erste, also die Unterwäscheschicht ist, ist diese am besten eng anliegend, lang und hautschmeichelnd. Das Material sollte Schweiß und Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren. Eine lange Unterhose zum Beispiel aus Merinowolle wirkt wahre Wunder. Ergänzt wird diese durch ein Top oder langärmliges T-Shirt (z.B. von Löffler, icebreaker oder dhb) und langen Strümpfen.
Ich trage im Alltag meist Thermostrumpfhosen mit (Knie-) Strümpfen darüber. Für die Herren gibt es lange, wärmende Unterhosen in einigen Materialvarianten und Farben (z.B. von odlo oder icebreaker).

3. Die Zwischenschicht

…über der Unterwäsche ist die wärmende, isolierende Schicht und kann ein leichter Pullover aus Fleece oder Strick und die Softshell-/ Thermoweste oder das Thermofunktionsshirt sein. Wenn ich mit dem Faltrad bei Temperaturen um die 5 bis 8°C in der Stadt unterwegs bin, trage ich meist unter dem Longsleeve bzw. der Strickjacke mein normales T-Shirt oder eine Bluse und darüber eine dünne Softshellweste. Bei diesen Temperaturen kommen über die Strumpfhose nur ein Rock (genügend Bewegungsfreiheit vorausgesetzt) oder Shorts (oft aus Jeans). Wenn es in die Minusgrade geht, ziehe ich über die Unterhose bzw. die Strumpfhose dann die normale Hose (Jeans/Stoffhose), einen Wollrock oder eine windabweisende Radhose.

4. Die Jacke

…hat als letzte Schicht bei sehr kaltem, nassen Wetter eine wetterabweisende Funktion und besitzt möglichst wind- und wasserabweisende Eigenschaften (z.B. von Mavic, Vaude oder Rapha). Je nach Streckenlänge und Temperatur reicht aber auch eine Regen- oder Windjacke aus. Wenn es nicht allzu windig und kalt ist, trage ich über einer dünnen Thermoweste in der Stadt nur einen Poncho aus Grobstrick, der die Wärme hält, sonst aber auch einen langen Wollmantel, der die Oberschenkel bedeckt.

Wichtig ist, es nicht mit der Dicke der Schichten zu übertreiben! Durch die Bewegung beim Radfahren wird es doch irgendwann sehr warm und ihr müsst euch gegebenenfalls um eine Schicht erleichtern (daher ist das Zwiebelprinzip eigentlich auch sehr praktisch). Doch schwitzen möchte man auch nicht. Deshalb ist der sinnvolle Aufbau der Schichten relevant. Ein Baumwoll-T-Shirt als Zwischenschicht bringt womöglich nicht den gewünschten Effekt bezüglich Schweißaufnahme und Atmungsaktivität, da es sehr schlecht Feuchtigkeit transportiert (im Gegensatz zu Merinowolle) und langsam trocknet. Daher sind die richtige Materialwahl und Atmungsaktivität der Fahrradkleidung zumindest bei längeren Fahrten mit dem Rad im Winter besonders wichtige Themen.

Wärme im Detail

Wenn die Gelenke sich melden, kann man sehr gut auf spezielle Knie und Ellenbogenwärmer (z.B. von dhb, Vaude, Svelte London oder Chapeau!) zurückgreifen. Diese sind oft aus sehr weichen, innen aufgerauten Thermo-Materialien, die schön warm halten und jede Bewegung mitmachen. Achtet darauf, dass ihr die richtige Größe kauft, damit nichts rutscht beim Radeln. Wer Stulpen möchte, kann diese auch direkt anziehen – was an sich auch keine schlechte Idee ist.

Da die Füße sich sehr wenig bewegen beim Radfahren, kühlen diese oft schneller aus, wenn das Schuhwerk nicht entsprechend wärmend und dicht ist (Schuhe z.B  von Vaude oder Northwave). Es helfen nicht nur gute, isolierende Schuhe und Socken, sondern für kurze Strecken und sehr kalte Tage auch wärmende Cremes. Die gibt es zum Beispiel in der Drogerie und haben kurzzeitig einen ähnlichen Effekt, wie Rheumasalben. Die Durchblutung der Füße wird angeregt und sie fühlen sich dadurch eine Weile wärmer an. Allerdings ist das stark von dem persönlichen Kälteempfinden abhängig, wie viel die Cremes wirklich bringen. Der Effekt ist eher nur unterstützend. Bei längeren Ausfahrten lohnt sich eventuell die Anschaffung von Neoprenüberziehschuhen (z.B. von Vaude, GripGrab, dhb oder isadore), die den Wind abhalten und zusätzlich isolieren.

Wichtig ist hier immer das Outfit auch auf die zu fahrende Streckenlänge abzustimmen. Bei kurzen Wegen (bis 4km etwa) kann es ruhig etwas wärmer sein. Auf Strecken ab 5 km lieber eine Schicht weniger anziehen bzw. so, dass man unkompliziert nach dem Warmradeln etwas ausziehen kann (wie die Weste z.B.)

Ein typisches Outfit im Stadtalltag im Herbst/ Winter

Im Gegensatz zur Freizeitausfahrt, wo ich auf meinem Gravelbike auch eine sportlichere Sitzposition einnehme, mag ich es im Alltag überhaupt nicht, stilistisch zu sportlich gekleidet zu sein. Das kann die Kleidungsauswahl zum Radfahren als Kleid- und Rockliebhaberin mitunter etwas einschränken und erschweren. Nichtsdestotrotz schaffe ich es auch beim Radfahren im Winter meinem Stil größtenteils treu zu bleiben. Ein typisches Outfit auf dem Weg zur Arbeit kann bei mir zum Beispiel so aussehen:

Oberteile

Unterteile

  • Unterwäsche bzw. zusätzlich ein Top, meist aus Modal als körpernahe Schicht
  • T-Shirt, Bluse oder Kleid (unterschiedliche Materialien)
  • dünner Pullover oder Strickjacke bzw. diese eingepackt für die Arbeit und auf dem Rad dann mit Merino-Langarmshirt (Chapeau! Icebreaker) und dünner Weste (Softshell)
  • bedeckende Schicht, die je nach Temperatur und Streckenlänge variieren kann: Poncho aus Grobstrick, isolierende Thermo-Fahrradjacke, Softshelljacke oder kniellanger Wollmantel
  • Multifunktionstuch, Schal und Mütze (Material je nach Temperatur), Handschuhe (Wollhandschuhe von Giro + evt. winddichte Handschuhe von dhb)
  • Thermo-Strumpfhosen bzw. Strumpfhosen von 60 -100 den, je nach Temperatur
  • kurzer, nicht zu dünner Rock (bei Minusgraden gern aus Fleece oder mit Wollanteil) oder Shorts
  • lange (Knie-)Strümpfe oder Wollsocken in halbhohen Stiefeln mit Thermo-Einlegesohle (!)
  • zusätzlich optional Knielinge und/oder Armlinge aus Thermomaterialien (innen weich und aufgeraut, warm und winddicht)

Ein typisches Outfit für eine Freizeitausfahrt im Herbst/ Winter

Mit Libelle habe ich wieder richtig Lust auch abseits von längeren Touren, Ausfahrten im Berliner Umland zu unternehmen. Selbst in der kälteren Jahreszeit kribbelt es in den Fingern und ich versuche zumindest ein paar Mal im Monat etwas länger als eine halbe Stunde am Stück auf dem Rad zu sitzen. Da wird es dann bei der Kleiderwahl schon etwas herausfordernder. Ich habe dieses Jahr im Sommer zum ersten mal Bibshorts (von triple2) getragen und muss zugeben, dass ich zuvor wenig damit anfangen konnte. Das konnte doch nicht bequem sein! Doch weit gefehlt, tatsächlich habe ich Gefallen daran gefunden, wenn denn das Outfit auch zum Fahrrad und zum Anlass der Fahrt passt. So habe ich mich schließlich im Herbst getraut und meine erste lange Fahrrad-Bibtight bestellt – und sie ist großartig! Bei doch sehr frischen Temperaturen zwischen 0 bis 8°C und einer Ausfahrt von zwei bis drei Stunden trage ich folgendes:

Im Herbst

 

Im Winter

Oberteile

Unterteile

  • Sport-BH (die beste Entdeckung dieses Jahr; das ganze Jahr über: Shock-Absorber Multisport) + Funktions-Tanktop aus Mesh (Löffler Transtex)
  • Merino-Langarmshirt
  • (zusätzlich evt. Kurzarmtrikot/Thermo-Langarmtrikot (z.B. von Chapeau!))
  • Thermo-Fahrradjacke (z.B. Isadore oder Rapha) bzw. Winter-Thermojacke mit Primaloft-Wattierung (hier Mavic Ksyrium Elite: sehr warm, tolles Design und große Rückentasche mit Fächern innen)
  • Helm mit Radkappe bzw. winddichte Thermo-Radmütze, die die Ohren mit abdeckt (z.B. von Look mum no hands oder Rapha)
  • Mutifunktionstuch ( z.B. MaxFred oder P.A.C.) und Handschuhe (Wollhandschuhe von Giro + evt. winddichte Handschuhe von dhb)
  • lange Thermo-Radhose (Chapeau!, schön kuschlig, leider Polster für mich nicht ganz optimal, da zu groß an den Rändern) bzw. Bibtights mit richtigem Top oben, die wie ein Trikot mit Reißverschluss zu schließen sind (dhb Classic Thermo Trägerhose, waaarm, tolle Passform und gutes, bequemes Polster und Reflektionspaspeln)
  • Thermo-Radsocken bzw. Merino-Winterradsocken
  • wasserdichte MTB-Fahrradschuhe (Vaude) plus evt. Neopren-Überziehschuhe (dhb)
  • zusätzlich evt. Regenjacke bzw. -hose
  • wenn es richtig kalt ist plus Thermo-Armlinge (dhb) und Knielinge (Vaude) bzw. Beinlinge

Es gibt natürlich auch deutlich farbenfrohere Kleidung aus Hi-Vis Materialien und in Neonfarben. Mitunter reichen aber auch gute Leuchten am Fahrrad und reflektierende Elemente, die an fast jeden Teil meiner wärmeren Fahrradkleidung zahlreich vorhanden ist.

Bei Rapha habe ich sogar reflektierende Flächen gesehen, so wie bei der Shadow Tight.

So, ich offe, ihr konntet ein wenig Inspiration finden und fühlt euch bei der nächsten Tour eventuell etwas besser gewappnet. Ich fand es auch die letzten Male wieder faszinierend, wie schnell mir warm wurde, insofern ich die richtige Kleidung anhatte und sobald ich ein paar Kilometer gefahren bin. Da kann kalt sogar richtig toll sein! Nur das zu lange herumstehen, ist nicht so zu empfehlen, also sind Heißgetränke oder eine Fleecejacke während der Pausen natürlich immer hilfreich.

10 kleine Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende unter 40 €- plus Gewinnspiel!

Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und auch dieses Jahr habe ich ein paar tolle Geschenkideen und Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende zusammengestellt. Und das Beste: Kleine Freuden müssen nicht viel kosten. Alle Geschenke bekommt ihr für jeweils unter 40 €! Da es wichtig ist, sich selbst etwas zu gönnen und ich ein paar großzügige Sponsoren gefunden habe, wartet am Ende des Beitrags dieses Jahr ein Gewinnspiel mit tollen Preisen rund ums Fahrrad auf euch – zum Behalten, weiter Verschenken, sich Freuen.

Transparenzhinweis:

Dieser Beitrag enthält Produktempfehlungen, was als Werbung angesehen werden kann! Die Liste und die Produkte auf ihr sind allerdings auf meinen Mist gewachsen. Auch die Idee zum Gewinnspiel stammt von mir. Und nun rein in die Weihnachtsfreuden :-)! Danke dennoch an Peter Rüssmann von “one year of bicycles“, die Bike Citizens und MaxFred für die tollen Gewinne!


Wie auch im letzten Jahr folgen nun meine 10  Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende, Fahrradliebhaber und Freunde der Velokultur – diesmal mit Geschenkideen unter 40 €. Alle ausgewählten Produkte gefallen mir auch sehr gut und sind teilweise schon länger in Benutzung oder stehen auf meiner Wunschliste. Schaut gern ebenfalls in die Liste von 2018! Dort gibt es nach wie vor gute Geschenkideen, die dieses Jahr noch genauso aktuell sind. Nun aber los!

1. Buch: “101 Dinge, die ein Fahrrad-Fan wissen muss”

Bild credit: GeraMond Verlag.

“101 Dinge, die ein Fahrrad-Fan wissen muss” ist ein knapp 190 Seiten Büchlein aus der 101 Dinge – Reihe des GeraMond Verlags und beschäftigt sich leicht und informativ mit den vielen kleinen, spannenden Dingen, die es rund um das Fahrrad zu wissen gibt. Die Autorin ist auch keine ganz Unbekannte: Andrea Reidl dürfte einigen noch von ihrem ZEIT online Fahrradblog Velophil bekannt sein. Ein schönes Geschenk für Fahrradenthusiasten, die etwas mehr über das beste Fortbewegungsmittel der Welt wissen wollen.

InfosReidl, Andrea. – München : GeraMond, [2018], [1. Auflage]
ISBN: 9783956130519
Preis14,90 €
Bezugsquelleverlagshaus24.de

2. Bike Citizens Finn

Credit Bike Citizens

Die universelle Smartphonehalterung von den Bike Citizens für Fahrrad, Kinderwagen und Co. bekommt auch dieses Jahr einen Platz auf meiner Weihnachtsgeschenkliste für Radfahrende. Warum? Weil der Finn sich nach wie vor bewährt und die einfachste und unkomplizierteste Möglichkeit ist, das Smartphone zum Navigieren an das Fahrrad zu bekommen. Da der Finn klein und leicht ist, kann man ihn immer dabei haben. Neu dieses Jahr: Es gibt limitierte farbige Finns in leuchtrot und türkis – für mehr Farbe am Fahrrad. Entweder einzeln oder als 2 + 1 Colour Pack zum Verschenken und selbst behalten. Noch besser: Im Gewinnspiel habt ihr die Chance einen leuchtroten oder türkisen Finn zu gewinnen! Schaut mal am Ende des Beitrags und macht mit!

InfosUniverselle Smartphonehalterung; aus flexiblem Silikon; leicht und robust
Preis15,00 €; Limitierte 2+1 Colourpacks 30,00 €
Bezugsquellegetfinn.com

3. Das Regenwetterset von Fahrer Berlin

Credit. Fahrer Berlin

Schlechtes Wetter ist ja bekanntlich kein Grund nicht Rad zu fahren! Während wir uns in diverse Regenkleidung schmeißen, muss das Fahrrad jedoch oft draußen im Nassen verweilen. Wie gut, dass Fahrer Berlin ein kleines, praktisches Set zusammengestellt hat, das genau die Stellen am Rad abdeckt mit denen Radfahrende zuerst in Kontakt kommen oder die einen Spritzschutz benötigen. Ein super Geschenk für Allwetterfahrende bestehend aus LATZ URBAN (schwarz), der praktischen Schutzblecherweiterung, GRIFFIS (schwarz), der Griffschutz und KAPPE, die Sattelhaube. Bei Fahrer Berlin gibt es noch viele andere tolle Kleinigkeiten fürs Fahrrad.

InfosBestehend aus Spritzschutz, Griffschutz und Sattelschutz
Preis31,70 €, momentan zum Angebotspreis von 26, 95 €
BezugsquelleFahrer-Berlin.de

4. Emaillebecher von veloheld

Credit: Veloheld

Was auf jeden Fall beim nächsten Bikepacking-Abenteuer nicht fehlen darf, ist ein passender Becher – für den lebenswichtigen Kaffee, das erfrischende Kaltgetränk oder den geteilten Schluck Whiskey am Lagerfeuer. Besonders angetan hat es mir der Emaillebecher von veloheld. Das praktische Accessoire kommt mit hübschem “I am a veloheld” Schriftzug und witzigem Hipster-Crosser Motiv. Ganz wichtig: Der Henkel, an dem man den Becher an die Satteltasche, die Packtasche oder den Gürtel hängen kann. Zusammen mit dem klassischen Opinel-Klappmesser genau das richtige für Outdoorfreunde.

Infosaus emailliertem Stahl; 300 ml/8×9 cm;  schwarz-weiß; spühlmaschinenfest
Preis12,90 €
Bezugsquelleveloheld.de

5. Reflektierende Sticker fürs Fahrrad von Reflective Berlin

Reflective Berlin
Credit: Reflective.Berlin

Wenn das alte Fahrrad etwas Aufhübschung vertragen kann oder einfach mehr Sichtbarkeit in der Dunkelheit erwünscht ist, seid ihr bei Reflective. Berlin (ehemals Happarel Bicycles) an der richtigen Adresse. Die wunderschönen, farbigen Decals oder Sticker Kits fürs Fahrrad sind individuell anbringbar, robust und spurlos wieder entfernbar. Ob am Helm, am Fahrradrahmen, aber auch am Kinderwagen oder Roller – die Sticker lassen sich an vielen Stellen anbringen und verstärken die Sichtbarkeit in der Nacht und sehen dabei auch noch richtig gut aus. Eine kleine Aufmerksamkeit für Freunde, die nicht gleich um die Ecke wohnen, da man die Decals zum Beispiel leicht im Briefumschlag versenden kann.

Infosreflektierende Aufkleber; individuell und leicht anbringbar; verschiedene Designs und Formen (Shapes, Decals, Sticker Kits)
Preisab 5,90 € (Decals); 9,90 € (Shapes); Kits (59,90 €)
Bezugsquellereflective.berlin

6. Bambus Accessoires von MaxFred

Tuch
Credit MaxFred

Ich durfte letztes Jahr u.a. die weichen Multifunktionstücher von MaxFred testen. Bis heute trage ich mein schwarzes Tuch bei jeder Gelegenheit auf dem Fahrrad und auch ohne. Die Schlauchschals bestehen unter anderem aus Bambusfaser, die atmungsaktive und gering geruchsaufnehmende Eigenschaften besitzen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben. Außerdem fühlen sich die Produkte sehr weich und angenehm auf der Haut an. Ein praktisches Geschenk, das man immer gebrauchen kann und gerne trägt. Und gewinnen könnt ihr es auch noch – im Gewinnspiel weiter unten!

Infosaus 88% Bambus-Viskose; atmungsaktiv und formstabil
PreisMütze, Multifunktionstuch, jeweils 17,95 €
BezugsquelleMaxFred.de

7. Buch: Bikevibe London

BikeVibe
Ein Blick ins Bike Vibe Journal London.

Das Bikevibe Journal ist ein halbjährlich erscheinendes Magazin, das die Fahrradszene in großen Städten weltweit unter die Lupe nimmt. Jede Ausgabe legt den Fokus auf eine bestimmte Stadt: Tokyo, Oslo, Portland, Mailand, London, New York und die aktuelle Ausgabe Paris. Das ansprechend gestaltete Journal kommt mit vielen Fotos, Interviews und Geschichten. In London wird nicht nur über allseits bekannte Shops, wie Look mum no hands berichtet, sondern auch über kleine Unternehmen wie die London Bike Kitchen. Ein wundervolles Geschenk für kulturell interessierte Radfahrende, die weltweit unterwegs sind und gern lesen. Ich muss leider zugeben, das Magazin ist nicht ganz so einfach zu beziehen, wird aber in einigen speziellen Buchhandlungen geführt oder auf Anfrage bestellt. In Berlin gab es das zum Beispiel bei doyoureadme. Mit etwas Glück könnt ihr ein Exemplar der Bikevibe London im Gewinnspiel unten ergattern!

InfosBikevibe London, Volume five,
Spring 2017
Preisca. 20 € (NOK 190) – 30 € je nach Bezugsquelle
BezugsquelleBikeVibe.no

8. Die Fidlock-Trinkflasche

FidlockOhne diese Flasche mit ihrer raffinierten Halterung mag ich gar nicht mehr losfahren! Die Fidlock TWIST Flasche mit 450 oder 600 ml Fassungsvermögen lässt sich dank innovativem Magnetverschluss mit einer leichten Drehbewegung von der Halterung am Fahrradrahmen lösen – und noch einfacher wieder anbringen. Am Rahmen selbst befindet sich nur eine kleine, flache Magnethalterung, die an den üblichen Trinkflaschenösen mit Schrauben befestigt wird. Das Gegenstück ist in der Flasche integriert. Gibt es auch als Universalhalterung. Das System ist modular und Flaschen können einzeln erworben werden. Ohne eingeklickte Flasche fällt die Halterung fast gar nicht auf. Das perfekte Geschenk für Puristen, die lieber weniger als mehr am Fahrrad haben.

Infosinnovativer Fidlock TWIST Magnetverschluss; Flaschen mit 450 oder 600 ml
PreisTrinksystem ab ca. 29,99 € – 35,99 €
BezugsquelleFidlock-Bike.com

z.B. via fahrrad.de oder brügelmann.de oder im Fahrradladen um die Ecke

9. Bunte Fahrrad-Socken

SockGuy
Bunte Fahrrad-Socken in allen Varianten.

Ja, Socken. Richtig gelesen. Mittlerweile gibt es soooo viele tolle, bunte Strümpfe, die man guten Gewissens verschenken kann. Wie zum Beispiel die Socken von SockGuy. Sie sehen nicht nur witzig aus und kommen in unzähligen Varianten und Farben, es sind auch noch Sportsocken. Da fällt es schwer sich für ein Motiv zu entscheiden. Ob Socken mit Biermotiv, Zitrusfrüchten oder bunten Streifen, es ist für jeden oder jede etwas dabei.

Credit: Many Mornings

Neu entdeckt habe ich die Fußbekleidung von Many Mornings! Das sind zwar keine Sportsocken, funkionieren aber genauso gut für die extra Portion gute Laune am Fuß! Freunde der bunten Füße werden die Socken lieben, denn hier gleicht keine Socke der anderen. Der linke Fuß und der rechte Fuß haben ein eigenes Design und folgen dennoch der gleichen Gestaltungslinie. 5% von jedem verkauften Paar gehen außerdem an Charity-Einrichtungen. Haben-Wollen!

InfosSockGuy: extra Verstärkung an Ferse und Zehen; Meshbündchen; Made in the U.S.A.

ManyMornings: designed & hergestellt in Polen

Preisab 5,99 €
BezugsquelleSockGuy.com

ManyMornings.com

10. “One year of bicycles”-Kalender 2019

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Juhu, noch ein Wiederkehrer unter den Weihnachtsgeschenktipps über den ich mich sehr freue! Auch 2019 dürfen wir uns wieder an großartigen, historischen Fahrrädern satt sehen. Sie werden erneut hochwertig im “One year of bicycles” Kalender 2019 präsentiert  und erfreuen Monat für Monat das Auge. Dieses Mal waren Peter Rüssmann, Fotograf, und Nico Thomas, Fahrrad-Restaurator, im Fahrradmuseum Bad Brückenau. Ob das Rekordversuch-Fahrrad „Vagant“ (Baujahr ca. 1950) von Karl-Heinz Kramer mit extragroßem Kettenblatt oder das Caminargent (Frankreich ca. 1936) von Pierre Caminade aus achteckigen Aluminiumrohren, es finden sich wieder so einige Schmuckstücke im Kalender.

Ihr wollt diesen Kalender unbedingt selbst zu Hause hängen haben? Dann nehmt die Chance war und macht mit beim Gewinnspiel!

Infos65 x 50 cm im Querformat auf
220 g Papier, seidenglänzend;
Wire-O-Bindung plus schützende Hochglanzfolie
Preis39,95 € + Versand
Bezugsquelleone-year-of-bicycles.com

 


Das Weihnachts-Gewinnspiel

Dieses Jahr gibt es ein paar tolle Produkte aus meiner Weihnachtsgeschenktipp-Liste zu gewinnen!

Vier schöne, praktische und hochwertige Preise:

3x ein wunderschöner one year of bicycles” 2019 Kalender

2x eine Finn Smartphone Halterung von den Bike Citizens in den farbenfrohen Varianten türkis oder leuchtrot

1x ein weiches Set bestehend aus Tuch + Mütze aus der Max&Fred Bamboo-Linie in der Farbe eurer Wahl!

1x ein Exemplar des Journals BikeVibe London

 

Das heißt sieben von euch haben die Chance auf einen Gewinn! Toll, oder? Die Teilnahme ist ganz einfach und ich möchte auch genau das Gleiche wissen, wie letztes Jahr: Was sind eure Fahrradpläne? Ich möchte zum Beispiel im April meine erste mehrtägige Gravel-Selfsupport Fahrt mit dem Hanse Gravel mitfahren!


So könnt ihr mitmachen:

  1. Abonniert meinen Blog und/oder liked meine Facebookseite!
  2. Teilt den Beitrag auf Facebook (wenn ihr dort denn seid)!
  3. Hinterlasst unter diesem Beitrag oder(!) unter dem Facebookpost einen Kommentar und verratet mir darin, worauf ihr euch im kommenden Fahrradjahr 2019 am meisten mit eurem Rad freut! Plant ihr eine große Reise, wollt ihr ein neues Fahrrad kaufen oder einfach nur regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahren? Erzählt mir davon!

Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 16.12.2018 um Mitternacht MEZ. Die Gewinner werden per Los ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Infos zur Teilnahme am Gewinnspiel findet ihr unter den allgemeinen Teilnahmebedingungen!


Viele Glück und eine schöne Vorweihnachtszeit euch!

 

Radfahren in der Emilia Romagna: Über den Torre di Oriolo nach Brisighella

Italien= Pizza, Pasta und Amore! Mehr nicht? Man könnte manchmal meinen, in dem südeuropäischen Land dreht sich alles nur um Essen und Liebe, zumindest aus Touristensicht. Doch weit gefehlt – auch Kaffee und Wein spielen eine sehr große Rolle und werden gern und viel genossen! Was soll man bei den zahlreichen Spezialitäten und dieser guten Küche auch machen? Ich hätte wirklich am liebsten den ganzen Tag gegessen und getrunken. Doch ich habe es tatsächlich geschafft neben den kulinarischen Genüssen, auch etwas Bewegung in meinen Italientrip zu bekommen: #ERCycling! Was ich in der Emilia-Romagna so erlebt habe, erfahrt ihr in diesem Blogpost!

Teil 1 des Berichts gibt es unter: Radfahren in der Emilia Romagna: Von Therme, Olivenöl und Wein


Hinweis!

-WERBUNG-  Dies ist der Bericht über eine Bloggerreise. Die Reisekosten wurden übernommen. Die Erfahrungen und Bewertungen sind meine eigenen ;-). Eingeladen wurde ich vom Tourist Board Emilia-Romagna und terrabici.com, ein Zusammenschluss von auf Bikesport spezialisierten Hotels, der die Fahrradregion Emilia-Romagna auf internationaler Ebene fördert, u.a. durch gezielte Marketingstrategien. Für uns drei deutsche Fahrradbloggerinnen wurde ein individuelles Programm (#bicibloggertedesche) zusammengestellt. Das beinhaltete nicht nur die Unterkunft und ein Rahmenprogramm, sondern auch Ausfahrten mit bereitgestellten Fahrrädern und persönlichem Guide (Ex-Mountainbike-Profi Fabio Gioiellieri von #appennino bike), der in der Region zu Hause ist.


#ERCycling: Zwischen Faenza und Imola

Direktlinks zu den Highlights:
    1. Torre di Oriolo
    2. Brisighella, das Olivenöl, der Wein
    3. Pieve del Tho

1. Tag: Feucht-fröhliche Radtour mit Olivenöl und guten Aussichten

Es gab so einige Highlights und besondere Orte, die wir entdecken und besuchen durften. Tag eins auf dem Fahrrad startete mit leider sehr durchwachsenem Wetter und auf dem Weg, der zunächst mehr oder weniger parallel zum Fluß Senio führte, nieselte es immer mal wieder. Über das hübsche Castel Bolognese (nach ca. 12km) führte die Route vorbei an zahlreichen Wein-, Kiwi- und Sharonanbaugebieten nach Faenza (nach ca. 21 km).

Kurz vor der Stadt hörte es auf zu regnen und wir pellten uns schnell aus den Regenjacken, denn es wurde auch immer wärmer. Die Kleinstadt, die es schon zu Zeiten der Römer gab, ist bereits seit der Renaissance bekannt für ihre Tonwaren und verfügt u.a. über ein berühmtes internationales Keramikmuseum und einige reizvolle Architektur aus dem Mittelalter. Wir streiften die Stadt jedoch nur kurz, denn unser Ziel war ein unweit von Faenza liegender Turm:

Torre di Oriolo dei Fichi

Der erste wirkliche Kletterei lag vor uns und ich kam das erste Mal an diesem Tag richtig ins Schnaufen. So schaltete ich einige Gänge hinunter, um den Anstieg zu bewältigen, doch der Weg lohnte sich: Die Via di Oriolo führte uns hinauf zum mittelalterlichen Torre di Oriolo dei Fichi und bot einige traumhafte Ausblicke ins Tal. In der Region wird unter anderem Wein, aber auch Obst und Getreide angebaut. Außerdem wird der Tourismus immer wichtiger und so bieten viele Anwohner auf ihren Gütern Unterkünfte an. Sie haben sich als landwirtschaftliche Vereinigung zusammengeschlossen und wollen so gemeinsam den Agritourismus fördern.

Die Associazione per la Torre di Oriolo kümmert sich um den alten Turm. Zu ihnen gehört auch Mauro Altini von La Sabbiona, der ein Weingut mit Pension betreibt, wo die ganze Familie mitwirkt. Mauro führte uns herum und erzählte etwas über die jahrhundertealte Geschichte. Dieser einmalige, 17 m hohe Festungsturm hat eine hexagonale Form und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die 2,8m dicken Backsteinwände umschließen 5 Etagen, zwei davon unterirdisch. In den Sommermonaten eignet sich der Turm für Veranstaltungen aller Art. Auch Fahrradtouristen sind dort sehr willkommen.

Highlight: Der Ausblick vom Torre di Oriolo

Unsere Führung endete oben auf der großen Terrasse des Torre und ermöglichte einen wunderschönen Blick über die Weingüter und bis hin zum Meer der Adria. Nachdem Mauro uns noch auf einen Espresso auf seinen Hof eingeladen hatte, radelten wir schließlich weiter.

Zwischen Regenbögen und nassen Radhosen

Lange war uns die Trockenheit nicht gegönnt. Auf unserem Weg zurück Richtung Faenza und dann weiter gen Brisighella verdichtete sich die Wolkendecke rasant. Als wir ein Stück auf der Landstraße fuhren, brach es schließlich doch wieder über uns herein. Also Regenjacke wieder an und ab ging die Fahrt. So ein bisschen Nässe hält uns nord-/ostdeutschen Damen (WiebkeWie, hamburgfiets) doch nicht auf.

Ich kann im Nachhinein gar nicht mehr sagen, wie viele Regenbögen uns dieses wechselhafte Wetter beschert hat. Nach einigen Kilometern ging der Regen schließlich wieder in ein Nieseln über. Wir fuhren natürlich alle ohne Schutzbleche am Rad, klar oder? Denn breit bereifte Fahrräder fürs Gelände haben so etwas grundsätzlich nicht vormontiert, was meistens alles irgendwie Sinn ergibt. Doch in diesem Moment hätte ich mir wirklich Ansteckschutzbleche gewünscht…

Ich kam jedenfalls an diesem Tag das erste Mal in meinem Leben in den Genuß einer vom Regenwasser vollgesogenen Radhose (jaaaa, ich hatte keine Regenhose dabei, selbst Schuld und so…). Möchtet ihr noch mehr Details wissen? Nein? Gut. Also nachdem wir im wunderschönen, mittelalterlichen Brisighella angekommen waren – einem für sein Weltklasse Olivenöl bekannten Ort – suchte ich erst einmal die Örtlichkeiten des angesteuerten Lokals auf. Einen Fön oder Handtrockner gab es da zwar nicht, aber falls ihr einmal in eine ähnliche Situation geraten solltet, empfehle ich euch Papierhandtücher.

Wie die zum Einsatz kamen, dürft ihr euch selbst ausmalen… Effektiv war die Notmaßnahme zum Hosetrocknen auf jeden Fall! Doch genug davon! Kommen wir zu wichtigeren Dingen: Essen!

Brisighella, das Olivenöl und der Wein

Auf uns wartete eine Olivenölverkostung und eine Brotzeit mit Käse und Wurst der Region im lokalen Feinkostgeschäft Terra di Brisighella. Ich mag Olivenöl. Sehr. Und das gute italienische Öl einfach nur mit Brot aufzusaugen und dann direkt zu essen, war schon toll.
 

Natürlich musste ich nach der Pause auch noch eine Flasche des “Nostrana di Brisighella” Olivenöls kaufen. Glücklicherweise konnte ich es der Dame des Emilia-Romagna Tourismus Boards mitgeben, die zur Verkostung gekommen war. Ich muss zugeben, dass ich etwas erleichtert war und froh, dass ich die 750ml Glasflasche nicht in der Trikottasche mitführen musste!

Gourmet Tipp: Der Feinkostladen Terra die Brisighella

Denkt also unbedingt daran, eine Tasche dabei zu haben, wenn ihr den Laden Terra di Brisighella ansteuert. Dort gibt es noch viele andere tolle Produkte, wie Weine, Aufstriche und Seifen, die auch ein großartiges Mitbringsel für die zu Hause Gebliebenen abgeben.

Oliven und Wein

Bekannt ist Brisighella vor allem aufgrund des hochwertigen Olivenöls und durch den Weinanbau. Das Gemeindegebiet entlang des Lamone-Tals hat eine lange landwirtschaftliche Geschichte. Die Olivenkultur geht über tausend Jahre zurück und auch Wein wird dort schon sehr lange angebaut. Um die 70.000 Olivenbäume werden hier bewirtschaftet. Die Lage ist geografisch bevorteilt, denn durch die umliegenden Hügel sind die Haine vor kalten Winden geschützt und die Kreidefelsen speichern Wärme, was sich positiv auf den Anbau auswirkt. Die ansässigen Bauern haben sich zu Genossenschaften zusammengeschlossen, um die lokale Produktion aufzuwerten. Etwa 300 Olivenbauern gründeten 1972 eine Kooperative, die Cooperativa Agricola Brisighellese (Landwirschaftliche Genossenschaft von Brisighella). Ca. 90% der Olivenbauern sind Mitglied. Die Weinbaugenossenschaft umfaßt praktisch alle Weinbauern (ca. 575 Winzer).

RotweinartenWeißweinarten
In sonniger Hügellage wachsen der Sangiovese, der Merlot, der Cabernet-Sauvignon und der Ciliegiolo. Weißwein wird im Talgrund angebaut und umfasst Albana di Romagna, Trebbiano, Pignoletti, Pinot Bianco, Chardonnay und Sauvignon.
Nicht verpassen in Brisighella:
Bevor wir weiter radelten, konnten wir uns den Abstecher auf die alte Eselstraße “Antica Via Degli Asini” nicht entgehen lassen. Dieser heute als Spazierweg genutzte Gang ist eine durch zahlreiche Bögen gestaltete Hochstraße, die durch die mittelalterliche Altstadt von Brisighella führt.
 
Was früher eine Verteidigungsbrüstung war, wurde später eine Anlaufstelle für die Fuhrleute, die ihre Stallungen für die Zugtiere unter den Torbögen hatte. Radfahren könnte man da vielleicht, sollte man aber aufgrund der zahlreichen Stufen und Bodenwellen wohl sicherheitshalber eher lassen.

Geheimtipp Pieve del Tho:

Von alten Kirchen…

Bevor wir den größten Anstieg des Tages mit doch recht vollem Magen in Angriff nahmen, fuhren wir mit den Rädern ein Stück aus Brisighella heraus zu einer kleinen katholischen Kirche romanischer Bauweise. Die Pieve del Tho ist eine der ältesten Pfarreien des Lamonatals und stammt vermutlich aus der Zeit zwischen dem 8. bis 10.Jahrhundert. Von außen wirkte sie fast schon schlicht und unauffällig, wenn auch in gutem Zustand. Sobald man den Kirchenraum betritt setzt sich der Eindruck fort. Rundbögen gestalten die Seitengänge des Inneren und Holzbänke, auf denen noch die Namen der alten Familien aufgemalt waren, stehen im Mittelgang.
 
Versteckt in der Krypta des Baus befindet sich ein liebevoll hergerichtetes Museum, in dem alte Relikte und Mosaike präsentiert werden. Selbst die Gussform für die Kirchenglocke konnten wir in einem der kleinen Räume im verwinkelten Kirchenuntergrund bewundern.
 

…und langen Anstiegen

Die Wolken hatten sich währenddessen wieder zu dicken Bergen zusammen geschoben. Sie zogen bedrohlich grau in grau am Himmel entlang, doch immer wieder blitzte hoffnungsvoll etwas blau hervor. Wir schwangen uns auf die Räder, um doch noch ein paar Höhenmeter auf den ca. 13 km zurück nach Riolo Terme zu schaffen. Mit der Aussicht auf ein kuscheliges Bad in der warmen Therme war ich da auch äußerst motiviert.
 
Von Brisighella aus über die Via Rontana kletterten wir Stück für Stück die bis zu 11% Steigung empor. Dabei kamen wir am Wallfahrtsort Monticino (aus dem 18. Jahrhundert) und an der Festung Rocca Manfrediana und Veneziana (14. bis 16. Jh.) vorbei, wo sich heute das Arbeits- und Bauernmuseum befindet. Es war anstrengend, aber irgendwie klappte auch das hier wieder sehr gut für mich. Man könnte schon fast sagen, dass ich die Abwechslung und die Herausforderung des Kletterns ein bisschen genoss. Nachdem ich oben angekommen war, konnte ich es nicht lassen, den kleinen Hügel am Wegesrand hoch zu steigen, um dort einen noch besseren Blick ins Tal zu bekommen. Was für eine Kulisse!
 

Sonnenuntergang mit reichlich Drama

Wir ließen den Monte di Rontana links liegen und nahmen den letzten Abschnitt des Tages über die Via Calibane zurück ins Tal und waren damit fast schon wieder in Riolo Terme. Auch wenn ich die Abfahrt wieder mit Vorsicht genoss, da die Straße feucht war und ich noch immer unsicher im Kurvenfahren bin, fand ich sie dennoch wunderschön. Wieder kam dieses kaum zu beschreibende Gefühl der Freude, ja der Euphorie auf, als ich tief einatmete, die frische Luft einsog und die Kulisse dieser wundervollen italienischen Landschaft bei Abenddämmerung kaum fassen konnte. Da war die Sonne wieder, gab dem bewölkten Himmel einen dramatischen, leuchtenden Touch und diesem ereignisreichen Tag einen würdigen Abschluss.
 
 
Als wir nach knapp 75 km Radtour am Abend auf das Gelände des Grand Hotels rollten, setzte schließlich der Nieselregen wieder ein. Oh, dieses warme Thermalwasser war der perfekte Tagesabschluss. Und essen. Und schlafen.
 
Was wir am 2. Tag erlebt haben und wie es ist auf einer Formel 1-Strecke mit dem Fahrrad zu fahren, erfahrt ihr im kommenden, letzten Blogbeitrag der Reihe “Radfahren in der Emilia-Romagna”.

 

 

Coffeeneuring Challenge 2018

It’s that time of the year again! Die Coffeeneuring Challenge geht in die achte Runde. Vom 12.10.2018 bis zum 25.11.2018 läuft die schönste Herbstchallenge erneut und motiviert an sieben Wochen im Herbst noch einmal mehr aufs Fahrrad zu steigen und eine gemütliche Runde zu drehen.

Das erste Mal habe ich im Jahr 2016 von der Coffeeneuring Challenge gehört und fand die Idee großartig. Es geht schließlich darum, auch in der kühleren und tendenziell nassen Jahreszeit eine Motivation zu haben doch wieder öfter mit dem Fahrrad zu fahren (nicht, dass ich das sowieso nicht schon gemacht hätte ;-)). Kann ja keiner was dafür, dass der Herbst so golden ist und man eh ständig draußen unterwergs sein möchte^^. Also rauf aufs Rad, einkaufen, sich mit Freunden treffen und alles mit einem Kaffee oder ähnlichem Heißgetränk plus Kuchen, Waffeln, Eis ausklingen lassen und zurückradeln! Easy oder? Das tolle: Es sollen sieben verschiedene Locations angefahren werden. Ich finde diese Motivation super, da ich so auch neue Orte und Ecken in meiner Stadt kennenlerne. Außerdem gilt die Challenge weltweit – auch im Urlaub in Italien oder sonstwo.

Hier nochmal die Regeln.

Eckpunkte:

Dieses Jahr findet die Coffeeneuring Challenge von Freitag, 12.10.2018 bis Sonntag, 25.11.2018 statt.

  • 7 Tage in rund 6 Wochen an 7 verschiedenen Locations, d.h. ein Café, ein Restaurant oder ein Park etc.
  • mit dem Fahrrad mindestens 3,22 km ( 2 Meilen) zurücklegen, um zu dem Ort zu gelangen (insgesamt für Hin- und Rückweg)
  • max. ein Ort pro Tag und max. zwei Orte in der Woche (Die Woche geht dieses Mal von Freitag bis inklusive Donnerstag in der Woche danach.)
  • dort einen Kaffee, heiße Schokolade, Tee oder ähnliches zu sich nehmen
Dokumentation:
  • ein Foto vom Shop/Getränk/Fahrrad machen mit Vermerk, wann man was, wo getrunken hat (Datum, Ort, Getränk)
  • Detail zur Location ( Besonderheit des Ortes, Streckenbeschaffenheit, Abstellmöglichkeiten etc.)
  • Kilometerstand
  • posten auf Instagram oder Twitter unter dem Hashtag #coffeeneuring #coffeeneuring2018; in der Facebook Gruppe Coffeeneurs oder auf dem eigenen Blog
  • bis zum 01.12. die Dokumentation an Coffeeneuring Challenge schicken

Alle weiteren Rahmenbedingungen und Infos zu Auszeichnungen finden sich auf der Seite Coffeeneuring Challengevon Mary aus Washington, die die Challenge vor acht Jahren das erste Mal gestartet hat.