Archiv der Kategorie: Tipps

Ob Kaffee trinken und frühstücken in Berlin oder Ausflugsvorschläge mit dem Fahrrad, hier finden sich Beiträge zu Orten und Dingen, die das Leben einfacher, schöner oder spannender machen.

Radfahren in der Emilia Romagna: Über den Torre di Oriolo nach Brisighella

Italien= Pizza, Pasta und Amore! Mehr nicht? Man könnte manchmal meinen, in dem südeuropäischen Land dreht sich alles nur um Essen und Liebe, zumindest aus Touristensicht. Doch weit gefehlt – auch Kaffee und Wein spielen eine sehr große Rolle und werden gern und viel genossen! Was soll man bei den zahlreichen Spezialitäten und dieser guten Küche auch machen? Ich hätte wirklich am liebsten den ganzen Tag gegessen und getrunken. Doch ich habe es tatsächlich geschafft neben den kulinarischen Genüssen, auch etwas Bewegung in meinen Italientrip zu bekommen: #ERCycling! Was ich in der Emilia-Romagna so erlebt habe, erfahrt ihr in diesem Blogpost!

Teil 1 des Berichts gibt es unter: Radfahren in der Emilia Romagna: Von Therme, Olivenöl und Wein


Hinweis!

-WERBUNG-  Dies ist der Bericht über eine Bloggerreise. Die Reisekosten wurden übernommen. Die Erfahrungen und Bewertungen sind meine eigenen ;-). Eingeladen wurde ich vom Tourist Board Emilia-Romagna und terrabici.com, ein Zusammenschluss von auf Bikesport spezialisierten Hotels, der die Fahrradregion Emilia-Romagna auf internationaler Ebene fördert, u.a. durch gezielte Marketingstrategien. Für uns drei deutsche Fahrradbloggerinnen wurde ein individuelles Programm (#bicibloggertedesche) zusammengestellt. Das beinhaltete nicht nur die Unterkunft und ein Rahmenprogramm, sondern auch Ausfahrten mit bereitgestellten Fahrrädern und persönlichem Guide (Ex-Mountainbike-Profi Fabio Gioiellieri von #appennino bike), der in der Region zu Hause ist.


#ERCycling: Zwischen Faenza und Imola

Direktlinks zu den Highlights:
    1. Torre di Oriolo
    2. Brisighella, das Olivenöl, der Wein
    3. Pieve del Tho

1. Tag: Feucht-fröhliche Radtour mit Olivenöl und guten Aussichten

Es gab so einige Highlights und besondere Orte, die wir entdecken und besuchen durften. Tag eins auf dem Fahrrad startete mit leider sehr durchwachsenem Wetter und auf dem Weg, der zunächst mehr oder weniger parallel zum Fluß Senio führte, nieselte es immer mal wieder. Über das hübsche Castel Bolognese (nach ca. 12km) führte die Route vorbei an zahlreichen Wein-, Kiwi- und Sharonanbaugebieten nach Faenza (nach ca. 21 km).

Kurz vor der Stadt hörte es auf zu regnen und wir pellten uns schnell aus den Regenjacken, denn es wurde auch immer wärmer. Die Kleinstadt, die es schon zu Zeiten der Römer gab, ist bereits seit der Renaissance bekannt für ihre Tonwaren und verfügt u.a. über ein berühmtes internationales Keramikmuseum und einige reizvolle Architektur aus dem Mittelalter. Wir streiften die Stadt jedoch nur kurz, denn unser Ziel war ein unweit von Faenza liegender Turm:

Torre di Oriolo dei Fichi

Der erste wirkliche Kletterei lag vor uns und ich kam das erste Mal an diesem Tag richtig ins Schnaufen. So schaltete ich einige Gänge hinunter, um den Anstieg zu bewältigen, doch der Weg lohnte sich: Die Via di Oriolo führte uns hinauf zum mittelalterlichen Torre di Oriolo dei Fichi und bot einige traumhafte Ausblicke ins Tal. In der Region wird unter anderem Wein, aber auch Obst und Getreide angebaut. Außerdem wird der Tourismus immer wichtiger und so bieten viele Anwohner auf ihren Gütern Unterkünfte an. Sie haben sich als landwirtschaftliche Vereinigung zusammengeschlossen und wollen so gemeinsam den Agritourismus fördern.

Die Associazione per la Torre di Oriolo kümmert sich um den alten Turm. Zu ihnen gehört auch Mauro Altini von La Sabbiona, der ein Weingut mit Pension betreibt, wo die ganze Familie mitwirkt. Mauro führte uns herum und erzählte etwas über die jahrhundertealte Geschichte. Dieser einmalige, 17 m hohe Festungsturm hat eine hexagonale Form und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die 2,8m dicken Backsteinwände umschließen 5 Etagen, zwei davon unterirdisch. In den Sommermonaten eignet sich der Turm für Veranstaltungen aller Art. Auch Fahrradtouristen sind dort sehr willkommen.

Highlight: Der Ausblick vom Torre di Oriolo

Unsere Führung endete oben auf der großen Terrasse des Torre und ermöglichte einen wunderschönen Blick über die Weingüter und bis hin zum Meer der Adria. Nachdem Mauro uns noch auf einen Espresso auf seinen Hof eingeladen hatte, radelten wir schließlich weiter.

Zwischen Regenbögen und nassen Radhosen

Lange war uns die Trockenheit nicht gegönnt. Auf unserem Weg zurück Richtung Faenza und dann weiter gen Brisighella verdichtete sich die Wolkendecke rasant. Als wir ein Stück auf der Landstraße fuhren, brach es schließlich doch wieder über uns herein. Also Regenjacke wieder an und ab ging die Fahrt. So ein bisschen Nässe hält uns nord-/ostdeutschen Damen (WiebkeWie, hamburgfiets) doch nicht auf.

Ich kann im Nachhinein gar nicht mehr sagen, wie viele Regenbögen uns dieses wechselhafte Wetter beschert hat. Nach einigen Kilometern ging der Regen schließlich wieder in ein Nieseln über. Wir fuhren natürlich alle ohne Schutzbleche am Rad, klar oder? Denn breit bereifte Fahrräder fürs Gelände haben so etwas grundsätzlich nicht vormontiert, was meistens alles irgendwie Sinn ergibt. Doch in diesem Moment hätte ich mir wirklich Ansteckschutzbleche gewünscht…

Ich kam jedenfalls an diesem Tag das erste Mal in meinem Leben in den Genuß einer vom Regenwasser vollgesogenen Radhose (jaaaa, ich hatte keine Regenhose dabei, selbst Schuld und so…). Möchtet ihr noch mehr Details wissen? Nein? Gut. Also nachdem wir im wunderschönen, mittelalterlichen Brisighella angekommen waren – einem für sein Weltklasse Olivenöl bekannten Ort – suchte ich erst einmal die Örtlichkeiten des angesteuerten Lokals auf. Einen Fön oder Handtrockner gab es da zwar nicht, aber falls ihr einmal in eine ähnliche Situation geraten solltet, empfehle ich euch Papierhandtücher.

Wie die zum Einsatz kamen, dürft ihr euch selbst ausmalen… Effektiv war die Notmaßnahme zum Hosetrocknen auf jeden Fall! Doch genug davon! Kommen wir zu wichtigeren Dingen: Essen!

Brisighella, das Olivenöl und der Wein

Auf uns wartete eine Olivenölverkostung und eine Brotzeit mit Käse und Wurst der Region im lokalen Feinkostgeschäft Terra di Brisighella. Ich mag Olivenöl. Sehr. Und das gute italienische Öl einfach nur mit Brot aufzusaugen und dann direkt zu essen, war schon toll.
 

Natürlich musste ich nach der Pause auch noch eine Flasche des “Nostrana di Brisighella” Olivenöls kaufen. Glücklicherweise konnte ich es der Dame des Emilia-Romagna Tourismus Boards mitgeben, die zur Verkostung gekommen war. Ich muss zugeben, dass ich etwas erleichtert war und froh, dass ich die 750ml Glasflasche nicht in der Trikottasche mitführen musste!

Gourmet Tipp: Der Feinkostladen Terra die Brisighella

Denkt also unbedingt daran, eine Tasche dabei zu haben, wenn ihr den Laden Terra di Brisighella ansteuert. Dort gibt es noch viele andere tolle Produkte, wie Weine, Aufstriche und Seifen, die auch ein großartiges Mitbringsel für die zu Hause Gebliebenen abgeben.

Oliven und Wein

Bekannt ist Brisighella vor allem aufgrund des hochwertigen Olivenöls und durch den Weinanbau. Das Gemeindegebiet entlang des Lamone-Tals hat eine lange landwirtschaftliche Geschichte. Die Olivenkultur geht über tausend Jahre zurück und auch Wein wird dort schon sehr lange angebaut. Um die 70.000 Olivenbäume werden hier bewirtschaftet. Die Lage ist geografisch bevorteilt, denn durch die umliegenden Hügel sind die Haine vor kalten Winden geschützt und die Kreidefelsen speichern Wärme, was sich positiv auf den Anbau auswirkt. Die ansässigen Bauern haben sich zu Genossenschaften zusammengeschlossen, um die lokale Produktion aufzuwerten. Etwa 300 Olivenbauern gründeten 1972 eine Kooperative, die Cooperativa Agricola Brisighellese (Landwirschaftliche Genossenschaft von Brisighella). Ca. 90% der Olivenbauern sind Mitglied. Die Weinbaugenossenschaft umfaßt praktisch alle Weinbauern (ca. 575 Winzer).

RotweinartenWeißweinarten
In sonniger Hügellage wachsen der Sangiovese, der Merlot, der Cabernet-Sauvignon und der Ciliegiolo. Weißwein wird im Talgrund angebaut und umfasst Albana di Romagna, Trebbiano, Pignoletti, Pinot Bianco, Chardonnay und Sauvignon.
Nicht verpassen in Brisighella:
Bevor wir weiter radelten, konnten wir uns den Abstecher auf die alte Eselstraße “Antica Via Degli Asini” nicht entgehen lassen. Dieser heute als Spazierweg genutzte Gang ist eine durch zahlreiche Bögen gestaltete Hochstraße, die durch die mittelalterliche Altstadt von Brisighella führt.
 
Was früher eine Verteidigungsbrüstung war, wurde später eine Anlaufstelle für die Fuhrleute, die ihre Stallungen für die Zugtiere unter den Torbögen hatte. Radfahren könnte man da vielleicht, sollte man aber aufgrund der zahlreichen Stufen und Bodenwellen wohl sicherheitshalber eher lassen.

Geheimtipp Pieve del Tho:

Von alten Kirchen…

Bevor wir den größten Anstieg des Tages mit doch recht vollem Magen in Angriff nahmen, fuhren wir mit den Rädern ein Stück aus Brisighella heraus zu einer kleinen katholischen Kirche romanischer Bauweise. Die Pieve del Tho ist eine der ältesten Pfarreien des Lamonatals und stammt vermutlich aus der Zeit zwischen dem 8. bis 10.Jahrhundert. Von außen wirkte sie fast schon schlicht und unauffällig, wenn auch in gutem Zustand. Sobald man den Kirchenraum betritt setzt sich der Eindruck fort. Rundbögen gestalten die Seitengänge des Inneren und Holzbänke, auf denen noch die Namen der alten Familien aufgemalt waren, stehen im Mittelgang.
 
Versteckt in der Krypta des Baus befindet sich ein liebevoll hergerichtetes Museum, in dem alte Relikte und Mosaike präsentiert werden. Selbst die Gussform für die Kirchenglocke konnten wir in einem der kleinen Räume im verwinkelten Kirchenuntergrund bewundern.
 

…und langen Anstiegen

Die Wolken hatten sich währenddessen wieder zu dicken Bergen zusammen geschoben. Sie zogen bedrohlich grau in grau am Himmel entlang, doch immer wieder blitzte hoffnungsvoll etwas blau hervor. Wir schwangen uns auf die Räder, um doch noch ein paar Höhenmeter auf den ca. 13 km zurück nach Riolo Terme zu schaffen. Mit der Aussicht auf ein kuscheliges Bad in der warmen Therme war ich da auch äußerst motiviert.
 
Von Brisighella aus über die Via Rontana kletterten wir Stück für Stück die bis zu 11% Steigung empor. Dabei kamen wir am Wallfahrtsort Monticino (aus dem 18. Jahrhundert) und an der Festung Rocca Manfrediana und Veneziana (14. bis 16. Jh.) vorbei, wo sich heute das Arbeits- und Bauernmuseum befindet. Es war anstrengend, aber irgendwie klappte auch das hier wieder sehr gut für mich. Man könnte schon fast sagen, dass ich die Abwechslung und die Herausforderung des Kletterns ein bisschen genoss. Nachdem ich oben angekommen war, konnte ich es nicht lassen, den kleinen Hügel am Wegesrand hoch zu steigen, um dort einen noch besseren Blick ins Tal zu bekommen. Was für eine Kulisse!
 

Sonnenuntergang mit reichlich Drama

Wir ließen den Monte di Rontana links liegen und nahmen den letzten Abschnitt des Tages über die Via Calibane zurück ins Tal und waren damit fast schon wieder in Riolo Terme. Auch wenn ich die Abfahrt wieder mit Vorsicht genoss, da die Straße feucht war und ich noch immer unsicher im Kurvenfahren bin, fand ich sie dennoch wunderschön. Wieder kam dieses kaum zu beschreibende Gefühl der Freude, ja der Euphorie auf, als ich tief einatmete, die frische Luft einsog und die Kulisse dieser wundervollen italienischen Landschaft bei Abenddämmerung kaum fassen konnte. Da war die Sonne wieder, gab dem bewölkten Himmel einen dramatischen, leuchtenden Touch und diesem ereignisreichen Tag einen würdigen Abschluss.
 
 
Als wir nach knapp 75 km Radtour am Abend auf das Gelände des Grand Hotels rollten, setzte schließlich der Nieselregen wieder ein. Oh, dieses warme Thermalwasser war der perfekte Tagesabschluss. Und essen. Und schlafen.
 
Was wir am 2. Tag erlebt haben und wie es ist auf einer Formel 1-Strecke mit dem Fahrrad zu fahren, erfahrt ihr im kommenden, letzten Blogbeitrag der Reihe “Radfahren in der Emilia-Romagna”.

 

 

Coffeeneuring Challenge 2018

It’s that time of the year again! Die Coffeeneuring Challenge geht in die achte Runde. Vom 12.10.2018 bis zum 25.11.2018 läuft die schönste Herbstchallenge erneut und motiviert an sieben Wochen im Herbst noch einmal mehr aufs Fahrrad zu steigen und eine gemütliche Runde zu drehen.

Das erste Mal habe ich im Jahr 2016 von der Coffeeneuring Challenge gehört und fand die Idee großartig. Es geht schließlich darum, auch in der kühleren und tendenziell nassen Jahreszeit eine Motivation zu haben doch wieder öfter mit dem Fahrrad zu fahren (nicht, dass ich das sowieso nicht schon gemacht hätte ;-)). Kann ja keiner was dafür, dass der Herbst so golden ist und man eh ständig draußen unterwergs sein möchte^^. Also rauf aufs Rad, einkaufen, sich mit Freunden treffen und alles mit einem Kaffee oder ähnlichem Heißgetränk plus Kuchen, Waffeln, Eis ausklingen lassen und zurückradeln! Easy oder? Das tolle: Es sollen sieben verschiedene Locations angefahren werden. Ich finde diese Motivation super, da ich so auch neue Orte und Ecken in meiner Stadt kennenlerne. Außerdem gilt die Challenge weltweit – auch im Urlaub in Italien oder sonstwo.

Hier nochmal die Regeln.

Eckpunkte:

Dieses Jahr findet die Coffeeneuring Challenge von Freitag, 12.10.2018 bis Sonntag, 25.11.2018 statt.

  • 7 Tage in rund 6 Wochen an 7 verschiedenen Locations, d.h. ein Café, ein Restaurant oder ein Park etc.
  • mit dem Fahrrad mindestens 3,22 km ( 2 Meilen) zurücklegen, um zu dem Ort zu gelangen (insgesamt für Hin- und Rückweg)
  • max. ein Ort pro Tag und max. zwei Orte in der Woche (Die Woche geht dieses Mal von Freitag bis inklusive Donnerstag in der Woche danach.)
  • dort einen Kaffee, heiße Schokolade, Tee oder ähnliches zu sich nehmen
Dokumentation:
  • ein Foto vom Shop/Getränk/Fahrrad machen mit Vermerk, wann man was, wo getrunken hat (Datum, Ort, Getränk)
  • Detail zur Location ( Besonderheit des Ortes, Streckenbeschaffenheit, Abstellmöglichkeiten etc.)
  • Kilometerstand
  • posten auf Instagram oder Twitter unter dem Hashtag #coffeeneuring #coffeeneuring2018; in der Facebook Gruppe Coffeeneurs oder auf dem eigenen Blog
  • bis zum 01.12. die Dokumentation an Coffeeneuring Challenge schicken

Alle weiteren Rahmenbedingungen und Infos zu Auszeichnungen finden sich auf der Seite Coffeeneuring Challengevon Mary aus Washington, die die Challenge vor acht Jahren das erste Mal gestartet hat.

 

Fahrradparadies Mallorca – Meine 7 Fahrrad-Highlights auf der Insel

Mallorca ist ein wahres Schmuckstück im Mittelmeer und landschaftlich nicht nur atemberaubend schön, sondern auch unglaublich abwechslungsreich. Allein die Traumkombi türkisblaues Meer und Berge mit gut ausgebauten Straßen zum Radfahren, bringen mich schnell ins Schwärmen. Kein Wunder also, dass ich 12 Jahre nach meinem ersten Besuch auf der Insel sofort neu verliebt war. Dass diese Reise dann auch noch eine neue Erfahrung und die Gesellschaft von vier wundervollen jungen Frauen inkludierte, machte sie für mich zu einem ganz besonderen Highlight.

Anmerkung:

Werbung, da bezahlte Reise/ Kooperation mit Condor Airlines. Die Erfahrungen und Meinungen in diesem Beitrag sind meine eigenen. Mehr zu Koops findet ihr unter meiner Kooperationsinformationsseite.


Organisiert wurde der Trip auf die balearische Lieblingsinsel der Deutschen von Condor Airlines. Zusammen mit vier anderen Lifestyle- und Fitnessbloggerinnen (eine weitere Deutsche, drei Engländerinnen) drehten wir über zwei Tage lang mit einer kleinen Crew einen Videoclip an den aufregendsten Spots im Norden Mallorcas. Im Fokus stand die Schönheit der Insel und ihre Eignung zum Radfahren.

Mallorca – eine Fahrradinsel?

Was für viele Radsportler keine Neuigkeit mehr ist, da sie regelmäßig im Frühjahr zum Trainieren nach Mallorca kommen, scheint für viele Urlauber noch ein Geheimtipp zu sein: Mallorca ist eine Fahrradinsel! Überraschend kommt das nicht. Die Natur spricht für sich, die Straßen sind größtenteils von guter Qualität und haben wenig Schlaglöcher. Dafür gibt es viel glatten Asphalt, der sich auch mit dem Rennrad super bewältigen lasst. Besonders in der Bergkette im Norden der Insel kommen die zahlreichen, nicht zu steilen Anstiege, rasante Abfahrten und traumhafte Ausblicke hinzu. Es gibt Fahrradverleihmöglichkeiten, auch für Sporträder, Fahrradläden und Cafés – was will man als Fahrradbegeisterte/r mehr?

Reisezeit:

Ein Besuch lohnt sich ganzjährig, ist aber im Herbst und im Frühjahr am angenehmsten. Wer im Hochsommer nach Mallorca kommt, kann sich auf Temperaturen zwischen 30° und 40°C einstellen. Fahrtwind ist super, Vorsorge noch besser. Denkt also an genügend Wasservorräte und die Sonnencreme, wenn ihr mit dem Fahrrad unterwegs seid! Wenn ihr in der Hauptsaison da seid, hat das frühe Aufbrechen einen großen Vorteil: Abgesehen von den geringeren Temperaturen sind die Straßen und Hot Spots noch deutlich leerer. In der Nebensaison sollte das alles etwas entspannter zugehen.

Fahrrad-Routen: Überblick

Die offizielle Touristinformationsseite von Mallorca bietet einen schönen Überblick über mögliche Touren auf der Insel als pdf. Einzelne Routen werden auf ihrer Homepage mit herunterladbarem GPX-Track zur Verfügung gestellt.

Meine 7 Fahrrad-Highlights auf Mallorca

Tag #1

Im Folgenden findet ihr meine 7 Fahrrad-Highlights auf der Baleareninsel. Der Dreh mit Condor Airlines führte uns an ein paar traumhafte Orte auf Mallorca, die es teilweise schwer machten, den Blick auf der Straße zu lassen. Zu schön ist zum Beispiel der Ausblick an der Straße und beim Cap Formentor die Steilküste hinunter aufs Meer oder die zahlreichen Serpentinen hinauf. Und das alles abseits von Palma de Mallorca und seiner Partymeile.

1. Cap de Formentor

Berühmt für seinen Leuchtturm direkt an der Steilküste, ist das Cap Formentor der nördlichste Zipfel Mallorcas und gehört wohl zu den wahren Höhepunkten auch für Radfahrende. Eine Tour zum Cap Formentor lässt sich sehr gut von der Hafenstadt Alcúdia aus starten und beliebig mit einem Ausflug gen Nordwesten tiefer in die größte Bergkette der Insel, die Serra de Tramuntana, erweitern. Oder man startet direkt dort: In Pollença/ Port de Pollença. Ein Tourenvorschlag der Touristinfo mit gpx-Track zum Download.

Von Port de Pollença nach Cap de Formentor zum Leuchtturm zieht sich eine ca. 15 km lange, hervorragend befahrbare Straße, die mit unzähligen Kurven, Anstiegen und Abfahrten an die berühmte Schlangenstraße Sa Calobra erinnert. Das liegt wohl auch daran, dass der gleiche italienische Ingenieur für deren Bau verantwortlich war. Sie bietet zahlreiche Highlights, wie den schnurgeraden Straßenabschnitt nahe Playa de Formentor, der durch einen wunderschönen Wald führt. Darin summt und zirpt es lebhaft ununterbrochen. Nur die vielen kleinen Hügel formen hier den Weg.

Ab der Playa ist die Straße im Sommer teilweise für den Privatverkehr abgesperrt und fast nur für Touristenbusse freigegeben. Der Grund ist leicht zu verstehen: Viel Platz herrscht nicht beim Leuchtturm. Außerdem sind vom Verkehr verstopfte Straßen und zu viele Besucher auf einmal der teilweise geschützten Natur dort nicht unbedingt förderlich.

Tipp:

Es lohnt sich am frühen Morgen oder späten Nachmittag zum Leuchtturm am Cap Formentor zu radeln. Für Radfahrende ist das eine super Gelegenheit die Straßenqualität ungestört nutzen zu können. So lassen sich die Ausblicke viel besser genießen, zum Beispiel auf die am Weg liegende, paradiesisch anmutende Bucht Cala Figuera.

2. Playa de Formentor/ Port de Pollença

Der Playa de Formentor ist der perfekte Ort für eine Erfrischungspause auf dem Rückweg vom Cap. Ich habe es zumindest sehr genossen, meine Beine in das türkisblaue, klare Wasser zu tauchen, kurz abzuschalten und am Sandstrand zu faulenzen. Wem das zu nah dran ist, der kann wieder zurück bis zum Port de Pollença radeln und dort seine Füße ins lauwarme Nass des Mittelmeers dippen.

3. Mirador Es Colomer

Von Playa de Formentor geht es (vom Cap kommend) gestärkt ein paar Kilometer in Serpentinen (klar, was sonst!) den Berg hinauf. Wer auf dem Hinweg von Port de Pollença nicht schon gehalten hat, sollte es nun definitiv nicht versäumen. Der Anstieg ist etwas steiler als zum Leuchtturm hin, lässt sich aber dennoch sehr gut befahren und lohnt sich spätestens, wenn man den Ausblick am Mirador Es Colomer gesehen hat. Die Steilküste und ihre stark zerklüfteten Felsen sind imposant und gehören zu den schönsten Ausblicken Mallorcas. Hier lässt sich nicht nur der Blick aufs Cap de Fomentor genießen, sondern mit Glück sieht man den Hafen von Alcúdia oder in der Ferne die Baleareninsel Menorca.

Der erste Drehtag war unglaublich intensiv und sehr lang. Ich hatte viele Eindrücke zu verarbeiten, hab so viel geschwitzt, wie schon ewig nicht mehr (selbst in der deutschen Sommerhitze nicht) und bin absolut verzaubert von der Schönheit Mallorcas gewesen. Etwas, was mich immer wieder voran getrieben hat, den ich wollte immer mehr davon erleben, immer weiter radeln. Meine vier Mitstreiterinnen Hayley, Sophie, Emma und Linda runden dieses einmalige Erlebnis ab. Wir waren uns besonders in einem Punkt immer einig: Hauptsache rauf aufs Fahrrad und raus auf die Straße. Ich denke, das Bad im Meer am Abend beim Hotel hatten wir uns redlich verdient!

Tag #2

In dieses imposante Gebirge Serra de Tramuntana verschlug es uns am zweiten Tag. Es wurde vor ein paar Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Die Landschaft ist sehr ursprünglich und die scharfen Felszüge, durchzogen von schmalen Tälern mit kleinen Orten ist wirklich wunderschön. Wer hier Radfahren möchte oder wandern, benötigt je nach Strecke etwas mehr Fitness und Ausdauer. Hier gibt es auch die Möglichkeit mit dem Mountainbike unterwegs zu sein, um an ganz abgelegene Orte der Insel zu gelangen.

4. Gorg Blau & das Aquädukt bei Sa Calobra

In der Serra de Tramuntana liegen ein paar strahlend blaue Stauseen, die als Trinkwasserdepots in Phasen starker Trockenheit dienen. Einer davon ist Gorg Blau, wo wir den ersten Stopp einlegten. Da die Seen zwar an der Straße, aber sehr tief im Gebirge liegen, sind sie Orte absoluter Ruhe. Ein paar Bänke im Schatten der Bäume laden zum Rasten ein. Doch mich lockt es an die Ufer des Sees, wohin man über große und kleine Steine gelangt. Es kribbelte mich in den Fingern, dort mit dem Gravelbike herum zu klettern, obwohl ich wusste, dass es sich dort nicht wirklich fahren ließ. Dafür konnte ich ein paar schöne Fotos schießen ;-).

Ein kurzes Stück weiter nördlich liegt an einer Straßenkreuzung zur berühmten Straße nach Sa Calobra ein altes Aquädukt. Daneben befindet sich kleinen Kiosk und lädt zum kurzen Entspannen und zur Eispause ein. Das lässt sich entweder auf dem Weg nach Sa Calobra machen oder danach. Die imposante Bergstraße hinunter zum kleinen, gleichnamigen Ort bietet zahlreiche wundervolle Ausblicke in die Gebirgslandschaft und ist eine echte Herausforderung. Denn nachdem man hier zunächst die Abfahrt genießen konnte, muss man die Straße im Anschluss natürlich wieder hinauf radeln. Ein Erlebnis, dass ich zumindest bei diesem Mallorcabesuch nicht erfahren konnte, was aber definitiv auf meiner To-Do-Liste gelandet ist.

5. Port de Sòller

Vom Aquädukt führt die Straße Ma-10 nach ca. 25 km in vielen Kurven und mit traumhaften Ausblicken auch zum hübschen Küstenort Port de Sòller. Bäume säumen häufig die Straße und spenden wertvollen Schatten. Obacht vor den Bergziegen! Die gibt es hier überall und sie sind oft auch nicht sonderlich scheu. Port de Sòller ist einer dieser kleinen Küstenorte mit hübschem Hafen und Strand mitten in der Stadt. Durch die teils terrassenartig an den Berg gebauten Häuser und das wunderschöne Panorama taugt es zur echten Filmkulisse. Und genau das ist Port de Sòller auch schon häufig gewesen. Wir legten dort eine Mittagspause in einem der zahlreichen Restaurants ein. Ich fühlte mich dann frisch gestärkt bereit für neue Schandtaten und konnte es gar nicht erwarten, wieder auf meinem Veloheld zu sitzen.

Tipp:

Von Port de Sòller zum nahegelegenen Soller führt eine alte Straßenbahnlinie, die erstmalig 1913 in Betrieb gegangen ist. Die Linie passiert einige Zitronen- und Orangenhaine. Es lohnt ein Blick auf die altertümliche Bahn, die aus einer völlig anderen Zeit stammt und sich ganz charmant in die hübsche Bergwelt einfügt.

6. Deià – ein Bergort in Filmkulisse

Mein Tageshighlight war jedoch ein anderes. Vom Port de Soller führt die Straße Ma-10 nach ca. 12 km direkt in die Berge hinein nach Deià. Sie verläuft nach kurzer Zeit größtenteils immer an der Steilküste entlang. Es ist eine anspruchsvolle, aber für Radfahrende mit gewisser Grundfitness sehr gut fahrbare Straße. Die Wegqualität ist nach wie vor sehr gut und die Straße verläuft in Kurven und mit vielen kleinen Anstiegen.

Ich erinnere mich noch sehr gut, als ich im moderaten Tempo und erneut in Schweiß gebadet von den vielen Anstiegen, um eine weitere, enge Kurve radelte. Direkt vor mir tat sich das in der Sonne glitzernde, weite Mittelmeer auf und ich spürte plötzlich, wie eine Welle Gückshormone meinem Körper durchfuhr. Genau dieses Gefühl beschreibt, weshalb ich das Radfahren so liebe. Die Anstrengungen, der Schweiß, die Herausforderungen an mich selbst – das alles war dieser einzigartige Moment wert. Den restlichen Weg nach Deià kam ich nicht drumherum ständig zu grinsen. Ich genoss es, dass ich in dem Moment einfach allein auf der Straße war.

Fahr dein Tempo!

Die anderen fuhren mit ihren Rennrädern wie üblich etwas weiter vor mir und ich hatte gelernt, mir meine Kraft so einzuteilen und in meinem eigenen Tempo zu fahren. Das störte mich kein bisschen. So konnte ich mich besser auf mich, mein Fahrrad und meinen Körper konzentrieren, besser meine wunderschöne Umgebung wahrnehmen und hechelte nicht einem Tempo hinterher, das nicht meins war. Und dann war ich schließlich bei den anderen im malerischen Ort Deià und hatte mir mein Eis redlich verdient :-). Und Wasser auffüllen natürlich nicht vergessen! Dazu eignete sich die kleine Bar Sa Fonda perfekt. Unter Bäumen und mit einer frischen Limonade ließ es sich dort auf der Terrasse schon ganz gut aushalten.

7. Cala Deià

Der krönende Abschluss des Tages war schließlich der kitschigste, romantischte Ort, den ich in den vergangenen zwei Tagen gesehen hatte. Eine sehr schmale Straße führte kurz vor der Ortseinfahrt nach Deià (von Port de Sòller kommend) runter in eine kleine felsige Bucht, die ganz eingerahmt von rauem Fels und Stein war. Einige badeten hier, andere genossen einfach nur den Ausblick aufs Meer. Ich beobachtete den Himmel, der sich zum Sonnenuntergang in verschiedenen Rot und Pinktöne tauchte. Hier ließ es sich nach einem warmen Sommertag auf dem Fahrrad sehr gut erfrischen und entspannen. Hunger hatten wir natürlich auch.

Wie schön, dass Cala Deià ein hübsches Restaurant mit großer Terrasse direkt am Meer zu bieten hat, in dem es sich sehr gut aushalten lässt. Besonders Fischliebhaber kommen auf ihre Kosten. An einem anderen Ort ließe es sich bestimmt günstiger und qualitativ noch besser dinieren. Aber mit dieser Buchtkulisse kann keiner so schnell mithalten.

Ich komme wieder, keine Frage…

Die Reise auf die Insel und der Dreh waren eine spannende, ereignisreiche und lustige, aber auch fordernde Erfahrung. Faszinierend fand ich, dass mich weniger die Anstiege herausgefordert haben, als viel mehr die Sommertemperaturen beim Radfahren. Meinen Beinen ging es immer gut, meinem Kopf nicht so. Umso wichtiger ist es, sich ausreichend Pausen zu gönnen und Schatten zu suchen, sehr viel zu trinken und nicht vergessen, die Sonnencreme aufzufrischen ;-).

Ich will definitiv wieder auf die Insel. Spätestens dieser Ausflug hat mir Lust gemacht auf mehr Mallorca. Und auf jeden Fall mit Fahrrad!

Bikepacking, olé! Meine Packliste für ein Fahrradwochenende

Das Fahrrad macht es so leicht, einfach spontan aufzubrechen und aus dem Alltag zu radeln. Besonders zum Bikepacking braucht es meist nicht viel, wenn da nur das Packen nicht wäre! Aber eine Packliste kann helfen.

Auch für einen gepflegten Wochenendritt brauche ich etwas Zubehör und Kleidung. Damit ich die wichtigsten Dinge dabei habe, erstelle ich oft eine Packliste und hake dann beim Einpacken ab. Im Gegensatz zur Mehrtagestour könnte man meinen, dass die Gepäckmenge sich bei kurzen Fahrten deutlich reduziert. Im Grunde ist jedoch die Basisausrüstung immer die Gleiche. Zwei Fragen und deren Antworten entscheiden, wie viel mehr Kram ich am Ende am Fahrrad dabei haben werde:

  1. Wie schlafe ich? Übernachte ich draußen und benötige dafür Schlafsack und alles andere fürs Nachtlager oder suche ich eine Unterkunft?
  2. Was und wo esse ich? Kehre ich ein oder koche ich selbst?

Sind diese Fragen geklärt, kann es auch schon losgehen. Ich bereite mich zum Beispiel gerade auf meinen Ausflug nach Dresden zur Gravel Spartakiade von Veloheld vor. Diese Zwei-Tages-Tour Mitte September ist mit Übernachtung auf einem Zeltplatz geplant. Außerdem besteht die Überlegung im Anschluss von Dresden nach Berlin zurück zu radeln. Insbesondere dafür kommen Schlafsack, Isomatte und Biwaksack mit. Tarp und Hüttenschlafsack sind optional. Kochen werde ich nicht selbst. Und somit brauche ich nur noch etwas Besteck und den Kaffeebecher.

Ganz klar ist: Wer in Pension, Hütte oder bei Freunden schläft, ist deutlich leichter unterwegs, gibt mitunter aber auch mehr Geld aus.

Je nach Temperaturen benötige ich mehr oder weniger Kleidung. Besonders im Spätsommer kurz vor Herbstbeginn, kann es nachts schon deutlich kühler werden und es fällt mir schwer, da nicht zu viel mitzunehmen. Eine kuschlige Fleecejacke und ein Merinoshirt zum Drunterziehen sind daher Pflicht. Lieber zu viel als zu wenig bleibt die Devise. Um alles etwas beim Einpacken zu vereinfachen, unterteile ich meine Packlisten meist nach Kategorien: Küche, Schlafzimmer, Werkstatt oder ähnliches. Das kann dann wie folgt aussehen:

Meine 2-Tages-Packliste

Download (PDF, 20KB)

Und hier nochmal zum Download als xlsx zum Bearbeiten (private use only).

Meine Top 5 auf jeder Fahrradtour:

  1. Multitool
  2. Trinkflasche
  3. Schlauchtuch
  4. dünne Jacke
  5. Kamera/Smartphone

Unterwegs werde ich dann eh merken, ob noch Dinge fehlen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfehle ich wärmstens das kleine Büchlein “Rad und raus” von Gunnar Fehlau. Spätestens nach dieser Lektüre möchte man den halben Fahrrad- und Outdoorladen leer kaufen und aufbrechen ins Abenteuer!

Auf ins off-road Abenteuer! Und mit welchem Rad?

Mit dem Rad über Stock und Stein zu fahren mochte ich ja nicht immer. Zu anstrengend und zu ruckelig war das Ganze früher. Das ist heute zwar immer noch so, doch mit einem gewaltigen Unterscheid: Ich weiß nämlich jetzt, wie sehr das richtige Fahrrad Einfluss auf Gefallen oder Nicht-Gefallen einer Off-Road Tour hat. Für den Genuß von unruhigem Terrain, steinigen Feldwegen oder wurzeligen Waldpfaden empfiehlt sich ein gutes Crossrad oder gleich ein Mountainbike. Und für das dazwischen bin ich beim Gravel- oder All Road Bike gelandet. Der Punkt ist also abgehakt :-).

Wo kommt der Kram nun rein?

Mein Fahrrad belade ich nun ganz unterschiedlich. Denn wie das beim Bikepacking typisch ist, erfolgt das Set Up ganz individuell. Bei meiner Deutschlandtour war ein Lowrider angebaut und zwei kleine front roller Fahrradtaschen von Ortlieb montiert. Dieses Mal werde ich jedoch etwas anderes probieren: Eine weitere Variante, um Gewicht und Gepäck einzusparen, ist die Montage von Gepäckkäfigen. Auf jeder Seite der Gabel kommt eine Halterung, die sich ganz individuell beladen lässt. Ob Trinkflasche, Schlafsack oder Klamotten, je nachdem was man so braucht, bieten sie flexibel eine Transportmöglichkeit. Ich werde vermutlich Kleidung und einen Teil des Schlafzimmers in zwei Packsäcken daran verteilen. Hinzu kommen für die Veloheld-Ausfahrt eine Ortlieb Satteltasche in M, das Accessoire Pack und eine Stem Bag für die kleinen Dinge und Snacks.

So! Genug gepackt. Rauf aufs Rad und raus aus der Stadt! Ich kann es kaum noch erwarten!

Radelmädchen beim ARD-Buffet

Vor ein paar Wochen bekam ich eine Anfrage aus dem tiefsten Südwesten Deutschlands – aus Baden-Baden. Dort sitzt der SWR (Südwestrundfunk) und produziert einige Sendungen auch für das Erste, unter anderem das ARD-Buffet. Dies ist ein Mittagsmagazin, welches sich zusammensetzt aus Kochbeitrag, Lifestylethema bzw. Ratgeber und praktischem DIY-Teil. Für das Servicethema Fahrradtaschen sollte ich nun als “Expertin” in die Sendung kommen.

Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, wie erfreut und aufgeregt ich war, dass ich diese Anfrage erhalten habe! Es folgte reger E-Mail-Verkehr und ein Austausch zum Thema Fahrradtaschen mit der zuständigen Redakteurin. Schnell war klar: Es sind einige Minuten Sendebeitrag und ich sollte einen hohen Sprechanteil haben.

Auweia! Aber das würde sicher werden… Schließlich war ich auch schonmal im Fernsehen.

Anreise – Mit dem Zug quer durchs Land

Als ich schließlich einen Tag vor der Sendung in den Zug stieg, um die etwa sechsstündige Bahnfahrt nach Baden-Baden anzutreten, spürte ich noch nichts von Nervosität oder besonderer Aufregung. Mein großer Vorteil ist, dass das bei mir immer erst einige Minuten vor einer wichtigen Prüfung oder einem Ereignis wirklich stark auftritt. So genoß ich die Fahrt und vor allem erst recht die Stunden nach meiner Ankunft am Abend in der Stadt im Schwarzwald. Was für ein tolles Timing! Der Frühling war dort bereits in großen Schritten voran geschritten. Ich wurde von einem lauen Wind begrüßt, als ich in der warmen Abendsonne auf mein Faltrad stieg und mich auf den Weg zum etwa 6,5 km entfernten Hotel machte. Radelmädchen beim ARD-Buffet weiterlesen