Archiv der Kategorie: Mode und Rad

Das Fahrrad und die Mode. Themen rund um alltagstaugliche Bekleidung fürs Radfahren, Fahrradbekleidung, nachhaltige und vegane Mode

11 Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende – mit Gewinnspiel!

Auch in diesem Jahr kommt Weihnachten für einige wie immer unverhofft und plötzlich. Ich nehme mich da nicht aus und habe selten alle Weihnachtsgeschenke schon weit im Voraus. Das liegt auch daran, dass ich mich weigere zu schenken, um des Schenkens Willen und nur um etwas weggeben zu können, irgendetwas zu kaufen.

Selbst diese Geschenkliste kommt nun weitaus später, als ursprünglich geplant, aber ein paar Tage sind es ja noch bis Weihnachten. Wer noch Inspiration für Weihnachtsgeschenke für FahrradliebhaberInnen braucht, sollte einen Blick auf folgende kleine Liste werfen, die auch einiges für den kleineren Geldbeutel bereit hält. Fast alle Produkte sind von mir getestet worden bzw. befinden sich bereits in meinem Besitz. Los geht es mit den Weihnachtsgeschenktipps zum Verschenken ( und vielleicht auch sich selbst beschenken)! Am Ende könnt ihr sogar noch etwas gewinnen. Ich sage nur: ” One year of bicycles 2018″!

11 Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende

Zubehör für den täglichen Einsatz

1. Fahrradgriffe aus Birkenrinde
Birkenrindengriffe
Birkenrindengriffe von my Boo

Wenn ihr diese Griffe einmal in der Hand hattet, wollt ihr sie nicht mehr loslassen! Die BBU1 Fahrradgriffe von my Boo fassen sich nicht nur toll an, sie sind auch besonders langlebig und umweltfreundlich. Ich habe sie seit September an meinem Brompton und möchte sie nicht mehr wissen. Mehr über die Handschmeichler könnt ihr hier nachlesen!

Bezugsquelle/Preis: bei my Boo für 79,90 €

2. Die Lieblingsklingel
pic by my Boo

Bei my Boo gibt es noch mehr tolles Zubehör fürs Rad. Besonders schön für alte Stahlräder bietet sich die Lieblingsklingel auch für den kleinen Geldbeutel an. In drei verschiedenen Farbtönen – silber, kupfer und schwarz – sorgt sie für Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, wenn von Nöten und sieht dabei auch noch großartig aus.

Bezugsquelle/Preis: bei my Boo für 15,99 €

3. Finn – die Smartphonehalterung für Fahrrad
pic by Bike Citizens

Nie mehr ohne Finn! Wer diese praktische Handyhalterung fürs Fahrrad aus langlebigen Silikon einmal ausprobiert hat, möchte sie definitiv nicht mehr missen. Klein, praktisch, leicht, habe ich sie immer dabei, wenn ich unterwegs bin. Sie hilft unkompliziert das Smartphone am Rad zu montieren, z.B. um es als Navigationsgerät zu nutzen. Egal ob das eigene Fahrrad oder ein Leihrad – Finn passt an nahezu jeden Lenker und macht das Radlerleben um einiges leichter. Zusammen mit der Bike Citizens Navigationsapp ist er das perfekte Geschenk für Radfreunde – Made in Austria! 

Bezugsquelle/Preis: bei den Bike Citizens für  15,00 €

4. Cycling Cap
Radelmädchen approved 🙂

Die gehen immer. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, von den verschiedensten Marken und man kann nicht genug davon haben. Ich bin ganz verliebt in die Cycling Cap von Fahrer Berlin, die besonders Freunde der deutschen Hauptstadt erfreuen wird. Im klassischen Rot-Schwarz gehalten, setzt sich auf der Kappe die hell gestickte Silhouette berühmter Berliner Bauwerke ab. Die Verarbeitung ist hochwertig und sauber und angenehm zu tragen ist sie auch noch.

Bezugsquelle/Preis: bei Fahrer Berlin für 19,50 €

 

Für Faltradler (und über den Tellerrandschauer)

5. Multitool für Bromptonauten
Brompton Tool Kit
Brompton Tool Kit – praktisch und schön zugleich.

Raffinierter kann ein Multifunktionswerkzeug kaum konstruiert sein: Das Original Brompton Tool Kit hat es in sich – im wahrsten Sinne, denn statt in irgendeiner Tasche zu verschwinden, wo man es dann doch daheim vergisst, reist das Brompton Tool im Rahmen mit. Es wird einfach darin verstaut und stört dort weder beim Falten noch kann es verloren gehen. Ein Muss für jeden Bromptonbesitzer (doch auch andere Fahrradliebhaber finden sicher ihre Freude an dem formschönen und hochwertig verarbeiteten Kit)!

Bezugsquelle/Preis: z.B. über die Brompton Junction Hamburg oder über andere Bromptonhändler für 64,90 €

6. The Urban Traveller – Brompton Bag

Handgefertigt in Bremen überzeugen die Urban Traveller – Taschen fürs Brompton nicht nur qualitativ auf ganzer Linie. Sie lassen sich auch ganz einfach als Rucksack tragen, sind robust und dank der Fertigung aus gewachster Baumwolle wasserabweisend. Es gibt sie in verschiedenen Farbtönen mit und ohne Brompton-Taschenrahmen. Das richtige Geschenk für alle Brompton-Fahrer, die Wert auf Qualität und einzigartige Produkte “Made ein Germany” legen. Doch auch die anderen Taschen von Lumabag können sich sehen lassen. Besonders nachhaltig sind die aus alten Turnmatten und Sportgeräten verarbeiteten Geldbörsen und Taschen – ein echter Hingucker und absolute Unikate.

Bezugsquelle/Preis: lumabag ab 230€

 

Für die Radpause und zur Vorbereitung

Nicht nur einige tolle Magazine, wie das deutsche fahrstil-Magazin oder das britische Boneshaker Magazine eignen sich großartig als Geschenk für Radfahrende (z.B im Abo), auch einige Bücher sind sehr lesenswert.

7. Rapha City Cycling Guides Europe
Rapha City Cycling
Rapha City Cycling Guides

London, Amsterdam, Berlin, Mailand oder Barcelona – das ist nur eine Auswahl der Städte, die die Rapha City Cycling Guides abdecken. Es sind kleine Stadtführer mit geballten Informationen rund um die jeweiligen Orte- und das ganz aus Radfahrerperspektive. Vorbei an den schönsten Spots der Städte, gibt es vorgefertigte Routen und Bezirksbeschreibungen, die Lust auf eine Erkundungstour machen. Dazu sind die Guides sehr schön und alle unterschiedlich illustriert. Ein wahres Sammlerstück zu einem kleinen Preis! Das perfekte Geschenk für vielreisende Fahrradfreunde!

Bezugsquelle/Preis: Erschienen bei Thames & Hudson, zu beziehen über Rapha für ca. 5 €.

8. “Rad und Raus” – Die Bikepacking-Bibel
Rad und raus
Gunnars Bikepacking Bibel

Gunnar Fehlau hat wieder ein Buch geschrieben und dieses kleine Handbuch macht Lust darauf, sofort mit dem Rad aufzubrechen und seine Umwelt zu erkunden. Auf ins Abenteuer, denn das kann auch einfach vor der Haustür liegen! Schnell und unkompliziert geht das beim Bikepacking. Rauf aufs Rad und ab aufs Land! Ein oder zwei Nächte in der Natur machen den Kopf frei und wecken neue Energien. Alles, was man dazu wissen muss, hält dieses Büchlein bereit und unterstreicht es mit zahlreichen Abbildungen und einer Menge Gunnarscher Fahrrad-Weisheiten. Ein Must-Have!

Bezugsquelle/Preis: Delius-Klasing-Verlag für 16,90 €

9. “How to build a bike”
How to build a bike
“How to build a bike” von London Bike Kitchen Gründerin Jenni

Wer mit dem Gedanken spielt, sich sein Fahrrad selbst aufzubauen oder einfach etwas Wissen rund um die wichtigsten Teile erwerben bzw. auffrischen möchte, liegt mit “How to build a bike” genau richtig. Geschrieben von Jenni Gwiazdowski, der Gründerin der London Bike Kitchen, ist hier eine echte Fachfrau am Werk gewesen. Mit ihren Fahrradreparaturkursen hat Jenni schon vielen Menschen das Fahrrad ein näher gebracht – geschlechtsunabhängig und offen für alle. Viele Abbildungen unterstreichen die Erläuterungen des im Oktober 2017 erschienenen Buches. Bisher ist es nur auf Englisch verfügbar.

Bezugsquelle/Preis: Via London Bike Kitchen (signierte Kopie verfügbar!) bzw. Amazon für ca. 15,00 €

10. “How to survive als Radfahrer” – Ein Ratgeber

Ja, ein wenig Eigenwerbung wird doch noch erlaubt sein, oder :-)? Mein erstes Buch ist im Mai 2017 erschienen und ich beschäftige mich darin ganz mit dem Thema Radfahren – primär in der Stadt. Das Buch ist für alle, die es lieben, sich auf zwei Rädern fortzubewegen und dennoch im Alltag immer wieder vor Hindernissen stehen. Es ist ein Ratgeber für die alltäglichen Situationen und Probleme mit Fahrrad, die auch vor dem Kleiderschrank nicht Halt machen. Ich berichte von Erlebnissen aus meinem Radalltag in der deutschen Hauptstadt und gebe auch einige Tipps und Tricks – oft mit einem Augenzwinkern. Ein Buch für Radfahrer und die, die es noch werden wollen! Mehr Infos.

Bezugsquelle/Preis: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag für 9,99 €

11. “One year of bicycles 2018”

Dieser wunderschöne Fahrradkalender lässt Radfahrerherzen höher schlagen. Auf zwölf  seidenglänzenden Seiten strahlen alte Stahlrahmen im 70 x 50 cm Querformat um die Wette und machen jeden Monat auch im Jahr 2018 zum Highlight. Die abgebildeten Räder sind zumeist aus privater Hand und aufwendig restauriert worden. Seit 2015 hängen die Kalender an meiner Wand und ich erfreue mich bei jedem Vorbeigehen an den schönen Motiven. Auch für 2018 haben die Norddeutschen Peter Rüssmann (Fotograf) und Nicolai Thomas (Fahrradrestaurator) wieder traumhafte Bikes in Szene gesetzt.

Bezugsquelle/Preis: one-year-of-bicycles.com für 39,99 €


Gewinnspiel

Und ihr dürft euch freuen, denn ich verlose drei Exemplare der tollen “One year of bicycles 2018”-Kalender, die dann behalten oder als Weihnachtsgeschenk unter einem anderen Baum landen können!

So könnt ihr mitmachen:

  1. Abonniert meinen Blog und/oder liked meine Facebookseite!
  2. Hinterlasst unter diesem Beitrag bzw. unter dem Facebookpost einen Kommentar und verratet mir darin, worauf ihr euch im kommenden Fahrradjahr 2018 am meisten mit eurem Rad freut! Plant ihr eine große Reise, wollt ihr ein neues Fahrrad kaufen oder einfach nur regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahren? Erzählt mir davon!
  3. Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 17.12.2017 um Mitternacht MEZ. Die Gewinner werden per Los ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Weitere Infos zur Teilnahme am Gewinnspiel findet ihr unter den allgemeinen Teilnahmebedingungen!

Viele Glück und eine schöne Vorweihnachtszeit euch!

 


Hier noch zwei Links für weitere Geschenktipps:

Ho Ho Ho – Weihnachtliche Geschenkideen für Fahrrad-Fans

 

Die Eurobike 2017: Von Fahrrad-Highlights und Zubehör

Ende August 2017 war es wieder soweit: Die Eurobike 2017, die größte Fahrrad-Leitmesse der Welt lockte an drei Fachbesuchertagen und einem öffentlichen Festival Day zehntausende Menschen nach Friedrichshafen an den Bodensee.

Meine standesgemäße Anreise erfolgte mit dem Brompton von Koblenz aus, von wo ich auf dem Rheinradweg eine Woche lang zur Messe radelte. Nach ca. 650 km praller Sonne bei teilweise über 30°C erreichte ich am Mittwochabend den Bodensee, um am Donnerstagmorgen gleich meinen Weg zur Messe beschreiten zu können.

Es war ein umfangreiches, riesiges Event, bei dem ich mir vorab schon eine Liste mit zu besuchenden Ausstellern machen musste. Andernfalls geht man auf dem großen Messegelände einfach verloren, überwältigt von den unzähligen Eindrücken. Ich habe nur einen Bruchteil der Aussteller näher betrachten können. Das lag zum einem natürlich an der großen Anzahl, zum anderen auch daran, dass ich nach meiner Radtour und den intensiven Wochen zuvor etwas ausgepowert war.  Nichtsdestotrotz habe ich so einige tolle Begegnungen und Entdeckungen gehabt, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

The Wriders’ Club und die Blogger Base

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DIY: Das Brompton-Transporttaschen-Projekt

DIY: Das Brompton-Transporttaschen-Projekt

Do it yourself! Das dachte ich mir mal wieder, als ich mir Gedanken gemacht habe, wie ich mein Faltrad im Flugzeug sichern und transportieren kann, damit es heil zur Brompton World Championship 2017 nach London kommt.

Da wollte ich dieses Jahr nämlich erstmalig nicht nur anfeuern, sondern auch mitfahren. Also musste eine Brompton Transporttasche her, damit Brompton Ljómi auch eine angenehme und sichere Reise hat!

Es gibt es schon eine illustre Auswahl Transporttaschen fürs Brompton auf dem Markt, die auch ganz vielversprechend aussieht: Wie die von Brompton selbst, die von Vincita oder von B & W. Es gibt Soft Bags, Hardschalenkoffer und die einfache Segeltuchtasche. Die Preise variieren zwischen 60 € bei der ungepolsterten Variante bis hin zu über 200 € für einen gepolsterten Rollkoffer. Geld, was ich momentan nicht zur Verfügung habe. Schließlich muss die Reise nach England auch organisiert und bezahlt werden.  Was macht das Master of Arts in Fashion Design-Radelmädchen da?

Genau. Selber nähen.

Ich habe da etwas zu viel Stoff bestellt…

Nachdem ich das gedankliche Hindernis, ich könne so eine Transporttasche nicht nähen, beiseite geräumt habe, stellte ich mit Freuden fest, dass ich sogar schon den richtigen Stoff für das Projekt Zuhause hatte. Der war eigentlich für eine andere Tasche vorgesehen, doch ich hatte ausreichend Material bestellt. Das sollte auch für die große Reisetasche reichen. Ich machte mir also zuerst Gedanken, wie die Tasche aufgebaut sein könnte und welche Schritte notwendig sein würden, um sie zu realisieren. Tatsächlich habe ich ein kleines Stoff- und Zutatenlager Zuhause und hatte noch Garn und Futterstoff zur Verfügung. Die fehlenden Kleinigkeiten besorgte ich mir vom Stoffmarkt, wie Gurtband und Reißverschluss und bestellte online außerdem noch Volumenvlies für die Polsterung.

Los geht es!

Ich habe vor der Schnittkonstruktion natürlich die Maße des Brompton genommen und noch ein wenig Spielraum eingeplant, damit nichts spannt. Mein ursprünglicher Plan Platz für den Sattel mit der verlängerten Sattelstütze zu berücksichtigen, verwarf ich wieder und kürzte die Schnittteile um 10 cm. Es wäre sonst einfach zu viel Leerraum gewesen. Ich werde den Sattel nun also separat einpacken. Eine Standart-Sattelstütze passt übrigens ohne Probleme. Nach der Planung folgte die Schnitterstellung und der Zuschnitt an sich. Das sind die Arbeitsschritte, die mich oft sehr viele Nerven kosten, weil ich besonders bei der Schnittkonstruktion gern mal ein paar Kleinigkeiten unterschlage und diese dann im Nähprozess ungünstig auffallen.

Memo an mich: Es hat Gründe, weshalb man bei aufwendigen Projekten vorab Probeteile aus Probestoff fertigt!

Da mir das meist aber zu lang dauert, werde ich während der Umsetzung kreativ und finde andere Lösungen. Das läuft nicht immer ganz problemlos ab und hat schon zu mancher verzweifelten Auftrennaktion geführt. Tatsächlich lief das Brompton-Transporttaschen-Projekt aber relativ problemlos ab.

Kann ich jetzt endlich nähen?

So, nun aber! Wie bei meinem Rucksack habe ich mir auch dieses Mal genau überlegt, in welcher Reihenfolge ich die Schnittteile zusammensetzen muss. Auch das erspart unnötige Auftrennaktionen und Unmut meinerseits. Ich habe dieses Mal eine Schablone aus einem alten Karton erstellt, womit sich die Stoffe deutlich leichter zuschneiden lassen, weil kein zu dünnes Schnittpapier verrutschen kann. Das Obermaterial, das Volumenvlies und der Futterstoff wurden von mir zugeschnitten und auch alle anderen Zutaten lagen bereit.

Toll, wenn sich dann endlich die Nadel durch den Stoff schiebt und Stück für Stück die Stofflagen mithilfe des extra robusten Garns miteinander verbindet. Im Prinzip muss ich nur geradeaus nähen, und ein wenig knappkantig absteppen (also von außen ganz nah neben der Naht nähen). Na  ja, und ich sollte ein paar Kurven nähen und den Reißverschluss richtig positionieren.

Es läuft. Als ich das Gurtband aufsteppe und die Stoßkanten aus Kunstleder in die Ecken am Boden nähe, nimmt das ganz schon Gestalt an. Das Einschubfach auf der Vorderseite mit Reißverschluss benötigt zwar zusätzliche Arbeitsschritte, aber es lohnt sich und ist sehr praktisch.

Eine Logo-Stickerei wäre jetzt toll…

Ich besitze eine Computer-Nähmaschine, genauer eine Brother Innov-is 900. Sie ist mittlerweile auch schon seit über 8 Jahren bei mir im Einsatz und immer noch großartig. Es gibt kaum etwas, was sie nicht kann. Sie hat sogar ein separates Stickmodul, das es mir theoretisch ermöglicht auch eigene Motive sticken zu lassen. Ich brauche dazu nur eine Vektorgrafik und eine Software, die diese in das nötige Format umwandelt. USB-Kabel ran, übertragen, lossticken. Theoretisch.

Nur ist diese Software gar nicht mal so günstig und teilweise umständlich zu bedienen. Dank einer Trial-Version konnte ich es zumindest ausprobieren, was jedoch mit reichlich Frust über die nervige Bedienbarkeit einher ging. Hätte ich nicht seelischen Beistand gehabt, hätte ich ganz schnell auf den eigenen Schriftzug verzichtet und einfach normale Buchstaben gestickt. Langweilig, aber funktional.

Wie schön, dass ich stattdessen dazu genötigt wurde, endlich mein original Radelmädchen-Schriftzug aufzubringen. Nach ein paar Probeversuchen und verschiedenen Einstellungen bezüglich Stickart, hat es dann aber gut funktioniert. Nun bin ich doch etwas stolz. Nächstes Mal muss ich allerdings daran denken, das Logo zuerst aufzusticken, bevor ich das monströse Taschenteil fast schon komplett zusammen genäht habe. Das ginge nämlich deutlich einfacher, als die riesige Tasche unter dem Nähfuß immer wieder hin und her zu wuchten.

Die letzten Handgriffe

Am Ende noch das Futter rein und tadaaaa, meine erste, große eigens genähte Tasche mit 1,3 cm Wattepolsterung aus robusten, abriebfesten Material ist fertig!

Ich werde mein Brompton natürlich dennoch zusätzlich polstern mit Kleidung usw., doch die Hülle macht den Anfang. Ich vermute jetzt schon, dass der Boden noch eine zusätzliche Verstärkung brauchen wird. Füsschen aus Gummi wären toll oder Rollen, falls es Möglichkeiten geben sollte, so etwas Zuhause selbst anzubringen.

Doch das ist ein weiteres Projekt und das wird einen etwas kleineren Umfang haben, zum Glück. Diese Tasche ist erstmal fertig und ich bin gespannt, wie sie sich im Praxistest schlagen wird.

Die Brompton Transporttasche besteht aus…

Obermaterial: Cordura 500den, antifray mit flammhemmender Ausrüstung in graugrün
Futter/Polster: robustes Polyester in schwarz; Volumenvlies 150 gr/m² mit 1,3 cm Dicke
Zutaten: graues Gurtband 3 cm breit; ein 90 cm langer, schwarzer Hauptreißverschluss; ein 60 cm langer, schwarzer Nebenfach-Reißverschluss; Kunstlederpatches

Features:

  • Maße: 60x30x60 cm; Gewicht: ca. 1000 g
  • wasserabweisender Stoff mit großem Reißverschluss für leichteres Einpacken und Auspacken des Faltrads
  • separates Front-Reißverschlussfach für flache Mappen und weitere Kleinigkeiten, die im Hauptfach verloren gehen würden
  • stabiles Gurtband als Tragegriff und als Schultergurt
  • Kunstlederpatches an den Stoßkanten am Boden
  • Nähte mit Absteppung für bessere Haltbarkeit
  • 1,3 cm dicke Watte-Polsterung
  • Radelmädchen-Stitching

Radelmädchen näht: Der neue Rucksack, Prototyp No. 1

Radelmädchen näht: Der neue Rucksack, Prototyp No. 1
Nachdem ich wochenlang am Laptop gesessen habe, um an meinem Buch zu arbeiten, sehnte ich mich danach, endlich wieder etwas mit meinen Händen zu fertigen. Die ersten Fahrradmessen in diesem Jahr waren eine willkommene Abwechslung und boten genügend Inspiration.

Mir ist schon bei den Events aufgefallen, wie viele coole und abwechslungsreiche Taschenmarken es gibt. Ich hätte ja nichts gegen einen neuen Rucksack gehabt. Mir fiel es nur sehr schwer, mich für einen zu entscheiden, bei der großen Auswahl und den unterschiedlichen, tollen Designs. Also beschloss ich kurzerhand – in einem Anfall von kreativen Wahnsinn – mir selbst einen zu nähen!

Die Vorbereitung

Mir zu überlegen, wie die Tasche aussehen soll, ist eine Sache, das passende Material dazu zu finden und den Schnitt anzufertigen, eine ganz andere. In diesem Fall ging das aber glücklicherweise sogar recht schnell und ich orientierte mich zum Beispiel für die Trägerform an meinem alten Rucksack.

Da war nur noch eine Sache: Ich hasse zuschneiden! Je mehr kleine Schnittteile, desto ungeduldiger werde ich.

Die Materialauswahl

Ich verbrachte aber erst einmal Zeit damit, den passenden Stoff aus meinem kleinen Lager auszuwählen. Ich hatte beschlossen, nichts Neues zu kaufen, sondern alle benötigten Zutaten für den Rucksack aus vorhandenen Teilen zu fertigen. So nahm ich Stoffreste, zerschnitt alte Taschen und Bänder, suchte nach passenden Schnallen und einem Reißverschluss. Selbst die Rückenverstärkung schnitt ich aus einem alten Rucksack heraus, der schon teilweise kaputt war. Der Boden sollte aus einem alten Fahrradschlauch entstehen, den ich dafür recyceln wollte.

Es funktionierte. Ich bekam alles zusammen und der Rucksack sieht nicht nach Patchwork aus :-).

Nachdem ich versucht habe, mir dieses Mal vorher etwas ausführlicher zu überlegen, in welcher Reihenfolge ich was zusammen nähe, ging die Arbeit recht gut voran.  Meine Nähmaschine leistete gute Dienste. Erst am Ende wollte sie den verstärkten Schlauchboden nicht mehr ordentlich nähen. Doch irgendwie habe ich es dann doch hinbekommen.

Fertig ist der Rucksack!

Ausstattung
  • Oberstoff: Velourlederimitat (oliv)
  • Futter: geometrisch gemusterte Baumwolle (bunt)
  • Verschluss: Rolltop mit großem Metallclip-Verschluss, Reißverschluss (gelb)
  • Taschen: ein großes Hauptfach, eine Fronttasche mit Reißverschluss, eine kleine Innentasche mit Reißverschluss, zwei Seitentaschen für Flaschen
  • Details: Gummibänder an den Seiten, D-Ringe seitlich nahe der Öffnung für optionalen Schultergurt, verstellbare Träger, Tragegriff, gepolsterter Rücken, Boden aus altem Fahrradschlauch
Fazit:

Ich bin ziemlich stolz auf meinen ersten, etwas aufwendigeren Rucksack und im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Die Optik ist toll, die Verarbeitung ist mir ganz gut geglückt und die Farbe matcht so schön mit meinem Brommie <3.

Was nicht so gut geklappt hat: Das Material ist zwar schön, allerdings ist der Oberstoff etwas zu weich und nicht starr genug, um ihn gut einzurollen. Der Rücken könnte ebenfalls noch etwas steifer sein, da die Tasche doch zu stark in sich zusammenfällt. Die Idee mit den Gummibändern an den Seitenteilen, die zum Beispiel eine größere Trinkflasche sichern sollen, war zwar an sich gut, aber ich habe die Bänder zu straff eingenäht. Dadurch wird die Tasche etwas vom Rücken weggezogen. Nun gut, ich habe dazu gelernt und der nächste Rucksack kommt dann in verbesserter Ausführung :-).

Ich versuche mal noch Bilder nachzureichen, auf denen man ihn getragen sehen kann.

Produkte: Zu Besuch bei Fahrer Berlin

Fahrer Berlin kam immer wieder in mein Blickfeld. Ich gestehe, dass es eine Weile gedauert hat, bis ich wirklich genauer hingeschaut habe. Dabei sind die Hersteller individueller Fahrrad-Accessoires ein Berliner Vorzeigeunternehmen, dass aus einem kleinen Produkt ein erfolgreiches Business aufgebaut hat.


Nachdem wir auf der Eurobike erneut ins Gespräch gekommen sind, war meine Neugier nun doch geweckt. So besuchte ich Fahrer in ihrem Büro und Atelier in Berlin Weissensee. In den Räumen des Kreativhauses finden sich nicht nur das Büro des Geschäftsführers und Gründers Joachmin Leffler. Neben dem Marketing und Sales Bereich gibt es dort auch die Räume zur Prototypenfertigung und -entwicklung. In Zusammenarbeit mit einer Produktdesignerin werden die neuen Ideen hier besprochen und umgesetzt. Diese ergeben sich auch aus den Wünschen und der Interaktion mit den Kunden. Wie zum Beispiel Händel, dem Brompton-Tragegriff, der das Tragen des Faltrades deutlich erleichtert. Produkte: Zu Besuch bei Fahrer Berlin weiterlesen