Archiv der Kategorie: Termine

Termine, Events, Sehenswertes rund ums Rad ( und allem, was ich vielleicht noch spannend finde)

kolektif Berlin Bike Fair 2019 – Aus Liebe zum Fahrrad

“A collective is a goup of entities that share or are motivated by at least one common issue or interest, or work together to achieve a common ojective”

Campbell McConnel: Studyguide for Economics, Content Technologies Inc. 2016
Dieses Zitat schmückte nicht nur eines der großen Banner, die inmitten der langgezogenen Halle des Motorwerks in Berlin Weißensee von der hohen Decke hingen. Auch auf dem Veranstaltungflyer der kolektif Berlin wurden die Worte deutlich hervorgehoben. Sie stehen für den Grundgedanken hinter der neuen Messe rund um das Thema Fahrrad, welche vom 08.-10.03.2019 erstmalig stattgefunden hat.*

HINWEIS: Enthält Werbung/Markennennungen ohne Auftrag. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive.


Nach Absage der Berliner Fahrradschau im Dezember 2018 war da eine Leere geblieben. Die Messe, die über 9 Jahre mit so viel Liebe zum Detail und Atmosphäre Fahrradfreaks, Liebhaber und Neugierige angezogen hat, erlebte ihr 10-jähriges Jubiläum nicht mehr. Doch dann entstand da plötzlich etwas Neues: Die Macher der RAD RACE Rennserien (Last Wo/man Standing, Tour de Friends) fühlten sich berufen, sich an einem für sie ganz neuen Thema zu versuchen. Sie wollten eine Fahrradmesse auf die Beine stellen.

*Eine für alle.

Es sollte eine unabhängige Messe für Menschen mit der gleichen Liebe zum Rad werden wie RAD RACE sie hat. Jeder, der etwas zum Thema Fahrrad zeigen wollte, sollte auch die Gelegenheit bekommen – ob kleines Label oder große Marke. Tadaaa: kolektif Berlin Bike Fair entstand innerhalb von drei Monaten. Sie bot am Ende knapp 70 Ausstellern aus den Bereichen Fahrrad, Accessoires fürs Rad, Fahrradbekleidung für Sport und Alltag, aber auch Initiativen und Gruppen rund ums Fahrrad Platz. Das große Highlight war sicherlich am Samstagabend die RAD RACE Last Wo/Man Standing-Rennserie mit GCN-Livestream auf der Mobi Kart Bahn in Berlin-Hohenschönhausen.

Abgerundet wurde die kolektif Berlin durch ein Vortrags- und Ausfahrtenprogramm, dem Internationalen Cargobike Rennen (Winter Edition), Food Trucks, gutem Kaffee und einem DJ. Der Eintritt erfolgte auf Spendenbasis. Das Motorwerk Berlin bot den perfekten Rahmen und war für eine Messe mit dem Hintergrund nicht zu groß, durch die Lichtgestaltung und die Galerie einladend und gleichzeitig industriell, szenig. Eine für alle.

Freundliche Übernahme – Social Media für eine Fahrradmesse

Ich war vorab natürlich sehr neugierig. Das Ende der Berliner Fahrradschau war nach der letzten Messe 2018 absehbar. Doch die Fußstapfen waren für eine “Nachfolgermesse” schon sehr groß. Konnte die kolektif Berlin ihre Versprechungen halten? Zumal RAD RACE keine Erfahrungen im Messebereich vorweisen konnten, wohl aber im Veranstaltungssegment. Die Kontakte zur Szene sind natürlich auch nicht zu verachten. Auf jeden Fall schien es, als wäre Unterstützung willkommen. Ehe ich mich versah, übernahm ich nach ein wenig Austausch für das Messewochende die Social Media-Aktivitäten auf dem Facebook und Instagramkanal! Ok! Wird schon schief gehen… (*kurz mal an dieser Stelle Aufregung, Unruhe und Unsicherheit eingeschoben).

Pic by Arturs Pavlovs

Es dauerte einen Moment. Doch schließlich fühlte ich mich am Freitagabend langsam ein – nach der Eröffnung der Messe durch Rose Bikes. Stück für Stück bereitete ich mich für die kommenden zwei Tage vor, schaute nach dem Rahmenprogramm und plante Beiträge. Das Wochende verbrachte ich damit, über die Veranstaltungsfläche zu wuseln. Ich sprach mit Ausstellern, machte Fotos und Stories und kommunizierte mit den offiziellen Fotografen.

Es war viel und fordernd, aber ich hatte eine ganze Menge Spaß dabei. Das lag wohl ebenso daran, dass ich das ein oder andere bekannte Gesicht traf und neue tolle Menschen kennenlernen durfte. Auch wenn sicher nicht alles perfekt getimt war, bin ich am Ende doch ganz glücklich mit meiner Arbeit gewesen. Luft nach oben ist ja immer, ne ;-)?

Eindrücke – davon eine ganze Menge

Für mich war die Mischung an Ausstellern ziemlich gut, da aus fast allen Bereichen Marken und Produkte vorhanden waren. Es folgen ein paar meiner Eindrücke vom Wochenende, angefangen mit den Fahrrädern:

Bikes

Accessoires für Radfahrende

Mode rund ums Radfahren

Die Auswahl an Fahrradbekleidung war für eine Messe dieses Umfanges ziemlich groß, was ich sehr begrüßt habe. Ob für die Stadt oder die nächste sportliche Ausfahrt, es war für jeden und jede was dabei.

Ganz klares Highlight für mich: Super Vision, ein nachhaltiges Label für urbane Streetwear zum Radfahren. Verarbeitet werden möglichst umweltfreundliche und teilweise recycelte Materialien. Die nachhaltige Produktion erfolgt in Zusammenarbeit mit der Fair Wear Foundation und in der eigenen Fabrik in Vietnam. Ich habe mit Designerin Linda gesprochen und mich sogleich in die Shorts der minimalistisch designten Kollektion verliebt. Die Details, wie reflektierende Elemente und stretchige Stoffe sprechen für sich. In meinem Bike Citizens Artikel über Nachhaltige Fahrradbekleidung, habe ich Super Vision bereits vorgestellt.

Und wird es weiter gehen? Sollte es? Ein Fazit.

Tja, objektiv kann ich die Messe wohl nur schwer betrachten. Zu sehr war ich durch meine Social Media Tätigkeit involviert, wenn auch nur am Veranstaltungswochenende. Ich würde mich zunächst natürlich freuen, so etwas wieder machen zu dürfen – denn es war eine tolle Erfahrung für mich. Von daher Danke für das Vertrauen (Ingo, Florian, thx!) Doch lohnt sich der Besuch der kolektif Berlin?

Mit dem neuen Aufschwung der VELO Berlin, die nun auch immer mehr den szenigeren, kleinen Marken Raum bietet, kann die kolektif Berlin nur außer Konkurrenz laufen. Die Erfahrung und die Größe der VELO ist schwer zu schlagen. Doch muss es immer so groß sein? Denn gerade die Begrenztheit der Fläche war tatsächlich ein großer Vorteil der Messe. Man war nicht gleich überfordert von aberhunderten, gleichförmigen Produkten. Jede Marke war speziell und einzigartig – auch die großen wie Oakley oder Rose. Der Gemeinschaftsgedanke darf meines Erachtens gern noch etwas stärker heraus kommen. Der Eintritt erfolgte auf Spendenbasis. Aber war den Besuchern wirklich klar, wie wichtig diese Einnahmen aus Eintrittsgeldern und auch Lebensmittelkonsum auf der Veranstaltung sind, damit ein solches Event kein Minusgeschäft wird und wieder stattfinden kann? Das darf mehr betont werden!

Die Atmosphäre war toll, die Lage leider etwas ab vom Schuß, auch wenn das Motorwerk wirklich eine großartige Location ist. Wenn man sich Zeit nimmt zu Stöbern, zum Beispiel Lust hat, mit den Ausstellern in Ruhe ins Gespräch zu kommen, dann spielt die kolektif Berlin ihre Trümpfe aus. Denn dafür ist Zeit und Gelegenheit. Das Rahmenprogramm war etwas klein, die Vorträge jedoch spannend und die Ausfahrten für verschiedene Geschmäcker und Radgattungen geeignet. Also Luft nach oben, aber definitiv alles richtig gemacht! Hut ab!

P.S. Auf Instagram werde ich die Interviews, die ich mit den Ausstellern für die Stories geführt habe, in einem Highlight zur kolektif Berlin noch einmal aufnehmen. Schaut also gern mal rein!

Coffeeneuring Challenge 2018

It’s that time of the year again! Die Coffeeneuring Challenge geht in die achte Runde. Vom 12.10.2018 bis zum 25.11.2018 läuft die schönste Herbstchallenge erneut und motiviert an sieben Wochen im Herbst noch einmal mehr aufs Fahrrad zu steigen und eine gemütliche Runde zu drehen.

Das erste Mal habe ich im Jahr 2016 von der Coffeeneuring Challenge gehört und fand die Idee großartig. Es geht schließlich darum, auch in der kühleren und tendenziell nassen Jahreszeit eine Motivation zu haben doch wieder öfter mit dem Fahrrad zu fahren (nicht, dass ich das sowieso nicht schon gemacht hätte ;-)). Kann ja keiner was dafür, dass der Herbst so golden ist und man eh ständig draußen unterwergs sein möchte^^. Also rauf aufs Rad, einkaufen, sich mit Freunden treffen und alles mit einem Kaffee oder ähnlichem Heißgetränk plus Kuchen, Waffeln, Eis ausklingen lassen und zurückradeln! Easy oder? Das tolle: Es sollen sieben verschiedene Locations angefahren werden. Ich finde diese Motivation super, da ich so auch neue Orte und Ecken in meiner Stadt kennenlerne. Außerdem gilt die Challenge weltweit – auch im Urlaub in Italien oder sonstwo.

Hier nochmal die Regeln.

Eckpunkte:

Dieses Jahr findet die Coffeeneuring Challenge von Freitag, 12.10.2018 bis Sonntag, 25.11.2018 statt.

  • 7 Tage in rund 6 Wochen an 7 verschiedenen Locations, d.h. ein Café, ein Restaurant oder ein Park etc.
  • mit dem Fahrrad mindestens 3,22 km ( 2 Meilen) zurücklegen, um zu dem Ort zu gelangen (insgesamt für Hin- und Rückweg)
  • max. ein Ort pro Tag und max. zwei Orte in der Woche (Die Woche geht dieses Mal von Freitag bis inklusive Donnerstag in der Woche danach.)
  • dort einen Kaffee, heiße Schokolade, Tee oder ähnliches zu sich nehmen
Dokumentation:
  • ein Foto vom Shop/Getränk/Fahrrad machen mit Vermerk, wann man was, wo getrunken hat (Datum, Ort, Getränk)
  • Detail zur Location ( Besonderheit des Ortes, Streckenbeschaffenheit, Abstellmöglichkeiten etc.)
  • Kilometerstand
  • posten auf Instagram oder Twitter unter dem Hashtag #coffeeneuring #coffeeneuring2018; in der Facebook Gruppe Coffeeneurs oder auf dem eigenen Blog
  • bis zum 01.12. die Dokumentation an Coffeeneuring Challenge schicken

Alle weiteren Rahmenbedingungen und Infos zu Auszeichnungen finden sich auf der Seite Coffeeneuring Challengevon Mary aus Washington, die die Challenge vor acht Jahren das erste Mal gestartet hat.

 

Die Gravel Spartakiade 2018 – Radelmädchen auf Abwegen

Schotter, Kiesel und Sand, Tannennadeln, Äste, Bäume und Wurzeln, Wespennest, Kuhweide und hohes Gras – die Untergründe und Hindernisse der ersten Gravel Spartakiade von Veloheld waren vielfältig. Mehr als einmal gingen mir Flüche über die Lippen, musste ich vor Kurzatmigkeit kurz anhalten und ohne Schmerztabletten ging es am Ende auch nicht. Es war sehr intensiv, noch herausfordernder als erwartet und seeeeehr lehrreich. Würde ich es wieder machen? Auf jeden Fall!

Es war Samstagmorgen, kurz vor halb fünf. Mein Zug ging erst um 07:16 Uhr und ich war viel zu früh wach. Ich wälzte mich im Bett hin und her und als ich schließlich aufstehen wollte, war es eine Minute vorm Wecker klingeln. 05:45 Uhr. Viel zu früh. Doch die Aufregung und Erwartungen an das Wochenende schoben mich an und hielt mich auch den ganzen kommenden Tag bis kurz nach Mitternacht wach.

Ich war schnell fertig geduscht und angezogen. Gleich rein ins Fahrradoutfit. So wenig Sachen wie möglich mitnehmen, war die Devise. Auch einen Versuch doch nochmal etwas umzupacken, ließ ich schnell sein. Die Packliste war bis auf ein paar Ausnahmen so übernommen. Rad geschnappt und auf zum Bahnhof. Voller Vorfreude traf ich Wiebke und, nachdem wir beide Kaffee besorgt hatten, ging es zum Zug. Das Fahrradabteil nach Dresden war ausgebucht. Wie schön, dass wir dort drei weitere Mitstreiter/-innen der Gravel Spartakiade trafen.

Die Zugfahrt verging wie im Fluge und nach einem Meet up beim Bäcker mit André, Martin und Flo ging es raus aus der Dresdener Neustadt zum Showroom von Veloheld. Wir waren früh dran. Doch Stück für Stück trudelten die Teilnehmenden der Gravel Spartakiade ein. Es gab viel zu schauen und zu reden, Set ups wurden bewundert und hinterfragt, Reifen gepumpt und ich wurde immer hibbeliger.

Tag eins: 3,2,1…los!

Endlich! Um kurz nach 12 Uhr brachen wir auf. 50 Startende inklusive immerhin 8 Frauen machten sich auf, um eine Ecke weiter abzusteigen und den steilen Hang auf einen bebäumten Singletrail-Damm hochzuschieben. Das kannte ich schon von meinem ersten und zweiten Besuch im Showroom. Rein in den Stadtwald und die Dresdener Heide. Wunderschön ist es hier, die ganze Strecke sollte viele tolle Ausblicke bringen. Ohne Frage, die Landschaft in der Dresdener Umgebung und in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz ist atemberaubend. Genauso waren auch die ersten Single Trails, die nicht nur zahlreiche Wurzeln und Grasnaben, sondern auch einige umgefallene Bäume zu bieten hatten. Egal. Noch waren wir frisch. Auch wenn wir das große Fahrerfeld gleich am Anfang verloren hatten, weil ich erstmal meinen auf dem Weg verteilten Haushalt wieder einsammeln musste. Doch ich war hoch motiviert.

Zusammen ist es besser

Wir, das waren Wiebke und ich und es war klar, dass wir das zusammen fahren werden! Unsere gemeinsamen Ausfahrten in Berlin waren bisher immer sehr harmonisch verlaufen. Nur leider ging es Wiebke am diesem Samstag gar nicht so gut. Irgendwie lief es nicht. Knapp das erste Drittel bestritten wir zusammen, begutachteten, was die anderen im Wald verloren hatten, lachten und litten. Bis wir uns schließlich trennten, als ich dem Track durch den Wald folgte und sie den direkten Weg auf der Straße nahm, um sich etwas zu schonen. Wir trafen nicht mehr aufeinander, denn sie hatte eine Abfahrt verpasst und sich verfahren.

Schließlich entschied Wiebke nach einem Versuch auf den Track zurück zu kommen, doch abzubrechen. Es war schade. Aber am Ende ist die Gesundheit wichtiger und das was danach noch auf dem Track kam, war definitiv keine Schonkost! Nächstes Mal :-*! Schön war es dennoch, zusammen mit dir in dieses Abenteuer zu starten.

Über Stock und Stein

Ich war nun allein unterwegs und kam weiterhin sehr langsam voran. Längst hatte ich die Hoffnung aufgegeben, noch auf die anderen zu treffen, die mir nun teilweise schon viele Kilometer voraus waren. Der Track führte in Schlangenlinien und nach Höhenmetern suchend in das Dresdener Umland und durch einige kleine Orte hindurch. Doch immer mehr Wald kam hinzu, viele Feldwege und Schotterabfahrten.

Die Täler wurden enger und die Berge höher. Hallo Sächsische Schweiz! Die Route forderte mich sehr heraus. Oft war der Weg eher für ein Mountainbike geeignet, wenn er überhaupt für irgendeine Form von Fahrrad noch befahrbar oder als solcher erkennbar war. Es gab viele Wanderwege. Einige so steil und mit zahlreichen Wurzeln und Steinen, dass an Radfahren schon lange nicht mehr zu denken war. Und dennoch waren die anderen Teilnehmenden der Gravelspartakiade so viel schneller als ich.

Lonesome traveller

Derer Gedanken hatte ich viele, während ich versuchte auf dem Track zu bleiben und das beste daraus zu machen. Ja, ich war das gewohnt. Ich fahre auch gern allein. Doch irgendwie wollte ich das dieses Wochenende nicht. Dafür war ich nicht hier. Zum einen ging es natürlich um meine persönliche Herausforderung. Wie weit kann ich gehen? Schaffe ich das? Und vor allem, was kann ich üben, um fitter zu werden? Will ich überhaupt so schnell durch eine derartig beeindruckende Kulisse rasen? Ich bin Genußradlerin durch und durch. Und ich bin nicht schnell, wenn es um Höhenmeter und komplizierte Wegqualitäten geht.

Zum anderen freute ich mich darauf, diese anderen verrückten Radfahrenden zu treffen, die ebenso gern auf dem Rad sitzen wie ich und mich auszutauschen. Doch die Leistungslevel waren breit gestreut. Die meisten fahren einfach gern und stellen sich immer wieder neuen Herausforderungen auf dem Rad – ohne an sportliche Höchstleistungen zu denken. Doch es gab eben auch jene, die bereits einige Rennen gefahren sind oder Langstreckenfahrten absolviert haben. Doch das war ja kein Rennen hier! Auch wenn ich mir nicht so sicher war, ob es für einige nicht doch eines war.

Ich wollte rechtzeitig ein Dorf erreichen, wo es einen kleinen Laden geben sollte. Doch ich war knapp zu spät und mir wurde auch immer deutlicher bewusst, dass Zeitpläne hier für die Katz waren. Hauptsache ankommen und auf dem Weg zum Ziel möglichst viel sehen und genießen. Das fiel mir zunehmend immer schwerer, doch eine gewisse Sturheit setzte ein. Ich wollte das schaffen und wenn ich als letzte ankommen sollte, dann war mir das egal. Ich fuhr so wie ich es eben konnte. Weg mit den Vergleichen oder auch…

“Erlebnis vor Ergebnis”

(Danke Eva, fürs Erinnern daran!)

Auf Wanderwegen

Besonders in Erinnerung blieb mir dieser Wegesabschnitt: Ich fuhr durch ein wunderschönes Tal auf einem schmalen Pfad entlang eines kleinen Baches. Es raschelte vom Wind in den Bäumen, Moos bedeckte die Steine am Ufer und die Luft roch herrlich frisch. Hier gefiel es mir und ich begann wieder zu lächeln und genoß den Tritt in die Pedale. Dann kam eine enge Fußgängerbrücke, auf die ich das Fahrrad tragen musste. Ich überquerte die Brücke, um auf der anderen Seite vor einem großen, umgefallenen Baum stehen zu bleiben. Er markierte den Anfang eines steilen Wanderweges, bei dessen Anblick ich ungläubig innehielt. Das konnte jetzt nicht wahr sein! Ich schnaufte. Ich schnaufte noch viel mehr, als ich anfangs recht stürmisch und etwas schlecht gelaunt mein Rad den Pfad hoch drückte. Zwischendurch musste ich vor Erschöpfung anhalten und tief Luft holen. Weiter schieben!

Ein Wandererpaar überholte mich. Trotz stieg in mir auf und ich schob weiter. Quälend lang zog sich der Weg durch den Wald, doch schließlich war ich oben angekommen. Noch ein paar Wurzeln und schließlich lichtete sich der Forst und ein mit Schotter ausgekleideter Feldweg, gesäumt von Apfelbäumen lag vor mir. Weiter! Vorbei an den Wanderern. Die Hälfte der Route hatte ich geschafft. Knapp 50 km. Und es war schon 17 Uhr. Mit all den Unterbrechungen und Hindernissen hatte ich knapp 4,5 Stunden gebraucht. Ich wusste nun, dass ich es nicht mehr im Hellen schaffen würde auf dem Campingplatz in Tschechien einzutreffen. Ich schluckte. Hunger kam auf. Unruhe.

#cyclingunites

Mittelndorf hieß das kleine Örtchen rechts von der Kreuzung an der ich nun stand. Bevor ich in den Genuß von ein paar Metern Asphalt kommen sollte, blieb mein Blick nach rechts schweifend am Schild eines Lokals hängen. Viel mehr das Fahrrad, das dort angelehnt stand, weckte mein Interesse. War da eine Satteltasche zu sehen? Ich legte es drauf an und fuhr in die entgegengesetzte Richtung auf das Gasthaus zu – und konnte meine Freude und Erleichterung kaum zurückhalten, als ich dort am Tisch zwei Herren in Radkluft sitzen sah, die ich heute morgen schon getroffen hatte.

Hans und Patrick wollten gerade aufbrechen, doch blieben geduldig bei mir, als ich etwas aus der Puste doch noch eine große Apfelschorle bestellte und eine Portion Pommes hinterher verdrückte. Essen! Keine Riegel oder Gels. Echtes Essen. Diese Pommes mit Ketchup machten mich sehr glücklich. Schließlich füllte ich meine Wasserflaschen auf und schlüpfte in das lange Merinoshirt, denn es wurde langsam frischer. Eine nette Dame trug mir noch meinen Helm hinterher, den ich gedankenverloren am Stuhl hängen lassen hatte. Dann brachen wir auf. Ich hatte etwas Sorge, dass ich schnell hinter meinen Begleitern zurückfallen würde. Doch sie warteten geduldig, wenn ich die Abfahrten etwas unsicher langsamer als sie nahm oder die Berge gemächlicher hochfuhr.

Ich war unglaublich dankbar.

Hi, Tschechien!

Der Weg wurde besser. Wir fuhren durch die Sächsische Schweiz auf einer wunderbar asphaltierten Straße – durch enge, grüne Täler, vorbei an Gasthäusern und einer alten Straßenbahnstrecke. Es war malerisch schön. Ich fühlte mich mitgezogen und heftete immer wieder meinen Blick konzentriert an Hans trainierte Waden, um den Anschluss nicht zu verlieren. Wir sausten durch die Schlucht und mir ging es so viel besser. Ich hatte jemanden, der mich mitzog und zum Reden. Keine Selbstgespräche mehr. Dafür durften sich die beiden Geschichten von meinem stärker schmerzenden, rechten Knie anhören. Und wir redeten über Fahrräder und deren Konfigurationen. Natürlich. Was sonst?

Da! Die Tschechische Grenze. Ab dort wurde es noch märchenhafter. Der Sandsteinfels ragte in obskuren, imposanten Formen aus dem Wald hervor und der Schotterweg führte mitten durch. Es dämmerte. Doch die Straßen ließ sich immer noch recht gut fahren. Wir erreichten einen kleinen böhmischen Ort in der Abenddämmerung und erfreuten uns an den hübschen alten Holzhäusern. Gesprächsfetzen, als wir an einer Kneipe vorbei fuhren. Die einzigen Menschen, die hier zu sehen waren. Dafür gab es bellende Hunde und Katzen, die auf der Jagd herum streunten.

Ein einsamer Radler in der Nacht

Mittlerweile war es dunkel geworden. Ich war erneut dankbar für meinen Nabendynamo und auch, wenn die Lampe nicht weit voraus strahlte, war sie doch hell und gab mir eine gewisse Sicherheit. Hans Anstecklicht strahlte meterweit die Straße aus und half uns allen sehr in der Dunkelheit. Dann zweigte der Track erneut von der Hauptstraße ab. Ein Stück den Weg rauf sahen wir jemanden am Wegesrand mit seinem Rad stehen. Wieder war ich überrascht und freute mich sehr über das bekannte Gesicht, dass dort auf uns wartete. André stand vor der Entscheidung allein in den dunklen Wald zu fahren, wo der Weg eher wieder einem Mountainbiketrack ähnelte oder sich eine Alternative an der Straße zu suchen. Er war mindestens genauso erfreut, uns zu treffen und gemeinsam machten wir uns auf.

Es war so dunkel. Ich hatte mittlerweile auch noch meine Stirnlampe aufgesetzt und war so froh, diese dabei zu haben. Ich fuhr sehr langsam und mit dem Schein meiner Lichter. Lange hatte ich mich nicht mehr so ängstlich und unsicher auf dem Fahrrad gefühlt wie an diesem Tag. Auch hier waren die anderen schneller. Doch keiner ließ mich allein zurück. Wir fuhren zusammen und ich kann nicht oft genug betonen, wie erleichtert ich darüber war.

Unter Elektrozäunen und über Kuhweiden – Night edition

Doch noch hatten wir es nicht geschafft. Noch irgendwas zwischen 10 und 15 km lagen vor uns als wir plötzlich vor einem Weidezaun standen. Verzweiflung machte sich breit. Wo ging es hier weiter? Es war kein Weg zu erkennen, aber der Track führte unmissverständlich hier entlang. Schließlich zückte ich das Telefon, dass ich seit längerem nicht mehr beachtet hatte und telefonierte, um einen Hinweis zum Weg zu bekommen. Ich entdeckte dabei auch, dass ich einige Nachrichten und Anrufe in Abwesenheit hatte. Mir war nicht in den Sinn gekommen, dass sich andere vielleicht Sorgen machen würden, wo ich steckte. Ich war das Alleinreisen gewohnt, da meldete ich mich nicht ab. Ein schlechtes Gewissen breitete sich aus und Dankbarkeit, dass andere an mich dachten!

Doch zurück zur Kuhweide. Durch diese sollte ein Wanderweg führen, der auch unser Track sein sollte. Kleine Elektroschläge ziepten durch die Jacke, als wir uns gegenseitig halfen mit den Rädern unter dem Zaun durch zu kommen. Später dienten die Räder als Stütze. Drei Mal (!!!) vollzogen wir dieses Prozedere! Und dann war da noch die Weide mit den tiefen Furchen, über die wir bergauf die Räder schieben mussten. Ich war langsam am Ende meiner Kräfte.

Endspurt

Schließlich erreichten wir die Straße und die letzten Kilometer rollten wir größtenteils bergab auf Asphalt. Umgeben von stockfinsterem Wald, leiteten uns nur die Lichter unserer Lampen und die weißen Leitstreifen am Fahrbahnrand. Ein dunkles schwarzes Loch lag vor mir, sobald ich die anderen hinter einer Kurve aus den Augen verlor. Ich sprach mir Mut zu und versuchte nicht völlig ängstlich zu sein, wenn ich mich plötzlich ganz allein auf der Straße in diesem dunklen Wald fühlte. Denn das war ich nicht und wir waren fast am Ziel. Endlich, das Straßenschild: Sluknov…

Die Wärme des Lagerfeuers tat gut, die Gitarrenklänge und das Stimmengemurmel um mich herum auch. Ich war geschafft, erleichtert und noch viel zu wach. So ließ ich mich treiben, unterhielt mich und fühlte mich sehr wohl in diesem Kreis. Denn ich wusste, wir sind alle diesen Weg gefahren, hatten alle die gleichen Herausforderungen durchgestanden. Manche nahmen es leichter, andere hatten mehr an den Hindernissen geknabbert. Wir hatten es geschafft und als ich später meinen Biwaksack (Danke Flo fürs Tarp teilen!) das erste Mal ausbreitete und frisch geduscht in den Schlafsack schlüpfte, war ich nur stolz und glücklich.

Tageskilometer: ca. 104 km

Höhenmeter: irgendwas zwischen 1500 und 1800 hm

Tag zwei: #Forevertheredlantern

Die Nacht war sternreich und frisch gewesen, doch als ich am nächsten Morgen aus dem Biwak blinzelte, zog gerade noch feuchter Morgennebel über das nahegelegene Feld und das Licht war wundervoll. Schnell alles zusammenpacken und frühstücken. Ich hatte großen Hunger! Es dauerte etwas, bis wir alle bereit waren und schließlich in zwei lockeren Gruppen aufbrachen. Diese blieben nicht lange so zusammen und ich fiel schnell nach hinten. Mein Knie hatte schon beim Laufen und Hocken weh getan.

Auf dem Rad waren die Schmerzen noch viel stärker. Ich war dankbar für Patricks Gesellschaft und nachdem die Schmerztabletten gewirkt hatten, konnte ich zumindest halbwegs normal treten. Ich fühlte mich schlecht deshalb, doch anders wäre ich wohl nicht durch den Tag gekommen. Das hieß auch: Zuhause musste ich die Position der Cleats an den Schuhen checken und eventuell noch andere Einstellungen am Rad vornehmen. Schließlich war das die erste lange Tour mit Click-Pedal gewesen und solche Knieprobleme hatte ich noch nie gehabt.

On Gravelroads

Die Strecke war bis auf ein paar Moutainbike-Trails, die es in sich hatten, viel mehr das, was ich mir unter einem Gravelride vorgestellt habe. Leider fand sich auf einem Trail ein Wespennest, was einige Mitreisende mit fiesen Stichen zurückgelassen hat. Gute Besserung!

Viele Schotter- und Feldwege gestalteten den Sonntag. Bergauf und ab mit schönen Blicken ins Tal gefielen mir die Waldabschnitte am zweiten Tage der Gravelspartakiade am besten. Doch der Schotter forderte seine Opfer: Es gab unzählige Platten und auf einem Trail im Wald schließlich ein abgerissenes Schaltwerk.

Geschafft!

Immer wieder traf ich auf ein paar Leute, doch die letzten Kilometer radelte ich schließlich wieder allein. Ich genoß die Ruhe des Waldes, unterdrückte negative Gedanken und versuchte mich nicht zu stressen. Schließlich erreichte ich gegen 15:30 Uhr den Showroom von Veloheld, wo noch ein paar andere Radler saßen und Kaffee und Bier tranken, sich unterhielten und entspannten.

Danke für die Organisation, für die vielen schönen Momente auf der Strecke (die doch noch etwas Feinschliff brauchen könnte) und für das gemeinsame Fahren! Wiebke, André, Hans, Patrick, Flo und Martin (und die anderen, die ich auf der Strecke traf, aber die Namen nicht kenne): Es war mir ein Fest mit euch zu fahren und mich mit euch auszutauschen. Danke für die gemeinsamen Kilometer!

Geschafft! #Forevertheredlantern

Tageskilometer: ca. 62 km

Höhenmeter: ca. 700 hm

Fazit:

Die Strecke war mehr als anspruchsvoll und ist meines Erachtens stark verbesserungswürdig. Oder man macht gleich eine Mountainbiketour draus, dann würde es eher passen ;-). Es gab aber auch viele tolle, landschaftlich einzigartige Abschnitte, die ich gern noch einmal fahren möchte und die ich sehr genoßen habe. Ich habe einiges über mich gelernt. Denn auch wenn ich teilweise wirklich fertig war und an meine Grenzen gekommen bin, es ging immer weiter. Ich wollte, dass es weiter geht! Dieser Wille ist stärker geworden mit der Zeit und hat mich weiterfahren lassen, auch wenn mir eigentlich nach absteigen und hinsetzen war. Wie war das? Es ist vieles einfach nur Kopfsache. Dennoch weiß ich nicht, wie ich ohne meine großartige Begleitung durch die Nacht gekommen wäre. Ich weiß, das ist etwas was ich üben möchte. Ich möchte lernen, nachts auf der Straße durch den Wald zu fahren – zumindest annähernd :-). Denn ich möchte mich meinen Ängsten stellen und mich nicht vor ihnen verstecken!

Gemeinsam ist es schöner und wenn ich wandern will, lass ich mein Fahrrad daheim!

Würde ich es wieder machen? Auf jeden Fall!

 

Die Eurobike 2018. Früher Termin, später Bericht: Meine Messe-Highlights.

Zum dritten Mal besuchte ich Anfang Juli, genauer vom 08. bis 10.07.2018 die Eurobike in Friedrichshafen – zwei Monate früher als sonst. In genau einem Jahr findet die europäische Fahrradleitmesse wieder zum alten Termin (04.-07.09.2019) statt. Da das noch ein Weilchen hin ist, möchte ich euch jedoch unter dem Motto ” Besser später als nie” meine Highlights der diesjährigen Eurobike 2018 nicht vorenthalten.

Ich war wie im Vorjahr mit Fahrrad zum Bodensee gekommen, wobei ich dieses Mal jedoch mit dem Gravelbike durch Deutschland geradelt bin. Mehr zur Anreise könnt ihr in meinen Berichten nachlesen. Die Eurobike 2018 konzentrierte sich wie schon im Vorjahr stark auf das Thema E-Mobility und Pedelecs. Aber auch Cargobikes bekamen deutlich mehr Platz eingeräumt. Kein Wunder, wo es doch immer mehr Anbieter und Varianten dieser Platzwunder auf dem Markt gibt. Die Beliebtheit wächst besonders im innerstädtischen Raum, wo der Platz immer knapper wird. Mein Fokus liegt nach wie vor im Bereich Zubehör. Im Folgenden findet ihr meine Auswahl aus den Bereichen Bikepacking und Fahrradmode, und natürlich sind auch ein paar Fahrräder dabei.

  • Eine Anmerkung: Der Beitrag enthält Produkthinweise und Markennennungen und kann daher als Werbung ohne Auftrag angesehen werden.

Mode zum Radfahren

Recycling für den Umweltschutz: VAUDE

So zog es mich bereits am Sonntagvormittag direkt zu VAUDE an den Stand. Das Familienunternehmen aus Tettnang gleich um die Ecke vom Bodensee bleibt ihrem Nachhaltigkeitsbestreben als grünster Outdoorausrüster Deutschlands nach wie vor treu. Schon im Eingangsbereich zum großen, mit Holz gestalteten Stand, liegt der Fokus klar auf Recycling und Wiederverwendbarkeit von Materialien. Neu ist die Core Collektion unter anderem aus recycelten Fischernetzen oder Stoffen aus Non-Food-Milch Milchfasern (Qmilk).

Triple2

Auch die Münchener von Triple2 verwenden Econyl®, das Material aus alten Fischernetzen, für ihre Fahrradjerseys. Die Trageeigenschaften sind super und unterscheiden sich erstmal nicht von anderen Funktions-Kunstfasermaterialien. Weich, atmungsaktiv und schnell trocknend eignen sie sich perfekt für den Radsport auch an warmen Tagen. Ebenso toll sind die Trikots aus Merinowolle, die außen aus Funktionspolyester und innen aus feinster, Mulesin freier Merinowolle bestehen. Die guten Eigenschaften aus beiden Materialwelten sind darin vereint. Ich habe momentan eine kleine Auswahl ihrer Produkte zum Testen da und berichte noch in einem separaten Beitrag über meine Erfahrung damit.

POC Sport

Begeistert war ich rein aus der Design- und Funktionsperspektive von der neuen Modekollektion von POC Sport: poc and forth. Klare Linien, durchdachte Schnittführung und Details, sowie hochfunktionelle Materialien machen die fahrrad- und alltagstaugliche Bekleidung zu einem meiner Messehighlights. Stilvoll und gezielt wurden zum Beispiel reflektierende Paspeln und Drucke an Armabschlüssen oder Rückentaschen dezent eingesetzt. Hinzu kommen eingearbeitet Magnete, die ebenso magnetisch funktionierende, kleine Lampen tragen und somit für erhöhte Sichtbarkeit des Trägers oder der Trägerin sorgen können.

Sehr gut kommen allein schon in optischer Hinsicht auch die Sonnenbrillen von POC mit Clarity Technologie weg . Mit Wechelsgläsern und ohne sind die Gläser für verschiedene Lichtbedingungen optimiert worden. Für mich sind sie teilweise etwas zu groß, allerdings gibt es sie in verschiedenen Ausführungen und Formaten, sodass der Kunde oder die Kundin individuell wählen kann.

Mehr Bikepacking – Zubehör fürs Outdoor Abenteuer

Restrap

Neben dem britischen Hersteller Restrap, der mittlerweile den meisten Bikepacking Freunden ein Begriff sein sollte, zeigten auch andere Taschenmarken und immer öfter auch Fahrradhersteller ihre Rahmen-, Sattel- und Lenkertaschen.

Merida

Der Fahrradhersteller Merida, besonders für seine hochwertigen Mountainbikes bekannt, zeigte auf der Eurobike 2018 eine eigene Bikepacking Taschenlinie. Die praktisch designten Produkte sollen eine Ergänzung für die Crossräder und zum umfangreichen Zubehörprogramm sein, wirken sinnvoll konstruiert und sind wasserabweisend.

Roswheel

Spannend sehen auch die noch in der Entwicklung befindlichen Taschen von Roswheel aus. Roswheel feiert dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum und hat die Marke komplett überarbeitet, inklusive neuem Logo und neuer Kollektion an Bikepackingtaschen. Ich muss gestehen, dass Taschen dieser Marke mir bisher noch nicht untergekommen sind, aber der Hersteller ist scheinbar ebenso Produzent und Importeur für andere, große Marken und produziert in einer eigenen Fabrik in China. Das sieht erstmal vielversprechend aus, mit reduziertem, schlichtem Design und durchdachten Halterungen aus Gummibändern, die den Lack schonen sollen.

Vaude

Wo ich vorhin schon bei der Mode war: Auch Vaude zeigte auf der Eurobike 2018 eine überarbeitet Fahrradtaschen-Kollektion für leichtes Reisen. Super schlicht und aus ultraleichtem, wasserdichtem Material ergänzen die Taschen jedes Fahrrad und machen es zumindest gepäckseitig zum leichten Bikepacking-Mobil.

Ortlieb

Besonders heraus sticht für mich der neue Ortlieb Outdoor Rucksack, der wie eine Reisetasche konzipiert ist. Das heißt, er hat einen großen Reißverschluss, der sich am Rückenteil der Tasche befindet. So kann die Tasche am Boden abgestellt werden und liegt dann auf seinem Vorderteil. Das Rückenteil lässt sich einfach aufzippen, die Sachen einpacken oder entnehmen wie bei einem Weekender. Praktisch: Die Seite, die am Rücken anliegt wird nicht schmutzig dabei. Weitere Taschen in der Galerie:

Und noch mehr Zubehör- und ein paar Räder

Fidlock

Außerdem aufgefallen sind mir die tollen Fidlock-Flaschenhalterungen fürs Fahrrad, die ich ja selbst schon benutze. Diese gibt es nun auch mit einem Adapter, sodass jedes beliebige Trinkgefäß eingespannt werden kann.

Brooks, Hiplock und der Hornit Clug

Ich bin ja begeisterte Brooks Cambium Nutzerin. Mittlerweile fahre ich den Sattel an drei Rädern und finde ihn nach wie vor nicht nur optisch toll, sondern eben auch sehr komfortabel auf langer Strecke. Neu auf der Eurobike 2018 wurde ein Cambium mit Kunststoffgestell aus recycelten Materialen gezeigt. Außerdem schleiche ich immer wieder ums Hiplock herum. Die praktischen Fahrradschlößer, die man, wie der Name schon sagt, um die Hüfte trägt, gab es neu als Prototyp mit Zahlenschloss zu sehen. Noch leichter, praktischer, aber mitunter, etwas weniger sicher. Also eher etwas für das kurze Anschließen in der Öffentlichkeit vorm Supermarkt oder so ähnlich.

TexLock

Ich war außerdem bei Texlock am Stand, die nach einiger schlechter Kritik noch einmal an ihrem Produkt nachgebessert und an ihren Stand zum Sägen und Testen eingeladen haben. Sägen muss ich wohl noch etwas üben, aber das Ergebnis sah für mich dennoch vielversprechend aus. Aber schaut selbst:

Brompton

Mein Lieblingsfaltradproduzent Brompton hat auch ein paar Neuigkeiten zu bieten. Im kommenden Jahr wird es neue Farben geben, alte gehen aus dem Sortiment. Hot Pink und Papyrus White kommen neben den Sonderfarben Flame Lacquer und Purple Metallic (Wooooow, das will ich!). Das Brompton Electric soll 2019 endlich auch in Deutschland erhältlich sein. Ich bin sehr gespannt, ob und wann es tatsächlich hier verkauft wird! So das war es für dieses Jahr! Ich möchte mich noch bedanken bei Mirjam und Gunnar und der Messe Friedrichshafen für deren Einsatz für den The Wriders’ Club (TWC). Auch in diesem Jahr gab es wieder eine tolle Blogger-Base und informative Blogger Walks und Meet & Greets mit den Herstellern für den TWC. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

Verlosung: 1+1 Plätze bei der Yoga-Cycling Fahrrad-Tour

Juhu, die Sonne hat uns im Wonnemonat Mai schon reichlich mit positiver Energie und Wärme versorgt und lädt ein, sich noch viel häufiger auf das geliebte Zweirad zu schwingen!

Teilnahmefrist verlängert! Siehe unten!

Was macht ihr eigentlich so am letzten Sonntag dieses Monats?

Ich habe da einen Vorschlag für diejenigen unter euch, die am 27.05.2018 in Berlin oder Brandenburg weilen und ein wenig über ihren üblichen Radfahrhorizont hinausschauen wollen.

Wie wäre es mit Yoga-Cycling?

Jetzt bitte nicht gleich den Kopf einziehen und an irgendwelche verrückten Verrenkungen denken, die auf dem Fahrrad nichts zu suchen haben und gefährlich beim Radfahren ablenken würden! 😉

Es geht viel mehr um einen entspannten, gemeinsamen Ausflug ins Grüne, verknüpft mit neuen Radelerfahrungen und kleinen Yoga-Übungen auf und neben dem Fahrrad. Ganz einfach, für die ganze Familie und fast überall anwendbar. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!

Na, neugierig geworden?

Die Eckdaten der Tour

Die Route steht und wird uns mit Start im Café Sommerlust im schönen Schlosspark Pankow auf dem grünen Pankeradweg im familienfreundlichen Tempo nach ca. 25 km in die Stadt Bernau führen. Dort endet die Fahrt mit einer entspannten Yogarunde am Steinturm und mit einem anschließenden Besuch des lokalen Kunst- und Handwerkermarktes, der an diesem Tag in Bernau stattfinden wird.

Treff: 10:30 Uhr zur Anmeldung (Café Sommerlust)

Start: 11:00 Uhr

Ende: ca. 15:00 Uhr (Bernau bei Berlin)

Die Rückfahrt nach Berlin erfolgt individuell. Ab Bernau fahren auch S-Bahn und Regionalzug gen Hauptstadt.

Und wie könnt ihr dabei sein?

Hier gehts zu Veranstaltung auf Facebook: Yoga-Cycling Fahrrad-Tour. Eine Zusage bei der FB-Veranstaltung ist nicht ausreichend! Ihr müsst bitte den offiziellen Weg via Mail oder Telefon nehmen, um euch anzumelden! Das geht wie folgt:

Via E-Mail bei der touristinformation@bernau-bei-berlin.de. Möglich ist die Anmeldung bis Mittwoch, 23.05.2018. Gastgeberin der Radtour ist die Touristinformation der Stadt Bernau bei Berlin.

Tickets kosten wie folgt:
Einzelticket: EUR 10,-
Zweierticket: EUR 15,-

Kinder bis 13 Jahre kostenfrei.

Oder ihr macht bei meiner Verlosung mit!

1+1 Ticket für die Yoga-Cycling Fahrrad-Tour zu gewinnen!

Ich verlose ein Ticket für die Yoga-Cycling-Fahrrad-Tour am Sonntag, 27.05.2018! Der Gewinner oder die Gewinnerin kann eine Person seiner/ihrer Wahl mitnehmen und das Wochenende beim Radfahren und Yoga entspannt ausklingen lassen.

Hinterlasst einfach hier unter dem Beitrag einen Kommentar und verratet mir…

  1. mit wem ihr die Tour machen wollt und
  2. was ihr euch unter Yoga-Cycling so vorstellt!

Ihr könnt aber auch via Facebook an der Verlosung teilnehmen! Dort könnt ihr meine Seite mit Gefällt mir markieren und ebenfalls den Beitrag kommentieren!

Das Gewinnspiel endet am Mittwoch, 23.05.2018, 19:00 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin werden von mir per Mail über den Gewinn informiert. Eure E-Mailadresse und der Name wird mit Abgabe des Kommentars auf radelmaedchen.de an mich übermittelt. Diese Daten werden von mir nur zur Abwicklung des Gewinnspiels genutzt.

Infos zu den Datenschutzrichtlinien!

Infos zu den Teilnahmebedingungen bei Gewinnspielen!

 

Wir sehen uns am 27.05. beim Yoga-Cycling! Ich freue mich schon!