Lang, lang ist es her, dass ich übers Radfahren in der Stadt und mein liebstes urbanes Fortbewegungsmittel geschrieben habe: Mein Brompton. Kein Wunder, wo ich doch seit Beginn der Pandemie viel weniger unterwegs war und, wenn dann eher mit dem Gravelbike raus aus der Stadt, als hinein gefahren bin. Doch langsam ist es warm geworden, der Sommer ist da, Lockerungen der Beschränkungen sind in vollem Zuge und mein kleiner Falter und ich werden wieder mehr zusammen erleben. Endlich! Als wäre das nicht grandios genug, gibt es auch noch eine Produktneuheit vorzustellen! Zeit also, meinem geliebten Brompton wieder etwas Aufmerksamkeit zu schenken und öfter von 28″ auf 16″ umzusteigen ;-)!

TRANSPARENZHINWEIS: Enthält Werbung/ Markennennungen! Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Brompton Deutschland entstanden. Ein Sponsoring ermöglicht mir, diesen Blog zu finanzieren und bestimmte Themen etwas genauer zu beleuchten. Die abgebildeten Inhalte stammen wie immer von mir und ich informiere euch wie gewohnt aus meiner Perspektive.

Für die, die meinen Blog noch nicht so lange lesen, vielleicht noch einmal eine kurze Info zum Brompton. Das kompakte 16″ Faltrad der britischen Kultmarke lässt sich individuell konfigurieren und in sekundenschnelle zusammenfalten. Es passt dann in die kleinste Ecke. Das Fahrgefühl ist wendig und agil, etwas unruhiger als ein Fahrrad mit größeren Laufrädern, dafür aber flink und äußerst praktisch im urbanen Raum. Kurz gesagt: Es macht einfach nur Spaß und ich gebe es nie wieder her!

Die Liebe zum Brompton – ein kurzer Rückblick

Das kleine Faltrad rückt vor ca. 5 Jahren zum ersten Mal in meinen Fokus, als meine Freundin Miriam zu Besuch in Berlin war. Ich war mehr als neugierig auf dieses Fahrrad mit den winzigen Reifen, denn zu der Zeit reiste ich bereits viel mit dem Zug durch ganz Deutschland und vermisste sehr oft ein Fahrrad an meinem Zielort. Im Sommer 2016 fuhr ich spontan mit Team Hamburgfiets die Brompton World Championships (BWC) in Berlin mit – ein Faltradrennen – auf einem geliehenen Brompton. Ich hatte so viel Spaß dabei und mir wurde noch deutlicher bewusst: Ich brauchte einfach ein solches Faltrad!

Jule beim BWC
Auf dem Weg zum Startbereich beim BWC 2016 in Berlin; pic by marathon-photos

Doch das war eine Entscheidung und Investition, die ich nicht so kurzfristig machen konnte. So dauerte es noch fast ein Jahr, bis schließlich im April 2017 mein mobiler Traum mit Sonder-Finish “Raw Lacquer” als geleastes Dienstrad bei mir einzog. Ich nannte es Ljómi und wir waren von da an unzertrennlich ;-). Ob Reisen mit dem Zug, im Flieger nach London oder auf einer Radreise am Rheinradweg, mein Brompton war teilweise 24/7 an meiner Seite.

Mein Brompton im Alltag

Seit über vier Jahren bin ich also stolze Brompton Besitzerin. Mittlerweile ist es für mich mein Stadtrad geworden, das mich zusätzlich oft auf geschäftlichen Reisen mit dem Zug oder auch im Urlaub begleitet. Es gibt kein Fahrrad, was meine Mobilität so vereinfacht und erweitert hat, wie dieses Faltrad.

Mann geht mit dem Brompton auf der Schulter  in die U-Bahn

Die Vorzüge des Bromptons als Stadtrad

  • Es bringt mich in der Stadt von A nach B.
  • Das Faltrad reist kostenlos in den Öffis mit, falls eine Strecke doch mal länger oder das Wetter spontan schlecht wird!
  • Auf Zugreisen verstaue ich es zwischen den Sitzen oder der Gepäckablage und bin am Ziel sofort unabhängig mobil.
  • Ich nehme es regelmäßig mit zum Einkaufen, wo es im Einkaufswagen gefaltet und sicher mit in den Supermarkt kommt.
  • Dank praktischem Taschenträgerblocksystem kann ich sogar größere Einkäufe unkompliziert am Rad transportieren – und das ohne separat erhältlichen Gepäckträger!

Ich habe sogar eigene Taschen für den Taschenrahmen des Brompton-Systems genäht und alles mögliche mit dem Faltrad transportiert. Stets blieb ich neugierig, wenn es etwas Neues aus dem Hause Brompton gab. Kein Wunder also, dass ich etwas aus dem Häuschen war über die neueste Brompton Kooperation mit dem sehr bekannten Schweizer Taschen Label und Upcycling-Pionieren von FREITAG!

Jule auf dem Brompton vorn über den Lenker gebeugt mit FREITAG COLTRANE Tasche

Endlich: eine Kooperation mit Brompton

Ich muss ja zugeben, dass Brompton für eine ganze Weile ein Wunschpartner für eine Kooperation für mich war. Ich war einfach so überzeugt von diesem Rad, dass es mir nicht schwer viel, ehrlich darüber zu berichten. Denn ich teilte meine Erfahrungen ja auch gern und viel, gerade zu Beginn, als mein Falter noch ganz neu war. Und schließlich war es soweit. Mit dem neu aufgestellten Brompton Deutschland bot sich eine Gelegenheit für mich, eine neue Brompton x FREITAG Tasche zu testen – eine Zusammenarbeit ganz nach meinem Geschmack.

Warum ich mich genau über diese Kooperation so gefreut habe?

  1. Einzigartigkeit: Keine FREITAG Tasche gleicht der anderen. Jede ist ein Unikat.
  2. Nachhaltigkeit: So wie Brompton in England produziert, fertigen die Schweizer ihre Taschen ebenso in ihrem Heimatland. Dabei werden gebrauchte LKW-Planen als Hauptmaterial genutzt. So wird die alte, immer noch sehr robuste Plane wiederverwendet, statt immer neue Stoffe zu herzustellen. Und das seit Beginn des Unternehmens Anfang der 90er!
  3. Haben-Wollen-Trieb: Immer wieder schlich ich um Taschen von FREITAG herum. Ich war sogar schon im Züricher Flagship Store, der sich in alten Containern befindet. Ich bewunderte die unterschiedlichen, einmaligen Teile und immer dachte ich, irgendwann hast du bestimmt mal so eine Tasche!

F748 COLTRANE – Der Rucksack fürs Brompton-System

Was ich bisher bei meinen Taschennähprojekten noch nicht gemacht habe und immer mal angehen wollte, ist einen Rucksack fürs Brompton-Taschensystem zu nähen. Die Frage war nur: hoch oder quer und wie passt das ganze dann ans Rad? Tja, beides. Zumindest dachten sich das die Produkt-Designer von FREITAG. Und diese Lösung scheint simpel, ist aber auch genial!

Brompton x FREITAG Rucksack am Faltrad
Quer am Rad…

Die Brompton-Taschenträgerrahmen gibt es im Hoch-und Querformat, doch die Hochkantversion beschränkt die Taschengröße sehr. Besonders bei niedrigeren Lenkern gibt es nicht mehr viel Spielraum, wie es bei meinem geraden S-Typ Brompton der Fall ist. Viel passt dann nicht in die Tasche. Also ist der COLTRANE Rucksack so konzipiert, dass er klassisch hochkant auf dem Rücken getragen werden kann, der entnehmbare Taschenrahmen aber wird quer auf den Trägerblock aufgebracht. Alles wird einmal um 90 Grad gedreht. Clever. Dabei kann der Rucksack mit oder ohne Rahmen genutzt werden, denn er lässt sich unkompliziert ins Rückenteil schieben und wird mit Klettband befestigt. Beide Varianten sind bequem zu tragen.

Was mir besonders gut an dem Brompton x FREITAG Rucksack gefällt:

  • Es gibt mehrere Fächer für etwas Ordnung in der Tasche, ein gepolstertes Hauptfach und Laptopfach und eine kleinere Reißverschlusstasche vorn für den schnell erreichbaren Kleinkram.
  • Die Träger aus Autogurt lassen sich leicht einstellen und verfügen unten über Magneten, sodass sie nicht in die Laufräder rutschen können, beim Fahren. Praktisch: Man muss sie nicht irgendwo reinstopfen oder gar abnehmen, denn sie lassen sich sogar einhändig an die magnetische Stelle bringen.
  • Der Rucksack hat zwei Tragegriffe – je nachdem, ob er gerade hoch oder quer genutzt wird. Da das Gurtband direkt an der Tasche befestigt und kein fester Plastikgriff ist, wie bei manchen Taschenrahmen, lässt sich der Brompton x FREITAG Rucksack auch für Brompton mit S-Lenktyp nutzen.
  • Das Fassungsvermögen: 19 l Volumen, da passt schon eine ganze Menge rein in den Brompton x FREITAG Rucksack. Der erste kleine Einkauf wurde erfolgreich gemeistert – und der Inhalt der Gemüsebox passt auch rein ;-). Die Maße sind 300 × 150 × 450 mm (L × B × H).
  • Bonus: Jeder Rucksack kommt mit einer passenden Mud Flap, also einem Schmutzfänger fürs Vorderrad!

Ein kleiner Haken…

Mit 1400 g ist der F748 COLTRANE materialbedingt kein Leichtgewicht. Glücklicherweise fällt das aber am Rad und auf dem Rücken weniger auf. Auch der Preis von 360 € ist sicherlich kein Pappenstiel, doch wenn man bedenkt, wie langlebig die Produkte sind und das die Herstellung in Europa erfolgt, relativiert sich der Preis ein wenig.

FAZIT

Zusammengefasst bekommt man mit dem COLTRANE einen gut aussehenden, haltbaren Rucksack aus recycelten Materialien, an dem man sicher lange Freude haben wird! Ich bin auf jeden Fall sehr angetan von meinem Unikat und ich bin mir sicher, dass der Brompton x FREITAG Rucksack mich jetzt auch auf einige Fahrten begleiten wird. Die Größe ist nämlich ausreichend für einen Wochenendtrip und ich liebe es, dass der Rucksack stabil genug ist, auch ohne Trägerrahmen genutzt werden zu können!

Jule auf dem Brompton in der Stadt

  • Fotos mit Jule: Jan Bubenik
  • Foto-Bearbeitung: Juliane Schumacher

Teile diesen Beitrag!

Write A Comment

scroll up icon bike
%d Bloggern gefällt das: