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Ruhemomente: Mit dem Fahrrad am Bodensee

Dieser Sommer war einfach wundervoll intensiv und ereignisreich, dass ich gar nicht mehr dazu komme, die ganzen Erlebnisse zu verarbeiten (Luxusproblem, schon klar, aber es stimmt!). Daher wollte ich das Ganze etwas entschleunigen und entschied auf meiner Reise an den Bodensee zur Eurobike 2019, mal einen Tag auszusetzen.

TRANSPARENZHINWEIS: Enthält Werbung/ Markennennungen. Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Kondrauer. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive, offen und ehrlich.

Ein Tag mag nicht viel sein. Aber bei bestem Spätsommerwetter und am Fuße des herrlich blauen Bodensees mit Blick auf die Alpen, fiel es mir sehr leicht, einfach mal abzuschalten. Mit im Gepäck: Faltrad Brompton Ljómi, die neue Kamera und eine Erfrischung für Zwischendurch. Denn Sonne und Wasser machen durstig und ich trinke chronisch zu wenig…

Mit dem Fahrrad von Friedrichshafen nach Meersburg

In der Vierländerregion Bodensee (Deutschland, Österreich, Schweiz und Fürstentum Liechtenstein) lässt es sich herrlich Radfahren! Um den 63 km langen See führt eine ca. 260 km lange Radroute, die durch wunderschöne (Urlaubs-)Orte und vorbei an Obstplantagen, Weinbergen und historischen Gebäuden leitet. Ganz so weit wollte ich nicht fahren, sondern viel mehr entspannen, tief durchatmen und mich mit ein bisschen Bewegung wach halten :-D.

Los ging die Tour in Friedrichshafen. Die Fahrrad-Route um den Bodensee ist sehr gut ausgeschildert. Hin und wieder ist die Strecke recht schmal und verläuft an der Hauptstraße entlang. Daher lohnt es sich teilweise auch einmal auf die andere Straßenseite zu schauen, wo der Weg oft als Zweirichtungsradweg gekennzeichnet ist. Vorbei an Obstbäumen und Weinpflanzen fuhr ich durch Fischbach über das beschauliche Immenstadt und Hagnau bis nach Meersburg. In Hagnau verweilte ich kurz am Kieselstrand. Denn die Uferpromenade ist wirklich wunderschön, lädt zum Bummeln und Verweilen auf den zahlreichen Bänken ein. Ich mache erstmal ein Fotoshooting mit Ljómi und genieße die Aussicht rüber zu den Bergen und in die Schweiz.

Mit der Fähre über den Bodensee: Auch mit Fahrrad kein Problem!

Als ich schließlich in Meersburg ankam, bewunderte ich die schon von weitem sichtbare barocke Schloßanlage (das Neue Schloß). Es gibt außerdem noch die mittelalterliche Burg Meersburg und eine hübsche kleine Altstadt. Ich bummele kurz hindurch, gönne mir ein Eis zum Frühstück und suche mir dann den Weg zum Fahrkartenschalter: Denn ich wollte Fähre fahren! Und zwar nach Konstanz, wo ich noch nie war, obwohl ich es mir in den letzten Jahren, wenn ich in der Region war, immer vorgenommen hatte. Faltrad gefaltet, rein in den Laden, Preise checken, herausfinden, dass der Mitarbeiter direkt keinen Fahrradpreis berechnet hat, grinsend mit einem Einzelfahrschein wieder rausmarschieren.

–> Fährpreise Meersburg – Konstanz:

Etwas verwirrt war ich jedoch kurz: Als ich vorher recherchiert hatte, war der Preis deutlich geringer gewesen. Das mag wohl daran liegen, dass das erste Ergebnis für die Fähre Meersburg-Konstanz die Autofähre meint. Die liegt aber etwas außerhalb. Ich zahlte 6,40 € für die Überfahrt mit der Bodenseefähre ohne Fahrrad. Dafür muss, wie in der Bahn (auch im ICE geht das so, ja), das Faltrad gefaltet an Bord genommen werden und auch so kompakt bleiben. Normale Räder kosten je nach Strecke 4,80 € oder 6,40 €. Ich ließ mir auf der ca. 45 min Fahrt mit Zwischenhalt an der Blumeninsel Mainau (die lohnt es sich bestimmt auch zu besuchen) den Wind um die Nase wehen und fühlte mich tatsächlich wie im Urlaub. Schööööön!

Konstanz entspannt

Mit vom Wind zersausten Haaren und tiefenentspannt, verließ ich am frühen Nachmittag die Fähre in Konstanz und streunerte zunächst ein wenig in der Hafengegend herum. Der Stadtgarten direkt am Wasser war sehr einladend und hat nicht nur viele ruhige Ecken, sondern verfügt auch über eine denkmalgeschützte Konzertmuschel.

Konstanz hat einiges zu bieten! Hier fand vor 600 Jahren die einzig gültige Papstwahl nördlich der Alpen statt (Konstanzer Konzil). Die älteste, seit 1607 dauerhaft bespielte Theaterbühne Deutschlands befindet sich hier auch und die historische Altstadt ist definitiv einen Besuch wert. So rollte ich durch die Straßen, schob mein Rad durch die Fußgängerzone, lauschte Straßenmusikern und suchte vor allem etwas Leckeres zu essen!

Ein Glückstreffer führte mich zu Eugens Bio Restaurant und Café. Dort gab es für mich Käsespätzle und hausgemachte Limo, während ich Passanten beobachtete und das Urlausbgefühl weiter auf mich wirken ließ.

Mit dem Katamaran nach Friedrichshafen

Für den Rückweg wählte ich den schnellen Katamaran nach Friedrichshafen. Der brauchte zwar auch knapp 45 min, legte dabei aber eine weitere Strecke zurück und ohne Zwischenhalt. Ein Einzelticket schlug mit 10,90 € zu Buche. Auch hier reichte es, das Fahrad zu falten, damit es kostenfrei mit konnte. Der normale Fahrradticketpreis lag bei 4,90 €.

Streckenvorschlag: Am Bodensee mit Rad und Fähre

Unten findet ihr meinen Streckenvorschlag bei Komoot. Kurz und knackig, denn den Großteil der Strecke legte ich mit der Fähre zurück. Zugfahren könnt ihr auch, aber das dauert deutlich länger. In Konstanz habe ich nicht mehr aufgezeichnet und hier nur beispielhaft dokumentiert, wo ich war. Ich empfehle euch aber, je nach verfügbarer Zeit, die Stadt nach Lust und Laune zu erkunden. Ich habe nur einen Bruchteil gesehen, aber es gibt dort einiges zu entdecken.

Weitere Tourenvorschläge und Tipps zum Radfahren findet ihr übrigens auch im Radl-Blog von Kondrauer.

It’s London time again – BWC 2018 und warum ich diese Stadt liebe.

Eine Wand aus heißer Luft, Staub, Hitze und lauter Geräusche schlug mir entgegen, als ich die Underground endlich verlassen hatte. Unzählige Kurven, noch mehr Stufen und ein Scan der Oyster Card zum Abschluss musste ich mit meiner schweren Tasche bewältigen, bevor ich endlich auf Straßenniveau angekommen war. Typisch London! Die Underground fährt zwar überall, aber sie liegt auch tief unter der Erde und ist im Sommer eigentlich kaum zu ertragen.

Aldgate East. Gleich um die Ecke der berühmten Brick Lane liegt dieses Jahr meine Unterkunft für die nächsten vier Tage. Noch ein paar hundert Meter musste ich mein Brommie und meine Sachen durch die Hitze schleppen, bis ich es geschafft hatte. Nun einchecken, Ljómi aus der Tasche pellen und von Luftpolsterfolie befreien, alles wieder ranschrauben, was ich für einen sicheren Flug demontiert hatte und ab unter die Dusche (ich, nicht Ljómi. Die hat nicht so viel geschwitzt.).

32°C

Auch London wurde nicht von der europäischen Sommerhitzewelle verschont. So heiß war es hier das letzte Mal wohl in den 70ern. Aber falls ihr euch Sorgen machen solltet, dass die Insel ihrem Ruf des regnerischen Wetters nicht mehr gerecht würde – braucht ihr nicht! In den folgenden Tagen gab es ein buntes Potpourri der Himmelsstimmungen, von Regengüssen, über Gewitter und Sturmböen zu Nieselregen und staubtrocken mit praller Sonne war so ziemlich alles dabei.

London Chilin’

Anyway: Dieses Jahr ließ ich es ruhig angehen. Zum einen war ich hauptsächlich aufgrund des Brompton World Championships Final (BWC) in London, zum anderen lohnt es sich am Prudential RideLondon Wochenende immer in diese Stadt zu kommen. Wann erlebt man das verkehrsreiche Stadtzentrum sonst teilweise ohne Autoverkehr wie beim Free Cycle? Leider hatte ich im Gegensatz zum letzten Jahr keinen Platz für das Brompton- Faltradrennen bekommen. Aber anfeuern wollte ich Miriam und Bianca dennoch.

Die Tage waren geprägt von kurzen Ausfahrten mit dem Brommies und entspanntem Rumhängen im all time favourite look mum no hands Fahrrad-Café – mit viel Cappuccino, Tee und Gesprächen.

Das meiste Geld habe ich sicherlich im Look mum no hands! gelassen und mein Bedarf an Cycling Caps ist definitiv gedeckt für die nächsten Monate.

BWC 2018 – das jährliche Brompton-Highlight

Auch ohne selbst mitzufahren, freute ich mich sehr auf diese Veranstaltung. So viele verrückte, sympathische Bromptonfahrende aus aller Welt trifft man sonst nirgends! Selbst aus Australien vom Melbourne Brompton Club waren Teilnehmer anwesend! Während wir vom #teamhamburgfiets den Vormittag mit Frühstück, Mittagsschlaf und Kaffee trinken verbrachten, war der Nachmittag geprägt vom sozialen Miteinander an der Rennstrecke vorm Buckingham Palace im St.James Park. Auch dieses Jahr hielt The Mall als Location für zahlreiche Radrennen beim RideLondon her. Um kurz nach 19 Uhr startete dort schließlich die BWC 2018.

Welche Aufregung da herrschte! Über 400 Bromptonfahrende falteten ihre kleinen Brommies noch kompakter zusammen und bereiteten sich auf den Le Mans Start vor. Nacheinander starten sie in das Rennen: Hinlaufen zum Faltrad, auffalten, losfahren! Auch wenn es etwas Verwirrung beim Start mit dem Timing gab, die Stimmung an der Strecke war grandios. Leider gab es dieses Jahr auch zwei relativ schwere Stürze, die aber scheinbar und glücklicherweise glimpflich verliefen.

Und die Ergebnisse?

Die Irinnen haben dieses Jahr das beste Female Team gemacht! Wohl verdient, auch wenn es natürlich schade für unser nun international gewordenes #teamhamburgfiets ist. Unterstützung hatten Bianca und Miriam dieses Jahr von Valeria aus Spanien, sowie Jacqueline und Ann (smallwheelsbigadventure) aus Belgien. Das schnelleste Männerteam war wieder das Brompton eigene Factory Team. Einzelsiegerin wurde die Olympia-Medaillenträgerin betreibende Emma Polley, die nur knapp hinter dem Herren Cam Gutteridge ins Ziel kam. Wahnsinns Leistungen in jedem Fall!

Nach einer Pub-Runde war der Tag schließlich geschafft und ich fiel ziemlich geschafft ins Bett.

Warum nur immer wieder London?

Wenigstens einmal im Jahr zieht es mich in die englische Hauptstadt . Ich weiß tatsächlich auch nicht mehr genau, wie oft ich hier war, seit dem ersten Mal während einer Schulklassenfahrt vor etwa 15 Jahren. 2010 habe ich mein studentisches Pflichtpraktikum in einem Londoner Atelier gemacht und habe drei Monate in der Stadt gelebt. Ich habe es geliebt und gleichzeitig hat es mich gestresst. Diese Kombination hat sich bis heute nicht geändert. Im Vergleich zu London ist Berlin die entspannteste Großstadt, die man sich vorstellen kann. Auch wenn der Verkehr immer schlimmer wird, in London ist es noch schlimmer. Es ist laut, es ist schmutzig und anstrengend. Warum mag ich es dennoch so sehr, dass ich immer wieder hin fliege?

    1. London ist multikulturell.

      Man spürt es an jeder Straßenecke, in jedem Supermarkt und Café. Die Stadt ist so vielfältig wie sonst keine andere europäische Stadt. Dieses Flair ist unvergleichlich und so normal hier, was ich es sehr genieße. Wenn Berlin für freie Entfaltung steht, dann ist London die absolute Königsklasse darin.

    2. London ist abwechslungsreich

      …und wird nie langweilig. Selbst beim 15 Besuch (oder so) kann ich noch etwas Neues entdecken. Es gibt tolle Shops, Restaurants und Cafés. Die Stadt ist so groß und bietet viele verschiedenen Perspektiven, dass ich einfach nie genug bekomme. Parks, Shopping, Sightseeing – alles ist drin.

    3.  London wird immer fahrradfreundlicher.

      Der Bau zahlreicher Cycle Highways macht das Fahren durchs Zentrum um einiges entspannter und richtig spaßig! Vor allem an der Themse und am Hyde Park entlang lässt es sich unglaublich gut Radfahren.

Na dann hoffentlich bis nächstes Jahr in London und zur Brompton World Championship!

2017: Das Radelmädchen-Jahr mit Buch, Reise & tollen Begegnungen

Es ist Mitte Januar 2018. Das Jahr 2017 ist definitiv Geschichte, die Jahresrückblicke sind bereits auf diversen Blogs, Nachrichtenseiten und Plattformen veröffentlicht worden. Fein strukturiert sind die Highlights hervorgehoben, Links integriert und am Ende wird ein Fazit gezogen. Und ich so? Ich hänge mal wieder hinterher und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Weshalb sollte ich überhaupt einen Rückblick schreiben? Passiert ist passiert und an manche Dinge erinnere ich mich lieber nicht. Ist es Mitte Januar nicht auch schon viel zu spät für einen Jahresrückblick? Nach vorne schauen, scheint mir da viel sinnvoller zu sein. Doch irgendwie muss ich mir und diesem ereignisreichen 2017 noch einen gebührenden Abschluss liefern.

Warum also den Rückblick nicht mit einem Fazit beginnen? Wo ich gerade so darüber nachdenke über dieses 2017, komme ich nicht drumrum, es für mich als ein ziemlich aufregendes und prägendes Jahr zu beschreiben, welches definitiv noch einmal resümiert werden darf. Abgesehen davon, dass ich mich wirklich konzentrieren muss, um all die Erlebnisse, Ereignisse und Events in meinem Kopf in eine natürliche Reihenfolge zu bekommen, kann ich wohl sagen, dass es ein tolles Jahr für mich war!

Die Highlights von 2017 in Kürze

Das Jahr begann so grandios wie das vergangene aufgehört hat: Im wundervollen Mexiko! Wie sehr ich mich immer wieder dahin zurück wünsche. Besonders jetzt, ein Jahr danach, kommen viele Erinnerungen wieder hoch, Orte an denen ich gewesen bin, visualisieren sich erneut und Erlebnisse fühlen sich nach wie vor großartig und einmalig an.

Ein Buch – natürlich übers Radfahren

Kaum zurück nahm jedoch etwas völlig anderes meine volle Aufmerksamkeit ein. Ich konnte endlich intensiv an meinem Buch “How to survive als Radfahrer – Wie man in der Stadt auf dem Rad überlebt” arbeiten.

Die ersten drei Monate nach Mexiko waren geprägt von vielen Stunden vor dem Computer, von Zweifeln, von Ideen und einem noch stärkeren Fahrradfokus, als sonst schon. Allein das Schreiben dieses Buches hat mich viel hinterfragen und mein eigenes Verhalten im Straßenverkehr reflektieren lassen. Ich habe viel dazu gelernt und würde heute sicher einiges anders angehen oder formulieren (tatsächlich würde ich jetzt mit etwas Abstand gern erneut drüberlesen und umstrukturieren). Doch im Grunde bin ich unsagbar stolz, stolz einen Kindheitstraum realisiert zu haben. Dieses Gefühl, als ich es das erste Mal in den Händen hatte und im Buchhandel gesehen habe…

Es ist nicht ganz rund, es ist nicht perfekt, doch es ist mein Erstlingswerk und hat mein weiteres Jahr stark gestaltet! Allein in diesem Moment, als ich das hier geschrieben habe, überkam mich dieses wahnsinnige Glücksgefühl und riesige Freude, diese Gelegenheit bekommen zu haben! Vielen, vielen Dank Martin Brinkmann und Schwarzkopf & Schwarzkopf für diese Möglichkeit und für euer Vertrauen!

Im Radio, in Zeitungen und Magazinen

Mit dem Buch kamen diverse Radiointerviews, Zeitungsartikel und auch ein paar Lesungen, wie beim ADFC Berlin RadForum. Perfekt passte “How to survive als Radfahrer” in das Jubiläumsjahr des Fahrrads. Die größten Highlights waren für mich sicher die dpa-Pressemeldung Ende März 2017 und die darauf folgende Welle an Anfragen und Veröffentlichungen.

Interview für Radio 88.8 im Haus des Rundfunks

Das Interview in der ZEIT Online brachte eine Menge Resonanz, größtenteils positiv, aber nicht immer nett. Doch so ist das eben in der Online-Welt und auch in der realen. Irgendjemand fühlt sich immer auf den Schlips getreten. Dennoch hatte ich eine Menge Spaß und lernte viel über mich, das Auftreten in der Öffentlichkeit und Formulierungen in Interviews ;-). Luft nach oben ist da noch immer.

EDIT 16.01.2018

Huch, da habe ich doch glatt den Fernsehauftritt unterschlagen. Boxbike Patrick und ich waren beim RBB zibb-Sommergarten und haben ein paar tolle Falträder vorgestellt.

Ich bin aus dem Giggeln nicht mehr rausgekommen und auch sonst war es zwar ein nasser, aber witziger Nachmittag. Das ganze könnt ihr euch auch nochmal anschauen:

Radsportluft in Hannover

Worüber ich hier dann auch gar nicht mehr geschrieben habe, war mein kleiner Vortrag bzw. die Lesung beim Bundesradsporttreffen in Hannover. Ende Juli, kurz vor meiner Londonreise, machte ich mich auf den Weg in die niedersächsische Stadt, um dem Radsportevent beizuwohnen. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit und so fand die Lesung nicht wie geplant auf einer kleinen Bühne draußen statt, sondern kurzerhand in einem großen Raum des Landessportbundes Niedersachsen e.V.

Das war dann alles ganz muggelig und wurde mit meinem ersten Podcast für fahrrad.io zusammen mit Hans, der auch nach Hannover eingeladen worden war, abgeschlossen. Spaß hat es gemacht, ein bisschen chaotisch war es und ihr könnt das ganze hier anhören, Podcast Nr. 92. 

Danke Hans und Olivia für die Gelegenheit und den angenehmen Tag!

Zeit für n+1

Neben dem Buch gestaltete ein kleiner Falter mein Mobilitätsverhalten und somit mein Jahr 2017 deutlich mit. Anfang April konnte ich nach 6-wöchiger Wartezeit endlich mein Brompton bei Boxbike abholen! Die Schönheit im traumhaften Raw Lacquer in der S6L Version bekam den Namen Ljómi, die Glänzende, die Schimmernde. Von nun an, war dieses grandiose Faltrad fast immer an meiner Seite, begleitete mich auf Dienstreisen, Privatreisen, Radreisen und bei alltäglichen Stadtfahrten. Mitte Juni stellte ich sogar fest, dass ich längere Touren mit dem Brommie ohne Probleme schaffen kann, als ich auf ca. 130 km einen Großteil des Mauerradweges mit Ljómi bewältigte. Selbst der andauernde Regen vermochte uns nicht aufzuhalten. Ein Brompton kann eben fast alles!

BWC 2017

Vor allem auch Rennen fahren :-). Während ich 2016 bei der Brompton World Championship noch Zuschauer war, durfte ich mit Ljómi im Jahr 2017 selbst daran teilnehmen. Das britische Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und bei frischem Nieselregen startete Team #hamburgfiets Ende Juli als reines Frauenteam in die BWC 2017. Und tadaaaa, we made it! Bestes Frauenteam! Danke für diesen Riesenspaß Miriam, Verena und Bianca! Ihr wart spitze und die Zeit mit euch in London einfach großartig!

Stichwort Radreise

Neben der alljährlichen Himmelfahrtstour in den Norden Deutschlands, radelte ich im Spätsommer nach langem wieder allein durch deutsche Lande.

Mein Weg führte mich durchs schöne Rheintal entlang des Rheinradweges von Koblenz über Basel bis an den Bodensee. Dort war mein Ziel die Eurobike, die weltgrößte Fahrradleitmesse. Mit den selbst genähten Bromptontaschen im Schlepptau erlebte ich den Höhepunkt des deutschen Sommers bei um die 30 °C und innerhalb traumhafter Landschaften zusammen mit den Brommie.

Die Eurobike im Anschluss fand ich wie im Jahr zuvor recht abwechslungsreich, aber auch riesig und daher recht erschlagend, vor allem nach der Woche in der Hitze auf dem Rad. Doch dank der tollen “The Wriders´Club-Lounge” und den vielen spannenden Treffen gestaltete sich die Messe abwechslungsreich und entspannt.

Wo ich gerade beim Thema Messen bin: Neben der VELO Berlin mit dem “The Wriders´Club Treffen”, ging es natürlich auch wieder zur Fahrradschau.

Bloggertreffen auf der BFS

Die Berliner Fahrradschau ist für mich im Frühjahr jedes Mal wieder ein Highlight. Das Herumstöbern zusammen mit Miriam, die tollen Räder und das Netzwerken beschäftigen mich das ganze Wochenende und lassen mich meist erschöpft, aber glücklich zurück. Das war auch 2017 nicht anders. Besonders toll war jedoch das Bloggertreffen, das wir am Samstag ins Leben gerufen hatten. So viele Gesichter waren da, die wir teilweise nur digital kannten oder noch nie gesehen haben. Das schreit nach einer Wiederholung in diesem Jahr! Gleiche Zeit, gleicher Ort?

Und was nehme ich nun mit rüber ins Jahr 2018?

Ausblick

Ich habe sicher noch ein paar Highlights vergessen, die das Jahr 2017 so besonders gemacht haben, doch dieser Abriss macht vielleicht deutlich, das es ein besonderes Jahr für mich und für radelmaedchen.de war. Beim Stöbern durch das Blog stoßt ihr sicher noch auf die ein oder andere Besonderheit. Ich nehme allerdings auch ein paar Dinge mit ins Neue Jahr: Es gibt Ereignisse, die sich jährlich wiederholen und auf die ich mich jetzt schon freue. Die Fahrradmessen zum Beispiel, wie die BFS oder die VELO.  Auf die bin ich sehr gespannt, weil sie an neuer Location und mit neuer Aufmachung hoffentlich spannender wird, als die Jahre zuvor.

Auch die Fahr Rad Kino Tour im Herbst schreit nach einer Wiederholung.

Mein persönliches Projekt und Ziel für 2018 ist ebenfalls gesetzt. Im Frühjahr habe ich nach den langen Tagen vor dem Computer mit dem Taschennähen begonnen. Der Rucksack war nur der Anfang! Nachdem mein Brompton eingezogen war, folgten eine große Reisetasche für den Frontträgerblock, die mittlerweile schon die erste Überarbeitungsphase überstanden hat und eine Satteltasche. Alle Taschen befinden sich noch im Prototypstadium, doch ich möchte gern weiter daran arbeiten, um schlussendlich ein Stadium der Produktionsreife zu erreichen, zumindest im kleinen Maßstab. Das perfekte Material und kleine Schnittdetails müssen dafür jedoch noch recherchiert und verbessert werden.

Auf gehts!

DANKE!

Dieses Jahr wurde nicht allein durch die Reisen und die vielen Events geprägt, sondern vor allem durch die vielen tollen Menschen auf meinem Weg und in meinem Umfeld. Es war mir ein Fest ihr Lieben und ich freue mich auf ein spannendes, fahrradreiches 2018 mit weiteren, tollen Begegnungen und Ereignissen!

Danke fürs Lesen, Folgen und Teilen! Ohne euch würde das hier alles nicht so viel Spaß machen!!!

 

Mit Faltrad auf dem Rheinradweg: Schweizer Rheinromantik und geänderte Pläne

Nach einem entspannten Frühstück setzte ich meine Reise an Tag sieben auf dem Rheinradweg fort. Es war der letzte meiner Tour und ich freute mich darauf, am Bodensee anzukommen. Ich hatte nur ein kleines Problem: Meine Unterkunft für die kommenden drei Messetage hatte Friedrichshafen noch nicht erreicht! Sie war scheinbar mit der Post verschollen.

Fast zwei Wochen vor meiner geplanten Ankunft am Bodensee hatte ich ein Paket mit Zelt und Schlafsack an eine Packstation in Friedrichshafen gesendet. Mein Plan war während der Eurobike auf dem Campingplatz zu nächtigen, so wie im Vorjahr auch. Nur aus irgendeinem Grund veränderte sich der Sendungstatus nicht. Als also am Dienstag, einen Tag vor meiner Ankunft immer noch keine Spur von dem Paket war, machte ich mir ernsthaft Gedanken.

Von der Fahrradgemeinschaft und der Reichweite sozialer Netzwerke

Ich hatte an diesem Tag aber ein Foto gepostet und auf meine etwas ungünstige Lage aufmerksam gemacht. Ich muss zugeben, ich habe nicht damit gerechnet, dass sich das so schnell verselbstständigt. Das Bild und meine Frage nach einer Übernachtungsmöglichkeit in dem zu Messezeiten sehr überlaufenen Friedrichshafen wurde geteilt und ich bekam Stück für Stück ein paar Nachrichten und Angebote.

Von kompletter Campingausrüstung mit Schlafsack und Isomatte über Vorschläge für eventuell noch freie Jugendherbergen und Ferienwohnungen mit Zusatzbett war so einiges dabei. Am letzten Reisetag las ich gegen Mittag dann eine kurze Facebooknachricht mit einer Telefonnummer und der Bitte um Rückruf, falls meine Suche noch nicht abgeschlossen sei. Ich war neugierig, weil ich denjenigen nicht kannte, aber schnell durch einen Blick auf sein Profil feststellen konnte, wer unser gemeinsamer Bekannter ist. Ich war beruhigt und wählte die Nummer. Es dauerte nicht lang und ich wusste, dass meine Suche vorerst abgeschlossen war. Zumindest am Mittwoch musste ich mir keine Gedanken mehr machen, wo ich denn unterkommen könnte. Dies entspannte meine Stimmung doch deutlich.

Vielen, vielen Dank an all die tollen Menschen, die mir Vorschläge gemacht und Hilfe angeboten haben. Es war ein unglaublich schönes Gefühl, nicht allein da zu stehen und zu wissen, dass ich sicher irgendwo unterkommen werde!

7. Tag: Kössaberg – Radolfzell

Strecke: ca. 90 km

Ich war also optimistisch gestimmt, als ich bei bestem Spätsommerwetter durch die wunderschöne, wechselnde Landschaft an den Ausläufern des Südschwarzwaldes entlang radelte. Schweizer Rheinromantik pur. Wie konnte ich da auch schlechte Laune haben? Immerhin war ich unterwegs, saß auf meinem Brompton und entdeckte eine mir unbekannte Gegend bei traumhaftem Wetter. So wie am Vortag verliefen die Landesgrenzen fließend. War ich eben noch in einem kleinen Schweizer Ort, näherte ich mich kurz darauf schon wieder deutschen Feldern.

Was für ein Rheinfall! (sorry :-D)

Das große Highlight des Tages sollte der Rhein-Wasserfall in Neuhausen sein, der zu den größten Wasserfällen Europas zählt. Kurz zuvor hatte ich mal wieder eine Grenzlinie überfahren, die hier zugegebenermaßen extrem gezackt verläuft. Das toppte sogar den Vortag.

Auch, wenn der Rheinfall (ja, sie nennen ihn wirklich so…) sicherlich kein Geheimtipp ist, er ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Besonders beeindruckt hat mich nicht nur die Breite, die mit 150 m schon enorm ist. Auch die durchlaufende Wassermenge und die Lautstärke des beständig rauschenden Wassers blieben in Erinnerung. Die Anzahl der Touristen, die in zahlreichen Booten durch den Rhein geschifft wurden, war genauso beachtlich und motivierte mich, nicht allzulange zu verweilen. Den schönen Ausblick vom Schloß Laufen auf der anderen Rheinseite ließ ich also aus und fuhr lieber eine praktische Runde mit dem vor gar nicht langer Zeit errichteten, frei stehenden Fahrstuhl. Mithilfe von diesem war es deutlich leichter in den höher gelegenen Ort und wieder auf meinen Track zu kommen, als über die vielen Stufen. Außerdem war er relativ gering frequentiert.

Rheinromantik und Bio-Verpflegung im Grünen

Durch das hübsche Schaffhausen hindurch führte mich mein Weg direkt am Wasser entlang und endlich auch wieder hinaus aus der Stadt. Das Tolle war: Aufgrund der Wegführung und der zahlreichen Sehenswürdigkeiten war dieser Tag so abwechslungsreich, dass mir keine Minute langweilig wurde.

Es gab eher zu viele Gründe auch einmal anzuhalten, den Ausblick zu genießen (wie im Video oben bei Diessenhofen) oder das Rad durch eine historische Altstadt zu schieben. Der letzte Schweizer Ort meiner Reise ist so eine besagte Stadt. Stein am Rhein bietet zahlreiche optische und architektonische Highlights. Rheinromantik, ich sagte es ja.

In Stein reihen sich wunderschöne alte Fachwerkhäuser aneinander, doch der wahre Hingucker ist die Altstadt mit ihren aufwändig bemalten Hausfassaden. So viele Details verlangten nach meiner Aufmerksamkeit, dass ich einfach vom Fahrrad steigen und langsam hindurch laufen musste, um die Wandgestaltung zu bestaunen.

Großartig war in der Schweiz auch, zumindest auf meinem Streckenabschnitt, die häufige Verfügbarkeit von Trinkwasserstellen. So hatte ich immer wieder die Gelegenheit, meine Wasserflasche aufzufüllen.

Oder man nimmt eben einen Imbiss irgendwo auf der Route ein wie zum Beispiel bei einem Biohof, an dem ich nach einer hügeligen Auf- und Abfahrt bei Gailingen eine Pause einlegte. Die Bioladestation verspricht Radfahrenden und Wanderern eine gemütliche Pausengelegenheit im Schatten von großen Bäumen mit Gebäck, eiskalten Getränken und Kaffee gegen einen kleinen Beitrag in die Vertrauenskasse. Dazu sitzt man mitten im Grünen mit Feldern ringsherum und garantiert ohne Touristenströme. Ich war schon ein wenig begeistert, als ich die Ladestation am Wegesrand entdeckte. Obwohl ich kurz zuvor bereits eine Pause eingelegt hatte, musste ich einfach noch einmal anhalten und auch einen Eintrag im Gästebuch hinterlassen.

Bodensee und Zugfahrt am Abend

Und dann war ich endlich da. Nach einer Woche unterwegs mit meinem Brompton hatte ich mein Ziel (fast ) erreicht. Ich war am Bodensee angekommen. Doch an diesem Mittwoch sollte ich nicht weiter als bis Radolfzell radeln. Mein ursprünglicher Plan bis Konstanz zu fahren und mit dem Katamaran nach Friedrichshafen überzusetzen, hatte sich aufgrund der zwangsläufig veränderten Schlafsituation erledigt. Stattdessen gönnte ich mir in Radolfzell ein wirklich sehr gutes Eis (das Beste, das ich in der Region und auf meiner ganzen Reise genießen durfte) und stieg dann in den Regionalzug.

Tuttlingen und unglaubliche Gastfreundschaft

Was mich am Ende meiner Reise erwartete, kann ich trotz der vorherigen Ungewissheit nur als einen wahren Höhepunkt beschreiben. Ich habe auf der Tour einige sehr tolle, hilfsbereite und freundliche Menschen getroffen. Diese Reiseerfahrungen bleiben mir als wichtigste und wertvollste Erinnerungen. Als ich aber in Tuttlingen aus dem Zug stieg und dort bereits erwartet wurde, war ich schon etwas überwältigt. Zunächst war ich etwas unsicher, als ich in das Auto stieg, das mich zu meiner Unterkunft für die Nacht bringen sollte. Ich bin nicht so der Typ, der zu Wildfremden in die Karre steigt und sich einfach irgendwo hinfahren lässt. Doch in dem Fall hatte ich einfach keine Zweifel. Das Telefonat zuvor, die ruhigen, aber höflichen Worte während der Fahrt und dann die Begrüßung bei der Ankunft, fühlten sich einfach richtig an.

Was ich dann erlebte war ein wundervoller, angenehmer Abend mit leckerem Essen, schönen Gesprächen und zwei sehr tollen Gastgebern! Danke ihr beiden! Es war mir ein Fest und ich hoffe, wir sehen uns mal wieder!

Meine Reise war zu Ende. Die nächsten Tage vergingen auf der Eurobike im beständigen Regen. Der Sommer war irgendwie genau mit meiner Ankunft am Bodensee vorbei. Ich war etwas geschafft von der Sonne, aber glücklich endlich wieder ein paar Tage im Sattel verbracht zu haben. Ich freue mich schon sehr auf meine nächste Tour und wer weiß schon, wohin es mich da verschlagen wird.


Hier gibt es Teil 1, Teil 2 und Teil 3 der mit dem Faltrad auf dem Rheinradweg-Tour.

Die Donation-Drone – mit Brompton und Drohne durch Kambodscha

Die Donation-Drone – mit Brompton und Drohne durch Kambodscha. Das klingt spannend, oder? Ich wurde sofort neugierig, als mir Andrea bei der Fahr Rad Kino-Tour im September davon erzählte. Sie ist Fotografin und Fahrradguide in Berlin und hat bereits langzeitig Radreiseerfahrungen gesammelt.

Zusammen mit Klaus und ihren beiden Hunden reiste sie zwei Jahre mit “normalen” Fahrrädern um die Welt. Auf dieser Reise waren sie auch in Ländern unterwegs, die nicht die gleichen Standards wie wir in Deutschland und dem Großteil von Europa haben.

Die Donation-Drone

Mitte November 2017 starten die zwei daher ein ganz besonderes Projekt: Sie wollen vier Monate mit ihren Brompton-Falträdern durch Kambodscha reisen und mit einer Drohne Luftaufnahmen machen, die gegen eine Spende verfügbar gemacht werden. Das Prinzip ist einfach: Spende mindestens 5 € und erhalte dafür ein Luftbild aus Kambodscha per E-Mail! Das erhaltene Geld fließt 1:1 in das Projekt WASH ( WAsser, Sanitäre Einrichtungen und Hygieneschulungen) in Kambodscha. Wer mehr über die Hintergründe dazu erfahren möchte, kann dies bei “Kleine Hilfsaktion e.V.” nachlesen.

pic by jokeair

 

Das Projekt von Klaus und Andrea hat den Titel Donation-Drone und bisher sind bereits rund 2.000 € von den angestrebten 15.000 € zusammen gekommen.

Spende für Kambodscha – und bekomme eine Lufbildaufnahme!

Ich habe mit Andrea gesprochen, um etwas über ihre Beweggründe und ihre Motivation zu erfahren, die Reise nach Kambodscha anzutreten – und dann auch noch mit Brompton!

Liebe Andrea (A), Danke, dass du dir so kurz vor der Reise Zeit nimmst, ein paar Fragen zu beantworten!

1. Weshalb habt ihr euch Kambodscha als Reiseziel ausgesucht?

A: Ganz ehrlich? Asien sollte es sein. Ich habe Klaus gefragt: Kambodscha? Und Klaus hat gesagt: ok! Das kam einfach so aus mir heraus. Ich habe keine andere Beziehung zu dem Land und ich war auch noch nie irgendwo anders in Asien.

2. Wie seid ihr auf den Verein „Kleine Hilfsaktion e.V.“ aufmerksam geworden? 

A: Da gab es einen Beitrag im Fernsehen und ich habe Roland von dem Verein angerufen. Der ist immer im Winter selber vor Ort mit verschiedenen Spendenaktionen und Rollstühlen im Gepäck. Wir haben miteinander gequatscht und es war klar – das passt. Wie, das wusste ich da auch noch nicht.

3. Woher kam dann die Idee, mit einer Drohne gegen eine Spende Luftaufnahmen zu machen? 

A: Wir mussten überlegen, wie wir den „Kleine Hilfsaktion e.V.“ unterstützen können. Nun, ich werde oft im Bekanntenkreis gefragt, ob sie die ein oder andere Luftaufnahme von uns vielleicht für die eigenen 4 Wände bekommen können. Klar, wir sagen immer ja. Und jetzt könnte doch der ein oder andere etwas Geld dafür bezahlen.

5 € und ihr bekommt exklusiv per Mail eine Luftbildaufnahme :-).

 

4. Tolle Idee! Und wie funktioniert das Spendensystem? 

A: Ab 5 € bekommt jeder Spender, wenn er seine E-Mail-Adresse angibt, eine Luftbildaufnahme aus Kambodscha. Sobald wir über die Grenze kommen, beginnen wir mit den Aufnahmen und diese werden dann der Reihe nach, wie die Spenden rein kommen, versendet.

Das Geld geht direkt auf ein Konto des „Kleine Hilfsaktion e.V.“. Wir hoffen 5.000 € zu sammeln. Benötigt werden 15.000 € zur Installation des Projekts WASH in Battambang. Wir haben uns das Projekt heraus gesucht, weil wir uns wünschen, dass Kinder auf der Welt nicht mehr damit aufwachsen müssen, dass Durchfall etwas Normales ist. Sie müssen darin geschult werden, was Hygiene bedeutet und die Menschen vor Ort müssen in der Lage sein, ihr eigenes, sauberes Wasser herzustellen. Über diese Bio-Sandfilter werden wir dann vor Ort berichten.

5. Warum macht ihr die Reise mit dem Fahrrad und dann auch noch mit einem Faltrad wie dem Brompton

A: Ohne Fahrrad wäre eine solche Reise unvorstellbar. Damit werden wir an Orte kommen, die man nur schwer erreicht oder, wo man sonst nicht vorbei fährt. Nah an den Menschen, das ist uns wichtig. Nach unserer 2-jährigen Fahrrad(welt)reise von Deutschland nach Ägypten und zurück war klar: Das Fahrrad ist unsere Art, Länder zu bereisen und mit Menschen in Kontakt zu kommen, an Orten zu bleiben, wenn es sich gut anfühlt und weiter zu reisen, wenn es sein soll.

 Ein Fahrrad ist schnell genug und doch auch langsam genug, um die Welt zu entdecken.

 

Dieses Mal haben wir uns für ein Brompton entschieden um flexibler zu sein. Wir werden mit weniger Ausrüstung reisen, auch wenn wir viel Technik mit uns führen 🙂 und so vielleicht doch mal in den ein oder anderen Bus steigen. Und warum genau ein Brompton? Gibt es eine Alternative? 🙂 Ohohoh! [Anmerkung: Wie diese Technik transportiert wird, erfahrt ihr weiter unten.]

6. Ihr habt sehr viel hochwertiges Equipment dabei und werdet sicher auch mit den Falträdern auffallen. Habt ihr Bedenken bezüglich Diebstahl oder eurer eigenen Sicherheit?

A: Ach je, nein, eigentlich nicht. Das kann natürlich passieren, aber Angst oder Bedenken, dass wäre jetzt mal wieder kein guter Begleiter. Die Menschen sind erst mal gut. Überall!

7. Was erhofft ihr euch am meisten von der Reise? 

A: Uns zu „erden“, wunderbare Menschen zu erleben und deren Geschichten zu erfahren und natürlich: Das Spendenziel zu erreichen :-).

Danke für das Interview

Ausrüstungsdetails: Wie transportiert man eine Drohne mit einem Brompton?

So eine Drohne kann schon gewisse Ausmaße annehmen, die nicht in jede Tasche oder jeden Anhänger passt.  Da Andrea und Klaus jedoch sicherstellen müssen, dass das wertvolle Stück die Reise auch heil übersteht, musste eine geeignete Transportbox vorhanden sein. Da die existierenden jedoch nicht passten, beschloss Klaus kurzerhand einen eigenen Anhänger zu bauen. Mit der Unterstützung und vielen Teilen von den bekannten, hochwertigen Hinterher aus München baute er eine Box mit speziellem, maßgefertigtem Anhänger für die Drohne. Und in diese passt bei Bedarf sogar das gefaltete Brompton, dass ihn sonst ziehen soll! Warum Klaus dafür sogar einen Kurs für den Umgang mit einer CNC-Fräse besuchte, könnt ihr ausführlich in seiner Bauanleitung auf seinem Blog planetbrompton.de nachlesen.

Links zum Projekt

Das ist eure Gelegenheit ein tolles, soziales Projekt zu unterstützen und dafür eine einmalige Luftaufnahme aus einem wunderschönen Land zu erhalten! Hier nochmal der Link zur Donation-Drone-Spendenseite.

Ihr könnt Andrea und Klaus auf ihrer Reise begleiten, die am 13. November 2017 startet! Sie haben eine Facebook-Seite und einen Instagram-Account.  Außerdem gibt es eine Jokeair-Instagramseite, wo man einen schönen Eindruck von der Qualität der bisherigen Luftbildaufnahmen bekommt.