Zugegebenermaßen ist der Titel dieses Beitrags etwas clickbaity, doch so viel Spaß muss sein und im Grunde stimmt es auch: Bereits 2021 hat sich mein Leben ziemlich verändert und dennoch blieb auch vieles beim Alten. Ich bin wieder viel gereist, habe wundervolle Bikepacking-Fahrten gemacht, habe Touren gescoutet, war auf Messen unterwegs, habe tolle Menschen getroffen und endlich mal wieder einen Sommerurlaub gemacht. Das Jahr ist einfach unglaublich schnell vergangen und ich habe viel erlebt, wofür ich unglaublich dankbar bin.

Neben den ganzen Erlebnissen mit dem Fahrrad, prägte vor allem ein Umstand das vergangene Jahr. Seit dem späten Frühjahr wusste ich, dass ich in den kommenden Monate nie mehr wirklich allein unterwegs sein würde, denn ich habe erfahren, dass ich schwanger bin :-).

Veränderungen

Alles war ab dem Frühling noch viel intensiver und aufregender, denn der Radelnachwuchs entwickelte sich Monat für Monat weiter und stellte mich nicht nur körperlich vor neuen Herausforderungen, sondern auch meine Gefühls- und Gedankenwelt auf den Kopf. Ich brauchte eine Weile, um zu realisieren, was mir nun bevorstand und dann freute ich mich dann umso mehr darauf. Jetzt, kurz vor dem Ende dieser knapp 10 monatigen Reise bin ich aufgeregter, aber auch zuversichtlicher denn je. Ich freue mich auf das, was mich im Neuen Jahr erwarten wird, das auch gleichzeitig das erste Lebensjahr des größten Wunders sein wird, was ich wohl je erleben darf.

Mit dem Fahrrad durch die Schwangerschaft

Auch wenn ich 2021 in Summe weniger mit dem Fahrrad gefahren bin, gab es doch einige Ausflüge und Bikepacking-Fahrten, spannende Kooperationen und Reisen, die ich zum Teil mit ein wenig Unterstützung sehr gut meistern konnte. Das wichtigste war bei all diesen Fahrten, noch mehr auf mich zu achten, mir mehr Pausen zu gönnen und vor allem keinen unnötigen Leistungsdruck zu haben. Bis zum Ende des 9. Monats war ich immer noch mit dem Rad unterwegs, habe Touren gescoutet und bin kurze Strecken durch die Stadt gefahren.

Falls diejenigen, die mir auf Instagram folgen, sich eventuell schon gefragt haben, warum ich so viel mit dem Brompton Electric unterwegs war: Es ist das einzige Rad mit aufrechtem Lenker in meiner Fahrradsammlung und ich kann einfach auf und absteigen. Somit hat es mir bei meinen Touren mit der wachsenden Kugel sehr gute Dienste geleistet. Dann hat die winterliche Wetterlage und die veränderte Körpermitte aber schließlich doch dazu beigetragen, dass ich vermehrt auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen bin. Und das fühlte sich auch ok so an. Mal sehen, wann ich wieder auf dem Rad sitzen kann. Ein bisschen fehlt mir das Radfahren natürlich schon.

2022 wird noch bunter

Lange habe ich gewartet, bevor ich mich dazu entschieden habe, die großen Neuigkeiten zu teilen. Kurz vor Weihnachten veröffentlichte ich endlich den Beitrag auf Instagram: 2022 wird es Radelnachwuchs geben <3! Und neben der Neugier, Unsicherheit und Vorfreude fühlt sich alles immer noch absolut unwirklich an. Eins ist klar: Vieles wird sich ändern, mein tägliches Leben, wie ich radfahre, wie ich reise und ich bin sehr gespannt, wie ich damit umgehen werde.

Ich habe den wundervollsten Menschen an meiner Seite, mit dem ich dieses neue Abenteuer eingehen werde und kann es daher kaum erwarten! Ich ich zuversichtlich, dass es auch im Neuen Jahr wieder einige Radelgeschichten zu erzählen gibt – ziemlich sicher etwas weniger als sonst und vermutlich ergänzt durch neue Themen, die mich dann beschäftigen werden. Doch erstmal heißt es abwarten, lernen und vor allem, sich auf eine völlig neue Lebenssituation einstellen. Leute, bin ich aufgeregt!

Jule mit Faltrad am Boden sitzend
Plötzlich noch runder…

Fotos: Jan Bubenik

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6 Comments

  1. Hallo Juliane,
    dass sind ja tolle Neuigkeiten, jetzt brauchst du bald eine Familienkutsche.
    Ich hatte meinen ersten Sohn (1991) damals mit Babyschale in einen einfachen Fahrradanhänger gestellt, wo er bei der Fahrt schön durchgerüttelt wurde. Tatsächlich hatte ihm das auch noch gefallen :)).
    Beim zweiten Sohn (1993) wurde ein rosa Tandem mit zwei montierten Kindersitzen zur Familienkutsche umfunktioniert, hatte super funktioniert :)).
    Heute gibt es ja wahre „Luxusliner“ zur Beförderung der Kidis.
    Ich wünsche dir und deine Familie alles Gute!
    Liebe Grüße
    Dagmar

  2. Herzlichen Glückwunsch!!! Ich freue mich sehr für dich! Ich bin bis zur 37. Woche gefahren (konnte mir mein Trekkingrad im Fahrradladen auch ein wenig schwangerschaftsfreundlicher einstellen lassen). Es ist so ein spannendes Abenteuer! Mein ziemlich groß geratenes Kind rast jetzt mit 6 Jahren mit uns schon mit einem 24 Zoll-Fahrrad richtige Fahrradtouren mit uns. Das ist so schön! Hier hat sich die Fahrradliebe total von Mama aufs Kind übertragen!
    Alles Gute! Nadine

  3. ….habe ich es schon gesagt, dass ich mich sehr für Euch freue? Es bleibt auf jeden Fall spannend.

    🙂

    Ich drück’ Euch alles was ich habe und wünsche Euch dreien viel Kraft!

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