Archiv der Kategorie: London mit Rad

It’s London time again – BWC 2018 und warum ich diese Stadt liebe.

Eine Wand aus heißer Luft, Staub, Hitze und lauter Geräusche schlug mir entgegen, als ich die Underground endlich verlassen hatte. Unzählige Kurven, noch mehr Stufen und ein Scan der Oyster Card zum Abschluss musste ich mit meiner schweren Tasche bewältigen, bevor ich endlich auf Straßenniveau angekommen war. Typisch London! Die Underground fährt zwar überall, aber sie liegt auch tief unter der Erde und ist im Sommer eigentlich kaum zu ertragen.

Aldgate East. Gleich um die Ecke der berühmten Brick Lane liegt dieses Jahr meine Unterkunft für die nächsten vier Tage. Noch ein paar hundert Meter musste ich mein Brommie und meine Sachen durch die Hitze schleppen, bis ich es geschafft hatte. Nun einchecken, Ljómi aus der Tasche pellen und von Luftpolsterfolie befreien, alles wieder ranschrauben, was ich für einen sicheren Flug demontiert hatte und ab unter die Dusche (ich, nicht Ljómi. Die hat nicht so viel geschwitzt.).

32°C

Auch London wurde nicht von der europäischen Sommerhitzewelle verschont. So heiß war es hier das letzte Mal wohl in den 70ern. Aber falls ihr euch Sorgen machen solltet, dass die Insel ihrem Ruf des regnerischen Wetters nicht mehr gerecht würde – braucht ihr nicht! In den folgenden Tagen gab es ein buntes Potpourri der Himmelsstimmungen, von Regengüssen, über Gewitter und Sturmböen zu Nieselregen und staubtrocken mit praller Sonne war so ziemlich alles dabei.

London Chilin’

Anyway: Dieses Jahr ließ ich es ruhig angehen. Zum einen war ich hauptsächlich aufgrund des Brompton World Championships Final (BWC) in London, zum anderen lohnt es sich am Prudential RideLondon Wochenende immer in diese Stadt zu kommen. Wann erlebt man das verkehrsreiche Stadtzentrum sonst teilweise ohne Autoverkehr wie beim Free Cycle? Leider hatte ich im Gegensatz zum letzten Jahr keinen Platz für das Brompton- Faltradrennen bekommen. Aber anfeuern wollte ich Miriam und Bianca dennoch.

Die Tage waren geprägt von kurzen Ausfahrten mit dem Brommies und entspanntem Rumhängen im all time favourite look mum no hands Fahrrad-Café – mit viel Cappuccino, Tee und Gesprächen.

Das meiste Geld habe ich sicherlich im Look mum no hands! gelassen und mein Bedarf an Cycling Caps ist definitiv gedeckt für die nächsten Monate.

BWC 2018 – das jährliche Brompton-Highlight

Auch ohne selbst mitzufahren, freute ich mich sehr auf diese Veranstaltung. So viele verrückte, sympathische Bromptonfahrende aus aller Welt trifft man sonst nirgends! Selbst aus Australien vom Melbourne Brompton Club waren Teilnehmer anwesend! Während wir vom #teamhamburgfiets den Vormittag mit Frühstück, Mittagsschlaf und Kaffee trinken verbrachten, war der Nachmittag geprägt vom sozialen Miteinander an der Rennstrecke vorm Buckingham Palace im St.James Park. Auch dieses Jahr hielt The Mall als Location für zahlreiche Radrennen beim RideLondon her. Um kurz nach 19 Uhr startete dort schließlich die BWC 2018.

Welche Aufregung da herrschte! Über 400 Bromptonfahrende falteten ihre kleinen Brommies noch kompakter zusammen und bereiteten sich auf den Le Mans Start vor. Nacheinander starten sie in das Rennen: Hinlaufen zum Faltrad, auffalten, losfahren! Auch wenn es etwas Verwirrung beim Start mit dem Timing gab, die Stimmung an der Strecke war grandios. Leider gab es dieses Jahr auch zwei relativ schwere Stürze, die aber scheinbar und glücklicherweise glimpflich verliefen.

Und die Ergebnisse?

Die Irinnen haben dieses Jahr das beste Female Team gemacht! Wohl verdient, auch wenn es natürlich schade für unser nun international gewordenes #teamhamburgfiets ist. Unterstützung hatten Bianca und Miriam dieses Jahr von Valeria aus Spanien, sowie Jacqueline und Ann (smallwheelsbigadventure) aus Belgien. Das schnelleste Männerteam war wieder das Brompton eigene Factory Team. Einzelsiegerin wurde die Olympia-Medaillenträgerin betreibende Emma Polley, die nur knapp hinter dem Herren Cam Gutteridge ins Ziel kam. Wahnsinns Leistungen in jedem Fall!

Nach einer Pub-Runde war der Tag schließlich geschafft und ich fiel ziemlich geschafft ins Bett.

Warum nur immer wieder London?

Wenigstens einmal im Jahr zieht es mich in die englische Hauptstadt . Ich weiß tatsächlich auch nicht mehr genau, wie oft ich hier war, seit dem ersten Mal während einer Schulklassenfahrt vor etwa 15 Jahren. 2010 habe ich mein studentisches Pflichtpraktikum in einem Londoner Atelier gemacht und habe drei Monate in der Stadt gelebt. Ich habe es geliebt und gleichzeitig hat es mich gestresst. Diese Kombination hat sich bis heute nicht geändert. Im Vergleich zu London ist Berlin die entspannteste Großstadt, die man sich vorstellen kann. Auch wenn der Verkehr immer schlimmer wird, in London ist es noch schlimmer. Es ist laut, es ist schmutzig und anstrengend. Warum mag ich es dennoch so sehr, dass ich immer wieder hin fliege?

    1. London ist multikulturell.

      Man spürt es an jeder Straßenecke, in jedem Supermarkt und Café. Die Stadt ist so vielfältig wie sonst keine andere europäische Stadt. Dieses Flair ist unvergleichlich und so normal hier, was ich es sehr genieße. Wenn Berlin für freie Entfaltung steht, dann ist London die absolute Königsklasse darin.

    2. London ist abwechslungsreich

      …und wird nie langweilig. Selbst beim 15 Besuch (oder so) kann ich noch etwas Neues entdecken. Es gibt tolle Shops, Restaurants und Cafés. Die Stadt ist so groß und bietet viele verschiedenen Perspektiven, dass ich einfach nie genug bekomme. Parks, Shopping, Sightseeing – alles ist drin.

    3.  London wird immer fahrradfreundlicher.

      Der Bau zahlreicher Cycle Highways macht das Fahren durchs Zentrum um einiges entspannter und richtig spaßig! Vor allem an der Themse und am Hyde Park entlang lässt es sich unglaublich gut Radfahren.

Na dann hoffentlich bis nächstes Jahr in London und zur Brompton World Championship!

London bicycle life: Places to go!

Da das letzte Wochenende, das ich in London verbracht habe, ganz unter dem Zeichen des Fahrrads stand, wollte ich auch die Gelegenheit nutzen ein paar Adressen aufzusuchen, die für ein richtiges Londoner Fahrradwochenende auf keinen Fall fehlen dürfen!

Bevor das große Brompton-Rennen (BWC 2016) am Samstag losging, nutze ich den Vormittag für eine erste Erkundungstour.

An diesem Tag fuhr ich mit der Londoner Underground, da sie eines der schnellsten Mittel ist, um durch die Stadt zu kommen. Es zog mich in die Nähe der Oxford Street, die ich mir eigentlich vorgenommen hatte zu meiden. Doch gegen 11 Uhr an einem Samstag ließ es sich tatsächlich in der Haupteinkaufsstraße für viele Touristen sehr gut aushalten.

Velorution

75-77 Great Portland St, London W1W 7LR

Velorution Store

Einen kurzen Fußweg später stand ich vor dem Ziel meiner Reise: der Velorution Store in der Great Portland Street. Aufgefallen ist mir dieser ausgesprochen gut ausgestattete Fahrradladen schon auf Twitter. Die große Ladenfront mit einigen ausgewählten Rädern davor, wirkt einladend, hell und freundlich dank der großen Fenster. Ich schlendere hinein und entdecke gleich links neben dem Eingang eine Auswahl Bromptons. Natürlich. Ein gut sortierter Londoner Bikeshop muss die Kultmarke aus der eigenen Stadt definitiv führen. Ich schaue genauer hin und stelle auch hier fest, dass die Preise niedriger sind, als bei uns. Der niedrige Pfundkurs tat sein übriges.

Es dauert nicht lange, da werde ich freundlich begrüßt und mir wurde Beratung und Hilfestellung bei Fragen angeboten. Da ich nicht auf der Suche war, lehnte ich dankend ab und schaute weiter. Es gab noch weitere Falträder u.a. der Edelmarke Moulton. Bei den großen Rädern wurde ebenfalls feines serviert: So entdeckte ich sofort eine Reihe der schicken, deutschen Schindelhauer Räder. Besonders neugierig war ich jedoch auf den hinteren Bereich des Geschäfts. Dort thronte eine Auswahl feinsten Zubehörs fürs Fahrrad, darunter die edlen Taschen von Brooks. Einen kleinen Bereich bekam auch die Fahrradbekleidung. Dabei liegt der Fokus eindeutig auf modische Alltagsbekleidung und eben nicht Sportbekleidung. Der Bestand von Levi’s Denim für Herren und Damen ist groß. Daneben hängen Blazer und Jacketts aus wasserabweisenden Materialien und Wollstoffen.

Ich verlasse den Laden kurz darauf wieder mit einem sehr positiven Eindruck. Die Fläche ist recht voll, da viel Ware angeboten und ausgestellt ist, dafür scheinen es Produkte von guter Qualität zu sein, die kritisch und durchdacht ausgewählt wurden und nicht so sehr dem typischen Massenprodukt entsprechen. Es wird Wert gelegt auf Produkte mit denen der Kunde nicht nur sein Fahrrad, sondern auch sich individuell gestalten und ausstatten kann. Damit unterscheidet sich Velorution deutlich von anderen Bikeshops.

Brooks B1866

36 Earlham St, London

Am Sonntag kam ich auf dem Weg zur Brompton Junction an einem weiteren Highlight der Londoner Bikeshops vorbei: der Brooks Store nahe Covent Garden. Ein kleines Rad thront im Schaufenster, ausstaffiert mit den feinsten Produkten des berühmten Fahrradzubehörlabels. Betritt man den kleinen Shop, bekommt man die Generationen der hochwertigen Ledersättel in den unterschiedlichsten Farben und Modellen zu Gesicht. Hat man spezielle Wünsche, sind Sonderanfertigungen möglich. Auch eine Auswahl an Cambium-Sätteln ist ausgestellt, sowie die schönen Taschen aus Leder in verschiedenen Größen. Selbst, wenn man keine Kaufabsichten hat, lohnt ein Blick vorbei nur, um etwas zu stöbern. Bei Fragen ist ein netter Verkäufer sofort zur Stelle und versucht weiter zu helfen.

Brooks Store

Brompton Junction London

 

76 Long Acre, London WC2E 9JS

Zwei Mal war ich in dem auf zwei Ebenen aufgeteilten Brompton Flagshipstore in Covent Garden. Zum einen, weil es in dem aufgeräumten Geschäft eine nette Auswahl der kleinen Falter und einiges an Zubehör gibt, zum anderen, weil das freundliche Personal sehr hilfsbereit zur Seite steht und man auch einige individuell konfigurierte Modelle von Kunden bestaunen kann. Man kommt schnell ins Gespräch und, obwohl ich noch relativ neu im Umgang mit den Brommies dabei bin, war es sehr faszinierend zu sehen, was man aus dem kleinen Rad so alles heraus holen kann.

Auf der unteren Ebene des Ladens gibt es eine Werkstatt und ein Testrad inklusive angeschlossenem Flachbildfernseher. Auf dem Brompton ist es möglich eine Runde im virtuellen Stadion zu drehen, um herauszufinden, wie schnell man die Strecke mit dem Faltrad radeln kann. Witzig. Der ein oder andere anwesende Italiener mag das wohl als Rennvorbereitung für die BWC genutzt haben. Die Junction ist sehr detailverliebt gestaltet. Überall lassen sich Teile des Brompton zu Einrichtungsgegenständen kombiniert oder als Teil eines Möbelstücks oder einer Tür entdecken. Gleich die Eingangstür hat keine üblichen Türknäufe, sondern die Drehhebel des Faltrads als Türknauf. Ein Blick in den Laden lohnt auf jeden Fall. Wer noch gar keine Bromptonerfahrung hat, sollte definitiv die Chance nutzen und eine kleine Testfahrt machen.

Made by Keith
Made by Keith
Rapha

85 Brewer St, London W1F 9ZN

Wer Fahrräder mag und in London unterwegs ist, kommt an dem Rapha Cycle Club defintiv nicht vorbei. Der große Store im Zentrum ist zweigeteilt und lässt Radlerherzen höher schlagen. Betritt man das Geschäft mit den hohen Decken, fühlt man sich gleich ein wie ein Teil des Rapha Clubs oder möchte zumindest ein bisschen dazu gehören. Direkt links vom Eingang hängt eine Stange auf Augenhöhe an der Wand, an deren Haken die Räder aufgehangen und abgestellt werden können. Cool. So ist das Rad immer im Blick und gestaltet zudem noch die Shopatmosphäre mit. Die hochwertige Bekleidung des Labels wird auf Tischen und Bänken, so wie auf Stangen an den Wänden präsentiert. Es ist eine gute Auswahl vorhanden, jedoch nicht zu voll.

Neben den typischen funktionellen Jerseys gibt es auch stilvolle, alltagstaugliche Radbekleidung, wie Hemden für Herren oder Chinohosen. Dabei sind hochwertige Funktionsmaterialien stets die Basis für jedes Teil. Ich hatte das Bedürfnis etwas aus diesem Laden mitzunehmen. Ein Souvenir für Zuhause. So finden sich zum Glück auch Kleinigkeiten, wie kleine Radbücher, die nicht das Reisebudget sprengen.

Der zweite Bereich ist ein Café, das leckeren Kaffee und frische Speisen bietet. Ja, auch Hipster fühlen sich hier sehr wohl, doch die lockere, dennoch gemütlich Atmosphäre ist einfach ansteckend. Während man seinen Kaffee schlürft und eine hausgemachte Suppe löffelt, lässt es sich super plaudern, beobachten und den Blick erneut über den Shop schweifen, ob nicht doch noch das ein oder andere Teil mit Nachhause kommen muss.

Good coffee, food & nice crew + nice company of @hamburgfiets: Welcome @rapha cycling café! #radelmaedchen_unterwegs #London #cyclinglife #bicycle #fahrrad #café #bicycleclothes #raphacyclingclub #rapha

Ein von Radelmädchen (@radelmaedchen) gepostetes Foto am

Der Laden ist auch Ausgangspunkt für die Rapha-Ausfahrten. Man kann sich informieren und beraten lassen.

Spitalfields

61-63 Brushfield St, London E1 6AA

Der zweite, kleinere Shop ist direkt neben dem berühmten Spitalfields Market im Osten von London. Auch, wenn dort ebenso ein Café integriert ist, liegt der Fokus eher auf der hochwertigen Rad-(sport)bekleidung. Unterteilt in verschiedene Bereiche, wird man hier für jeden Radanlass fündig. Kaum, dass Miriam und ich den Laden betreten haben, nimmt uns ein Mitarbeiter (Lucian gibt all seinen Rädern! Namen und postet bei Instagram unter „a rolling adventure“ seine Radabenteuer) in Beschlag und führt uns kurzerhand durch den Laden. Seine Erklärungen sind ausführlich und leidenschaftlich und so lernen wir eine ganze Menge über Rapha und die verschiedenen Modelinien, die besonders für Radsportler kaum Wünsche offen lassen. Außerdem geht Lucian mit uns in den Keller…

Dort findet sich neben Hochleistungsbekleidung aus innovativen Materialien für Männer und Frauen, eine dicke, breite Tresortür! Klingt komisch, ist aber so, da früher eine Bank in diesen Räumlichkeiten untergebracht war. Selbst das alte Telefon mit Wählscheibe ist noch vorhanden. Dieser Tresorraum ist nun umfunktioniert und zu ‚The Vault´ geworden, ein Testraum mit fest montiertem Rad und Windmaschine. Mithilfe diesem kann der Kunde die Produkte ausprobieren und zum Bespiel die Winddichte überprüfen oder die perfekte Größe seines neuen Bekleidungsstückes in der richtigen Sitzposition finden.

Look Mum, no hands!

49 Old St, London EC1V 9HX

Noch weniger, als an Rapha kommt der radaffine Großstädter an LMNH! in der Old Street vorbei. Die Mutter der Fahrradcafés eröffnete im April 2010 und wurde zum Kulttreffpunkt für Fahrradfreunde aus allen Ecken der Welt. Nicht nur Sonderveranstaltungen und Events, wie die Übertragung der Tour de France oder die Vorstellung von Neuheiten im Fahrradbereich machen diesen Laden besonders. Es ist eine Fahrradwerkstatt, ein Café mit Gastronomie, großem Sitzbereich drinnen und draußen und Plätzen am Fenster, an denen man auch mit Laptop eine Weile zurechtkommt, dank der angebrachten Steckdosen.

Lmnh! InsideDie Stimmung ist freundschaftlich und locker. Eigentlich will man den ganzen Tag dort verbringen. Wer noch nie da war, hat auch hier das Bedürfnis, ein Mitbringsel mit Nachhause zu nehmen. Beliebt sind hierfür die tollen Radcaps in unzähligen Ausführungen oder die Tassen mit verschiedenen Aufdrucken. Ich habe einfach beides genommen :-D.

Sunday Morning Tea in my new @1ookmumnohands mug. . . . #everytimeisteatime #teatime #lovecycling #bicyclelove #London #lookmumnohands #bicycleshop #bicyclecafe #oldstreet #bicycle #Fahrrad

Ein von Radelmädchen (@radelmaedchen) gepostetes Foto am

Als wir an einem Montag dort waren, gab es die Launchparty vom neuen Taschenlabel Vel_oh. Das sympathische Ehepaar Zulfi und Greta fertigt stylische, fahrradtaugliche Taschen aus gewachstem Canvas eines britischen Stofffabrikanten (British Millerain). Dazu lief auch eine Kickstarter-Kampagne der beiden.

Monday was the really nice @vel_oh bag collection launch party @1ookmumnohands in London. It was great to meet these creative and inspiring people. . . . . #lookmumnohands #oldstreet #londoncycling #shoreditch #eastlondon #vel_oh #creative #design #fashion #cyclingbag

Ein von Radelmädchen (@radelmaedchen) gepostetes Foto am

Brick Lane Bikes

Dieser Name ist auch nicht ganz unbekannt. Im hippen Londoner Osten in Shoreditch, nahe der berühmten Brick Lane, liegt dieser Fahrradladen, der von allen hier aufgelisteten, der typischste ist. Der Verkaufsraum ist voll mit Zubehör fürs Fahrrad, wie es sich für ein klassisches Fahrradgeschäft gehört. Die Wände, der Kassentresen, selbst die Decke ist behangen mit allerlei Nützlichem fürs Rad. Auch zahlreiche Fahrräder gibt es zu bewundern. Natürlich gibt es auch eine Auswahl der hauseigenen Fahrradlinie zu betrachten. Läuft man durch den ganzen Shop hindurch, vorbei an sehr geschäftigen Mitarbeitern, gelangt man auf den Hinterhof, wo ein kleiner Container offen steht und ein paar Schmuckstücke der Fahrradbekleidung offenbart. Vor allem aber gibt es hier die eigene Marke BLB. Wie in einer Kapsel fühlte ich mich, als ich dort hindurch stöberte.

Isambard’s Cycles

45 Bethnal Green Rd, London E2 7DG

Gleich um die Ecke von Brick Lane Bikes befindet sich dieser winzige Laden, der eigentlich eher eine Werkstatt ist. An der Kasse am Computer sitzt eine junge Frau, die Finger ölverschmiert, und begrüßt mich. Wer das Steel Vintage Bike Café in Berlin kennt, weiß zumindest, welcher Typ Fahrrad einen hier erwartet: wunderschöne customized Vintage Räder. Der Shop ist nur nicht ganz so schick aufgemacht und es ist alles etwas kleiner. Dennoch, wer einen alten Stahlrenner sucht, sollte hier einmal vorbei schauen.

Cycling London: Radfahren in Englands Hauptstadt

Auch, wenn sich London mittlerweile recht vertraut anfühlt für mich, Rad gefahren bin ich hier noch nie.  Als ich 2010 mein Praktikum gemacht habe, war alles noch ein wenig anders. Mein Fokus war noch nicht so deutlich auf das Radfahren ausgerichtet. Doch, wenn ich mich versuche, zu erinnern, waren damals auch nicht so viele Radfahrer wie heute in der Stadt unterwegs. Es ist ein bisschen wie in Berlin und doch ganz anders.

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Brompton World Championship Final 2016

London calling!

Das Brompton World Championship Final 2016 fand im Rahmen des Prudential Ride in London St. James’s Park statt. Bei der BWC Berlin hat #teamhamburgfiets zwar keinen Startplatz gewonnen, dafür hat Miriam von @hamburgfiets aber bereits im Frühjahr einen Platz für das Rennen ergattern können. Einen besseren Grund konnte ich nicht finden, endlich mal wieder in Ruhe nach London zu fliegen und mich außerdem auf den neuesten Stand zu bringen, was die Fahrradszene dort so zu bieten hat. Brompton World Championship Final 2016 weiterlesen