Allein zu reisen oder unterwegs zu sein, kann eine ganz besondere Erfahrung sein: Unabhängig, frei und den Gedanken nachhängend, lerne ich dabei nicht nur viel über mich selbst, sondern auch über meine Umwelt kennen. Die Vorzüge einer Solo-Tour mit dem Fahrrad liegen auf der Hand, denn mein Rad dient auf meinen Ausfahrten und Reisen nicht nur als bestes Fortbewegungsmittel, sondern schenkt mir auch die nötige Unabhängigkeit und Bewegung.

In diesem Beitrag widme ich mich primär der Planung der (ersten) Solo-Tour – als Frau, da aus meiner Perspektive geschrieben, doch sicherlich nicht darauf begrenzt. Ich nehme dich mit in meine Touren- und Reisevorbereitung, spreche über Ziele und Grenzen und die wichtigsten Dinge, die ich bei jeder Ausfahrt dabei habe! Du wirst merken, dass ich ab und zu zwischen den Themen (Tages-) Ausfahrt und Radreise wechsele. Ich habe mich dazu entschieden nur einen Blogbeitrag zu schreiben, in dem ich beides behandele, da sich die Inhalte immer wieder überschneiden. Einige Punkte bespreche ich daher etwas detaillierter und gebe Beispiele, wie es mir erging, andere wiederum sind kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

Noch ein Hinweis: Ich war bisher mit meinem Fahrrad eher im europäischen Raum unterwegs. Obwohl sich viele dieser Tipps für eine Solo-Tour sicherlich auch darüber hinaus anwenden lassen, werden für manche internationale Reiseziele (bezogen auf Natur, Wetter, Kultur usw.) sicherlich noch weitere Kriterien wichtig. Es besteht also kein Anspruch auf Vollständigkeit ;-). Vielmehr soll dieser Blogbeitrag das Thema Solo-Tour & die Vorbereitung dieser, durch gezieltes Fragenstellen in Kombination mit meinen Erfahrungen, etwas einfacher machen.

Von Geschäftsreisen zur Solo-Radtour

Noch nie allein mit dem Fahrrad aus der Stadt gefahren oder gereist? Probiere es aus! Für mich kam der Wandel vom gemeinsamen Urlaub mit Familie, Partner und Freunden zur Solo-Tour schließlich über geschäftliche Reisen. Quasi ins kalte Wasser geschmissen, lernte ich für mich selbst zu planen, mich mit den lokalen Besonderheiten auseinanderzusetzen und die Welt um mich herum aus meiner ganz eigenen Perspektive kennenzulernen. Es waren Erfahrungen, die mich emotional und persönlich wachsen ließen und irgendwann dazu führten, auch meine erste alleinige Radreise zu wagen.

Radfahrerin auf der Straße

Wie plane ich eine Solo-Tour mit Fahrrad?

In die folgende Gliederung habe ich Fragen integriert, die mir helfen abzuwägen, wie ich eine Solo-Radtour oder Reise plane und durchführe. Was ich genau mache, darauf gehe ich in den einzelnen Abschnitten ein:

  1. Zielsetzung: Setze dir ein Ziel!
  2. Grenzen: Prüfe deine Grenzen!
  3. Vorbereitung: Bereite dich vor & teste deine Ausrüstung!
  4. Equipment: Finde heraus, was du wirklich brauchst!
  5. Basics: Was du immer dabei haben solltest!
  6. Übernachtung: Entscheide, wie du schlafen willst!
  7. Fahrradsicherheit: Das Mini-Schloss immer dabei.
  8. Planung und Informationen: Plane Reisen vorausschauend!
  9. Fahre los!

1. Zielsetzung: Suche dir ein Ziel!

Wo möchte ich hin (Ort, persönliches Ziel erreichen usw.)?

Die Vorstellung irgendwo allein unterwegs zu sein, fand ich früher recht befremdlich und sicherlich wäre ich nicht auf die Idee gekommen, eine Solo-Tour mit Fahrrad zu machen oder zu reisen. Aber warum eigentlich? Hast du dich auch schon mal gefragt, warum du selten oder nie allein mit dem Fahrrad raus fährst oder reist? Seien es fehlende Motivation dies zu tun, Unsicherheit im Umgang mit dem Fahrrad, Sorgen um die eigene Sicherheit oder ganz einfach der Wunsch nach Gesellschaft, Gründe gibt es einige. Welchen hast du und möchtest du das ändern?

Es gibt allerdings auch viele Gründe, weshalb ich heute gern allein mit den Fahrrad unterwegs bin. (Darauf gehe ich bald in einem separaten Beitrag näher ein…) Manchmal möchte ich zum Beispiel einfach nur mal raus und meinen Gedanken freien Lauf lassen, mich bewegen und machen, worauf ich Lust habe. Aber manchmal darf es auch für mehrere Tage weg gehen.

Ziel setzen= Motivation?

Meistens hat eine Solo-Tour, die ich plane, ein bestimmtes Ziel, das örtlich, Personen oder Event bezogen sein kann. Es motiviert mich während der Tour sehr, mir solche Vorgaben zu geben. Wie schön das Radfahren sonst auch sein mag, nicht immer klappt alles wie geplant. Doch mit meinem Ziel vor Augen bin ich meist eher gewillt, weiter zu fahren, falls es mal nicht so gut läuft.

Persönliche Ziele, wie die ersten 200 km am Stück fahren, sind hilfreich, aber auch nicht in Stein gemeißelt! Für mich ist es wichtig, dass Ziele erreichbar erscheinen und gegebenenfalls anpassbar sind! Sei es eine bestimmte Streckenlänge, die erste Übernachtung draußen allein oder das Erreichen eines bestimmten Ortes (in einer bestimmten Zeit) – du bestimmst, was du machen möchtest! Und zwar nur du!

Für mich war es 2015 zum Beispiel der Wunsch, ein fremdes Land zu erkunden und gleichzeitig eine Freundin zu besuchen. Das dies meiner erste Solo-Reise mit dem Fahrrad im Ausland sein sollte, habe ich erst später wirklich realisiert. Ich wusste nur: Ich würde es gut planen müssen, um mich halbwegs sicher und vorbereitet zu fühlen. Und hätte ich einige der noch folgenden Tipps schon gekannt, wäre das sicherlich – so im Nachhinein betrachtet – auch sehr hilfreich gewesen und ich hätte den ein oder anderen Fehler vermieden.

Reiserad mit Taschen vor See
So bin ich noch im Frühjahr 2015 gereist – meine erste Solo-Radtour in Norwegen

2. Grenzen: Kenne deine Grenzen und teste sie!

  • Wie weit kann ich pro Tag fahren?
  • Wie sind die äußeren Bedingungen?
  • Kann ich diese beeinflussen oder muss ich mich diesen anpassen?
  • Wie geht es mir dabei?

Zu sagen, es gibt keine Grenzen, entspricht nicht so ganz der Realität. Und das ist auch nichts Schlechtes! Persönliche Grenzen helfen mir abzustecken, wie weit ich gehen möchte – sei es mit meinen körperlichen Fähigkeiten oder im mentalen und persönlichen Rahmen. Wie weit kann ich überhaupt fahren, bevor mein Körper erschöpft ist oder ich einfach keine Lust mehr habe? Traue ich mich allein nachts mit dem Rad durch den Wald zu fahren? Wie sicher fühle ich mich unterwegs auf dem Fahrrad? Wie weit entferne ich mich aus meiner Komfortzone?

Einige Grenzen müssen nicht starr sein und können sich verändern. Ab und zu mag ich es, meine persönlichen, körperlichen und mentalen Grenzen auf dem Fahrrad zu prüfen, kennenzulernen oder gar zu erweitern! Doch wie funktioniert das für etwas, was du noch nie gemacht hast? Schwierige Frage und doch wieder nicht. Der Sprung ins kalte Wasser kann sehr lehrreich sein, aber er ist nicht immer notwendig.

Etwas allein machen zu können, heißt nicht, es allein lernen zu müssen!

Mir hat es sehr geholfen, mich mit Freunden auszutauschen und mit dem Fahrrad raus zu fahren und zu reisen. Dabei begann ich ein Gefühl für meine Fähigkeiten zu entwickeln, zu testen, wie weit ich mit dem Rad fahren kann oder was ich eigentlich wirklich auf einer Tour brauche. Irgendwann kommt er dann, der Schritt nach vorn und rein ins Solo-Abenteuer.

Weißt du, wie lange du auf dem Rad sitzen kannst, bevor du keine Lust mehr hast oder spürst, dass es reicht?

Finde es doch heraus! Denn für die Routenplanung kann es hilfreich sein, zu wissen, welche Distanzen du radfahren kannst, falls du bestimmte Tagesstreckenlängen berechnen willst. Natürlich spielen auch Terrain, Wetter und Stimmung mit rein, doch mit jeder Tour lernst du dazu. Erst sind es vielleicht 30 km, dann 50, dann 80 und schließlich die magische 100 km Grenze. Distanzen sind für dich irrelevant? Auch gut. Du kannst auch von Ort zu Ort, Café zu Café oder in Stunden fahren. Ich meine, was ist eine bessere Motivation, als von Eisdiele zu Eisdiele zu radeln? Außerdem hält es dich davon ab, ständig auf diesen Kilometerstand zu schauen!

me and ice cream
Yass! Danke Johanna fürs Bild!

Starte klein: Es reicht manchmal auch schon, ein paar Kilometer raus aus der Stadt zu fahren, einen Tag oder für ein Wochenende in bekannte Gefilde zu radeln, um zu erfahren, was passt oder nicht. Die erste kurze Ausfahrt allein kann ein ganz besonderes Erlebnis sein und eine wichtige Erfahrung noch dazu. Verrückt, was die Gedanken in der Zeit so mit einem anstellen. Meine fliegen regelrecht, wenn ich allein radfahre: Keine Gespräche, die mich unterhalten, keine Ablenkung. Mein Fokus liegt auf dem Weg vor mir, auf der Straße, auf der Natur oder in meinen Gedanken: Wunderschön, aber auch fordernd zugleich!

Mit der Zeit habe ich gelernt, mich unterwegs ein wenig einzuschätzen, merke, wann eine Pause nötig ist oder, wann ich nicht mehr weiterfahren sollte, weil z.B. die Konzentration nachlässt oder ich gar Schmerzen habe! Wenn ich jetzt noch die Sache mit dem regelmäßig-essen-trotz-Hungerlosigkeit in den Griff bekommen würde. Vielleicht stelle ich mir doch mal einen Futter-Alarm, denn wenn der Indikator Laune-verändert-sich anschlägt, ist es definitiv schon zu spät…

3. Vorbereitung: Bereite dich vor & teste deine Ausrüstung!

  • Wie viel Zeit und Budget habe ich zur Verfügung?
  • Welche Route fahre ich?
  • Wie gut kenne ich mein Fahrrad?
  • Was habe ich bereits erlebt und inwiefern sind dieser Erfahrungen auf meine aktuelle Reise anwendbar?
  • Wie ist die Wetterlage und Verpflegungssituation auf meiner Tour?

Einfach mit dem Fahrrad losfahren und herausfinden, was für dich funktioniert, ist für Tagesausfahrten eine ganz schöne Variante, denn zu viel Planen kann dich auch verrückt und unsicher machen. Andererseits sorgt ein wenig Vorbereitung bei längeren Touren oder Reisen auch dafür, dass es dann währenddessen alles etwas entspannter abläuft. Das Thema richtige Vorbereitung kann also sehr individuell ablaufen. Wie bereits im Abschnitt Zielsetzung formuliert, gehöre ich eher zur Fraktion: Ausführlich planen. Ich informiere mich einfach gern vorher und prüfe, was mich erwarten kann auf meiner Strecke. Dadurch erhalte ich ein gewisses Gefühl von Planungssicherheit und Stressfreiheit.

Für mich inkludiert das…

  • die Wahl des passenden Fahrrads (inkl. Teile, also passende Reifen, Übersetzung, Sattel usw.).
  • das Planen einer Route (obwohl selbst das optional sein kann, aber zur besseren Orientierung und Zeiteinschätzung beiträgt).
  • zu entscheiden, wie ich navigiere (Smartphone, Navigationsgerät, Papierkarte, Schilder)?
  • herauszufinden, wie ich anreise, falls ich nicht von zu Hause losfahre (Bahn, Fähre, Flieger).
  • die Entscheidung, wo und wie ich essen will (Kocher, Imbiss, Restaurant, Supermarkt?).
  • die Suche nach Verpflegungspunkten (und gegebenenfalls Übernachtungsorten).
  • das Packen der passenden Ausrüstung.
  • das eigene Fahrrad zu kennen und z.B. einen Platten flicken zu können.
  • regionale Besonderheiten zu prüfen.
  • Notfallkontakte und Versicherung (besonders bei Auslandreisen) parat haben.

Wenn ich ein neues Fahrrad habe oder neue Ausrüstung, führe ich diese normalerweise vor einer Reise erst einmal auf eine Testfahrt aus. So mache ich mich mit allem vertraut und kenne bei einer längeren Tour mein Equipment. Ich weiß es zu nutzen oder gar zu reparieren. Du musst dein Fahrrad nicht komplett auseinander nehmen können – auch wenn das bestimmt ein Bonus ist, den ich auch nicht bieten kann ;-).

Aber zumindest das Laufrad ausbauen und einen Schlauch flicken und wechseln können oder die Kette wieder einhängen, sind ein leicht zu lernendes Pflichtprogramm. Es gibt zahlreiche Anleitungen online, Videos, Texte und Fotos. Das vermittelt auch für eine mögliche Panne unterwegs mehr Ruhe und Sicherheit, auch wenn es immer ein nerviges Übel ist.

4. Equipment: Finde heraus, was du wirklich brauchst!

  • Was benötige ich unterwegs?
  • Was besitze ich schon und was muss ich noch besorgen?

Die Frage der Ausrüstung ist eine ganz individuelle und definitiv abhängig von der Reiseregion und Infrastruktur: Für eine Tagestour brauche ich nicht viel mehr als mein Fahrrad, Getränke, Snacks und vielleicht ein Repair-Kit, eine Pumpe und Werkzeug. Für eine Radreise darf es etwas mehr sein: Je nach Ort und Art der Tour kann die Ausrüstung stark variieren.

Zur Ausrüstung selbst habe ich schon andere Beiträge geschrieben: Einmal zu Taschen und Zelten und zur Packliste für eine Wochenendtour. Packlisten sind für Reisen übrigens kleine Retter, wenn es darum geht, nichts zu vergessen! Von Zahnbürste über Ladekabel bis Stirnlampe helfen sie, sich auch an die kleinen Dinge zu erinnern. Und wie befriedigend ist am Ende das Häckchensetzen bitte, wenn alles eingepackt ist?

Ich reise am liebsten im Bikepacking-Stil, denn es erlaubt mir für jede Tour, mein Set Up ganz nach meinem Platzbedarf zusammenzustellen. Mein Fahrrad ist viel flexibler nutzbar und leichter. Mein Gravelbike kann ich mit Gepäck hochheben und auch mal eine Treppe hochtragen. Das konnte ich mit Reiserad quasi nie. Durchs Bikepacking habe ich gelernt weniger und leichter zu packen und fast nur das Wichtigste mitzunhemen, aber das limitiert eben auch.

bikepacking gravelbike leaning at a tree
So reise ich heute am liebsten mit Fahrrad – Taschen ans Rad geschnallt und los!

Folgende Fragen können außerdem bei der Ausrüstungswahl helfen:

  1. Was habe ich vor? Will ich weit reisen und muss möglichst viel mitnehmen, plane ich Übernachtungs- oder Mehrtagestouren oder möchte ich eher Tagestouren angehen?
  2. Wie sind die Wetteraussichten? Inwiefern beeinflusst das mein Ausrüstung und meine Kleidung?
  3. Schlafe ich in Pensionen und spare mir Gepäck oder nehme ich Zelt und Schlafsack mit und campe? Je nachdem, was in meiner Reiseregion vorhanden ist oder wie ich bevorzuge unterwegs zu sein, macht diese eine riesigen Unterschied, in der Art und Menge an Ausrüstung.
  4. Will ich mit klassischem Radreise Set-Up und Gepäckträger fahren oder lieber im Bikepacking-Modus alles ans Rad schnallen? Vollausstattung oder Minimalismus? Wo bekomme ich rein, was ich mitnehmen will?
  5. Wo und wie esse ich? Nehme ich eine Kocher mit oder kehre ich ein bzw. verpflege ich mich vor Ort?
  6. Was kann ich mir an Equipment leihen, was habe ich und was muss ich kaufen?

Ausrüstung leihen oder gebraucht kaufen

Nicht alles muss oder kann sofort gekauft werden! Je nach Reiseplan, kann das schnell teuer werden. Warum also nicht leihen oder gebraucht kaufen? Gerade wenn die Sachen nicht regemäßig in Benutzung sind, ergibt das Kaufen wenig Sinn. Frag im Freundeskreis herum oder gar via Social Media! Ich habe mir schon Reisrucksack, Schlafsack oder Zelt ausgeliehen und bin sehr gut damit gefahren. Über die Zeit kam dann nach und nach meine eigene Ausrüstung hinzu! Es gibt übrigens auch kommerzielle Möglichkeiten, Ausrüstung zu leihen, vom Zelt, über die Isomatte bis zum Rucksack ist die Auswahl sehr groß. So etwas lohnt sich auch, wenn du ein Produkt erst ausprobieren möchtest, bevor du es selbst kaufst. Meist ist dieses Leihsystem mit einer Kaution und Leihgebühr verbunden und ist nur für ein paar Tage sinnvoll, da auch hier sonst die Kosten zu hoch werden können.

  • Outdoor-Ausstatter Vaude hat zum Beispiel eine eigene Leihplattform ins Leben gerufen: iRentit
  • auch kleinere Outdoorläden bieten vor Ort Leihservices: wie z.B. MontK in Berlin
  • Online Nachbarschaftsplattformen oder Kleinanzeigen-Seiten haben oft diverse Artikel zum Verleih im Angebot: Von der Bergsteigerausrüstung bis zum Zelt ist da eine Menge dabei.

5. Basics: Was du immer dabei haben solltest auf einer Solo-Tour!

Meine bisherigen Fahrrad-Erlebnisse und Reiseerfahrungen haben mir schon viel über mich und meine Art zu reisen veraten. Dabei habe ich auch herausgefunden, auf welche Dinge ich so gut wie nie verzichten möchte, wenn ich unterwegs bin. Hier sind ein paar meiner Basics, die mir schon oft die Tour gerettet haben…

Must-Haves

  • (mind. 2) Wasserflaschen
  • Notfallsnack
  • Multitool
  • Licht
  • Smartphone (für Notruf/Kontakte)
  • Flickzeug/ Ersatzschlauch/ Pumpe
  • Kabelbinder
  • Erste-Hilfe-Kit (ggbf. Rettungsdecke)
  • Regenjacke/-sachen
  • Multifunktionstuch als Schal/ Mütze
  • Taschentücher/Klopapier
  • Messer

Nice To Have

  • Spork
  • Feuchte Tücher
  • Kamera
  • Navigationsgerät
  • Powerbank
  • Kaffee-Schloss
  • Kettenschloss

Eigentlich sollte ich meine Kamera auf die Must-Have Liste setzen, denn gerade, wenn ich allein unterwegs bin, nehme ich mir eher mal die Zeit, anzuhalten und Fotos zu machen. Über das Fotografieren betrachte ich vieles noch einmal aus einem anderen Blickwinkel und halte Erinnerungen für mich visuell fest.

Fällt euch noch was ein? Ich freue mich über Feedback!

6. Übernachtung: Entscheide, wo du schlafen möchtest!

  • Wo will ich schlafen?
  • Wie viel Komfort ist mir dabei wichtig?

Bei Mehrtagestouren ist die Frage nach der Übernachtungsmöglichkeit eine sehr wichtige. Du kannst draußen biwaken oder in Hütten schlafen, auf Campingplätzen dein Zelt aufbauen, in eine Pension einkehren, Couchsurfen für Radfahrende oder bei Freunden unterschlüpfen. Du kannst vorher planen, wo du schlafen möchtest und dir damit etwas Sicherheit geben, oder aber spontan entscheiden.

zelte auf Wiese Bikepacking

Ein Dach überm Kopf

Wenn ich allein eine mehrtägige Reise plane, mache ich mir darüber eigentlich die meisten Gedanken. Es vermittelt mir etwas Sicherheit zu wissen, dass ich ein genaues Ziel habe und einen Ort, wo ich geschützt schlafen und entspannen kann. Zum Teil bestimmt dies auch, wie lang meine Tagesrouten sind, wenn ich es denn so genau festlegen möchte (Dazu bald mehr, in einem eigenen Beitrag). Für den Anfang sind feste Campingplätze oder Pensionen/ Hotels am Komfortabelsten. Jeden Abend eine heiße Dusche und den Schmutz der Reise abzuwaschen, ist definitiv nicht die schlechteste Wahl. Außerdem lassen sich diese Unterkünfte vorab reservieren und du weißt, wo und dass du ein Dach über dem Kopf haben wirst für die Nacht. Wenn du spontan buchst, musst du allerdings oft eben auch Glück haben oder mehr Geld ausgeben.

Die Outdoor Suite – offizielles Camping oder Wild?

Die flexibelste Variante, wenn auch nicht die bequemste & rechtlich je nach Land und Region fragliche , ist es draußen in der Natur zu schlafen. Abgesehen von Campingplätzen, kann dies fernab von Siedlungen fast überall sein. Doch nicht in jeder Region ist das ohne Probleme möglich. In einigen Ländern gilt das Jedermannsrecht, wo außerhalb von Privatgelände und Naturschutzgebieten nahezu überall genächtigt werden darf: Hier gibt es eine tolle Übersicht zum Jedermannsrecht. In Deutschland ist das nicht der Fall. Hier sind Trekkingplätze, Hütten und das Biwakieren für maximal eine Nacht eine gute Variante. Zu beachten gilt hier auch das Wegegebot, falls vorhanden (Greenpeace München zu Nutzung/ Betretungsverbot).

Natürlich trägst du mehr Ausrüstung mit dir herum, wenn du campen möchtest, doch auch das Erlebnis ist ein ganz anderes. In der Natur unterwegs sein, dort zu schlafen und die frische Morgenluft einzuatmen, bevor es wieder aufs Rad geht, ist einfach unvergleichlich. Auch den Elementen bist du dort direkt ausgesetzt, was in deine Planung der Ausrüstung mit einfließen sollte! Mitten im Wald zu schlafen, kann aber auch beängstigend sein, begründet oder nicht, denn Dunkelheit und die Geräusche der Natur beflügeln die Fantasie. Meist ist die Sorge über mögliche nächtliche Störungen jedoch unbegründet, aber auch abhängig von Region oder Land.

So, jetzt kommts: Ich habe bisher noch nie außerhalb von Campingplätzen allein draußen geschlafen. Es war immer mindestens eine Person dabei. Denn auch mir gehen viele Gedanken durch den Kopf, wenn ich allein unterwegs bin und bisher hat sich die Gelegenheit noch nicht geboten, das mal anzugehen. Vorgenommen, habe ich mir es schon lange. Ein paar hilfreiche Tipps für eine Übernachtung in der Natur habe ich dennoch gesammelt.

Hinweise und Tipps für eine Nacht unterm Sternenhimmel:

  • Suche rechtzeitig nach einem geeigneten Platz zum Schlafen bzw. markiere dir vor der Tour Hütten und Trekkingplätze auf der Karte. Den passenden Platz zu finden, kann mitunter etwas dauern & im Hellen & wenn du noch etwas Energie hast, geht das definitiv leichter!
  • Übernachtungen in Naturschutzgebieten sind tabu!
  • Lasse keine Spuren zurück, wenn du deinen Lagerplatz wieder verlässt! Die Notdurft zu vergraben, den Müll mitzunehmen und nichts mutwillig zu zerstören, sollte selbstverständlich sein!
  • Falls du Sorge vor Überfällen hast, schaue, dass niemand sonst sieht, wo du hinfährst und dein Lager aufschlagen möchtest! Das heißt zum Beispiel auch öffentliche Tracker gegebenenfalls einige Kilometer vorher auszuschalten und nicht unbedingt jeder Person, die du unterwegs triffst, zu erzählen, dass du allein draußen schlafen willst.
  • Mache dich mit der Location vertraut, prüfe Untergrund und Umgebung. Sind hier Spuren von Tieren, viele Wurzeln oder Löcher? Dann ziehe vielleicht lieber weiter.
  • Sorge dafür, dass Lebensmittel gut verschlossen sind und eventuell etwas erhöht hängen.
  • Mache nicht unnötig Feuer! Wasserwanderplätze oder Hütten haben manchmal einen eigenen Feuerplatz, der genutzt werden kann. Risikozeiten bei erhöhter Waldbrandgefahr schließen offene Feuer aus!

7. Fahrradsicherheit: Das Mini-Schloss immer dabei.

Mir ist auch immer wichtig, dass mein Fahrrad sicher steht über Nacht. Bett & Bike Anbieter oder Warmshowers können da gute Alternativen sein, da sie auf Radreisende eingestellt sind. In jedem Fall frage ich bei Pensionen/Hotels an, ob ich das Fahrrad mit aufs Zimmer nehmen kann oder, ob es einen sicheren Fahrradraum gibt. Mitten in der Natur musst du dir aber eher wenige Gedanken über die Sicherheit deines Fahrrads machen…

Dennoch ist es sinnvoll, ein kleines, leichtes Schloß mit sich zu führen, sei es für den Gang zum Supermarkt oder ins Restaurant., falls das Fahrrad nicht in Sichtweite stehen kann. Meine Taschen lasse ich meistens am Rad, zum Beispiel wenn ich kurz einkaufen gehe und nehme nur die wichtigen und technischen Geräte mit (Kamera, Navi). Doch ich sichere mein Fahrrad zumindest vor Gelegenheitsdieben. Dafür eignen sich kleine Faltschlösser oder Kabelschlösser (von Ottolock, Trelock, Abus, Hiplock usw.), die kompakt und relativ gering im Gewicht sind. Sie sind keine dauerhafte Lösung, schützen das Rad aber in belebten Gegenden tagsüber für einige Minuten.

8. Informationen: Plane Reisen vorausschauend!

  • Was kann ich tun, damit ich gut zurecht komme und mich unterwegs sicherer fühle?

Egal, wo ich plane hinzufahren, ob ich eine Reise durch Deutschland mache oder quer durch Europa, ich versuche mir vorab ein paar relevante Information über meine Destination und die Bedingungen dort einzuholen. Es hilft die Reiseregionen etwas genauer anzuschauen und sich mit lokalen (Straßen-)Gesetzen und kulturellen Gegebenheiten vertraut zu machen.

Routencheck
Routenplanung per Telefon oder Navigationsgerät. Beide Geräte können per Powerbank unterwegs geladen werden.
  • Gibt es Besonderheiten in Bezug auf den Radverkehr (Radwege, Linksverkehr, Verbote, Helmpflicht usw.)?
  • Wo darf ich mit dem Fahrrad fahren und wo nicht (z.B. Wege, Tunnel oder Autobahnen)?
  • Wie sicher ist das Reiseland allgemein für Alleinreisende (Blick auf die Seiten des Auswärtigen Amtes vorab)?
  • Wie bin ich erreichbar und versorge meine mobilen Geräte mit Strom (Powerbank, Campingplatz, Pension usw.)?
  • Möchte ich Vorkehrungen treffen, damit andere wissen, wo ich bin ( Erste-Hilfe, regelmäßige Nachrichten nach Hause, GPS-Tracking)?
  • Welche Wetterlage kann mich erwarten, während ich unterwegs bin bzw. wie prüfe ich die unterwegs? (Nachrichten, Wetterkarten/ Apps usw.). Besonders in Bergregionen oder am Meer schlägt das Wetter schnell um und kann sogar gefährlich werden.

Auch ein Plan B, falls die Tour nicht so läuft, wie gewünscht, kann nicht nur Unsicherheiten mindern, sondern dabei helfen, überhaupt aufzubrechen. Mir hilft es zum Beispiel manchmal, die Routen an vorhandenen Bahnstrecken entlang zu planen, insofern vorhanden und gut erreichbar. So habe ich immer die Option umzusteigen, falls irgendwas nicht hinhaut! Genau das habe ich übrigens auf meiner Norwegenreise gemacht oder bei meiner Radtour durch Deutschland.

9. Fahre los!

Echt jetzt! Lange Rede, kurzer Sinn: Sobald du dir genug Gedanken gemacht hast, kann die Planung auch mal Planung bleiben und Taten dürfen folgen! Schwing dich aufs Rad und erkunde deine Umgebung! Es muss nicht gleich die nächste Weltreise werden. Du wirst überrascht sein, was es direkt bei dir um die Ecke zu entdecken gibt.

Du hast noch Fragen oder Ergänzungen? Immer her damit! Poste sie einfach als Kommentar unter diesen Beitrag!

Fahrrad im Briestal

Weiterführende Beiträge zum Thema Solo-Tour mit Fahrrad:

Ich habe eine Reihe von Blogbeiträgen geschrieben, welche sich um Solo-Touren und Reisen drehen, die ich nun Stück für Stück veröffentlichen möchte. Es geht unter anderem, um meine Motivation allein Radzufahren und, um die Herausforderungen dabei.

Ich hatte viele, tolle Erlebnisse auf meinen Reisen und habe einige tolle Gespräche geführt. Leider traf ich auch immer wieder auf gewisse Geschlechter-Kilschees und Vorurteile und auf Personen, die das Alleinreisen als Frau mit Fahrrad ungewöhnlich oder gar gefährlich empfanden: Und zwar mitten in Deutschland. Dieses Thema beschäftigt mich schon eine ganze Weile, sodass ich dazu in einem sparaten Beitrag etwas genauer darauf eingegangen bin: Dieser Beitrag zum Alleinreisen als Frau kommt bald hier auf radelmaedchen.de!

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19 Comments

  1. Moin,

    toller Beitrag, gefällt. Tolle Inspiration =). Bzgl. draussen und vor allem alleine schlafen sollte man einfach machen und sich nicht zu viele Gedanken machen. Klar: Vorgaben/Regeln beachten und “Leave no trace”. Es muss für mich persönlich auch nicht mehr der “Superspot” sein, wo man sich fototechnisch möglichst toll in Szene setzen kann (wenn auch gilt: je schöner, umso besser). Das entspannt bei der Suche, da habe ich mir viel bei diversen Weltreisedokus abgeschaut, wo es häufig eher zweckmässig zugeht. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Wenn man möglicherweise auf gute Bilder angewiesen ist, sieht das u.U. natürlich ganz anders aus.

    Leeven Jrooss
    Westi

  2. Danke für den schönen hilfreichen Beitrag Jule!

    Du hattest mir ja eh in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal geholfen. Bin dir dafür heute noch dankbar und werde sicherlich aus dem Beitrag noch das eine oder andere mitnehmen!

    Btw: mag das Foto, das Johanna gemacht hat! Super toll! Und moment, es gibt dich ohne Zopf? 😀 was völlig Neues für mich 😀

  3. Danke für eure lieben Kommentare, Juliane und Georg.
    Allein unterwegs zu sein, hat tatsächlich was Meditatives. Man fährt und fährt, und alles fällt von einem ab. Man kann stehenbleiben, wo man möchte, Fotos machen, so oft und so lange man möchte, sich auf Bänke oder Wiesen setzen und die mitgeschleppten Bücher lesen, und und und…

    Noch ein Tipp für alle, die ohne Apps und GPS etc. unterwegs sind: Die bikeline- Radreiseführer sind klasse. Da steht immer genau, an welcher Ecke, bei welcher Brücke, welchem Laden du abbiegen must, es gibt Tipps zu Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten (mit Telefonnummer!) und auch Hinweise zu Kultur, Bauwerken, etc.
    Sie kommen als Spiralblock, reiß- und wasserfest.

    • Stimmt, danke! Das ist ein guter Tipp. Hatte so ein Bikeline Buch mal für den Mulderadweg in der Hand (aber aus Platzgründen nicht mitgenommen ).

  4. Sehr schöne Zusammenfassung. Und das beste Argument für die Solo-Radreise: Du musst niemanden fragen!
    Macht auf jeden Fall Lust auf die nächste Tour am Wochenende!

  5. Prima Tipps, vielen Dank dafür und ja, die Rettungsdecke packe ich jetzt auch ein und natürlich Eule’s Gesäßcreme, es geht auf “family and friends tour” durch das Ruhrgebiet und anlog zu Georg,
    viele Grüße und Zahnriemen rechts,
    Uli

  6. Hallo Ingrid,
    auch von mir Glückwunsch, dass Du auch mit 68 an neue Abenteuer wagst. Das hält jung, nicht nur den Körper, vor allem auch den Kopf. Aus meiner Sicht ein Vorteil wenn man alleine reist.
    Zum Thema “Männer fragt das keiner”: Ich wurde gefragt, ob das nicht langweilig ist alleine zu reisen.

    Dass es nicht langweilig ist versteht nur, wer sich selbst einmal darauf eingelassen hat. Für mich ist es komplett anders aber nie langweilig. Beides hat Vorteile und ich kenne inzwischen einige, die Touren sowohl alleine als auch mit Partner oder Gruppe planen und sich auf beides mit anderen Vorteilen freuen.

    Auf ein spannendes Radel-Jahr 2021
    Georg

  7. Ich habe vor vier Jahren, im zarten Alter von 68, damit begonnen, lange Radtouren allein zu machen. Mut gemacht hatte mir der Blog einer ehemaligen Schülerin, die seit fünf Jahren allein um die Welt radelt.
    Inzwischen habe ich den Elberadweg komplett – in drei Abschnitten – geschafft, und 2020 habe ich eine Coronalücke erwischt, so dass ich den Fernradweg Hamburg – Rügen fahren konnte.
    Ich hoffe sehr, dass ich bald die nächste Tour starten kann.
    Unterwegs werde ich oft gefragt, ob ich so ganz allein keine Angst hätte. Komisch, Männer fragt das keiner. Ich fahre stets so lange, wie ich mag, und fange dann an, mir eine Pension zu suchen. In Tschechien hat das übrigens wesentlich besser geklappt als in Deutschland. Ich hatte kein Smartphone, nur ein Tablet, für das ich WLAN brauchte, und das war in jeder tschechischen Kleinstadt am Marktplatz frei verfügbar. In MV im letzten Jahr war es eine Katastrophe, so dass ich wieder auf die ganz alte Tour mit „Leute fragen“ an Hotels kam. Aber geklappt hat es immer.
    Liebe Grüße
    Ingrid

    • Liebe Ingrid, danke für deinen Kommentar! So cool, was du schon gemacht hast! Ja, diese Frage nach dem allein unterwegs sein…die beschäftigt mich echt schon lange. Ich hoffe, ich bekomme meinen nächsten Beitrag dazu bald fertig und danke dir erstmal fürs lesen von diesem!

    • Liebes Radelmädchen,

      Erstmal vielen Dank für deine tollen Routen auf komoot, die klaue ich mir regelmäßig für meine Touren ab fhain.

      Ich wollte Mal fragen ob du oder jemand anderes hier evtl. Tips für Übernachtungsspots in Brandenburg hast/hat? Ich möchte an Ostern den Brandenburg Loop auf bikepacking.com fahren und bin etwas am verwzeifeln wo ich mein Zelt aufschlagen kann solange die Campingplätze zu sind. In Brandenburg soll ja wildcampen unter Vorraussetzungen erlaubt sein.

      Gruß
      Charly

  8. Jetzt bekommen ich schon wieder Fernweh 🙁

    Trotzdem oder gerade deswegen ein schöner Artikel. Ich plane nicht vorher und buche nichts (jeder wie er mag).
    Mir hat es immer geholfen, mir ein festes Limit zu setzen, ab dem ich anfange, eine Unterkunft zu suchen. Nach 18:00 Uhr oder nach 100 km ist das dann die Hauptaufgabe und es gibt keine (innere) Diskussion mehr darüber. Auch wenn die Beine grad noch so gut sind.
    Diese Regel lässt sich sowohl für die Suche nach einem Hotel o.ä. aber auch für einen Zeltplatz anwenden. Das persönliche Kilometerlimit sollte man schon vorher kennen, aber auch vernünftigerweise nach unten setzen, wenn die Saisonvorbereitung nicht gut gelaufen ist.

  9. Vielen Dank! Ist nach meiner Erfahrung sehr umfassend. Kabelbinder unterstreiche ich dick. Die haben mir schon zwei Radtouren gerettet. Einmal habe ich ein Schutzblech damit befestigt, als gleich zwei Streben auf einer ruppigen Strecke brachen. Das andere Mal konnte ein Freund seine Schalt- und Bremseinheit damit notdürftig an ihrem Platz fixieren.

  10. Mein Tipp für Anfänger (und das waren wir alle mal):
    Wasser, Notfallriegel und Flickzeug einpacken und los. Langsam werden die Strecken länger, man macht Erfahrungen mit der Wasser- und Essenssuche, dem Rad und seiner Haltbarkeit sowie der eigenen Leistungsfähigkeit. Der Rest kommt von allein, dafür gibt es dann auch die angesprochenen Checklisten.
    Aber erst mal: Losfahren!

  11. Moin Juliane, moin Jule / Juli? – Moin Radelmädchen 🙂

    herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht bzw. Ratgeber. Da hast Du Dir ein riesiges Thema geschnappt und überzeugend intensiv und dennoch auf den Punkt gebracht und angerissen. Tolle Gedanken dabei – einiges Bekanntes und auch vieles Neues – merci dafür! Die Fotos dazu machen Spaß und sind auch gut gewählt. Meine Checkliste ist nun bereits erweitert um z.B. Messer + Rettungsdecke . 😉
    Als Ergänzungs-Vorschlag:
    – nehme ich gerne noch Gaffa-/Ducktape (Gewebeband) für schnelle Instandsetzung mit. Um Platz zu sparen, hab ich ca. 50cm von der Rolle direkt um den Griff meiner Luftpumpe gewickelt /geklebt. Ist also immer dabei, sobald ich an die Luftpumpe denken.
    – Eine Brausetablette Magnesium (gegen Muskelkrämpfe) ist auch immer in der Mini-Tasche, wie auch je eine Tablette “Wirkstoff Ibuprofen und ACC (Schmerztabletten)”
    – dazu noch ein Notgroschen (Kleingeld und ein/zwei Scheine und EC-Karte)
    – und zur Zeit eine zweite FFP2-Maske.
    – und saisonabhängig: Zecken/Mückenschutz (im Zerstäuber)+ Sonnenschutz

    Nochmals “Merci” für Deinen Beitrag , freue mich auf die Fortsetzung und “allzeit gute Fahrt”
    fröhlichen Gruß,
    Marco

    • Huhu. Oh das sind gute Ergänzungen! Tape habe ich auch meist dabei und Mückenspray bei Übernachtungen im Sommer sind auch Pflicht! Danke für dein Feedback

  12. Sehr schöne Zusammenfassung, bei der ich beim Lesen oft an meine ersten Touren denken musste. In der Liste „Nice to have“ bin ich über „Kaffee-Schloss“ gestolpert, ist das eine – mir unbekannte – Möglichkeit Kaffee zu bereiten oder ist damit ein Rahmenschloss gemeint?
    Viele Grüße und Kette rechts,
    Georg

    • tatsächlich meine ich einfach ein leichtes, kleines Schloss, das meist eine geringe Sicherheitsstufe hat und eher für den Zweck gedacht ist, dass ich mein Fahrrad in Sichtweite stehen habe (beim Sitzen im Cafe zb) oder für den schnellen Einkauf.

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