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8bar Pathfinder Gravel x Road

Unglaublich ruhig und herrlich kühl war es im Wald des Müritz Nationalparks, in dem wir nun unterwegs waren. Das weiche Moos dämpfte jegliche Geräusche, erschwerte aber auch das Vorankommen. Doch es war auch wunderschön hier, märchenhaft und wild. Sanfte Hügel und unzählige Seen gestalten diese unberührt wirkende Landschaft in Mecklenburg Vorpommern. Nur die schmalen Wanderwege, Waldpfade und ab und an ein paar Forstwege teilen die Wälder. Das letzte Stück unserer Anreise während des neuesten Events der Berliner Fahrradmanufaktur 8bar hatte es in sich. Sand und Kiesel verlangsamten die bunt zusammengewürfelt Gruppe: Ein Vorgeschmack auf den 8bar Pathfinder Tag.

HINWEIS: Enthält Werbung/Markennennungen ohne Auftrag. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive.

Check in bei 8bar bikes & ab nach Brandenburg

Am Freitagmorgen waren wir nach der Gepäckabgabe und der Begrüßung am 8bar Showroom von Berlin aus aufgebrochen. Eingeteilt in Teams von 3 bis 5 Personen konnten wir direkt am 1. Tag des 8bar Pathfinder entscheiden, ob wir die lange, mittlere oder kurze Strecke zum Campingplatz radeln wollten. Die meisten Teams mit den illustren Namen „ Lagerfeuer“, „Kompass“ oder „Ferienlager“ beschlossen, sich den Weg durch den Stadtverkehr zu sparen und fuhren erst einmal mit dem dezent überfüllten Zug raus aus Berlin. So auch mein Frauenteam „Kompass“. Wir wollten es bei den warmen Temperaturen etwas ruhiger angehen lassen und wählten die kurze Streckenlänge mit knapp 90 km. Team Lagerfeuer schloss sich uns an und so verließen wir in Gransee den Zug und radelten raus in den Landkreis Oberhavel in Nordbrandenburg. Unser Tagesziel sollte ein Campingplatz mitten auf der Mecklenburgischen Seeplatte sein.

Bild von Andreas Stenzel

Ich genoss es sehr in solch angenehmer Gesellschaft durch die wunderschöne Landschaft zu radeln. Straßen und Feldwege, Waldpfade und weiche Mooswege standen auf dem Untergrundmenü. Natürlich durfte ein Eis-Stopp nicht fehlen und die Pommes folgten gleich hinterher :-D. Nachdem wir zu früh am Checkpoint angekommen waren, beschlossen wir jedoch, direkt weiter zu radeln. Schließlich hatten wir zuvor schon eine lange und ausgiebige Pause gemacht^^.

8bar Pathfinder – Einstimmung

Gar nicht so schwer, dachte ich mir, als unsere kleine Reisegruppe am Freitagnachmittag auf den letzten Kilometern nur noch einer gestrichelten Linie auf dem Navigationsgerät folgte und relativ problemlos den direkten Weg zum Campingplatz fand. Vielleicht hat auch der Blick auf die lokale Karte geholfen, die einen guten Überblick über Wege und Pfade der Gegend bot. Vielleicht war es aber auch ein Vorteil, dass wir an diesem Tag noch die eigenen GPS-Geräte mit Kartenmaterial und eingezeichneten Wegen nutzen konnten. Das sollte am Folgetag anders werden.

8bar Pathfinder Tag

Der Tag begann für mich wie ich ihn abgeschlossen hatte: mit einem erfrischenden Bad im See, der direkt beim Campingplatz lag. Perfekt. Danach ein entspanntes Frühstück und rauf aufs Rad. Das fühlte sich ein bisschen wie Kurzurlaub an – und das gar nicht weit weg von Berlin. Mir fiel auf, wie lange ich nicht mehr im Müritz Nationalpark war. Schlimm genug, denn es ist einfach wunderschön dort! Auf der Fahrrad-To-Go Liste für nächstes Jahr steht dieser weitläufige Landstrich auf jeden Fall ganz groß geschrieben!

Bild von Andreas Stenzel

Team Kompass machte sich am Pathfinder Tag auf jeden Fall hochmotiviert los, ausgestattet mit zwei Wahoo – Navis, die nur eine dreieckige Linie zeigten, aber keine Karten hinterlegten hatten. Denn nun mussten wir unseren eigenen Weg anhand dieser Luftlinie finden. Die jeweiligen Dreiecksspitzen zeigten die zwei Checkpoints und Start/ Ziel an. Dort sollten wir auch Getränke und etwas zu essen erhalten. Soweit so gut.

Die Regeln:

  1. Mithilfe des Navis den Weg zu den Checkpoints finden und dort kleine Aufgaben erfüllen.
  2. Keine Leute nach dem Weg fragen.
  3. Regionale Karten dürfen angeschaut und abgezeichnet, jedoch kein Foto davon gemacht werden.
  4. Es dürfen nur gekennzeichnete Wege benutzt werden.

Verloren im Wald

Am Anfang nahmen wir es allerdings etwas zu ernst mit der Orientierung an der Linie und versuchten, so nah wie möglich an der auf dem Navigationsgerät angezeigten Route zu bleiben. Schon auf den ersten 10 km gingen wir im Wald des Müritz-Nationalpark verloren und standen schließlich am Ende eines Waldweges, der nicht mehr weiterführte. Und nun? Wir wollten die Wege nicht verlassen, denn schließlich befanden wir uns in einem geschützten Nationalpark! So suchten wir nach einem Pfad, fuhren ein Stück zurück, überlegten, wie wir weiter kommen sollten. Rehe huschten durch das Dickicht. Die Bäume mit ihren hohen, kahlen Stämmen ragten hoch gen strahlend blauen Himmel. Die Sonne schuf immer wieder kleine Lichtinseln ins Moos. Doch der kühle Schatten im Wald tat an diesem warmen Sommertag unglaublich gut.

Team Kompass trug die Räder über Baumstämme, schob sie durch raschelndes Laub und vorbei an saftig, weichem Moss. Nach einer gefühlt ewigen Zeit etwas verloren im Wald, fanden wir schließlich einen Weg hinaus und entdeckten zurück an der Straße endlich auch eine Landkarte. Dort fertigten wir zunächst eine Übersichts-Zeichnung an, um den Weg zum Checkpoint A besser finden zu können. Nun ja, wir waren spät dran, doch schließlich erreichten wir den Ort, der sich an einem der vielen Seen der Mecklenburgischen Seenplatte befand. Doch wir blieben nicht lang und machten uns schließlich auf den Weg zum Checkpoint B, den wir deutlich schneller fanden. Aufgehalten wurden wir höchstens von dem tiefem Sand, der die Waldwege immer wieder schwer befahrbar machte. Aber nun war ich geübt und scheute mich nicht mehr den Sand in Angriff zu nehmen! Einfach weitertreten^^.

Von See zu See

Am Checkpoint B , dem Strandbad eines größeren Sees, wartete schon etwas Verpflegung und Team Lagerfeuer auf unser Eintreffen. Wir hatten uns als einzige zwei Teams für die kurze Strecke des 8bar Pathfinder entschieden und beschlossen gemeinsam, so wie schon am Vortag, den Weg zum Basecamp zurückzulegen. Schön. Denn das war tatsächlich das Tolle am 8bar Pathfinder: Niemand musste allein fahren, alle radelten in Teams. Teilweise kannte man sich vorher schon, teilweise entstanden neue Kontakte.

Bild von Andreas Stenzel

Als wir nach knapp 80 km Tagesstrecke am Campingplatz ankamen, war für mich ganz klar, was ich zuerst machen wollte: Rein in den Bikini und ab in den See. Herrlich! Obwohl das Wasser schon ganz schön frisch war. Nun noch ein Radler und etwas Gutes zu essen (und das Essen war wirklich grandios und frisch gekocht) und der Tag endete perfekt!

Der lange Weg zurück

Am Sonntag brachen wir schließlich ganz unterschiedlich auf. Einige fuhren bereits zum Zug, andere folgten noch dem bereitgestellten Track für den Rückweg nach Berlin. Mein Plan war es, zunächst die kurze Strecke zu fahren und dann je nach Stimmung zu entscheiden, wie es weitergehen sollte. Und so brach ich zusammen mit Team Lagerfeuer auf gen Heimat. Bereits nach knapp 30 km war uns nach einer gemütlichen Pause und zweiten Frühstück bzw. frühen Mittag. So gönnten wir uns erstmal ein paar erfrischende Getränke und Waffeln im Radler Stopp in Wesenberg. Hach, so habe ich es gern…

Auch an diesem sonnigen Sonntag war uns das warme Wetter treu. Die Strecke war ganz grandios, führte teilweise über Straße, teilweise an schmalen Seewegen entlang. Ich konnt einfach nicht genug bekommen. So beschloss ich mit einigen anderen 8bar Pathfinder Teilnehmenden, die wir auf dem Weg zurück getroffen hatten, zumindest bis kurz vor Berlin zu radeln.

Am Ende des Tages und nach einer Zwangsverlängerung aufgrund überfüllter Züge und Schienenersatzverkehr, hatte ich schließlich über 120 km zurückgelegt, war in eine zügige Gruppenfahrt integriert im Windschatten gefahren und hatte selbst welchen gegeben. Ich war ziemlich ko, ständig durstig, ziemlich durchgeschwitzt und sehr staubig – aber auch sehr glücklich.

Bilder von Andreas Stenzel

Mehr über dieses grandiose Wochenende mit Freunden in der Natur findet ihr auch im Blogpost über den 8bar Pathfinder bei 8bar (Achtung, Schleichwerbung ! Diesen Beitrag habe ich nämlich auch geschrieben^^.)

Radelmaedchen & die WDR “Wunderschön” – Sommerradtour

Diesen Sommer 2019 durfte ich eine Woche lang bei der WDR “Wunderschön” Sommerradtour dabei sein und zusammen mit Moderator Marco Schreyl durch die Westdeutsche Landschaft fahren. Vier Bundesländer streiften wir dabei vom Brocken im Harz bis nach Bielefeld.

HINWEIS: Enthält Werbung/Markennennungen. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive.

Die WDR “Wunderschön” Sommerradtour

Hier möchte ich meine Highlights der WDR “Wunderschön” Tour nun auch mit ein paar Bildern vorstellen. Neben der traumhaften Landschaft, die wir durchfuhren, standen so einige spannende Programmpunkte auf unserem Reiseplan. Los ging die Reise im Harz mit ein klein bisschen Nervenkitzel.

Adrenalingeladener Start im Harz: Von der Rappbodetalsperre bis zum Brocken

Es verschlägt uns zu Harzdrenalin, genauer an die Megazipline, Europas größte Doppelseilrutsche auf der man Spitzengeschwindigkeiten bis zu 85 km/h erreichen kann. Auf knapp 1000 Meter Länge fliegt man in 120 Meter Höhe über die Rappbodetalsperre. Geil! Ein bisschen Aufregung ist am Ende auch dabei, aber vor allem hatte ich richtig Bock! Und es hat sich gelohnt, denn dank Sicherheitseinweisung und fleißigem Beobachten, verlief die Fahrt dann auch ohne Probleme und mit ordentlich Gekreische :-D.

Durchatmen, Eis essen und weiter ging die Fahrt Richtung Brocken! Wir fuhren oft auf Forstwegen und das Gelände war wechselhaft, teilweise recht steil. Einen Abstecher zum Kolonnenweg, heute Teil des grünen Bandes ließen wir uns auch nicht nehmen. Wer es lieber glatter und sicherer mag, sollte sich eine Route entlang der Straßen suchen! Bezüglich Brocken hatte ich noch eine Rechnung offen, denn zuletzt war ich mit E-MTB den Brocken hoch geradelt. Nun wollte ich es auch ohne Motor-Unterstützung mit meiner Libelle angehen, die mich auf dieser Reise begleitete. Während Marco es sich ab Schierke in der historischen Brockenbahn gemütlich machte, schwang ich mich aufs Rad und radelte langsam, aber stetig die knapp 10 km von Schierke bis zu hoch zur Brockenspitze und zum Brockenmuseum. Knapp eine Stunde später kam ich schließlich etwas außer Atem, aber sehr glücklich im dichten Nebel auf dem Brockenplateau an. Yes!!!

Über Goslar und Clausthal-Zellerfeld

Die wunderschöne, mittelalterliche Fachwerkstatt Goslar ist unser Tagesziel. Hier habe ich leider keine Streckenaufzeichnung, aber einen Vorschlag in der Route weiter unten gemacht. Wer sich Höhenmeter sparen möchte, fährt vom Brocken direkt nach Clausthal-Zellerfeld und lässt das schöne Goslar aus. Oder ihr startet von dort mit einer Tagestour, denn lang ist die Strecke nicht, nur Höhenmeter kann man gut machen.

Am nächsten Tag ging unsere Reise weiter nach Clausthal Zellerfeld zur größten Holzkirche Deutschlands und zur Oberharzer Wasserwirtschaft. Wir besuchten die Dorotheer Rösche und wandelten unter Tage.

Es nieselte ab und zu und der Tag war recht frisch. In dem Bergbauschacht war es dann schnell nur noch um die 6 Grad – was sich besonders in dem eiskalten Wasser mit nicht isolierten Gummistiefeln bemerkbar machte. Spannend war die ganze Führung jedoch ohne Zweifel und auch oberirdisch tat der Regen der Schönheit dieses Fleckchen Erdes keinen Abbruch. Besonders an den wilden Wiesen konnte ich mich nicht satt sehen. Übrigens: Ich habe tatsächlich keine besseren Kirschen mehr gegessen, als diese vom Markt in Clausthal-Zellerfeld… Soooo gut.

Vom Mittelgebirge Harz über Einbeck entlang der Weser nach Höxter

Ab jetzt kam der mir völig unbekannte Teil der Reise. Im Harz war ich schon öfter gewesen, aber nun ging es in den Westen hinein. Über das Bierstädtchen Einbeck führte uns unser Weg entlang der traumhaften Weser-Flusslandschaft auf dem Weserradweg über Bad Karlshafen (mit einem Abstecher zum Weser Skywalk) bis nach Höxter. Leider habe ich auch für den Wegabschnitt zwischen Harz und Bad Karlshafen keine genauen Streckenaufzeichungen. Von daher ist das unten nur als Vorschlag zu sehen. Die Strecke lässt sich je nach Kletter-Fähigkeiten mit dem Rad beliebig anpassen.

Von Höxter über Teile des R1 nach Detmold

Tag vier unserer WDR “Wunderschön” Sommerradtour ging genauso ereignisreich weiter wie die vorherigen Tage. Vom hübschen Höxter an der Weser fuhren wir nach einem Abstecher zur beeindruckenden Klosteranlage Corvey entlang des Europa-Fernradweges R1 zunächst zur idyllischen Abtei Marienmünster. Von dort war es auch nicht mehr weit zum Telegrafenturm Lattbergturm, der angelehnt an die alte knapp 550km lange, preußische Telegrafenmaststrecke Koblenz-Berlin errichtet wurde. Super spannend war die Führung dort auf jeden Fall. Der Ausblick von dem Plateau auf 24m Höhe konnte sich ebenfalls sehen lassen.

Schließlich erreichten wir den Teutoburger Wald, die Externsteine und den Arminius. Denn abgerundet wurde der Tag mit einem Besuch des imposanten Hermannsdenkmals und dem Aufstieg in der Statue bis hoch zur Aussichtsplattform.

Von Detmold bis nach Bad Salzuflen

Eines meiner Highlights war ganz klar der Besuch des Freilichtmuseums Detmold! Dort lernten Marco und ich dengeln (also das Schärfen einer Sense durch Hämmern) und sensen. Nach kurzer Übung lief zumindest das Dengeln ganz gut. Das Sensen müsste dann schon etwas mehr aus der Hüfte kommen, aber so viel Zeit zum Üben blieb dann leider nicht mehr. Denn unsere WDR “Wunderschön” Reise ging ja noch weiter.

Über den Werre-Radweg fuhren wir über Bad Salzuflen und Herford bis nach Bielefeld. Im Kurort Bad Salzuflen bewunderten Marco und ich das Gradierwerk und ließen es uns noch einmal richtig gut gehen bei Thermalbehandlung und Massage. Ein Abstecher in das unbedingt sehenswerte Museum Marta Herford ließen wir uns ebenfalls nicht nehmen! Nicht nur die Architektur ist beeindruckend, die Ausstellungstücke regen ebenso zum Nachenken an und hinterlassen ab und zu auch einige Fragezeichen ;-). In Herford startete schließlich auch eine Tour der NRW-Radtour, die uns bis nach Bielefeld trug. Wir waren am Ziel angekommen!

Die WDR “Wunderschön” Route

Eine ereignisreiche Reise liegt hinter Marco und mir. Die Strecke vom Harz bis nach Bielefeld umfasst knapp 330 km Länge, führt entlang bekannter und unbekannter Radwege. Unten findet ihr einen Routenvorschlag, der nicht 100%ig so abgefahren wurde. Das GPS Gerät hat nicht immer aufgezeichnet und so musste ich im Nachhinein einige Routenabschnitte zusammenstellen. Die Strecke ist daher auch mit Einschränkung nachzufahren. Ich übernehme keine Gewähr für eventuell schwer zu befahrene Segmente. Auch beinhaltet die Tour besonders im Harz einige Höhenmeter und eine gewisse Grundfitness ist vorausgesetzt. Ansonsten gilt: Strecke und Etappen kürzen geht immer und mit etwas Zeit lassen sich auch anspruchsvollere Wegabschnitte meistern.

Die WDR “Wunderschön” Sommerradtour war nicht nur landschaftlich vielfältig. Sie sorgte auch mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand für Unterhaltung und Pausen. Es lohnt, etwas Zeit einzuplanen für diese Tour bzw. sie abschnittsweise auch anzupassen oder zu kürzen. Je nachdem, wie die Radfahrvorlieben sich verhalten. Im Harz haben wir einige Abschnitt, die eher mit breiteren Reifen zu fahren sind. Diese lassen sich jedoch auch mit Straßensegmenten ersetzen. Wer doch offroad fahren möchte, sollte sehr sicher auf dem Rad sitzen und schon etwas erfahrener im Geländeradfahren sein. Aber nun lange Rede kurzer Sinn: Hier kommt mein Streckenentwurf.

Danke an das tolle Team, mit dem ich unterwegs sein durfte! Danke an Micha für dein Vetrauen in mich, an Marco für deine Unterstützung und deine gute Laune, an Armin dafür, dass ich dir meine Libelle anvertrauen konnte und du immer so gut auf sie Acht gegeben hast. Danke auch an alle anderen, für die tolle Stimmung beim Dreh! Ich hatte echt eine Menge Spaß mit euch!

Titelbild Credit: WDR

Ruhemomente: Mit dem Fahrrad am Bodensee

Dieser Sommer war einfach wundervoll intensiv und ereignisreich, dass ich gar nicht mehr dazu komme, die ganzen Erlebnisse zu verarbeiten (Luxusproblem, schon klar, aber es stimmt!). Daher wollte ich das Ganze etwas entschleunigen und entschied auf meiner Reise an den Bodensee zur Eurobike 2019, mal einen Tag auszusetzen.

TRANSPARENZHINWEIS: Enthält Werbung/ Markennennungen. Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Kondrauer. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive, offen und ehrlich.

Ein Tag mag nicht viel sein. Aber bei bestem Spätsommerwetter und am Fuße des herrlich blauen Bodensees mit Blick auf die Alpen, fiel es mir sehr leicht, einfach mal abzuschalten. Mit im Gepäck: Faltrad Brompton Ljómi, die neue Kamera und eine Erfrischung für Zwischendurch. Denn Sonne und Wasser machen durstig und ich trinke chronisch zu wenig…

Mit dem Fahrrad von Friedrichshafen nach Meersburg

In der Vierländerregion Bodensee (Deutschland, Österreich, Schweiz und Fürstentum Liechtenstein) lässt es sich herrlich Radfahren! Um den 63 km langen See führt eine ca. 260 km lange Radroute, die durch wunderschöne (Urlaubs-)Orte und vorbei an Obstplantagen, Weinbergen und historischen Gebäuden leitet. Ganz so weit wollte ich nicht fahren, sondern viel mehr entspannen, tief durchatmen und mich mit ein bisschen Bewegung wach halten :-D.

Los ging die Tour in Friedrichshafen. Die Fahrrad-Route um den Bodensee ist sehr gut ausgeschildert. Hin und wieder ist die Strecke recht schmal und verläuft an der Hauptstraße entlang. Daher lohnt es sich teilweise auch einmal auf die andere Straßenseite zu schauen, wo der Weg oft als Zweirichtungsradweg gekennzeichnet ist. Vorbei an Obstbäumen und Weinpflanzen fuhr ich durch Fischbach über das beschauliche Immenstadt und Hagnau bis nach Meersburg. In Hagnau verweilte ich kurz am Kieselstrand. Denn die Uferpromenade ist wirklich wunderschön, lädt zum Bummeln und Verweilen auf den zahlreichen Bänken ein. Ich mache erstmal ein Fotoshooting mit Ljómi und genieße die Aussicht rüber zu den Bergen und in die Schweiz.

Mit der Fähre über den Bodensee: Auch mit Fahrrad kein Problem!

Als ich schließlich in Meersburg ankam, bewunderte ich die schon von weitem sichtbare barocke Schloßanlage (das Neue Schloß). Es gibt außerdem noch die mittelalterliche Burg Meersburg und eine hübsche kleine Altstadt. Ich bummele kurz hindurch, gönne mir ein Eis zum Frühstück und suche mir dann den Weg zum Fahrkartenschalter: Denn ich wollte Fähre fahren! Und zwar nach Konstanz, wo ich noch nie war, obwohl ich es mir in den letzten Jahren, wenn ich in der Region war, immer vorgenommen hatte. Faltrad gefaltet, rein in den Laden, Preise checken, herausfinden, dass der Mitarbeiter direkt keinen Fahrradpreis berechnet hat, grinsend mit einem Einzelfahrschein wieder rausmarschieren.

–> Fährpreise Meersburg – Konstanz:

Etwas verwirrt war ich jedoch kurz: Als ich vorher recherchiert hatte, war der Preis deutlich geringer gewesen. Das mag wohl daran liegen, dass das erste Ergebnis für die Fähre Meersburg-Konstanz die Autofähre meint. Die liegt aber etwas außerhalb. Ich zahlte 6,40 € für die Überfahrt mit der Bodenseefähre ohne Fahrrad. Dafür muss, wie in der Bahn (auch im ICE geht das so, ja), das Faltrad gefaltet an Bord genommen werden und auch so kompakt bleiben. Normale Räder kosten je nach Strecke 4,80 € oder 6,40 €. Ich ließ mir auf der ca. 45 min Fahrt mit Zwischenhalt an der Blumeninsel Mainau (die lohnt es sich bestimmt auch zu besuchen) den Wind um die Nase wehen und fühlte mich tatsächlich wie im Urlaub. Schööööön!

Konstanz entspannt

Mit vom Wind zersausten Haaren und tiefenentspannt, verließ ich am frühen Nachmittag die Fähre in Konstanz und streunerte zunächst ein wenig in der Hafengegend herum. Der Stadtgarten direkt am Wasser war sehr einladend und hat nicht nur viele ruhige Ecken, sondern verfügt auch über eine denkmalgeschützte Konzertmuschel.

Konstanz hat einiges zu bieten! Hier fand vor 600 Jahren die einzig gültige Papstwahl nördlich der Alpen statt (Konstanzer Konzil). Die älteste, seit 1607 dauerhaft bespielte Theaterbühne Deutschlands befindet sich hier auch und die historische Altstadt ist definitiv einen Besuch wert. So rollte ich durch die Straßen, schob mein Rad durch die Fußgängerzone, lauschte Straßenmusikern und suchte vor allem etwas Leckeres zu essen!

Ein Glückstreffer führte mich zu Eugens Bio Restaurant und Café. Dort gab es für mich Käsespätzle und hausgemachte Limo, während ich Passanten beobachtete und das Urlausbgefühl weiter auf mich wirken ließ.

Mit dem Katamaran nach Friedrichshafen

Für den Rückweg wählte ich den schnellen Katamaran nach Friedrichshafen. Der brauchte zwar auch knapp 45 min, legte dabei aber eine weitere Strecke zurück und ohne Zwischenhalt. Ein Einzelticket schlug mit 10,90 € zu Buche. Auch hier reichte es, das Fahrad zu falten, damit es kostenfrei mit konnte. Der normale Fahrradticketpreis lag bei 4,90 €.

Streckenvorschlag: Am Bodensee mit Rad und Fähre

Unten findet ihr meinen Streckenvorschlag bei Komoot. Kurz und knackig, denn den Großteil der Strecke legte ich mit der Fähre zurück. Zugfahren könnt ihr auch, aber das dauert deutlich länger. In Konstanz habe ich nicht mehr aufgezeichnet und hier nur beispielhaft dokumentiert, wo ich war. Ich empfehle euch aber, je nach verfügbarer Zeit, die Stadt nach Lust und Laune zu erkunden. Ich habe nur einen Bruchteil gesehen, aber es gibt dort einiges zu entdecken.

Weitere Tourenvorschläge und Tipps zum Radfahren findet ihr übrigens auch im Radl-Blog von Kondrauer.

Radreise Unstrutradweg: In 3 Tagen von der Quelle bis zur Mündung

TRANSPARENZHINWEIS: Enthält Werbung/Markennennungen.
Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive, offen und ehrlich. Dies ist ein bezahlter Beitrag
aufgrund einer Kooperation. Die Kosten der Reise wurden übernommen.

Kooperation mit dem Unstrutradweg e.V.! Vielen Dank für die Einladung in diese wunderschöne Region!

Einmal mitten ins grüne Herz Deutschlands verschlug es mich im Sommer 2019 (“Seit wann sind Herzen grün?”). Dort lernte ich die Region rund um den Unstrutradweg mit dem Fahrrad kennen und war mehr als einmal überrascht, über die Vielfältigkeit der Region. Die ruhige Unstrut, die auf knapp 190 km durch zwei deutsche Bundesländer führt, wirkt zunächst unauffällig. Von der unscheinbaren Quelle in Kefferhausen, Eichsfeld (Thüringen) schlängelt sich der Fluss immer breiter werdend zwischen sanften Hügeln, weiten Feldern und an mittelalterlichen Städten vorbei bis zur Mündung in die Saale in Naumburg (Sachsen-Anhalt). Auf diesem Weg erlebte ich ein breites Spektrum an landschaftlicher Vielfalt und mehr als einen Einblick in die lebhafte deutsche Geschichte – von der Bronzezeit übers Mittelalter bis hin in die Neuzeit.

Gliederung

  1. Einleitung und Übersicht
  2. Anreise
  3. Der Unstrutradweg: Etappen
    1. Tag: Von der Unstrut-Quelle bis nach Herbsleben (ca. 70 km)
      • Highlights: Mühlhausen & Bad Langensalza
    2. Tag: Von Herbsleben bis nach Artern (ca. 75 km)
      • Highlights: Sömmerda, Goethe Schokoladenmanufaktur Oldisleben & Wasserburg Heldrungen
    3. Tag: Von Artern bis nach Naumburg (ca. 70 km)
      • Highlights: (Arche) Nebra, Freyburg & Naumburg
  4. Streckendetails/ gpx-Tracks zum Download

1. Einleitung und Übersicht

Ich hatte drei Tage Zeit für meine Reise auf dem Unstrutradweg. Zur Planung der Etappen nutzte ich nicht nur die offizielle Seite des Unstrutradwegs, sowie den offiziellen Instagram-Account, sondern auch die üblichen Verdächtigen, wie Outdooractive und Komoot. Es lagen knapp 65-70 km Weg pro Etappe vor mir. Aufgrund der zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, empfiehlt es sich tatsächlich auch nicht sehr viel mehr Strecke einzuplanen. Weniger geht natürlich immer. Ihr findet im folgenen meine Reisestationen und Erlebnisse im Detail. Am Ende folgen die Streckenabschnitte, die ich pro Tag zurückgelegt habe, als gpx. Inklusive aller Schlenker und Abstecher (keine Gewähr :-D).

2. Anreise

Knapp 3 h dauerte meine Anreise mit dem Zug von Berlin Hbf. nach Silberhausen in Thüringen, dem nächstgelegenen Bahnhof zur Unstrutquelle bei Dingelstädt. Alles lief wie am Schnürchen: Mein ICE Ticket mit Fahrradstellplatz reichte bis Erfurt. Danach stieg ich in den Regionalzug bis Silberhausen und schon war ich da und die Radreise konnte beginnen. Die Quelle der Unstrut und somit der Anfang des Unstrutradwegs liegt etwa 6 km vom Bahnhof entfernt. Der Weg dahin kreuzt bereits die offizielle Fahrradroute.

3. Der Unstrutradweg: Etappen

1. Tag: Von der Unstrut-Quelle bis nach Herbsleben (ca. 70 km)

An der Unstrutquelle angekommen, die mit einem kleinen Steinbau umgeben ist, begutachtete ich erst einmal die ausführliche Streckenkarte. Alle meine Stationen fanden sich dort fein säuberlich aufgeführt und es versprach eine spannende Reise zu werden. Ich hielt mich nicht allzu lange auf, denn das Wetter spielte mit, es war bereits kurz nach 10 Uhr und es lagen noch knapp 70 km Weg vor mir. Außerdem hatte ich einfach Lust radzufahren! Natürlich wollte ich nicht den gleichen Weg wieder zurückfahren und so entschied ich mich einem Tipp zu folgen, den ich auf Facebook bekommen hatte.

Tipp am Wegesrand:
Radreise Unstrutradweg: In 3 Tagen von der Quelle bis zur Mündung weiterlesen

eBike your Life – Harz

 

Fotos: grassl event & promotion services gmbh