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Das Fahrrad, die Großstadt. Das Drumherum. Das Radelmädchen ist eine waschechte Berlinerin. Neugierig, frech, etwas ironisch, ein wenig unentschlossen, häufig lachend und auch mal ernst. Radelmädchen.de beschreibt genau dies und vielleicht auch noch ein wenig mehr. Dinge, die in ihrer Welt passieren, sie beschäftigten und bewegen. Sie befindet sich bevorzugt in Begleitung von ihrer großen Liebe, dem Fahrrad. Ob auf Reisen, in der heimischen Flora und Fauna oder in Gedanken. So wie das Leben. Bunt, immer wieder neu, manchmal traurig, manchmal unverständlich, doch oft fröhlich, lebensfroh und mit ganz viel Energie und Leidenschaft.

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Not fast but far

Sobald die Straßen der Großstadt außer Sicht gerieten und sich die Mehrfamilienhäuser zu Einzelhäusern wandelten, wurden aus dem feuchten, dunkel glänzenden Asphalt, weiß bedeckte Pfade und Wege. Hier an den Rändern der Stadt waren eine dünne Schicht Schnee und Eis liegen geblieben. Sie hellten die graue, in feinem, nebeligen Dunst eingehüllte Landschaft zumindest etwas auf. Der Himmel war grau und wolkenverhangen und legte sich schwer über die kahle, dunkle Winterszenerie. Doch diese war nicht ohne Schönheit. Sie hatte etwas Eigenes und Einzigartiges, deren Besonderheit mich sofort in den Bann zog.

Aus den Augenwinkeln bewunderte ich die fragil wirkende, milchige Eisdecke auf den zahlreichen Teichen, die wir passierten. Es war zu warm, als dass das Eis wirklich stabil sein konnte. Dennoch hauchte ich mit jedem Atemzug kleine Wölkchen heraus und war froh, wieder die warmen Thermo-Bibtights für diese Ausfahrt gewählt zu haben. Mir war größtenteils angenehm warm während der Tour. Auch, wenn es gerade mal um die 1°C kühl war, wechselte ich nach ein paar Kilometern bereits meine weiche Winterkappe gegen die einfache aus Baumwolle und zog nur den Schlauchschal zusätzlich über Kopf und Ohren unter dem Helm.

Bild Credit: Steffen Weigold

Zu Beginn war ich noch sehr zuversichtlich gewesen. Als wir am Samstagvormittag um kurz nach 10:30 Uhr den Rapha Store in Berlin Mitte verließen, ging es zunächst erst einmal auf Asphalt gen Norden und raus aus der Stadt. 10 Männer und ich. Eine CX bzw. Gravelrunde stand auf dem Programm und mir wurde zugesichert, dass diese weniger schnell als eine typische Rennradrunde sein würde. Davon ging ich zwar aus, denn von diesen hielt ich mich bewusst fern. Ich hatte jedoch schon eine Vorahnung, dass es wohl dennoch nicht meine Geschwindigkeit sein könnte. Gleichzeitig war da diese Motivation, einfach mal mit ein paar anderen Leuten zusammen Radzufahren.

Immer hinterher

Und ab ins Gelände! Schnell wurde mir klar, dass wir zumindest zu Beginn eine mir bekannte Route fahren würden: Der gute, alte Pankeradweg. Als wir im Norden Pankows auf den Radweg zwischen den Teichen abbogen, sank meine Motivation zum ersten Mal. Ich war bereits hier hinten dran und wir waren eben erst losgefahren. Ok. Keine Sorge. Den Weg kenne ich zumindest und konnte folgen, auch wenn die schnelle Truppe vor mir hinter einer Kurve außer Sicht geraten sollte. Ich keuchte etwas in mich hinein und war überrascht, kurz darauf alle auf mich warten zu sehen. Wie nett. Doch gleichzeitig ein kleiner Stich. Ein mulmiges Gefühl und der Gedanke: “Natürlich müssen die Männer wieder auf die einzige Frau in der Gruppe warten.” Ich wollte das nicht.

Jedes Mal, wenn ich es schaffte innerhalb der Gruppe zu fahren, fiel ich spätestens beim nächsten langen geraden Abschnitt irgendwann wieder zurück. Wir hatten den Pankeradweg mittlerweile verlassen. Der Weg führte uns zwischen den vereisten, mit zahlreichen Vögeln besiedelten Karower Teichen hindurch und an mit einer feinen Frostschicht bedeckten Feldern vorbei. Es war so märchenhaft, so verschlafen und ich fühlte mich in eine Welt der russischen Wintermärchen hinein versetzt. Hinter der nächsten Ecke tauchte bestimmt das Hühnerbeinhaus der Hexe Baba Jaga auf! Ganz bestimmt!

Da, ein Gatter! Einer hielt das Tor offen, damit alle hindurch und mitten über die Weide der Hochlandrinder fahren konnten. Ich freute mich und beobachtete beim Vorbeirauschen aus dem Augenwinkel die großen Hörner der friedlich grasenden Tiere. Schade, ich hätte gern ein Foto gemacht. Doch ich wollte mich nicht wieder zurückfallen lassen. Das nächste Tor kam in Sicht und schon lag die Weide hinter uns. Zunächst war ich über jedes Hindernis erfeut, bei dem alle etwas herunter bremsen mussten und ich es so einfacher hatte, sie wieder einzuholen. Doch im nächsten Moment war die Freude darüber schon wieder dahin. Einige meiner Mitfahrer beschleunigten so schnell, dass ich dann noch weniger eine Gelegenheit hatte, Schritt zu halten. Ich beneidete sie ein wenig.

Alte Wehwechen..

Der Liepnitzsee, schön war es hier, Sommer wie Winter. Den Ufersprint genoß ich. Natürlich langsamer als alle anderen, doch schön wars, vorbei an dem in feinem Nebel gehüllten See zu radeln. Nach der Hälfte der Strecke, für mich nach ca. 40 km spürte ich deutlicher, wie meine Oberschenkel etwas zogen und meine Arme zu verkrampfen begannen. Meine rechtes Knie, dass sich bei Überanstrengung seit der Gravelspartakiade immer meldete, muckte auf. Wieder anfahren, dabei beiben, auffahren, zurück bleiben. Es war mühselig. Frustrierend. Ich dachte ans Aufgeben. Ans zurück bleiben. Wie dramatisch. Mehr als einmal, nachdem die anderen zum dritten Mal auf mich gewartet hatten, bemerkte ich leise, dass ich ein Navi dabei hätte und sie ruhig weiter ihr Tempo fahren können. Ich wollte niemanden aufhalten. Doch das wurde ignoriert. Wieder wurde ich gebeten, doch vorn mitzufahren.

Es funktionierte nur kurz. Beim nächsten Anstieg, bei dem ich immer an Geschwindigeit verlor, wurde ich überholt und fiel erneut zurück. So mühselig… Dabei war ich überrascht, wie wenig Sorge mir der Untergrund machte. Nachdem wir die Felder verlassen hatten, sausten wir auf einem Forstweg durch den Wald. Der Boden war teilweise mit einer dicken Schicht gefrorener Blätter bedeckt, sodass Wurzeln und Löcher schwer zu erkennen waren. Eine feine Schnee- bzw. Eisschicht hüllte alles ein. Der Sandweg war so fest gefroren, dass die eingefahrenen Quer-Rillen von den Reifen der schweren Forstfahrzeuge sich hart ruckelnd wie ein Brett fuhren und heimtückische Kanten erschaffen hatten, an denen man wegrutschen konnte. Doch bis auf einen Ausrutscher, bei dem ich mich überrascht wieder gefangen habe, geschah mir nichts. Meine Gravelking Schlappen taten unermüdlich ihren Dienst ohne zu mucken und ich füllte mich recht sicher.

Obacht! Glatt.

Andere, mit weniger Profil und schmaleren Reifen hatten da weniger Glück. Wir fuhren einer dieser langen, geraden Waldwegabschnitte. Ich spürte, wie meine Energie nachließ und mir war etwas diesig. Jetzt nur nicht vom Rad fallen. Da war er wieder, der Gedanke, anzuhalten, einen der mitgebrachten Riegel zu essen und dann ruhig und gemächlich allein weiter zu fahren. Schließlich waren wir eh schon auf dem Rückweg. Kurz bervor ich mich entschlossen hatte zu stoppen, wurde mir die Entscheidung abgenommen.

Das Gelände war leicht hügelig und bei einem bergab Abschnitt sah ich vor mir plötzlich ein Straucheln unter den anderen Fahrern. Es ging sehr schnell. Auf einmal stürzten drei der nahe beieinander radelnden Herren halb übereinander vom Fahrrad. Einer war weggerutscht und hatte die anderen in einer Art Dominoeffekt mitgezogen. Ich atmete besorgt hastig tief ein und war erleichtert, als ich ankommend feststellte, das keinem wirklich etwas passiert war. Ein Stöhnen hier und da und schon waren alle wieder auf den Beinen. Es war nicht der einzige Sturz an diesem Tag gewesen.

Bild Credit: Steffen Weigold

Frust

Aufatmend nestelte ich flink an meiner Stembag herum, um schnell ein Stück Notfall-Riegel in den Mund zu schieben. Die Gestürzten taten mir zwar Leid, doch mir kam die ungeplante Pause sehr willkommen. Ich spürte, wie die wenigen Minuten Ruhe mir wieder etwas Energie schenkten. Als wir weiterfuhren, versuchte ich erneut mein Glück weiter vorn. Nicht lang, natürlich. Ich mochte auch das plötzliche Anschieben nicht, dass sicher gut gemeint war, mich aber trotzig reagieren ließ.

Es gibt nur wenige Menschen, die das durften und die kannte ich sehr gut. Bei allen anderen fand ich es mehr als unangenehm, fast schon beleidigend. Egal wie gut die Absichten waren. Ich brauchte keine Schubhilfe. Lieber fahre ich allein durch den Wald in meinem Tempo, als mich so zu erniedrigen. Übertrieben? Nein, denn so fühlte es sich in dem Moment an. Meine etwas patzige Reaktion tat mir im Nachhinein Leid. Doch ich musste einfach deutlich zeigen, dass ich das nicht wollte. Ich kam mir so schon ziemlich schwach vor.

Ich war gefrustet. Hatte ich wirklich nur einen Funken Hoffnung gehabt, ich könnte bei einer derartigen Ausfahrt mithalten? Musste ich das überhaupt? Das waren alles eher sportlich motivierte Fahrer, wie mir schien. Die meisten zumindest und das war bei einer Ausfahrt von Rapha wohl auch keine Überraschung. War es also mein Fehler, es überhaupt versucht zu haben? Irgendwie wollte ich das nicht einsehen. Einen Versuch war es wert und schadete nicht (außer meinem schmerzenden Knie). Dann wusste ich wenigstens Bescheid. Es macht ja keinen Sinn, sich vorher schon entmutigen zu lassen, ohne es überhaupt versucht zu haben, oder? Es hätte ja auch klappen können. Doch wahrscheinlich werde ich vorerst solche Ausfahrten meiden. Allein ist auch gut oder mit eins, zwei Freunden zusammen, die so wie ich fahren wollen. Oder ich organisiere mal was Eigenes, Entspanntes. Eigentlich eine gute Idee. Anyone?

Bild Credit: Steffen Weigold

Cycling is no sport

Radfahren ist für mich weniger Sport, als viel mehr Teil meiner Lebenseinstellung und meines Alltags. Ja, ich liebe es tagelang mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Doch ich trainiere nicht. Ich fahre einfach. Ich fahre mittlerweile auch in meiner Freizeit viel mehr als früher. Ja, auch mein Fahrrad ist sportlicher geworden. Aber ich bin eben immer noch nicht schnell im sportlichen Sinne. Ich kann lang fahren, weit. Manchmal lasse ich mich auch mitreißen, wenn ich zusammen mit anderen unterwegs bin. Es darf auch gern mal schnell sein mit kurzen Sprints auf langer, ebener Strecke. Doch dann verfalle ich wieder in meinen Trott. 22 km/h, dann 20 . Mal mehr, mal weniger. Super. Hallo Landschaft. Hallo Baum. Hallo See. Hallo Vogel. Oh, ein Reiher. Schnell mal anhalten und leise ein Foto machen.

Und dann aber weiter. Schließlich will ich auch voran kommen. 😉 Das ist es. So mag ich das. Fahrt einfach, wie es euch gut tut! Mein Ausflug in die Welt der gemeinsamen Sportausfahrten war sehr lehrreich gewesen. Ich war so erledigt am Abend, wie ewig nicht mehr nach einer Radtour, verspannt und mit schwerzendem Knie, dass auch Tage später noch Probleme machte. Die Strecke an sich war super schön gewesen. Irgendwie war es auch schön, mal nicht allein zu fahren, zum Abschluss der Fahrt noch im Café zu quatschen, etwas zu futtern und Kaffee zu schlürfen. Doch immer hinterher hängen, egal wie sehr ich mich anstrengte, ist eben sehr unbefriedigend. Ernüchternd.

Und die Moral von der Geschicht…

Ein Gutes hatte das Ganze: Ich habe nicht aufgegeben. Egal wie doof ich es manchmal fand. Das mag zum einen an einigen sehr angenehmen Mitfahrenden gelegen haben, die immer wieder auf mich warteten. Auch die Strecke gefiel mir schließlich sehr gut. Andererseits war da meine eigene Sturheit, die mich durchhalten ließ und das befriedigte mich am Ende doch sehr. Es gibt außerdem noch eine leise Stimme in mir, die sich das nicht bieten lassen möchte. Die sagt, das kannst du auch! Du musst nur deinen Arsch mal hoch kriegen und regelmäßig Strecke in einem bestimmten Tempo fahren. Und dann? Dann kann ich vielleicht mithalten. Eine Option. Doch bis ich diese Motivation gefunden habe, fahre ich lieber weiterhin gemütlich durch die Landschaft, halte zum Essen kurz an, hole tief Luft, schüttel die Beine aus und fahre dann ausgeruht und entspannt weiter. Lehrreich. Wie gesagt.

Far not fast.


Danke an Steffen für die schönen Fotos und die tolle Routenführung. Auch für deine Motivationsversuche: Ich habe es wirklich versucht!

Und Flo: Danke fürs offene Ohr :-)!

Das Radelmädchen-Jahr 2018: Ständig unterwegs statt nur zu Hause!

Ich bin wie immer spät dran mit meinem Jahresrückblick und habe auch dieses Mal wieder überlegt, ob ich überhaupt einen schreiben möchte. Doch es ist sooooo viel los gewesen, dass es auch für mich eine schöne Erinnerung an das vergangene Jahr 2018 ist und eine Kurzzusammenfassung für euch mit Links zu den Erlebnisberichten, Erfahrungen und Tipps rund ums Fahrrad.

Es folgt ein kunterbunter Jahresrückblick in mehreren Abschnitten mit ganz viel Radfahren, unterwegs sein, reisen, arbeiten. Radelmädchen im TV, im Radio und in Printmagazinen – dit Radelmädchen-Jahr 2018 war uffregend, sach ick euch!

HINWEIS: Enthält Markennamen, was man als Werbung ansehen kann. Ist es vielleicht auch, aber ohne Auftrag ;-). Wissta Bescheid!

Fahrradevents

Auch 2018 war ich wieder auf einigen Messen und Veranstaltungen unterwegs.

Berlin Six Days 2018

Das Jahr startete wie immer mit einer Arbeitsreise und kaum zurück besuchte ich zum ersten Mal ein Radsportevent der ganz besonderen Art: Wiebke motivierte mich, mit zu den Berliner Six Days zu kommen. Die Sechstagerennen-Reihe findet weltweit in unterschiedlichen großen Städten statt und ist eine Mischung aus fordernden Radsportevent und Party. Ich war sehr schnell in den Bann der Geschehnisse gezogen. Die Sportler und ihre Leistungen imponierten mir sehr. Plötzlich verstand ich, warum es auch Spaß machen kann, Leuten dabei zuzuschauen, wenn sie Radfahren, statt selbst zu fahren. Ich bin dieses Jahr sicher wieder dabei!

BFS, VELO Berlin und Eurobike

März und April sind Messezeiten und ich freute mich wie immer sehr auf die Berliner Fahrradschau (BFS) und dieses Jahr auch wieder mehr auf die VELO Berlin. Leider war die BFS nach dem Führungswechsel und der etwas mangelhaften Kommunikation schon vorab negativ behaftet. Die Aussteller und Leute vor Ort waren nach wie vor großartig und es war wie immer schön, so viele tolle Fahrradmenschen zu treffen. 2019 wurde die Fahrradschau nun abgesagt. Mal sehen, was die RAD RACE Leute mit dem neuen kolektiv Format auf die Beine stellen. Spannend klingt das auf jeden Fall.

Die VELO Berlin war aber definitiv mein Messehighlight 2018. Die neue Location am Tempelhofer Feld hat sich ausgezahlt und die etwas angestaubte Messe erstrahlte im neuen Licht. Sehr vielversprechend für dieses Jahr!

Normalerweise ist die Eurobike in Friedrichshafen die letzte große Fahrradmesse des Jahres, doch 2018 fand sie bereits Anfang Juli statt und machte den Monat für mich zu einem der ereignisreichsten. Denn die Anreise erfolgte größtenteils wieder mit Fahrrad, doch leider lief nicht alles wie geplant – dazu noch mehr weiter unten. Die Messe an sich war definitiv wieder einen Besuch wert, auch wenn ich nach wie vor erschlagen von der Größe bin.

Medienstark im Frühjahr: Im Radio, Fernsehen und in der Zeitung

Nachdem mein Buch “How to survive als Radfahrer “ im Mai 2017 erschienen war, folgte eine Welle an Interviews für Radio und Printmedien. Auch im Frühjahr 2018 kam das Thema Radfahren in der Stadt wieder in den Fokus vieler Medien und so durfte ich nicht nur im Februar in Berlin zu Deutschlandfunk Nova für ein Interview, sondern auch im Mai zur Aufnahme einer Folge Dlf Nova Radfunk.

Besonders aufregend war mein Fernsehauftritt im April 2018. Ich war nach Baden-Baden zum SWR und in die Sendung ARD Buffet eingeladen worden, eine Mittagssendung, die immer auch ein Service-Thema beleuchtet. Dort durfte ich verschiedene Fahrradtaschen vorstellen. Brompton Ljómi war natürlich auch wieder mit am Start. Five minutes of fame :-D.

Kurz vor der VELO Berlin hatte ich schließlich noch ein Interview für die Berliner Zeitung und den Berliner Kurier: Ein Porträt über eine ganze Seite *kurze Schnappatmung* kam schließlich dabei heraus.

Etwas ganz besonderes war schließlich der Drehtag für die ZDF Sendung sonntags, bei dem nicht nur bei mir zu Hause gefilmt wurde, sondern auch an mehreren Orten in Berlin – Brompton Ljómi und Veloheld IconX waren beide mit dabei.

N + 1: Abenteuer mit dem modernen Randonneur

Auf der Suche nach dem Gravelbike

Seit einer Weile hatte mich auch das Thema Gravelbike beschäftigt. Ein neues Rad auszuwählen, ist bei mir tendenziell ein sehr langwieriger Prozess und ich neige dazu ausführlich zu vergleichen. Ich wollte ein sportliches, aber gleichzeitig Langstrecken-taugliches Fahrrad haben. Neben der Suche nach dem passenden Fahrrad, habe ich auch meine Auffassung zur Definition eines Gravelbikes niedergeschrieben. Nach einigen Probefahrten landete ich im Februar schließlich in Dresden bei Veloheld. Es sollte allerdings noch ein paar Monate dauern bis mein individuell aufgebautes und gestaltetes IconX abholbereit war. Anfang Juni war es schließlich soweit: Hallo Libelle!

Auf Ausfahrt im ganzen Land

Viel Zeit um uns aneinander zu gewöhnen, hatten wir nicht, denn schon kurz nach Abholung und ersten Testfahrten in der Sächsischen Schweiz, ging es mit der Hamburger Fahrradcrew von Berlin Richtung Hamburg. Bis Wittenberge begleitet ich die Truppe und war stolz meine ersten 150 km am Stück mit Libelle geschafft zu haben. Neben einigen Touren durch Franken stand dann aber die erste große Reise bevor: Von Berlin nach Friedrichshafen sollte es gehen. Im Jahr 2017 noch mit Faltrad, war 2018 Bikepacking angesagt.

#B2Fh

Ich hatte mir damit einiges vorgenommen. Nicht nur, dass ich zum ersten Mal auf mehrtägige Ausfahrt im Bikepacking-Modus gehen wollte. Die Route führte mich im Juli auch quer durch Deutschland und u.a. durch das bergige Thüringen und die Fränkische Schweiz nach Friedrichshafen zur Eurobike an den Bodensee. Dieses Jahr war Bergtraining angesagt: Wunderschöne Fleckchen Erde, die mich doch sehr gefordert haben. Ein Sturz kurz vor erreichen der Donau beendete meine Fahrt schließlich knapp 200 km vor dem Ziel. Die Reise brachte mir sehr viele neue, lehrreiche Erlebnisse und Erfahrungen und die längste Tour, die ich je am Stück zurückgelegt habe. Berlin-> Leipzig in one go! Ich kann es kaum erwarten, auf die nächste lange Reise mit Libelle zu gehen!

Gravelspartakiade 2018

Neben vielen kleinen Ausfahrten im Bikepacking Modus, nahm ich auch zum ersten Mal an einer organisierten Tour teil. Mitte September ging es nach Dresden zu Veloheld, um gemeinsam mit anderen Verrückten eine zweitägige Fahrt durch die Sächsische und Böhmische Schweiz zu machen: Die #Gravelspartakiade. Ich sag mal so: Wenn ich fahren konnte, war das schon gut. Leider war ich sehr viel allein unterwegs, da mir das Tempo der meisten doch zu hoch war. Am Ende war es dennoch eine tolle, aber auch anstrengende Erfahrung mit ein paar wichtigen Erkenntnissen: Zusammen ist es doch am schönsten (Danke André, Hans und Patrick!) und es ist nicht die beste Idee, im Dunkeln sein Fahrrad über eine Kuhweide mit Elektrozaun zu schieben…

Unterwegs mit dem Faltrad: Abenteuer mit Brompton

Fahrrad-Yoga in Berlin und Brandenburg

Auch wenn ich 2018 weniger lange Strecken mit meinem Brompton Ljómi zurückgelegt habe, so ist sie immer noch eine Bereicherung für meinen Alltag. Nach wie vor begleitet mich der kleine Falter auf Berufsreisen im Zug durch Deutschland oder einfach durch den Berliner Stadtverkehr. Außerdem eignet sich Ljómi auch toll zum Fahrrad-Yoga ;-). Ich durfte ein paar Touren raus aus Berlin nach Bernau führen, bei denen wir in einer kleinen Gruppe gemeinsam einfache Yogaübungen auf und neben dem Fahrrad ausgeübt haben. Ein Spaß und eine tolle Sache, um entspannt einen Sonntag zu verbringen.

Abenteuer mit Renn-Faltrad

Das erste Faltradrennen 2018 fand im Juni in Antwerpen statt, eine Stadt, die ich noch nicht besucht habe und mich somit noch mehr darauf freute. Die Anreise war natürlich mit dem Zug. Auch wenn wir keine Preise gewonnen haben, war es ein tolles Event mit Bromptonfans aus ganz Europa.

Leider habe ich 2018 keinen Platz bei der Brompton World Championship (BWC) in London bekommen, bin aber natürlich dennoch wieder angereist, um Miriam und Bianca und somit Team hamburgfiets ordentlich anzufeuern!

Der Sommer war so wahnsinnig reiseintensiv und ich habe so viel erlebt und gemacht, dass ich es nicht geschafft habe, alle Events hier noch einmal aufzuarbeiten. Direkt nachdem ich aus London zurück gekommen war, ging die Reise am Folgetag schon weiter: Ab in den Süden.

Bloggerleben at its best

Radfahren auf Mallorca

Bereits im Sommer bekam ich relativ kurzfristig einen tollen, aber auch fordernden Job angeboten: Die Fluglinie Condor Airlines lud mich und vier weitere Bloggerinnen aus England und Deutschland nach Mallorca ein. Dort drehten wir über zwei Tage einen Videoclip an den schönsten Spots, der das Radfahren auf der deutschen Lieblingsinsel in Szene setzen und bewerben sollte. Es war Anfang August, Hochsaison und sehr warm, doch eine unglaubliche Erfahrung für mich und Libelles erster Flug in einem geliehenen Fahrradkoffer. Eins ist klar: Mallorca ist nicht ohne Grund ein beliebtes Trainingsziel für Radsportler und ich möchte definitiv wieder hin!

Mit dem Rad in bella Italia und der ältesten Republik der Welt

Nach einem sehr reise- und arbeitsintensiven Oktober ging es Schlag auf Schlag weiter. Von Barcelona düste ich Ende des Monats in das schöne Bologna, wo Wiebke, Miriam und ich ein paar tolle Tage in der Unistadt verbrachten. Doch dies war nur der Auftakt für die kommende Woche auf dem Fahrrad in der Emilia Romagna und drauf folgend in San Marino. Wir waren zu zwei verschiedenen Bloggerreisen eingeladen worden und verbrachten die leider oft verregneten und vor allem nebligen Tage auf dem Rad, essend, Kaffee trinkend und ganz viele tolle Orte besuchend. Es war eine intensive, interessante und wunderschöne Zeit und ich bin sehr froh, diese Gelegenheit bekommen zu haben. Mehr zu San Marino folgt auch bald im neuen Blogbeitrag.

Und zum Abschluss des Jahres 2018

… durfte Brompton Ljómi sogar noch einmal auf eine längere Reise mit mir gehen. Endlich Urlaub und zwei Wochen Zypern waren ein krönender Jahresabschluss! Außerdem durfte ich zum 2.Mal in diesem Jahr etwas länger auf einem Mountainbike sitzen und habe Heiligabend Höhenmeter erklimmend auf der Akamas-Halbinsel im Westen von Zypern verbracht. Juhu 2018, du warst ne Bombe!

Ich bin sehr glücklich, wenn ich immer wieder etwas Neues ausprobieren kann und ich glaube, noch nie auf so vielen verschiedenen Fahrrädern gesessen zu haben, wie 2018. Wahrscheinlich habe ich auch schon wieder eine Menge vergessen, macht aber nichts, denn nun heißt es: Nach vorne schauen und aufs Neue Jahr 2019 freuen! Auf gehts!

Danke fürs Lesen, folgen, dabei sein! Ohne euch würde das hier nur halb so viel Spaß machen!

Wenn ihr mehr über meine (Fahrrad-) Abenteuer erfahren wollt, schaut doch mal bei Instagram oder Facebook rein. Da findet ihr die aktuellesten Fotos und Beiträge.

Fahrradherbst
Mein Highlight beim Besuch des Pressedienst Fahrrad im Herbst: Auf den unterschiedlichsten Fahrrädern sitzen für dieses tolle GIF.

Das erste Mal…unterwegs mit einem fLotte Lastenrad!

Freie Lastenräder sind mittlerweile in vielen deutschen Städten verfügbar. Sie ermöglichen auch denjenigen ein Transportrad zu nutzen, die es nicht selbst besitzen oder es nicht so häufig benötigen. Dahinter stecken Menschen, die sich oft ehrenamtlich engagieren und etwas an der vorhandenen Mobilitätsstruktur verändern wollen, in der das motorisierte Kraftfahrzeug vorherrschend ist. Doch was heißt das jetzt genau und wie komme ich an so ein Lastenrad? Nachdem ich bereits seit Monaten immer wieder darüber nachgedacht habe und nie den wirklichen Bedarf hatte, kam nun der Tag: Ich habe mir spontan zum ersten Mal ein fLotte Lastenrad vom ADFC Berlin ausgeliehen.

[Könnte Werbung enthalten, kostet aber alles nischt und ist auch ohne Auftrag.]

Bruno und ich haben uns anfangs noch nicht ganz so gut verstanden. Wir hatten uns vor ein paar Minuten kennengelernt und mussten uns erst beschnuppern. Das dauerte ein wenig – mindestens aber ein paar Blocks, Straßenkreuzungen und Kurven, in denen ich anfangs immer wieder das Bedürfnis hatte, abzusteigen. Bruno war schon etwas eigenwillig. Vor allem hatte er eine große Klappe und war etwas träge und gemütlich. Aber irgendwie fing ich an, ihn zu mögen, während ich gemächlich durch den Berliner Stadtverkehr rumpelte, weil ich versehentlich auch ein paar Kopfsteinpflasterstraßen mitnahm. Bruno war eben keine Rennradgazelle, sondern ein ausgewachsenen Lastenrad.

 

“Hallo, hier bin ich!”, brüllte Bruno dann laut in den Friedrichshainer Nordkiez.

Warum musste er nur so eine Show abziehen? Doch vielleicht war ich nicht ganz gerecht zu ihm. Ich hielt an und begutachtete das Innere der großen Kiste, mit der ich da so durch die Stadt radelte. Darin befand sich momentan nur mein kleines, gefaltetes Brompton Ljómi und zwei gewichtige Fahrradschlösser. Ich versuchte diese und die scheppernden Sicherheitsgurte an der umklappbaren Holzbank innen etwas klappersicherer anzubringen.

Und weiter ging die Fahrt. Knapp 7 km von Lichtenberg nach Prenzlauer Berg trug mich der motorlose Bruno. Nach zwei Dritteln der Tour wurden wir langsam warm miteinander. Wir groovten uns ein. Schnell war hier eben nicht. Die behäbigen 15 -18 km/h, die ich manchmal nur mit einem gewissen Kraftaufwand schaffte (besonders aufwärts), waren für Bruno eine absolute Sause. Also versuchte ich in der ungewohnten, aufrechten Sitzposition zu entspannen, denn es ging hier definitiv nicht um Geschwindigkeit. Die 8-Gang Nexus Nabenschaltung verrichtete sauber ihre Dienste und die hydraulischen Magura Bremsen griffen ohne Probleme.

fLotte Lastenrad powered by adfc Berlin

Wie kam ich aber nun dazu, mit einem Lastenrad durch Berlin zu kurven? Das Projekt fLotte ist ein freier Lastenfahrradverleih, der Anfang 2018 in Berlin durch den ADFC Berlin e.V. gestartet wurde.

Inspiriert und unterstützt von mittlerweile zahlreichen, deutschlandweiten Projekten der Initiative „Freie Lastenräder“ können seitdem in vielen Bezirken kostenfrei Transporträder ausgeliehen werden. Dies wird vor allem durch die verschiedenen Partner, wie Stadtteilinitiativen, Privatpersonen und einige Gewerbe (Cafés, Lebensmittelhändler, Fahrradläden usw.), aber besonders auch durch Spenden ermöglicht.

Seit Herbst 2018 wurde dieses tolle Projekt sogar noch erweitert. Im Jahr 2017 hat der Berliner Senat das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) 2030 beschlossen:  “Es verfolgt einen integrierten Ansatz und enthält rund 100 Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels.” (Zitat Stadtportal Berlin). In diesem Rahmen kam es zur Finanzierung und Ermöglichung des Projektes „fLotte-kommunal“ mit Partnern aus den kommunalen Bezirksverwaltungen. Das Projekt ist bisher einzigartig in Deutschland und hat den beiden Bezirken Berlin Lichtenberg und Spandau insgesamt zehn Verleihstationen für Lastenräder an öffentlichen Orten beschert.

Und an einem von diesem, in einem Kiezhaus in Berlin Lichtenberg, habe ich Bruno kennengelernt und ausgeliehen.

1. Online kostenfrei auf flotte-berlin.de registrieren,

2. anmelden,

3. Standort und Fahrrad wählen,

4. Verfügbarkeit prüfen,

5. buchen!

So einfach geht es tatsächlich. Als ich mich spontan für eine Ausleihe entschieden habe, registrierte ich mich kurzfristig auf der Website von fLotte. Das dauerte nicht einmal zwei Minuten (Name, Adresse, Telefon, Email) und mit der Bestätigungsmail war ich dann auch schon bereit für meine erste Lastenradausleihe! Nun habe ich natürlich Glück, dass es in der Nähe meiner Arbeit und in meinem Wohnbezirk einige Ausleihmöglichkeiten gibt. Im Spätherbst standen mir viele freie Räder zur Verfügung. Innerhalb eines 500 Meter Radius wurde ich schon fündig: Transportradtyp und Verfügbarkeit gecheckt, ausgewählt, Leihtag im Buchungskalender markiert (bis zu drei Tage am Stück sind möglich) uuuund gebucht. Jaaaa!

Mit der Buchungsmail kommt auch gleich noch das Buchungscodewort, damit man mich an der Leihstation eindeutig zuordnen kann. Innerhalb der Öffnungszeiten bin ich dann dorthin geradelt (Faltrad dabei) und nachdem schnell noch ein paar Formalitäten erledigt wurden, wie Formular ausfüllen und Ausweis checken, durfte ich Bruno auch schon begutachten, Brommie reinlegen und losfahren.

Erstmal langsam machen…

Huch, das lenkt sich jetzt aber doch komisch. Und jedes Lastenrad der fLotte ist anders. Daher solltet ihr euch echt ein paar ruhige Minuten nehmen, wenn ihr das Fahrrad noch nicht kennt, und Probefahren. Ich habe ein paar Kilometer gebraucht, bis ich mit der großen Kiste vor mir und der ungewohnten Lenkung zu Recht gekommen bin. Doch es lief dann alles gut und im Prenzlauer Berg gesellte sich noch ein weiteres Leihrad, ein Faltrad in dem Fall, in die Kiste zu Ljómi dazu.

Plane drüber und ab geht die Fahrt. Als ich den Heimweg antrat, freute ich mich schon ein wenig über die Abdeckung, denn etwas Schneeregen tröpfelte auf das Planendach und ich tuckerte noch etwas langsamer voran. Nun noch schnell einen Abstecher zur Post, zwei Säcke Katzenstreu und 10 kg Trockenfutter mit in die Kiste und ab ging es, die fette Beute abliefern. Da passt ganz schön viel rein. Bruno kann bis zu 100 kg tragen, plus Fahrenden. Nicht schlecht. Mein Plan ging an dem Tag auf jeden Fall auf. Ich konnte alles transportieren, was ich wollte, es lief einfach und unkompliziert. Und mit dem Wissen, dass es nicht das letzte Mal war, dass wir uns gesehen haben, lieferte ich Bruno schließlich am späten Nachmittag wieder an seiner Leihstation ab.

Mission completed!

Fahrradkleidung für kalte Tage – mit dem Rad durch Stadt, Land und Winter

“Ein scharfer, beißender Wind kneift eiskalt in die unbedeckten Wangen und lässt sie rot und trocken werden. Die Stirn ist kalt und schmerzt. Das Atmen fällt schwer und füllt die Lungen mit kalter Luft. Die Minusgrade dringen in Knochen und Gelenke. Kein Wetter, bei dem man sich gern draußen aufhält, geschweige denn Fahrrad fährt. Radfahren im Winter ist kein Zuckerschlecken” – kann aber auch richtig Spaß machen, besonders mit der Aussicht an einem gemütlichen, warmen Ort anzukommen und ein schokoladiges Heißgetränk zu sich nehmen zu können.

 


Hinweis

{WERBUNG] Dieser Blogbeitrag enthält Produktempfehlungen und Markennennungen, die als Werbung angesehen werden können. Sie sind jedoch persönliche Empfehlungen von mir und ich bekomme keinerlei Gegenleistung von den genannten Firmen. Einzig die Firma triple2 hat mir im Sommer auf meine Nachfrage hin, Kleidung zum Testen zur Verfügung gestellt.


Die Einleitung oben ist zum Teil ein Zitat aus meinem Buch “How to survive als Radfahrer” (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 2017) und spiegelt die kalte Jahreszeit wider, in der auch in den Städten immer mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind. Eine positive Bewegung, die deutlich macht, wie normal und wichtig das Fahrrad wieder als Fortbewegungsmittel ist. Doch der Winter bringt neue Herausforderungen. Selbst kurze Strecken können schnell unangenehm werden, wenn der Wind pfeift oder der Schnee fällt. Ich stehe dann nicht nur vor der Überlegung, wie ich sicher durch den Verkehr komme, sondern auch regelmäßig vor der Challenge, die richtige Garderobe zurecht zu legen…

1. …damit ich nicht zu sehr friere.

2. …damit ich bei Strecken länger als 4 km keine Hitzewallungen aufgrund von zu viel Kleidung bekomme.

Wenn es euch auch so geht, folgen hier ein paar zunächst für mein Buch erstellte und nun ergänzte Weisheiten rund um die richtige Fahrradkleidung fürs Radfahren im Winter – damit die Qual nicht ganz so groß ist bzw., damit der Spaß größer und länger auszuhalten ist!

 

Der Wind Chill-Effekt
Wenn ihr mit dem Fahrrad fahrt, kennt ihr definitiv den Wind Chill-Effekt. Dieser beschreibt, dass die gefühlte Temperatur in
Abhängigkeit von der Windgeschwindigkeit niedriger ist, als die tatsächliche Lufttemperatur. Die Haut kühlt durch einen Luftstrom ab. Diese Abkühlung durch den Windchill tritt ein, wenn die Hauttemperatur über der Lufttemperatur liegt. Je höher die Windgeschwindigkeit ist, desto größer ist auch der  Abkühlungseffekt. Deshalb ist es wichtig, die Haut vor dem Wind zu schützen.

Materialien

Bei kurzen Strecken bis zu 4 bis 5 km kann spezielle Funktionsbekleidung (außer Regenkleidung natürlich) meist vernachlässigt werden. Der eigene Fahrstil spielt aber immer eine große Rolle, wie schnell einem warm wird oder man sogar schwitzt. Eine atmungsaktive, mehrlagige Funktionsjacke mit Membran erscheint erstmal sinnvoll. Besonders an sehr kalten Tagen oder für längere Ausfahrten. Für kurze Strecken und in der Stadt wird aber vermutlich auch ein hochwertiger, warmer Wollmantel gute Dienste leisten (bei mir oft der Strickponcho).

Merino

Bei Unterwäsche wie Langarmshirts (z.B. von Chapeau! oder Icebreaker) und Hosen lohnen sich natürliche Materialien, wie Produkte aus Merinowolle. Diese verfügen über tolle Eigenschaften, wie gute Feuchtigkeitsaufnahme- und transport, eine hohe Wärmeisolation und haben außerdem antibakteriellen Fähigkeiten. Dabei solltet ihr unbedingt auf die Qualität und Herkunft der Wolle achten. Kauft nur Produkte, bei denen die Hersteller Wolle aus zertifizierten Betrieben verwenden! Sicher macht sich das im Preis bemerkbar, aber es soll auch gewährleisten, dass die Schafe nicht unter Behandlungen (Mulesing) leiden, die schmerzhaft für das Tier sind, um zum Beispiel Parasitenbefall zu vermeiden.

Kunstfasern

Es gibt natürlich auch Unterwäsche (z.B. von odlo oder Löffler) aus synthetischen Materialien, die ihren Zweck gut erfüllen. Sie sind meist haltbarer, reißfester und trocknen dabei schneller als Wolle. Da ist es aber wichtig, darauf zu achten, ob die Materialien eine speziell, geruchsverhindernde Behandlung bekommen haben. Bakterien können sich nämlich besser an Synthetikfasern halten und daher riecht die Kleidung oft schneller als Wolle. Gute Leistungen bringen am Ende beide Materialien.

Thermomaterial

Oft innen angeraut, weich und warm, außen winddicht, wasserabweisend und glatt – das ist das Material aus dem kuschelige Winterfahrradträume bestehen. Beinlinge, Armlinge, Radhosen, Trikots, alle werden aus diesem Material in unterschiedlichen Stärken gefertigt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das Material ist oft ein Gemisch aus Kunst- und Naturfasern (Wolle, Polyamid, Fleece, Polyester usw.) hat eine Struktur, die Wärme hält (isoliert u.a. durch die weich aufgerauten Fasern auf der Innenseite) und Kälte durch Wind abhält durch die glatte, dichte Außenseite und speziellen Beschichtungen. Außerdem ist es (bis zu einem gewissen Grad) atmungsaktiv.

Primaloft® oder Daune?

Toll sind wärmende Jacken mit Wattierung (z.B. von Vaude oder Mavic), die gleichzeitig atmungsaktiv und isolierend wirken. Ich bin mittlerweile ein riesiger Primaloft® Fan, auch, weil ich weitestgehend auf Daunenprodukte verzichte. Zu undurchsichtig sind mir dort die Herstellungsverfahren. Wer dennoch lieber Daune tragen möchte, weil ihre leichten und wärmenden Eigenschaften unbestreitbar gut sind, sollte auch da auf die Herkunft der Daunen und das Verfahren achten, wie die Gänse gerupft wurden. Nachhaltige und fortschrittliche Unternehmen geben dies auf ihren Webseiten preis.

Während ich früher meist um spezielle Fahrradbekleidung einen Bogen gemacht habe, weiß ich sie nun immer mehr zu schätzen. Besonders für längere Ausfahrten mit Libelle greife ich auf Fahrrad-Funktionsbekleidung zurück. Diese unterscheidet sich größtenteils doch sehr von meiner Alltagsbekleidung in der Stadt, obwohl ein paar Teile den Übergang schaffen. Diese sind für mich im Herbst und kommenden Winter fast schon unverzichtbar geworden, je nach Temperaturtiefe.

Das Zwiebelprinzip

Das funktioniert auch im Winter sehr gut – vielleicht sogar noch effektiver als im Sommer. Mindestens drei Schichten sind angeraten:

  1. Unterwäsche,
  2. die isolierende und wärmende Schicht
  3. die schützende, außere Schicht

Dabei hilft es je nach Tiefe der Temperaturen ebenfalls auf funktionelle Kleidung zurückzugreifen – vor allem bei den
unteren Schichten.

Meine Winter Radbekleidung Must-Haves

 

1. Die Mütze, die Handschuhe und das Multifunktionstuch,

…sind unentbehrlich und halten die Körperregionen warm, die besonders unter der kalten Luft leiden, weil sie dieser meist direkt ausgesetzt sind. Toll ist zum Beispiel ein Schlauchschal, den man noch bis über das Kinn ins Gesicht hochziehen kann. An ganz kalten Tagen (ab um die 2°C) mag ich welche mit Primaloftisolierung. Da geht kein Wind durch und es ist kuschelig warm. Für mehr Style kommt darüber oft ein dünnes, buntes Tuch. Bei mehr Kälte lege ich einen anderen, warmen Schal darüber. Das hängt aber auch stark vom eigenen Kälteempfinden ab.

 

 
 
 
 
 
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Auf dem Kopf trage ich unterschiedlich dicke Strickmützen. Die Mütze sollte den Wind abhalten und wird durch eine Fleeceinnenseite noch wirkungsvoller und wärmender. Ich sah auch schon wundervolle, bunte Ohrenwärmer oder Stirnbänder, die ebenfalls sehr effektiv sein können. Für Handschuhe gilt ähnliches. Eine aufgeraute Innenseite ist kuschelig und warm. Wenn die Außenseite noch zusätzlich über wind- und wasserabweisende Eigenschaften verfügt, seid ihr auch bei Schneefall und leichtem Regen auf der sicheren Seite (z.B. von Rapha, Roeckl oder GripGrab). Ich trage dünne Wollmix-Handschuhe von Giro bei milderen Temperaturen und, sobald es kühler wird momentan die winddichten Radhandschuhe von dhb.

2. Das Langarmshirt und evt. die Unterhose,

…die eine dünne, aber sehr effektive Schicht darstellen, funktionieren am besten mit Wollanteil. Wenn es die erste, also die Unterwäscheschicht ist, ist diese am besten eng anliegend, lang und hautschmeichelnd. Das Material sollte Schweiß und Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren. Eine lange Unterhose zum Beispiel aus Merinowolle wirkt wahre Wunder. Ergänzt wird diese durch ein Top oder langärmliges T-Shirt (z.B. von Löffler, icebreaker oder dhb) und langen Strümpfen.
Ich trage im Alltag meist Thermostrumpfhosen mit (Knie-) Strümpfen darüber. Für die Herren gibt es lange, wärmende Unterhosen in einigen Materialvarianten und Farben (z.B. von odlo oder icebreaker).

3. Die Zwischenschicht

…über der Unterwäsche ist die wärmende, isolierende Schicht und kann ein leichter Pullover aus Fleece oder Strick und die Softshell-/ Thermoweste oder das Thermofunktionsshirt sein. Wenn ich mit dem Faltrad bei Temperaturen um die 5 bis 8°C in der Stadt unterwegs bin, trage ich meist unter dem Longsleeve bzw. der Strickjacke mein normales T-Shirt oder eine Bluse und darüber eine dünne Softshellweste. Bei diesen Temperaturen kommen über die Strumpfhose nur ein Rock (genügend Bewegungsfreiheit vorausgesetzt) oder Shorts (oft aus Jeans). Wenn es in die Minusgrade geht, ziehe ich über die Unterhose bzw. die Strumpfhose dann die normale Hose (Jeans/Stoffhose), einen Wollrock oder eine windabweisende Radhose.

4. Die Jacke

…hat als letzte Schicht bei sehr kaltem, nassen Wetter eine wetterabweisende Funktion und besitzt möglichst wind- und wasserabweisende Eigenschaften (z.B. von Mavic, Vaude oder Rapha). Je nach Streckenlänge und Temperatur reicht aber auch eine Regen- oder Windjacke aus. Wenn es nicht allzu windig und kalt ist, trage ich über einer dünnen Thermoweste in der Stadt nur einen Poncho aus Grobstrick, der die Wärme hält, sonst aber auch einen langen Wollmantel, der die Oberschenkel bedeckt.

Wichtig ist, es nicht mit der Dicke der Schichten zu übertreiben! Durch die Bewegung beim Radfahren wird es doch irgendwann sehr warm und ihr müsst euch gegebenenfalls um eine Schicht erleichtern (daher ist das Zwiebelprinzip eigentlich auch sehr praktisch). Doch schwitzen möchte man auch nicht. Deshalb ist der sinnvolle Aufbau der Schichten relevant. Ein Baumwoll-T-Shirt als Zwischenschicht bringt womöglich nicht den gewünschten Effekt bezüglich Schweißaufnahme und Atmungsaktivität, da es sehr schlecht Feuchtigkeit transportiert (im Gegensatz zu Merinowolle) und langsam trocknet. Daher sind die richtige Materialwahl und Atmungsaktivität der Fahrradkleidung zumindest bei längeren Fahrten mit dem Rad im Winter besonders wichtige Themen.

Wärme im Detail

Wenn die Gelenke sich melden, kann man sehr gut auf spezielle Knie und Ellenbogenwärmer (z.B. von dhb, Vaude, Svelte London oder Chapeau!) zurückgreifen. Diese sind oft aus sehr weichen, innen aufgerauten Thermo-Materialien, die schön warm halten und jede Bewegung mitmachen. Achtet darauf, dass ihr die richtige Größe kauft, damit nichts rutscht beim Radeln. Wer Stulpen möchte, kann diese auch direkt anziehen – was an sich auch keine schlechte Idee ist.

Da die Füße sich sehr wenig bewegen beim Radfahren, kühlen diese oft schneller aus, wenn das Schuhwerk nicht entsprechend wärmend und dicht ist (Schuhe z.B  von Vaude oder Northwave). Es helfen nicht nur gute, isolierende Schuhe und Socken, sondern für kurze Strecken und sehr kalte Tage auch wärmende Cremes. Die gibt es zum Beispiel in der Drogerie und haben kurzzeitig einen ähnlichen Effekt, wie Rheumasalben. Die Durchblutung der Füße wird angeregt und sie fühlen sich dadurch eine Weile wärmer an. Allerdings ist das stark von dem persönlichen Kälteempfinden abhängig, wie viel die Cremes wirklich bringen. Der Effekt ist eher nur unterstützend. Bei längeren Ausfahrten lohnt sich eventuell die Anschaffung von Neoprenüberziehschuhen (z.B. von Vaude, GripGrab, dhb oder isadore), die den Wind abhalten und zusätzlich isolieren.

Wichtig ist hier immer das Outfit auch auf die zu fahrende Streckenlänge abzustimmen. Bei kurzen Wegen (bis 4km etwa) kann es ruhig etwas wärmer sein. Auf Strecken ab 5 km lieber eine Schicht weniger anziehen bzw. so, dass man unkompliziert nach dem Warmradeln etwas ausziehen kann (wie die Weste z.B.)

Ein typisches Outfit im Stadtalltag im Herbst/ Winter

Im Gegensatz zur Freizeitausfahrt, wo ich auf meinem Gravelbike auch eine sportlichere Sitzposition einnehme, mag ich es im Alltag überhaupt nicht, stilistisch zu sportlich gekleidet zu sein. Das kann die Kleidungsauswahl zum Radfahren als Kleid- und Rockliebhaberin mitunter etwas einschränken und erschweren. Nichtsdestotrotz schaffe ich es auch beim Radfahren im Winter meinem Stil größtenteils treu zu bleiben. Ein typisches Outfit auf dem Weg zur Arbeit kann bei mir zum Beispiel so aussehen:

Oberteile

Unterteile

  • Unterwäsche bzw. zusätzlich ein Top, meist aus Modal als körpernahe Schicht
  • T-Shirt, Bluse oder Kleid (unterschiedliche Materialien)
  • dünner Pullover oder Strickjacke bzw. diese eingepackt für die Arbeit und auf dem Rad dann mit Merino-Langarmshirt (Chapeau! Icebreaker) und dünner Weste (Softshell)
  • bedeckende Schicht, die je nach Temperatur und Streckenlänge variieren kann: Poncho aus Grobstrick, isolierende Thermo-Fahrradjacke, Softshelljacke oder kniellanger Wollmantel
  • Multifunktionstuch, Schal und Mütze (Material je nach Temperatur), Handschuhe (Wollhandschuhe von Giro + evt. winddichte Handschuhe von dhb)
  • Thermo-Strumpfhosen bzw. Strumpfhosen von 60 -100 den, je nach Temperatur
  • kurzer, nicht zu dünner Rock (bei Minusgraden gern aus Fleece oder mit Wollanteil) oder Shorts
  • lange (Knie-)Strümpfe oder Wollsocken in halbhohen Stiefeln mit Thermo-Einlegesohle (!)
  • zusätzlich optional Knielinge und/oder Armlinge aus Thermomaterialien (innen weich und aufgeraut, warm und winddicht)

Ein typisches Outfit für eine Freizeitausfahrt im Herbst/ Winter

Mit Libelle habe ich wieder richtig Lust auch abseits von längeren Touren, Ausfahrten im Berliner Umland zu unternehmen. Selbst in der kälteren Jahreszeit kribbelt es in den Fingern und ich versuche zumindest ein paar Mal im Monat etwas länger als eine halbe Stunde am Stück auf dem Rad zu sitzen. Da wird es dann bei der Kleiderwahl schon etwas herausfordernder. Ich habe dieses Jahr im Sommer zum ersten mal Bibshorts (von triple2) getragen und muss zugeben, dass ich zuvor wenig damit anfangen konnte. Das konnte doch nicht bequem sein! Doch weit gefehlt, tatsächlich habe ich Gefallen daran gefunden, wenn denn das Outfit auch zum Fahrrad und zum Anlass der Fahrt passt. So habe ich mich schließlich im Herbst getraut und meine erste lange Fahrrad-Bibtight bestellt – und sie ist großartig! Bei doch sehr frischen Temperaturen zwischen 0 bis 8°C und einer Ausfahrt von zwei bis drei Stunden trage ich folgendes:

Im Herbst

 

Im Winter

Oberteile

Unterteile

  • Sport-BH (die beste Entdeckung dieses Jahr; das ganze Jahr über: Shock-Absorber Multisport) + Funktions-Tanktop aus Mesh (Löffler Transtex)
  • Merino-Langarmshirt
  • (zusätzlich evt. Kurzarmtrikot/Thermo-Langarmtrikot (z.B. von Chapeau!))
  • Thermo-Fahrradjacke (z.B. Isadore oder Rapha) bzw. Winter-Thermojacke mit Primaloft-Wattierung (hier Mavic Ksyrium Elite: sehr warm, tolles Design und große Rückentasche mit Fächern innen)
  • Helm mit Radkappe bzw. winddichte Thermo-Radmütze, die die Ohren mit abdeckt (z.B. von Look mum no hands oder Rapha)
  • Mutifunktionstuch ( z.B. MaxFred oder P.A.C.) und Handschuhe (Wollhandschuhe von Giro + evt. winddichte Handschuhe von dhb)
  • lange Thermo-Radhose (Chapeau!, schön kuschlig, leider Polster für mich nicht ganz optimal, da zu groß an den Rändern) bzw. Bibtights mit richtigem Top oben, die wie ein Trikot mit Reißverschluss zu schließen sind (dhb Classic Thermo Trägerhose, waaarm, tolle Passform und gutes, bequemes Polster und Reflektionspaspeln)
  • Thermo-Radsocken bzw. Merino-Winterradsocken
  • wasserdichte MTB-Fahrradschuhe (Vaude) plus evt. Neopren-Überziehschuhe (dhb)
  • zusätzlich evt. Regenjacke bzw. -hose
  • wenn es richtig kalt ist plus Thermo-Armlinge (dhb) und Knielinge (Vaude) bzw. Beinlinge

Es gibt natürlich auch deutlich farbenfrohere Kleidung aus Hi-Vis Materialien und in Neonfarben. Mitunter reichen aber auch gute Leuchten am Fahrrad und reflektierende Elemente, die an fast jeden Teil meiner wärmeren Fahrradkleidung zahlreich vorhanden ist.

Bei Rapha habe ich sogar reflektierende Flächen gesehen, so wie bei der Shadow Tight.

So, ich offe, ihr konntet ein wenig Inspiration finden und fühlt euch bei der nächsten Tour eventuell etwas besser gewappnet. Ich fand es auch die letzten Male wieder faszinierend, wie schnell mir warm wurde, insofern ich die richtige Kleidung anhatte und sobald ich ein paar Kilometer gefahren bin. Da kann kalt sogar richtig toll sein! Nur das zu lange herumstehen, ist nicht so zu empfehlen, also sind Heißgetränke oder eine Fleecejacke während der Pausen natürlich immer hilfreich.

10 kleine Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende unter 40 €- plus Gewinnspiel!

Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und auch dieses Jahr habe ich ein paar tolle Geschenkideen und Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende zusammengestellt. Und das Beste: Kleine Freuden müssen nicht viel kosten. Alle Geschenke bekommt ihr für jeweils unter 40 €! Da es wichtig ist, sich selbst etwas zu gönnen und ich ein paar großzügige Sponsoren gefunden habe, wartet am Ende des Beitrags dieses Jahr ein Gewinnspiel mit tollen Preisen rund ums Fahrrad auf euch – zum Behalten, weiter Verschenken, sich Freuen.

Transparenzhinweis:

Dieser Beitrag enthält Produktempfehlungen, was als Werbung angesehen werden kann! Die Liste und die Produkte auf ihr sind allerdings auf meinen Mist gewachsen. Auch die Idee zum Gewinnspiel stammt von mir. Und nun rein in die Weihnachtsfreuden :-)! Danke dennoch an Peter Rüssmann von “one year of bicycles“, die Bike Citizens und MaxFred für die tollen Gewinne!


Wie auch im letzten Jahr folgen nun meine 10  Weihnachtsgeschenktipps für Radfahrende, Fahrradliebhaber und Freunde der Velokultur – diesmal mit Geschenkideen unter 40 €. Alle ausgewählten Produkte gefallen mir auch sehr gut und sind teilweise schon länger in Benutzung oder stehen auf meiner Wunschliste. Schaut gern ebenfalls in die Liste von 2018! Dort gibt es nach wie vor gute Geschenkideen, die dieses Jahr noch genauso aktuell sind. Nun aber los!

1. Buch: “101 Dinge, die ein Fahrrad-Fan wissen muss”

Bild credit: GeraMond Verlag.

“101 Dinge, die ein Fahrrad-Fan wissen muss” ist ein knapp 190 Seiten Büchlein aus der 101 Dinge – Reihe des GeraMond Verlags und beschäftigt sich leicht und informativ mit den vielen kleinen, spannenden Dingen, die es rund um das Fahrrad zu wissen gibt. Die Autorin ist auch keine ganz Unbekannte: Andrea Reidl dürfte einigen noch von ihrem ZEIT online Fahrradblog Velophil bekannt sein. Ein schönes Geschenk für Fahrradenthusiasten, die etwas mehr über das beste Fortbewegungsmittel der Welt wissen wollen.

InfosReidl, Andrea. – München : GeraMond, [2018], [1. Auflage]
ISBN: 9783956130519
Preis14,90 €
Bezugsquelleverlagshaus24.de

2. Bike Citizens Finn

Credit Bike Citizens

Die universelle Smartphonehalterung von den Bike Citizens für Fahrrad, Kinderwagen und Co. bekommt auch dieses Jahr einen Platz auf meiner Weihnachtsgeschenkliste für Radfahrende. Warum? Weil der Finn sich nach wie vor bewährt und die einfachste und unkomplizierteste Möglichkeit ist, das Smartphone zum Navigieren an das Fahrrad zu bekommen. Da der Finn klein und leicht ist, kann man ihn immer dabei haben. Neu dieses Jahr: Es gibt limitierte farbige Finns in leuchtrot und türkis – für mehr Farbe am Fahrrad. Entweder einzeln oder als 2 + 1 Colour Pack zum Verschenken und selbst behalten. Noch besser: Im Gewinnspiel habt ihr die Chance einen leuchtroten oder türkisen Finn zu gewinnen! Schaut mal am Ende des Beitrags und macht mit!

InfosUniverselle Smartphonehalterung; aus flexiblem Silikon; leicht und robust
Preis15,00 €; Limitierte 2+1 Colourpacks 30,00 €
Bezugsquellegetfinn.com

3. Das Regenwetterset von Fahrer Berlin

Credit. Fahrer Berlin

Schlechtes Wetter ist ja bekanntlich kein Grund nicht Rad zu fahren! Während wir uns in diverse Regenkleidung schmeißen, muss das Fahrrad jedoch oft draußen im Nassen verweilen. Wie gut, dass Fahrer Berlin ein kleines, praktisches Set zusammengestellt hat, das genau die Stellen am Rad abdeckt mit denen Radfahrende zuerst in Kontakt kommen oder die einen Spritzschutz benötigen. Ein super Geschenk für Allwetterfahrende bestehend aus LATZ URBAN (schwarz), der praktischen Schutzblecherweiterung, GRIFFIS (schwarz), der Griffschutz und KAPPE, die Sattelhaube. Bei Fahrer Berlin gibt es noch viele andere tolle Kleinigkeiten fürs Fahrrad.

InfosBestehend aus Spritzschutz, Griffschutz und Sattelschutz
Preis31,70 €, momentan zum Angebotspreis von 26, 95 €
BezugsquelleFahrer-Berlin.de

4. Emaillebecher von veloheld

Credit: Veloheld

Was auf jeden Fall beim nächsten Bikepacking-Abenteuer nicht fehlen darf, ist ein passender Becher – für den lebenswichtigen Kaffee, das erfrischende Kaltgetränk oder den geteilten Schluck Whiskey am Lagerfeuer. Besonders angetan hat es mir der Emaillebecher von veloheld. Das praktische Accessoire kommt mit hübschem “I am a veloheld” Schriftzug und witzigem Hipster-Crosser Motiv. Ganz wichtig: Der Henkel, an dem man den Becher an die Satteltasche, die Packtasche oder den Gürtel hängen kann. Zusammen mit dem klassischen Opinel-Klappmesser genau das richtige für Outdoorfreunde.

Infosaus emailliertem Stahl; 300 ml/8×9 cm;  schwarz-weiß; spühlmaschinenfest
Preis12,90 €
Bezugsquelleveloheld.de

5. Reflektierende Sticker fürs Fahrrad von Reflective Berlin

Reflective Berlin
Credit: Reflective.Berlin

Wenn das alte Fahrrad etwas Aufhübschung vertragen kann oder einfach mehr Sichtbarkeit in der Dunkelheit erwünscht ist, seid ihr bei Reflective. Berlin (ehemals Happarel Bicycles) an der richtigen Adresse. Die wunderschönen, farbigen Decals oder Sticker Kits fürs Fahrrad sind individuell anbringbar, robust und spurlos wieder entfernbar. Ob am Helm, am Fahrradrahmen, aber auch am Kinderwagen oder Roller – die Sticker lassen sich an vielen Stellen anbringen und verstärken die Sichtbarkeit in der Nacht und sehen dabei auch noch richtig gut aus. Eine kleine Aufmerksamkeit für Freunde, die nicht gleich um die Ecke wohnen, da man die Decals zum Beispiel leicht im Briefumschlag versenden kann.

Infosreflektierende Aufkleber; individuell und leicht anbringbar; verschiedene Designs und Formen (Shapes, Decals, Sticker Kits)
Preisab 5,90 € (Decals); 9,90 € (Shapes); Kits (59,90 €)
Bezugsquellereflective.berlin

6. Bambus Accessoires von MaxFred

Tuch
Credit MaxFred

Ich durfte letztes Jahr u.a. die weichen Multifunktionstücher von MaxFred testen. Bis heute trage ich mein schwarzes Tuch bei jeder Gelegenheit auf dem Fahrrad und auch ohne. Die Schlauchschals bestehen unter anderem aus Bambusfaser, die atmungsaktive und gering geruchsaufnehmende Eigenschaften besitzen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben. Außerdem fühlen sich die Produkte sehr weich und angenehm auf der Haut an. Ein praktisches Geschenk, das man immer gebrauchen kann und gerne trägt. Und gewinnen könnt ihr es auch noch – im Gewinnspiel weiter unten!

Infosaus 88% Bambus-Viskose; atmungsaktiv und formstabil
PreisMütze, Multifunktionstuch, jeweils 17,95 €
BezugsquelleMaxFred.de

7. Buch: Bikevibe London

BikeVibe
Ein Blick ins Bike Vibe Journal London.

Das Bikevibe Journal ist ein halbjährlich erscheinendes Magazin, das die Fahrradszene in großen Städten weltweit unter die Lupe nimmt. Jede Ausgabe legt den Fokus auf eine bestimmte Stadt: Tokyo, Oslo, Portland, Mailand, London, New York und die aktuelle Ausgabe Paris. Das ansprechend gestaltete Journal kommt mit vielen Fotos, Interviews und Geschichten. In London wird nicht nur über allseits bekannte Shops, wie Look mum no hands berichtet, sondern auch über kleine Unternehmen wie die London Bike Kitchen. Ein wundervolles Geschenk für kulturell interessierte Radfahrende, die weltweit unterwegs sind und gern lesen. Ich muss leider zugeben, das Magazin ist nicht ganz so einfach zu beziehen, wird aber in einigen speziellen Buchhandlungen geführt oder auf Anfrage bestellt. In Berlin gab es das zum Beispiel bei doyoureadme. Mit etwas Glück könnt ihr ein Exemplar der Bikevibe London im Gewinnspiel unten ergattern!

InfosBikevibe London, Volume five,
Spring 2017
Preisca. 20 € (NOK 190) – 30 € je nach Bezugsquelle
BezugsquelleBikeVibe.no

8. Die Fidlock-Trinkflasche

FidlockOhne diese Flasche mit ihrer raffinierten Halterung mag ich gar nicht mehr losfahren! Die Fidlock TWIST Flasche mit 450 oder 600 ml Fassungsvermögen lässt sich dank innovativem Magnetverschluss mit einer leichten Drehbewegung von der Halterung am Fahrradrahmen lösen – und noch einfacher wieder anbringen. Am Rahmen selbst befindet sich nur eine kleine, flache Magnethalterung, die an den üblichen Trinkflaschenösen mit Schrauben befestigt wird. Das Gegenstück ist in der Flasche integriert. Gibt es auch als Universalhalterung. Das System ist modular und Flaschen können einzeln erworben werden. Ohne eingeklickte Flasche fällt die Halterung fast gar nicht auf. Das perfekte Geschenk für Puristen, die lieber weniger als mehr am Fahrrad haben.

Infosinnovativer Fidlock TWIST Magnetverschluss; Flaschen mit 450 oder 600 ml
PreisTrinksystem ab ca. 29,99 € – 35,99 €
BezugsquelleFidlock-Bike.com

z.B. via fahrrad.de oder brügelmann.de oder im Fahrradladen um die Ecke

9. Bunte Fahrrad-Socken

SockGuy
Bunte Fahrrad-Socken in allen Varianten.

Ja, Socken. Richtig gelesen. Mittlerweile gibt es soooo viele tolle, bunte Strümpfe, die man guten Gewissens verschenken kann. Wie zum Beispiel die Socken von SockGuy. Sie sehen nicht nur witzig aus und kommen in unzähligen Varianten und Farben, es sind auch noch Sportsocken. Da fällt es schwer sich für ein Motiv zu entscheiden. Ob Socken mit Biermotiv, Zitrusfrüchten oder bunten Streifen, es ist für jeden oder jede etwas dabei.

Credit: Many Mornings

Neu entdeckt habe ich die Fußbekleidung von Many Mornings! Das sind zwar keine Sportsocken, funkionieren aber genauso gut für die extra Portion gute Laune am Fuß! Freunde der bunten Füße werden die Socken lieben, denn hier gleicht keine Socke der anderen. Der linke Fuß und der rechte Fuß haben ein eigenes Design und folgen dennoch der gleichen Gestaltungslinie. 5% von jedem verkauften Paar gehen außerdem an Charity-Einrichtungen. Haben-Wollen!

InfosSockGuy: extra Verstärkung an Ferse und Zehen; Meshbündchen; Made in the U.S.A.

ManyMornings: designed & hergestellt in Polen

Preisab 5,99 €
BezugsquelleSockGuy.com

ManyMornings.com

10. “One year of bicycles”-Kalender 2019

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Juhu, noch ein Wiederkehrer unter den Weihnachtsgeschenktipps über den ich mich sehr freue! Auch 2019 dürfen wir uns wieder an großartigen, historischen Fahrrädern satt sehen. Sie werden erneut hochwertig im “One year of bicycles” Kalender 2019 präsentiert  und erfreuen Monat für Monat das Auge. Dieses Mal waren Peter Rüssmann, Fotograf, und Nico Thomas, Fahrrad-Restaurator, im Fahrradmuseum Bad Brückenau. Ob das Rekordversuch-Fahrrad „Vagant“ (Baujahr ca. 1950) von Karl-Heinz Kramer mit extragroßem Kettenblatt oder das Caminargent (Frankreich ca. 1936) von Pierre Caminade aus achteckigen Aluminiumrohren, es finden sich wieder so einige Schmuckstücke im Kalender.

Ihr wollt diesen Kalender unbedingt selbst zu Hause hängen haben? Dann nehmt die Chance war und macht mit beim Gewinnspiel!

Infos65 x 50 cm im Querformat auf
220 g Papier, seidenglänzend;
Wire-O-Bindung plus schützende Hochglanzfolie
Preis39,95 € + Versand
Bezugsquelleone-year-of-bicycles.com

 


Das Weihnachts-Gewinnspiel

Dieses Jahr gibt es ein paar tolle Produkte aus meiner Weihnachtsgeschenktipp-Liste zu gewinnen!

Vier schöne, praktische und hochwertige Preise:

3x ein wunderschöner one year of bicycles” 2019 Kalender

2x eine Finn Smartphone Halterung von den Bike Citizens in den farbenfrohen Varianten türkis oder leuchtrot

1x ein weiches Set bestehend aus Tuch + Mütze aus der Max&Fred Bamboo-Linie in der Farbe eurer Wahl!

1x ein Exemplar des Journals BikeVibe London

 

Das heißt sieben von euch haben die Chance auf einen Gewinn! Toll, oder? Die Teilnahme ist ganz einfach und ich möchte auch genau das Gleiche wissen, wie letztes Jahr: Was sind eure Fahrradpläne? Ich möchte zum Beispiel im April meine erste mehrtägige Gravel-Selfsupport Fahrt mit dem Hanse Gravel mitfahren!


So könnt ihr mitmachen:

  1. Abonniert meinen Blog und/oder liked meine Facebookseite!
  2. Teilt den Beitrag auf Facebook (wenn ihr dort denn seid)!
  3. Hinterlasst unter diesem Beitrag oder(!) unter dem Facebookpost einen Kommentar und verratet mir darin, worauf ihr euch im kommenden Fahrradjahr 2019 am meisten mit eurem Rad freut! Plant ihr eine große Reise, wollt ihr ein neues Fahrrad kaufen oder einfach nur regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fahren? Erzählt mir davon!

Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, 16.12.2018 um Mitternacht MEZ. Die Gewinner werden per Los ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Infos zur Teilnahme am Gewinnspiel findet ihr unter den allgemeinen Teilnahmebedingungen!


Viele Glück und eine schöne Vorweihnachtszeit euch!