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Fernweh

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Der Morgen in Kehl war atemberaubend! Der Himmel verfärbte sich in verschiedenen Rot- und Pinktönen und die Wolken verschwammen mit dem Morgennebel über dem Wasser des Rheins. Ich erwachte früh, genoß den wundervollen Ausblick und beobachtete die Störche in ihrem Nest, deren Silhouetten sich so dekorativ auf ihrem Turmnest stehend vom Himmel abhoben. 5. Tag: Von Kehl nach Breisach am Rhein Strecke: ca. 93 km Good morning from Kehl. Today is day five of my cycle tour to Lake Constance and the #EurobikeShow. Look at these two storks in their nest on the tower! Isn’t it a wonderful view? . . . #instamorning #nofilter #france #germany #morning #morningglory #bestview #offtofrance #kehlamrhein #strasbourg #redsky #sky #skyporn #clouds #goodmorning Ein Beitrag geteilt von Radelmädchen (@radelmaedchen) am 27. Aug 2017 um 21:52 Uhr Straßburg Ich wollte früh aufbrechen, um genügend Zeit in der französischen Stadt auf der anderen Rheinseite verbringen zu können.…

Am nächsten Morgen war kaum noch etwas von dem Unwetter des Vorabends zu erkennen. Nur ein paar Pfützen deuteten noch auf den vergangenen Regen hin und ich lenkte Ljómi im Slalom um diese herum. Ich freute mich darüber, wieder im Sattel zu sitzen, auch weil es die ersten Meter in Richtung Innenstadt von Worms nur bergab ging.

3. Tag: Von Worms nach Hochstetten (bei Karlsruhe)

Strecke: ca. 100 km

Bevor ich zurück auf den Rheinradweg und an den Rhein rollte, erkundete ich neugierig die geschichtsreiche Stadt der Nibelungen mit ihrem Wahrzeichen, dem Dom St. Peter zu Worms, dem zweiten der drei berühmten rheinischen Kaiserdome auf meinem Weg. Im 12. Jahrhundert entstanden, ragt er noch heute mit seinen zahlreichen Rundbogen-Fenstern imposant in den Himmel. Auch sonst hat die Stadt ein paar reizvolle Altbauten zu bieten, die jedoch mit dem Fahrrad schnell abgefahren sind.

Der morgendliche Weg am Rhein entlang war wirklich schön und grün, vorbei an in Nebel gehüllte Felder und durch kleine Waldabschnitte. Doch spätestens, als ich mich Mannheim näherte wurde es anstrengend.

Die Straße führte mich in einem größeren Bogen vom Rhein weg, so musste ich zwar nicht durch die Stadt und das Industriegebiet fahren, dafür ging die Straße dennoch durch urbanen Raum. Einige Wohnsiedlungen lagen auf dem Weg. Wieder spürte ich die zunehmende Wärme, die mich doch sehr forderte (ich Nordkind, ich). Positiv war jedoch für mich, festzustellen, dass mein Brommie und ich uns gut eingespielt hatten. Ich fühlte mich wohl darauf, der Brooks Cambium fuhr sich großartig und am dritten Tag meiner Reise verzichtete ich auch mutig auf jegliche Radlerhosen und zusätzliche Polsterung. Kein Problem!

Mit Faltrad auf dem Rheinradweg unterwegs zu sein, war nicht unbedingt mein erster Gedanke, als ich beschloss mit dem Fahrrad zur Eurobike 2017 zu fahren. Doch aus organisatorischen und praktischen Gründe entschied ich mich, die Liebe zu meinem Brompton etwas auf die Probe zu stellen und mit Ljómi den Weg auf mich zu nehmen. Nach einer anstrengenden Woche unterwegs, vielen Zugstunden, viel Arbeit und Menschenkontakt freute ich mich nun darauf, die nächste Woche auf dem Fahrrad verbringen zu können. Rheinradweg ich komme! Mein Ausgangspunkt für die Tour war demnach nicht Berlin, sondern Köln, wo ich ein paar Tage verbracht habe, bevor ich mich endlich aufs Rad schwingen konnte. Die Zeit ist knapp und so habe ich beschlossen, erst ab Koblenz mit meiner Tour zu beginnen. Doch vorher wollte ich unbedingt auf die Burg Drachenfels in Königswinter kurz hinter Bonn. So hüpfte ich am Donnerstagmorgen in Köln Süd in den Regionalzug nach…

Ein ereignisreiches letztes Juliwochenende liegt auch in diesem Jahr wieder hinter mir: Neben den Brompton World Championship Finals 2017 (BWC) und dem Prudential Ride London mit dem Free Cycle, fand auch der Launch des neuen Brompton Electric statt. Das ganze wurde abgerundet mit gelegentlichen Sightseeingrunden durch Englands Hauptstadt und ganz viel Café. Ich versuche nun nach und nach, die vielen Erlebnisse und Eindrücke für euch aufzuarbeiten und zu resümieren.

Doch wo fange ich an? Am besten damit, weshalb ich hauptsächlich die Reise auf die Insel angetreten habe: Das Finale der weltweit stattfindenden Brompton Faltrad-Rennen fand erneut am letzten Juli-Wochenende in London statt, der Heimat des kleinen Falters. Im letzten Jahr habe ich noch fleißig angefeuert, doch dieses Mal wollte ich es selbst wissen und mitfahren! Anfang des Jahres ergatterte ich einen Platz beim Auslosungsverfahren für die finale Meisterschaft. Der Weg für die BWC 2017 war damit geebnet und nach der Anmeldung und Zahlung der Teilnahmegebühr war ich schließlich eine von über 500 Teilnehmenden.

Ankunft im englischen Sommer. Oder: Der aprilreife, europäische Juli

Die Aufregung stieg im Laufe des Jahres und als ich schließlich mein Brompton Ljómi für den Flug vorbereiten musste, wurde ich doch etwas unruhig. Zuvor hatte ich eine Transporttasche genäht, damit mein Brommie auch gut gerüstet für den Flug sein würde. Sorgen machte ich mir dennoch und stopfte die Tasche nicht nur mit Kleidungssäcken aus, sondern u.a. auch mit Luftpolsterfolie, damit auch alles ausreichend gesichert sein würde.

Termine, Termine! In der 30. Kalenderwoche geht es rund! Während ich gerade versuche, gefühlt hundert Dinge gleichzeitig fertig zu machen, möchte ich euch nicht die Events der nächsten Woche vorenthalten. Denn die hat es in sich! Los geht es für mich am Montagmorgen. Da lockt die Deutsche Bahn mich viel zu früh in ihre Sitze und bringt mich hoffentlich heil und schnell nach Hannover. Denn dort findet in der KW 30 das Bundes-Radsport-Treffen 2017 statt. Bundes-Radsport-Treffen 2017 Was mache ich nun bei einer Radsport-Veranstaltung, wo ich doch offensichtlich fast gar nicht im sportlichen Fahrradbereich unterwegs bin? „Das Bundes-Radsport-Treffen ist das jährliche Highlight der Breitensport- Szene im Bund-Deutscher-Radfahrer e.V. (…) An sieben Tagen stehen dann 21 verschiedene Radtouren zwischen 45 und 115 Kilometer auf dem Programm.“ (Quelle: www.brt2017.de/) Ich fahre selbst gern längere Touren und aus dem Blickwinkel schien mir die Veranstaltung gar nicht mehr so fremd, denn auch die Zielgruppe…

„La Superbe“ heißt die Ausfahrt mit Brompton-Falträdern, die den Berliner Mauerweg entlang führt. Als ich die Einladung bekam, diese Tour mitzufahren, war ich skeptisch, aber definitiv nicht abgeneigt. Es schien mir eine gute Idee für einen Sonntagsausflug zu sein! Oder könntet ihr euch an einem Sonntag um 7:00 Uhr morgens etwas besseres vorstellen, als mit dem Fahrrad bei Nieselregen durch die Stadt und über sandig-steinige Waldwege zu radeln?

Ich habe da schon so ein paar Ideen und meistens kommt ein Bett und Schlafen darin vor. Doch zum Glück war ich hoch motiviert, hatte sehr angenehme Gesellschaft und eben beschriebene Wegsituationen machten nur einen kleinen Teil der langen Tour aus. Doch von vorn:

Der Berliner Mauerweg

…ist ein den Westteil der Stadt umschließendes Band entlang des alten Grenzverlaufs und lädt heute auf ca. 165 km Länge zu ausgiebigen Touren zu Fuß oder auf dem Fahrrad ein. Dabei führt der Weg durch die geschichtsreiche Berliner Innenstadt und entlang der Stadtgrenze. Ihm folgend kommt man durch wunderschöne Waldgebiete und radelt vorbei an Feldern, Seen und spannenden Bauwerken. Genau diese Strecke wollte eine bunt gemischte Gruppe aus 13 Bromptonliebhabern am ersten Sommersonntag auf Falträdern erfahren. Seit dem Jahr 2015 findet diese Ausfahrt statt. Die meisten Teilnehmer der Tour kennen sich hauptsächlich über ein Forum und die Liebe zum kleinen Faltrad.