Archiv der Kategorie: Fernweh

Das Radelmädchen auf Reisen mit und ohne Fahrrad. Ob Städtetrips oder ausgeprägte Radreisen, alles findet hier seinen Platz.

Radreise Irland: Los gehts!

Grüne Insel. Land der Brombeeren.
5 junge Menschen, 5 heiße Fahrräder, eine wildschöne Insel.

Wo fange ich an? Wie bringe ich 18 Tage auf dem Fahrrad in einem fremden Land voller Eindrücke und Erlebnisse in einen Text?
Einfach loslegen und die Gedanken fliegen lassen. Ja, das mache ich gern beim Schreiben. Eine gewisse Struktur wird dem Ganzen aber wohl dennoch nicht schaden.
In den  nächsten Wochen und Monaten werde ich also Stück für Stück versuchen, zu dokumentieren, wie es mir auf meiner ersten langen Radreise ergangen ist. Da ich nebenbei auch irgendwie an der Masterarbeit schreibe, dürfte es wohl ein längerer Prozess werden. 😉

Am Anfang war das Rad

Wie fing es also an? Wie kamen fünf junge Menschen, mehr oder weniger zusammengewürfelt, ganz unterschiedlich und jeder auf seine Art dem Fahrrad fahren sehr zu getan, auf die Idee durch Irland zu radeln? Die einen kannten sich noch aus der Schule, die anderen aus der Uni und ich alle wiederum über einen weiteren gemeinsamen Freund. Philipp und Sascha hatten im Vorjahr die Radreise durch Island gemacht. Und:

“Um von Island nach Irland zu kommen, muss man nur einen Buchstaben tauschen. “(Philipp im Wiki zur Tourenplanung)

So kam es also, dass die Frage, wer Lust hatte mitzufahren, auch bei mir ankam und ich nach etwas Bedenkzeit eine Entscheidung getroffen hatte.

Und diese war goldrichtig. Denn manchmal geht es um viel mehr, als nur den Wunsch nach Urlaub. Es geht um das Gefühl raus zu kommen, sich frei zu fühlen, die Welt mit eigenen Augen zu entdecken und den Alltag hinter sich zu lassen. Denn obwohl ich regelmäßig per Smartphone Internetzugang hatte, war es doch nur ein täglicher kurzer Check. Ein Großteil der alltäglichen Verpflichtungen blieben einfach Zuhause. Genauso sollte es im Urlaub sein. Noch während wir also über die Grüne Insel fuhren, wusste ich: Die nächste Radreise würde sicher nicht lange auf sich warten lassen. Und das sind doch ziemlich tolle Aussichten, oder?

Hier ein kleiner Überblick zum Bericht über die Irlandtour:
Im Detail:
  • Fahrrad im Flugzeug
  • Campingplätze
  • Straßenqualität
  • Kondition und Berge
  • irische Besonderheiten( Linksverkehr, Preise, Einkauf, Bier, Essen, Wetter etc.)
  • Gruppendynamik
  • Mode

 

Ein Wochenende unter Fahrradfreunden. Part 2: Das Museum

Nach diesem äußerst erfolgreich verlaufenen Vortrag( Ein Wochenende unter Fahrradfreunden, Part 1), stand hier im Norden noch einiges mehr auf dem Programm. Ein weiteres Highlight war an diesem verlängerten Wochenende Mitte September 2014 auch, das Fahren und Ausprobieren verschiedenster Fahrräder. Ich habe mich fast ein wenig schlecht gefühlt und ein bisschen, als würde ich fremd gehen, nachdem mich mein Rad so treu durch Irland getragen hat. Nun stand es nach fast drei Wochen intensiver Nutzung auf einmal 5 Tage im Keller Zuhause.  Scheinbar hat es mir das aber nicht übel genommen, denn zurück in der Heimat fuhr es sich immer noch so großartig wie zuvor.

Äh…wo war ich? Ach, ja! Das Wochenendprogramm. Fahrräder und so.

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Ein Wochenende unter Fahrradfreunden. Part 1: Der Vortrag

Ich mag Fahrräder.

Das ist jetzt keine besonders überraschende Aussage, schon klar. Dieses Wochenende habe ich aber gelernt, es gibt Menschen, die haben eine wahre Leidenschaft entwickelt. So sehr, dass daraus sogar ein Fahrradmuseum entsteht mit dem der Besitz hunderter Fahrräder jeglicher Couleur und Typs, das Wissen diese aufzuarbeiten und zu pflegen, sowie der Bestand von zahlreicher Literatur und unzähligen Büchern einher geht.

Aber ich greife vor. Ein Wochenende unter Fahrradfreunden. Part 1: Der Vortrag weiterlesen

Radreise Irland: Kurzes Update von unterwegs

Es ist windig, sehr windig. Es weht kräftig von vorn, von der Seite und ich bin bemüht, mich auf dem Rad zu halten. Doch zwischendurch haben wir Glück – es gibt Rückenwind! Das erleichtert das stetige bergauf und bergab um einiges.

So erging es uns vorgestern, als wir laut Radreiseführer den einzigen Fjord Irlands hinein bis Leenane und später wieder zum Großteil hinaus geradelt sind. Nicht zu vergessen: der Regen. Er kommt und geht in unterschiedlich starker Ausprägung. Und dennoch, ich genieße jede Minute, bewundere die Landschaft und das Wolkenspiel um die Spitzen der Twelve Bens, die Berge hier im Westen vom County Connemara. Dieses geht irgendwann im Laufe des Tages über ins County Mayo, wo wir uns gerade befinden und trocknen.

Irisches Klischeewetter

Gestern war nass, sehr nass! Und windig, wenn auch nicht ganz so schlimm wie am Tag zuvor. Als wir völlig durchnässt in dem kleinen Ort Pollatomish angekommen waren, erlebten wir eine Überraschung. Das Hostel, wo wir unsere Zelte im Vorgarten aufschlagen durften, wurde von einem deutschen Paar betrieben. Wir wurden etwas ungläubig beäugt, als wir es trotz des Wetters vorzogen, draußen zu schlafen. Die Frage, ob wir nicht doch drinnen schlafen wollten, kam mehr als einmal auf.
Doch noch während wir uns ausbreiteten, hörte es auf zu regnen und wir schafften es erneut, die Zelte im “Trockenen” aufzubauen.

Es tat gut, in einer Küche zu kochen und im Warmen zu essen. Wobei wir uns fast etwas schwer getan haben, den frisch gekochten Pudding nicht wieder alle gemeinsam aus einem Topf zu essen…

Während ich diesen Text schrieb, warteten wir, dass die Wäsche fertig wurde, um dann weiter zu fahren nach Ballina. Eine kurze Tour. Wir wurden auch langsam etwas ungeduldig, denn das Wetter hielt sich und bis auf den Wind war es trocken und perfekt zum Radeln.

Doch es sollte schon bald weiter gehen auf dem Wild Atlantic Way

Ausblick aus dem Kaminzimmer
Ausblick aus dem Kaminzimmer

Radreise: Irland- Der Vorspann

Dass ich aufgeregt bin, brauche ich wohl langsam nicht weiter zu erwähnen. Was aber eine Erwähnung wert ist, sind die Freude, die Neugier und die Ungeduld, die in dieser Woche von unzähligen, kleinen Erledigungen und Vorbereitungen immer mehr in den Vordergrund rücken.

Ob es das letzte Päckchen ist, dass hoffentlich bald und noch rechtzeitig mit den letzten Kleinigkeiten für die Reise ankommt oder die Organisation der Fahrradkartons für den Flug: Es gibt genug zu tun. Nebenbei gehe ich noch arbeiten und gebe endgültig mein Masterthema ab. Dann gibt es kein zurück mehr und, wenn ich wieder komme von der Reise, bleibt auch nicht mehr viel Zeit, bis ich mich richtig in die Uniarbeit reinstürzen muss.

Somit ist wohl klar: Diese Fahrt ist die letzte “Entspannung”, die letzte Möglichkeit dem Alltag den Rücken zu kehren und abzuschalten. Ich hoffe, es bringt mir eine gewisse Ruhe und schenkt mir Kraft für die kommenden, sehr anstrengenden Monate. Das schwierigste momentan ist, sich nicht zu sehr hinein zu steigern und die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Denn wer weiß, was das Wetter mit uns macht, der Regen und der Wind. Es kann wunderschön werden oder aber auch einfach sehr anstrengend und fordernd. Sicher wird es wohl eine Mischung aus allem. Für mich ist es in jedem Fall eine Herausforderung und die Beantwortung der Frage: Wie fit bin ich wirklich?

Irland. Eine Insel im Westen Europas. Gespickt mit Vorurteilen und Klischees. Grün. Nass. Märchenhaft. Ländlich. Rau.

Auf Tütenleben.de erfährt man noch ein paar Hintergründe zu unserer Reise. Philipps Urgroßvater war Forschungsreisender und hielt sich mehrere Male in Irland, dort speziell auf den Aran-Islands auf. Wir werden also auch ein wenig auf den Spuren der Vergangenheit wandeln, was ich unglaublich spannend finde.

Ich werde ein Reisetagebuch mitführen – in dem bereits jetzt 1001 Adressen stehen, damit ich auch ganz viele Postkarten in  verschiedene Winkel der Erde schicken kann – und mir hoffentlich jeden Abend Notizen machen über den Verlauf der Reise. Sascha von milchmithonig.de hat dazu seine ganz eigene Vorstellung:

Selbst, wenn es doch nur eine nette Idee war, der Gedanke gefällt mir und witzig wäre es allemal. Inwiefern ich es schaffe, unterwegs ein paar News zu senden, wird sich zeigen.  Man kann uns aber auch verfolgen. Philipp wird einen Spot, einen GPS-Sender, dabei haben, der alle 10 Minuten einen Punkt setzt und unsere aktuelle Position verrät.  Direkt zur Spotseite gelangt man hier.

Bald geht es los. Es sind noch 2 Tage, 22 Stunden, 22 Minuten.