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Gravelbike

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Frisch war es am Dienstagmorgen, als ich Ljómi schnappte und zur S-Bahn stiefelte. Die erste Fernzugfahrt im Jahr 2018 stand für mich an und ich bereute bereits nach wenigen Minuten, dass ich nicht mit meinem Brompton zum Hauptbahnhof geradelt war. Die Luft in der S-Bahn war stickig und es war viel zu warm. Menschen drängten sich aneinander, wirkten gestresst und müde. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, tuckerte die Stadtbahn im Stop-and-Go-Modus und brauchte für zwei Stationen doppelt so lang wie normalerweise. Notarzteinsatz. Auch die Ringbahn war von Verspätungen betroffen, denn die hatte ihren eigenen Notfall. Egal. Ich hatte Glück, denn sie fuhr zumindest, da ich mich spontan entschieden hatte, am Bahnhof Südkreuz in den EC zu hüpfen. Zu groß war die Gefahr, dass ich ihn am Hauptbahnhof knapp verpasste. Die nächsten 110 Minuten verbrachte ich dann entspannt in dem ungarischen Zug mit deutschem Fahrradabteil, las in der aktuellen fahrstil…

Auf der Suche nach dem Gravelbike bin ich seit Anfang des Jahres tatsächlich ernsthaft. Denn ich bin schon längst darüber hinweg zu glauben, dass ein Fahrrad allein alle Nutzungszwecke abdecken kann. Eigentlich wäre das auch zu schade, wenn es so ein Allrounder-Rad geben würde. Zu schade, weil es so viele wunderschöne, verschiedene Fahrräder und Fahrradtypen gibt. Außerdem machen sich die Zweiräder auch äußerst dekorativ in der Wohnung. Da geht schon mal eins mehr. N+1 also, die altbekannte Formel der Anzahl an Fahrrädern, die Mann oder Frau so haben kann. Ich frage mich, ob es hierzu auch eine weitere Formel gibt, die berechnet, in welchem Zeitraum sich die Anzahl potenziert? Ein wenig Sorge macht mir das schon, wenn ich überlege, dass gerade letztes Jahr schon zwei weitere Schönheiten bei mir eingezogen sind und ich nun bereits am Jahresanfang weitere Fahrradgelüste verspüre. Selbst in einer großen Wohnung ist der Platz irgendwann limitiert.…