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Trailabenteuer mit E-MTB: eBike Your Life Harz

Märchenhafter Harz – sagenumwoben, geschichtsträchtig, wundervoll grün und erholsam. Der Harz ist ein Naherholungsgebiet mit vielen Facetten: Er ist Skigebiet, Wanderparadies und entwickelt sich immer mehr zum Rennrad- und Mountainbike-Mekka – dank fordernder Anstiege, spannender Trails, 5 Bikeparks und zahlreicher fahrradfreundlicher Unterkünfte.
Als ich die Einladung bekam, beim Festival von eBike your Life Harz die bergige Region, die ich aus meiner Kindheit kannte, mit dem Mountainbike zu erkunden, war ich zunächst noch zurückhaltend. Doch das änderte sich schnell!

TRANSPARENZHINWEIS: Enthält Werbung/Markennennungen.
Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive, offen und ehrlich. Dies ist ein bezahlter Beitrag
aufgrund einer Kooperation. Die Kosten der Reise wurden übernommen.

Auf dem E-Mountainbike durch den märchenhaften Harz – Gliederung

1. eBike your Life? Worum geht es?

2. Volles Programm – inkl. E-MTB Verleih

3. Der Harz – eine Region mit Geschichte

4. Anreise

5. Die Touren

5.1. Tag: Von Braunlage entlang des Grünen Bandes über Sorge und Sankt Andreasberg

5.2. Tag: Von Schierke auf den Brocken über Plessenburg und Ilsenburg

5.3. Tag: Entspannte Bad Harzburg – Runde

6. Fazit und Vorschau: Auf ein Wiedersehen mit eBike your Life!

1. eBike your Life? Worum geht es?

Unter dem Motto eBike your Life sollte im Harz und in der Region rund um Wernigerode vom 17.-19.05.2019 der diesjährige Auftakt einer noch relativ neuen Eventserie stattfinden. Zuvor hatte es bereits Veranstaltungen in der Schweiz gegeben, die dieses Jahr wiederholt werden sollen. Im Harz fand 2019 die Premiere statt. Ich muss zugeben, dass mich der Titel der Eventreihe zunächst etwas abgeschreckt hat. Warum sollte ich mit dem Pedelec durch die schöne Harzer Natur fahren? Auch wenn ich schon ein paar Mal auf einem motorisieren Fahrrad gesessen hatte, fuhr ich Touren lieber mit eigener Muskelkraft.

Zu Beginn konnte ich mich einiger Vorurteile über die mögliche Zielgruppe auch nicht erwehren. Es war ein Versuch, realistisch einzuschätzen, ob ein komplett organisiertes Event wie dieses, wirklich etwas für mich Eigenbrödlerin sein könnte – in dem Fall auch unabhängig davon, ob mit oder ohne Motor am Fahrrad.

Foto: grassl event & promotion services gmbh

Doch glücklicherweise wurde ich eines Besseren belehrt. Ich las noch einmal genauer nach: “Maximum an Fahrspaß mit dem E-Mountainbike”. E-MTB!? Erinnerungen an meine ersten Mountainbike-Erfahrungen in Göttingen beim Pressedienst-Fahrrad kamen hoch und nun war ich wirklich neugierig. Spätestens nach dem sympathischen Telefonat mit den Damen der organisierenden Agentur grassl event, die für ihre 24h-Wandermarathons bekannt sind, wollte ich dabei sein. Ich habe es nicht bereut.

2. Volles Programm – inkl. E-MTB Verleih

Drei ausgewählte Touren führten jeweils als Rundtour von den Orten Braunlage, Schierke und Bad Harzburg durch die grüne Harzlandschaft. Begleitet wurden diese geführten Touren von erfahrenen Mountainbike-Guides. Für eigene Erkundungen findet ihr übrigens auch Infos zu möglichen Radtouren in der Region um Wernigerode auf den Seiten der Touristen-Information Wernigerode.

Programmablauf des eBike your Life-Festivals im Harz (Auszug der Website www.ebike-your-life.com)
Programmablauf des eBike your Life-Festivals im Harz (Auszug der Website www.ebike-your-life.com)

Schließlich fand ich genau den Sorglos-Ansatz des eBike your Life Festivals im Harz sehr angenehm:

“Die Teilnehmer erhalten ein Rundum-Sorglos-Paket und müssen sich somit keine Gedanken über organisatorische Details oder die Verpflegung machen. Die Leih-E-Bikes können einfach über den eBike your Life-Partner hinzu gebucht werden.”

Genau das war auch Programm: Ich musste mich um nichts kümmern. Einfach ab zum Kurpark der jeweiligen Stadt, wo sich Start, Anmeldung und Sponsorenstände befanden, anmelden, Rad ausleihen und auf die Abfahrt warten. Wer die Tour mitmachen wollte, konnte sich vorab oder spontan direkt vor Ort anmelden. Zur Auswahl stand das Festival-Paket für eine oder zwei Touren oder man verbachte das gesamte Wochenende auf dem Rad mit dem Komplettpaket. Bei der Anmeldung erwartete die Mitfahrenden außerdem ein schönes Willkommensgeschenk wie Landkarten der Region und eine praktische Gürteltasche mit Trinkflaschenhalter – perfekt für Kleinigkeiten, die man auf einer MTB-Tour schnell griffbereit haben möchte!

Die Teilnehmenden des eBike your Life-Events wurden vor Tourbeginn in drei Gruppen aufgeteilt, um den unterschiedlichen Erfahrungs- und Schnelligkeitsstufen der Mitfahrenden gerecht zu werden. Selbsteinschätzung war da definitiv hilfreich, was spätestens am zweiten Tage bei den meisten zur richtigen Gurppenauswahl führte und ein entspanntes Fahren für alle ermöglichte. Nicht nur das Alter der Teilnehmenden war bunt gemischt, auch der Erfahrungsgrad reichte vom kompletten MTB-Neuling zu erprobten Geländefahrenden.

…nun noch fix ein E-MTB ausleihen.

Die Route stand fest, die Verpflegung war organisiert und Fahrräder standen zur Verfügung, wenn man selbst kein E-MTB besitzen sollte. Der Verleih der E-Mountainbikes verlief unkompliziert vor Beginn der Tour. Ich bekam ein solides Hardtail der Marke haibike. Die Rückgabe erfolgte abends an gleicher Stelle. Um die Ladung der Akkus und die Pflege des Rades kümmerte sich dann das Team von Harzmobil – gegebenenfalls auch während der Touren in der Mittagspause. Durch eine Namensmarkierung am Rad wurde sichergestellt, dass ich an allen drei Tagen auch das gleiche Fahrrad nutzen konnte. Auch das Anbringen der eigenen Pedale verlief völlig problemlos und wurde mir einfach direkt abgenommen :-).

3. Der Harz – eine Region mit Geschichte

Doch wo sollte es eigentlich hingehen? Auf der Website von eBike your Life gibt es eine kurze Beschreibung des Programms und auch der Streckenpunkte einer jeden Tagestour. Neben reichlich Höhenmetern auf dem Weg hoch zum Brocken, versprachen die Organisatoren außerdem, dass der Harz zu den besten Bike-Regionen Norddeutschlands gehöre. Kieselstraßen, wunderschöne Waldwege, glatter Asphalt, viele, anspruchsvolle Höhenmeter, Bikeparks und Naturschutzgebiete – der Harz ist vielfältig. Doch dieser wunderschöne Fleck Erde, den sich die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen teilen, ist weit mehr als nur ein Urlaubsparadies und das Mittelgebirge mit der höchsten Erhebung Norddeutschlands.

Die Harz-Region hat aufgrund der Lage zwischen den Landesgrenzen eine bewegende Geschichte. Als Kind waren meine Eltern dort oft mit mir zum Wandern und ich war fasziniert von den Geschichten rund um den Hexentanzplatz und die Roßtrappe. Als ich älter war, hörte und las ich mit einer Gänsehaut über die deutsche Teilung und das militärische Sperrgebiet rund um das Brockenplateau und weitere Harzer Berge. Die Grenze ist heute offen, doch nicht nur die einzigartigen Natur-Lebensräume des Grünen Bandes entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und die Gedenktafeln erinnern an die frühere Teilung.

In einigen Bergdörfern scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Doch der Schein trügt, denn neben den hübschen mittelalterlichen Gebäuden und dem etwas altbackenem Charme der 70er Jahre, den man in vielen Häusern findet, entwickeln sich auch viele Orte mit dem zunehmenden Tourismus weiter. Neue Feriensiedlungen und Ausflugsziele entstehen. Und wem das zu viel ist, der findet im Harz abseits der üblichen Touristenpfade vor allem eins: Natur und Ruhe.

Der Harz ist grün und verfügt über eine einzgartige Landschaft. Die Region besteht aus dem Nationalpark Harz, mehreren Naturparks und einem Biosphärenreservat. Deshalb ist es umso wichtiger diese besondere Natur zu respektieren, sich rücksichtsvoll zu verhalten und die Wege nicht zu verlassen.

4. Anreise mit Begleitung

Dieses Mal reiste ich nicht allein. Brompton Ljómi musste zwar dieses Mal zu Hause bleiben, aber dafür habe ich mir einen lieben Menschen zum Fotografieren und Erlebnisteilen mitgenommen :-). Da Jan auch viel Spaß am Mountainbiken und Fotografieren hat, war er der perfekte Begleiter und ich freute mich über vertraute Gesellschaft.

Am Freitagmorgen ging es gegen 8 Uhr mit dem Zug raus aus Berlin und ab durch Sachsen-Anhalt nach Niedersachsen. Dazu kann man flexibel mit den Regionalzügen anreisen (mit Quer-Durchs-Land– bzw. am Wochenende Schönes-Wochenende-Ticket). Da das aber tendenziell eine Stunde länger dauert als mit IC/ICE, sind wir zunächst im Fernzug bis Braunschweig gefahren und dort dann in den Regio umgestiegen. Die größeren Orte und Städte wie Bad Harzburg im Nordharz oder auch Wernigerode und weiter östlich Quedlinburg sind gut mit dem Regionalzug erreichbar. Sobald es jedoch in die Berge rein geht, kommt man nur noch mit dem Nahverkehrsbus (mit Fahrradmitnahmemöglichkeit im Anhänger) oder eigenem Fahrzeug voran.

Aber die Orte im Harz sind dennoch gut vernetzt und Urlauber kommen in den Genuß eines besonderen ÖPNV-Angebots: Das Harzer Urlaubs-Ticket (HATIX) erhält man bei Übernachtung und Zahlung des aktuellen Gästebeitrags in einem der teilnehmenden Orte. Damit fährt man kostenfrei auf allen öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien im Landkreis Harz. Die kleineren Orte in den Bergen werden von den Buslinien jedoch nicht allzu häufig angefahren, weshalb man sich dort vorab unbedingt über den aktuellen Fahrplan informieren sollte.

5. Die eBike your Life Harz – Touren

5.1. Tag: Von Braunlage entlang des Grünen Bandes über Sorge und Sankt Andreasberg

Am ersten Tag sollte die eBike your Life Tour um 14 Uhr in Braunlage starten. Da wir direkt von Berlin aus anreisten und nicht erst in unsere Pension nach Schierke fuhren, nahmen wir am Bahnhof von Bad Harzburg nur den Bus nach Braunlage. Gegen 12 Uhr kamen wir schließlich im Luftkurort südlich des Brockens an. Wir stiefelten zum hübschen Kurpark, wo die Anmeldung zum eBike your Life-Festival stattfand.

Im Anmelde- und Startbereich herrschte an allen drei Tagen reges Treiben. Neben einigen Sponsorenständen, einem Hindernisparcours und dem harzmobil E-MTB Verleih, sorgten laute Musik und ein Moderator für Unterhaltung. Ein großer Luftbogen, der Start und Zieldurchfahrt darstellen sollte, stand deutlich sichtbar über dem Parkweg. Nun ja, im muss gestehen, die letzten beiden Dinge waren nicht so ganz mein Fall. Etwas zu viel trara und es erinnerte mich eher an eine Rennveranstaltung. Um Geschwindigkeit und sportliche Höchstleistungen ging es beim eBike your Life-Festival aber eben nicht. Und das war auch gut so. Für mich standen Genuss, das Entdecken der Region und spannender Trails mit dem Mountainbike im Fokus. Und glücklicherweise erlebte ich das auch in den folgenden Tagen.

Grüppchenweise

Um die 40 Personen starteten am Freitagnachmittag etwas versetzt in drei verschiedenen Gruppen. Wir hatten uns in die mittlere Gruppe eingeordnet und fuhren entspannt aus dem Kurpark Braunlage heraus. Bei Temperaturen um die 10 Grad dauerte es einen Moment, bis ich wirklich warm gefahren war. Das lag wohl auch daran, dass wir anfangs wirklich sehr langsam fuhren. Es gab zwei Mitfahrende in der Gruppe, die nicht mit dem E-MTB, sondern mit normalen, urbanen Pedelecs unterwegs waren und sich den Tourverlauf scheinbar komplett anders vorgestellt hatten. Als kurz darauf bereits der erste, schmalere Trail auf uns wartete, fielen sie immer wieder zurück. Ich muss zugeben, auch ich war tatsächlich überrascht, dass es partiell doch etwas anspruchsvoller ablief, als ich vorab angenommen hatte. Aber ich war definitiv positiv überrascht :-).

Unser Tourguide verhielt sich vorbildlich und richtete sich nach den langsamsten Mitgliedern der Gruppe. Keiner sollte hinterherhetzen und das Gefühl haben, immer hinten dran zu sein. Nachdem uns allerdings die dritte Gruppe kurze Zeit später eingeholt hatte, beschloss ein Großteil, sich dieser anzuschließen. So auch Jan und ich. So wurde die dritte, die zweite Gruppe und unser Tempo stieg auf einmal rasant an! Huiii, ganz schnell war mir nicht mehr kalt und mein Körper kam ordentlich in Schwung.

Über Stock und Stein: Nur echt mit Schlammspritzern und blauen Flecken

Gleich am Anfang testete ich die Funktionsfähigkeit der Scheibenbremsen und legte mich seitlich unters Rad. Test bestanden! Auch eine schmalere Brücke mit hoher Stufe nahm ich etwas zu schwungvoll und schaute kurz darauf genauer über den Lenker und das Brückengeländer, welches mein Vorderrad abbremste. Dort konnte ich mich allerdings fangen und stieg glücklicherweise nicht vornüber ab. Dafür nahm ich ein paar blaue Flecken am Handgelenk und den Beinen mit. Gut, damit hatte ich das Thema Sturz und das blöde irgendwo Gegenfahren für dieses Wochenende auch abgearbeitet. *kopftisch*

Bergauf und ab radelten wir, mal mit mehr, mal weniger Motorunterstützung. Teilweise benötigte man diese fast gar nicht. Berghoch war der Motor jedoch eine Erleichterung. Die Wegqualitäten variierten dabei stark. In den Tagen zuvor hatte es ordentlich geregnet und wir nahmen mehr als eine matschige Pfütze mit. Hach, war das schön. Am Ende des Tages waren wir alle ziemlich eingesaut, trugen lustige Tupfenmuster auf Kleidung und Gesicht und eine Bremsspur schmückte adrett den Sattel und den Allerwertesten. Als wir zur Kaffeepause einkehrten, nahm das Servicepersonal vorsorglich die Kissen von den Holzbänken. Verübeln konnte ich es ihnen nicht^^.

Den Großteil der Strecke legten wir auf breiteren Kiesel- und Forstwegen zurück. Traumhafte Ausblicke boten sich spätestens nach den ersten Anstiegen. Doch immer wieder verlief mittendrin ein schmaler Pfad durchs Grün und forderte gespickt mit Wurzeln und Steinen vollste Aufmerksamkeit beim Fahren. Ich hatte etwas zu viel Druck auf den Reifen und fühlte mich am Tagesende zeimlich durchgschüttelt. Armtraining, check! Nicht alles traute ich mich zu fahren, doch es lief größtenteils eigentlich ganz gut und machte unglaublich Spaß. Skilltraining, check!

Als wir gegen 18 Uhr schließlich wieder in Braunlage eintrafen, war ich mehr als zufrieden mit dem Tag. Ein frisches, isotonisches Kaltgetränk wartete dort auf uns und für das Abendessen war in einem nahegelegenen, italienischen Restaurant gesorgt worden. Überhaupt war die Verpflegung sehr gut. Ob Getränke, Energieriegel und Magnesium am Start oder Pausenversorgung in gemütlichen Hütten unterwegs. Alles war organisiert und bereits im Preis der Tour inkludiert. Gehungert habe ich definitniv nicht. Die Urkundenübergabe am Tagesende sollte das Event abrunden und war nett gemeint. Es wäre aber auch nicht schlimm gewesen, diesen Part wegzulassen ;-).

5.2. Tag: Von Schierke auf den Brocken (über Plessenburg und Ilsenburg)

Nachdem der erste Abend bei entspanntem Essen und mit angenehmen Gesprächen ausgeklungen war, begann der nächste Morgen gemütlich mit einem kurzen Lauf von der Pension zum Startort der Samstagstour. Die Schierker Feurstein-Arena lag mitten im kleinen Ort Schierke, wo wir in einer schönen Unterkunft die Nacht verbracht haben. Diese Ruhe hier war unbeschreiblich. Fast kein Verkehr und die Vögel zwitscherten laut und kräftig. Der Morgen war klar und der Himmel strahlend blau. Es versprach ein perfekter Frühlingstag zu werden. Ich konnt es kaum erwarten wieder auf dem Rad zu sitzen – trotz etwas Muskelkater in den Armen.

Es war schön, ein paar Gesichter vom Vortag wiederzusehen und auch neue Menschen kennenzulernen. Wie bereits am Freitag, teilten wir uns vor Abfahrt gruppenspezifisch auf. Unser Guide erklärte noch einmal erneut den Ablauf, das Fahren in der Gruppe und den Umgang mit dem E-MTB. Dieses Mal stimmte die Geschwindigkeit von Anfang an und bereits kurz nachdem wir den Ort Schierke am Fuße des Brockens verlassen hatten, ging es bergauf.

Graveln

An diesem Samstag stand die eBike your Life-Tagestour an mit ca. 1400 hm auf 48 km. Das bedeutete auch, wir mussten noch deutlich mehr auf die Reichweite der Akkus der E-Mountainbikes achten. Ich gestehe, dass ich das Akkuthema etwas leidlich finde. Jedoch sorgte es dafür, die Unterstützungsstufe moderat zu wählen und sich eben nicht nur auf den Motor, sondern auch auf die Kraft der eigenen Beine zu verlassen. Und die brauchte es auf jeden Fall. Dennoch sorgte das harzmobil Team in der Mittagspause an dem Ausflugslokal Plessenburg wieder dafür, dass die Akkus geladen wurden, damit alle für den folgenden langen Anstieg auf den Brocken bereit waren.

Doch zunächst radelten wir auf einem recht steilen Kieselweg zurück ins Tal nach Ilsenburg. Der kleine Angsthase in mir mochte das überhaupt nicht. Die Abfahrt war zu lang und der Weg durch die Steine zu rutschig, sodass ich unter großer Anspannung den Berg hinunter fuhr. Wie immer fuhr ich ganz hinten, um keinem der Anderen den Spaß an der Abfahrt zu nehmen. Konzentration. Und der Versuch nicht steif wie ein Brett zu sein, um mich eventuell doch dezent mit in die Kurven legen zu können. Nur nicht zu schnell werden und nicht zu viel bremsen!

Ich übe weiter und irgendwann fühle ich mich vielleicht sicherer dabei. Dass es nicht so verkehrt ist, vorsichtig zu fahren, zeigte der Sturz eines Mitfahrenden kurz vor Ankunft im Tal. Glücklicherweise war ihm nichts Schlimmes passiert und er konnte nach kurzer Pause und kleiner Erstversorgung mit verbunden Händen und aufgeschürftem Knie weiterfahren. Die Mitnahme des 1. Hilfe Sets war definitiv eine gute Idee von uns gewesen. Selbstverständlich hatten auch die Guides welche dabei und haben sich sofort um die Versorgung gekümmert.

Hoch hinaus

Zum Glück folgte ab Ilsenburg der ca. 6 bis 7 km lange Anstieg auf den Brocken. Wer hätte gedacht, dass ich mal lieber hoch als runter fahren würde? Ich versuchte so lang wie möglich im Eco+ bzw. Eco-Modus zu bleiben. Das sind die beiden untersten der vier verschiedenen Unterstützungsstufen des Antriebs der E-Mountainbikes. Der Kieselweg wurde steiler und ich wechselte schließlich ergeben in den nächsthöheren Standard-Modus. Meine Knie freuten sich darüber und ich konnte etwas weniger stark in die Pedale treten und an Tempo gewinnen. Irgendwie machte das langsam wirklich Spaß!

Mit zunehmender Höhe veränderte sich die Landschaft. Die Vegetation wurde flacher und große Flächen abgestorbener Fichtenwälder gestalteten das Gelände. Es hatte etwas Faszinierendes, jedoch fast schon Apokalyptisches an sich, wie die blattlosen, kahlen und grauen Baumstämme gen Himmel ragten. Schuld am Baumsterben trägt nicht nur der kleine Borkenkäfer, der sich genüsslich an den Bäumen nährt. Auch die großflächige Kultivierung der Fichten vor vielen Jahren, die die Laubbäume teilweise verdrängt haben (zum Vorteil der Forst- und Holzwirtschaft), hat großen Anteil an der momentanen Entwicklung. Wer darüber mehr erfahren möchte, findet u.a. beim nabu weitere Informationen.

Brockenrummel

Selbst mit Motorunterstützung war der Anstieg eine Herausforderung gewesen. Als wir schließlich auf die asphaltierte Brockenstraße trafen, freute ich mich über eine Verschnaufpause. Innerlich applaudierte ich allen Radfahrenden, die ich dort sah und, die komplett mit eigener Muskelkraft auf den Brocken geradelt waren. Doch der wirklich anstrengende Teil folgte nun erst. Die letzten Kilometer fuhren wir auf der Straße, die von Wanderern nur so überquoll. Nein, ich übertreibe nicht! Teilweise konnten wir nur im Schrittempo fahren, weil die Leute die komplette Straße für sich beanspruchten – entweder für den An- oder Abstieg. Was für ein Kontrastprogramm nach den einsamen Kilometern im Wald, auf denen wir nur ab und zu ein paar Wanderer getroffen hatten.

Oben angekommen, war mir der Rummel deutlich zu viel, doch der Ausblick entschädigte allemal. Spätestens die gemeinsame Kaffee- und Kuchenpause im Brockenhaus vor der Abfahrt, beruhigte mein Gemüt wieder. Wir waren schon eine echt coole Truppe und ich fühlte mich ziemlich wohl. Als die Entscheidung ausstand, ob wir den Brocken komplett auf der Asphaltstraße oder zum Teil einen steinigen Trail hinunter fahren wollten, war dies schnell einstimmig beschlossen: Wir wollten ins Gelände! Auch wenn sich schnell herausstellte, dass der Weg für die meisten von uns zu anspruchsvoll war. Die Steine auf dem eher als Wanderweg einzuordnenden Trail, ragten meist zu hoch empor. Der letzte Abschnitt wiederum war großartig. Ich traute mich und ließ mein Rad einen Weg zwischen Steinen und Wurzeln hindurch suchen. Dabei jauchzte ich fast schon vor Freude, wenn ich es schaffte, die Hindernisse trotz etwas innerer Überwindung zu meistern.

Wir trafen am späten Nachmittag wieder in Schierke ein. Ich fühlte mich richtig gut und auch die anderen strahlten. Dieser letzte Abschnitt war ein absolutes Tageshighlight gewesen. Nachdem die E-MTBs an der Ausleihstation abgegeben waren, und der ganze Urkundenrummel überstanden, tauschten wir uns weiter über den Tag aus. Währenddessen wurde das Abendessen direkt in der Schierker Feuerstein-Arena als Buffet aufgebaut. Perfekt, denn ich hatte nach dem Adrenalinschub wirklich Hunger bekommen. Was für ein Tag. Nun stand nur noch eine kleine Sonntags-Tour aus und diese sollte etwas ruhiger werden.

5.3. Tag: Entspannte Bad Harzburg – Runde

Jan und ich fanden eine angenehme Mitfahrgelegenheit, die uns von Schierke mit nach Bad Harzburg nahm, wo die letzte, kleinere Rundfahrt um 10 Uhr beginnen sollte. Hier waren deutlich weniger Leute gemeldet, davon einige, die zuvor noch nicht mitgeradelt waren. Man hatte sich dennoch entschieden, nur eine große Gruppe zu bilden, statt drei kleiner. Ich war diesbezüglich etwas zwiegespalten, denn zuvor hatte die Aufteilung nach Level sehr gut funktioniert. So wunderte es mich nicht, dass sich die Gruppe gleich zu Beginn beim ersten Anstieg auseinanderzog und häufiges Warten nötig wurde. Allgemein verlief die Tour etwas gemütlicher.

Wir steuerten zwei Ausssichtspunkte an der Kästeklippe und der Feigenbaumklippe an. Um letztere zu erreichen, konnte ich ein wenig meine Trailfahr-Fähigkeiten testen, was zumindest auf dem Rückweg ganz gut funktioniert hat. Ich merkte, wie zuvor Gelerntes sich wieder in meine Erinnerung schlich und versuchte dies direkt umzusetzen.

Ansonsten war die Tour zwar schön, aber weniger spektakulär als an den beiden Tagen zuvor. Die Mittagspause war entspannt und wir genossen unser Essen in der strahlenden Sonne im Biergarten der Marienteichbaude. Direkt nebenan befindet sich das große Wildkatzengehege.

Auf den letzten Kilometern freute ich mich über jedes Hindernis und jede Wurzel, die den Weg etwas herausfordernder machten. Es gab wieder einen lange Talfahrt auf Kieselsteinen, die mir deutlich leichter als am Vortag viel.

Streckenweise war mir das E-Mountainbike definitiv zu träge, besonders als wir auf relativ ebenen Straßen fuhren. Dort nutzte ich den Motor nur, weil das E-MTB eben ein gewisses Eigengewicht hat. Dennoch war ich gefühlt gerade erst richtig warm gworden, als die Tour schon wieder vorbei war. Knapp 28 km waren es gewesen, was am Abreisetag und im Gelände für einen entspannten Ausklang wohl sinnvoll war. Aber am liebsten wollte gar nicht mehr vom Fahrrad steigen und wäre gern noch weitergefahren.

Leider hat die Aufzeichnung hier nicht nicht komplett geklappt und nur eine Hälfte der Tour ist zu sehen.

Aber jedes Abenteuer neigt sich einmal dem Ende und nach einer Verabscheidungs- und Kaffe/Kuchenrunde sammelten Jan und ich schließlich unsere Sachen zusammen und machten uns auf den Weg zum Bahnhof.

6. Fazit und Vorschau: Auf ein Wiedersehen mit eBike your Life!

Schön war es. Ich war mal wieder überrascht, wie gut verschiedene Menschen ganz unterschiedlichen Alters und Umfeldes durch ein gemeinsames Interesse zusammenkommen können. Radfahren verbindet. Und so war es nicht nur die Schönheit der Harzer Natur und das Radfahren an sich, welches dieses Wochenden zu einem besonderen Erlebnis werden ließ, sondern vor allem auch der Spaß in der Gruppe und mit Gleichgesinnten!

Danke an grassl events für die Einladung und an das Team vor Ort für die herzliche Begrüßung und die tolle Zeit! Bis hoffentlich ganz bald :-)! Danke Jan für die tollen Bilder! Alle Fotos auf denen ich zu sehen bin und ein paar andere, stammen von ihm.

Wollt ihr beim nächsten Event von eBike your Life dabei sein? Diesen Herbst geht es noch in die Schweiz: Genauer ins Berner Oberland nach Adelboden vom 21. – 22.09.2019 und nach Gstaad vom 05. – 06.10.2019.

eBike your Life – Harz

 

Fotos: grassl event & promotion services gmbh

 

Das Radelmädchen-Jahr 2018: Ständig unterwegs statt nur zu Hause!

Ich bin wie immer spät dran mit meinem Jahresrückblick und habe auch dieses Mal wieder überlegt, ob ich überhaupt einen schreiben möchte. Doch es ist sooooo viel los gewesen, dass es auch für mich eine schöne Erinnerung an das vergangene Jahr 2018 ist und eine Kurzzusammenfassung für euch mit Links zu den Erlebnisberichten, Erfahrungen und Tipps rund ums Fahrrad.

Es folgt ein kunterbunter Jahresrückblick in mehreren Abschnitten mit ganz viel Radfahren, unterwegs sein, reisen, arbeiten. Radelmädchen im TV, im Radio und in Printmagazinen – dit Radelmädchen-Jahr 2018 war uffregend, sach ick euch!

HINWEIS: Enthält Markennamen, was man als Werbung ansehen kann. Ist es vielleicht auch, aber ohne Auftrag ;-). Wissta Bescheid!

Fahrradevents

Auch 2018 war ich wieder auf einigen Messen und Veranstaltungen unterwegs.

Berlin Six Days 2018

Das Jahr startete wie immer mit einer Arbeitsreise und kaum zurück besuchte ich zum ersten Mal ein Radsportevent der ganz besonderen Art: Wiebke motivierte mich, mit zu den Berliner Six Days zu kommen. Die Sechstagerennen-Reihe findet weltweit in unterschiedlichen großen Städten statt und ist eine Mischung aus fordernden Radsportevent und Party. Ich war sehr schnell in den Bann der Geschehnisse gezogen. Die Sportler und ihre Leistungen imponierten mir sehr. Plötzlich verstand ich, warum es auch Spaß machen kann, Leuten dabei zuzuschauen, wenn sie Radfahren, statt selbst zu fahren. Ich bin dieses Jahr sicher wieder dabei!

BFS, VELO Berlin und Eurobike

März und April sind Messezeiten und ich freute mich wie immer sehr auf die Berliner Fahrradschau (BFS) und dieses Jahr auch wieder mehr auf die VELO Berlin. Leider war die BFS nach dem Führungswechsel und der etwas mangelhaften Kommunikation schon vorab negativ behaftet. Die Aussteller und Leute vor Ort waren nach wie vor großartig und es war wie immer schön, so viele tolle Fahrradmenschen zu treffen. 2019 wurde die Fahrradschau nun abgesagt. Mal sehen, was die RAD RACE Leute mit dem neuen kolektiv Format auf die Beine stellen. Spannend klingt das auf jeden Fall.

Die VELO Berlin war aber definitiv mein Messehighlight 2018. Die neue Location am Tempelhofer Feld hat sich ausgezahlt und die etwas angestaubte Messe erstrahlte im neuen Licht. Sehr vielversprechend für dieses Jahr!

Normalerweise ist die Eurobike in Friedrichshafen die letzte große Fahrradmesse des Jahres, doch 2018 fand sie bereits Anfang Juli statt und machte den Monat für mich zu einem der ereignisreichsten. Denn die Anreise erfolgte größtenteils wieder mit Fahrrad, doch leider lief nicht alles wie geplant – dazu noch mehr weiter unten. Die Messe an sich war definitiv wieder einen Besuch wert, auch wenn ich nach wie vor erschlagen von der Größe bin.

Medienstark im Frühjahr: Im Radio, Fernsehen und in der Zeitung

Nachdem mein Buch “How to survive als Radfahrer “ im Mai 2017 erschienen war, folgte eine Welle an Interviews für Radio und Printmedien. Auch im Frühjahr 2018 kam das Thema Radfahren in der Stadt wieder in den Fokus vieler Medien und so durfte ich nicht nur im Februar in Berlin zu Deutschlandfunk Nova für ein Interview, sondern auch im Mai zur Aufnahme einer Folge Dlf Nova Radfunk.

Besonders aufregend war mein Fernsehauftritt im April 2018. Ich war nach Baden-Baden zum SWR und in die Sendung ARD Buffet eingeladen worden, eine Mittagssendung, die immer auch ein Service-Thema beleuchtet. Dort durfte ich verschiedene Fahrradtaschen vorstellen. Brompton Ljómi war natürlich auch wieder mit am Start. Five minutes of fame :-D.

Kurz vor der VELO Berlin hatte ich schließlich noch ein Interview für die Berliner Zeitung und den Berliner Kurier: Ein Porträt über eine ganze Seite *kurze Schnappatmung* kam schließlich dabei heraus.

Etwas ganz besonderes war schließlich der Drehtag für die ZDF Sendung sonntags, bei dem nicht nur bei mir zu Hause gefilmt wurde, sondern auch an mehreren Orten in Berlin – Brompton Ljómi und Veloheld IconX waren beide mit dabei.

N + 1: Abenteuer mit dem modernen Randonneur

Auf der Suche nach dem Gravelbike

Seit einer Weile hatte mich auch das Thema Gravelbike beschäftigt. Ein neues Rad auszuwählen, ist bei mir tendenziell ein sehr langwieriger Prozess und ich neige dazu ausführlich zu vergleichen. Ich wollte ein sportliches, aber gleichzeitig Langstrecken-taugliches Fahrrad haben. Neben der Suche nach dem passenden Fahrrad, habe ich auch meine Auffassung zur Definition eines Gravelbikes niedergeschrieben. Nach einigen Probefahrten landete ich im Februar schließlich in Dresden bei Veloheld. Es sollte allerdings noch ein paar Monate dauern bis mein individuell aufgebautes und gestaltetes IconX abholbereit war. Anfang Juni war es schließlich soweit: Hallo Libelle!

Auf Ausfahrt im ganzen Land

Viel Zeit um uns aneinander zu gewöhnen, hatten wir nicht, denn schon kurz nach Abholung und ersten Testfahrten in der Sächsischen Schweiz, ging es mit der Hamburger Fahrradcrew von Berlin Richtung Hamburg. Bis Wittenberge begleitet ich die Truppe und war stolz meine ersten 150 km am Stück mit Libelle geschafft zu haben. Neben einigen Touren durch Franken stand dann aber die erste große Reise bevor: Von Berlin nach Friedrichshafen sollte es gehen. Im Jahr 2017 noch mit Faltrad, war 2018 Bikepacking angesagt.

#B2Fh

Ich hatte mir damit einiges vorgenommen. Nicht nur, dass ich zum ersten Mal auf mehrtägige Ausfahrt im Bikepacking-Modus gehen wollte. Die Route führte mich im Juli auch quer durch Deutschland und u.a. durch das bergige Thüringen und die Fränkische Schweiz nach Friedrichshafen zur Eurobike an den Bodensee. Dieses Jahr war Bergtraining angesagt: Wunderschöne Fleckchen Erde, die mich doch sehr gefordert haben. Ein Sturz kurz vor erreichen der Donau beendete meine Fahrt schließlich knapp 200 km vor dem Ziel. Die Reise brachte mir sehr viele neue, lehrreiche Erlebnisse und Erfahrungen und die längste Tour, die ich je am Stück zurückgelegt habe. Berlin-> Leipzig in one go! Ich kann es kaum erwarten, auf die nächste lange Reise mit Libelle zu gehen!

Gravelspartakiade 2018

Neben vielen kleinen Ausfahrten im Bikepacking Modus, nahm ich auch zum ersten Mal an einer organisierten Tour teil. Mitte September ging es nach Dresden zu Veloheld, um gemeinsam mit anderen Verrückten eine zweitägige Fahrt durch die Sächsische und Böhmische Schweiz zu machen: Die #Gravelspartakiade. Ich sag mal so: Wenn ich fahren konnte, war das schon gut. Leider war ich sehr viel allein unterwegs, da mir das Tempo der meisten doch zu hoch war. Am Ende war es dennoch eine tolle, aber auch anstrengende Erfahrung mit ein paar wichtigen Erkenntnissen: Zusammen ist es doch am schönsten (Danke André, Hans und Patrick!) und es ist nicht die beste Idee, im Dunkeln sein Fahrrad über eine Kuhweide mit Elektrozaun zu schieben…

Unterwegs mit dem Faltrad: Abenteuer mit Brompton

Fahrrad-Yoga in Berlin und Brandenburg

Auch wenn ich 2018 weniger lange Strecken mit meinem Brompton Ljómi zurückgelegt habe, so ist sie immer noch eine Bereicherung für meinen Alltag. Nach wie vor begleitet mich der kleine Falter auf Berufsreisen im Zug durch Deutschland oder einfach durch den Berliner Stadtverkehr. Außerdem eignet sich Ljómi auch toll zum Fahrrad-Yoga ;-). Ich durfte ein paar Touren raus aus Berlin nach Bernau führen, bei denen wir in einer kleinen Gruppe gemeinsam einfache Yogaübungen auf und neben dem Fahrrad ausgeübt haben. Ein Spaß und eine tolle Sache, um entspannt einen Sonntag zu verbringen.

Abenteuer mit Renn-Faltrad

Das erste Faltradrennen 2018 fand im Juni in Antwerpen statt, eine Stadt, die ich noch nicht besucht habe und mich somit noch mehr darauf freute. Die Anreise war natürlich mit dem Zug. Auch wenn wir keine Preise gewonnen haben, war es ein tolles Event mit Bromptonfans aus ganz Europa.

Leider habe ich 2018 keinen Platz bei der Brompton World Championship (BWC) in London bekommen, bin aber natürlich dennoch wieder angereist, um Miriam und Bianca und somit Team hamburgfiets ordentlich anzufeuern!

Der Sommer war so wahnsinnig reiseintensiv und ich habe so viel erlebt und gemacht, dass ich es nicht geschafft habe, alle Events hier noch einmal aufzuarbeiten. Direkt nachdem ich aus London zurück gekommen war, ging die Reise am Folgetag schon weiter: Ab in den Süden.

Bloggerleben at its best

Radfahren auf Mallorca

Bereits im Sommer bekam ich relativ kurzfristig einen tollen, aber auch fordernden Job angeboten: Die Fluglinie Condor Airlines lud mich und vier weitere Bloggerinnen aus England und Deutschland nach Mallorca ein. Dort drehten wir über zwei Tage einen Videoclip an den schönsten Spots, der das Radfahren auf der deutschen Lieblingsinsel in Szene setzen und bewerben sollte. Es war Anfang August, Hochsaison und sehr warm, doch eine unglaubliche Erfahrung für mich und Libelles erster Flug in einem geliehenen Fahrradkoffer. Eins ist klar: Mallorca ist nicht ohne Grund ein beliebtes Trainingsziel für Radsportler und ich möchte definitiv wieder hin!

Mit dem Rad in bella Italia und der ältesten Republik der Welt

Nach einem sehr reise- und arbeitsintensiven Oktober ging es Schlag auf Schlag weiter. Von Barcelona düste ich Ende des Monats in das schöne Bologna, wo Wiebke, Miriam und ich ein paar tolle Tage in der Unistadt verbrachten. Doch dies war nur der Auftakt für die kommende Woche auf dem Fahrrad in der Emilia Romagna und drauf folgend in San Marino. Wir waren zu zwei verschiedenen Bloggerreisen eingeladen worden und verbrachten die leider oft verregneten und vor allem nebligen Tage auf dem Rad, essend, Kaffee trinkend und ganz viele tolle Orte besuchend. Es war eine intensive, interessante und wunderschöne Zeit und ich bin sehr froh, diese Gelegenheit bekommen zu haben. Mehr zu San Marino folgt auch bald im neuen Blogbeitrag.

Und zum Abschluss des Jahres 2018

… durfte Brompton Ljómi sogar noch einmal auf eine längere Reise mit mir gehen. Endlich Urlaub und zwei Wochen Zypern waren ein krönender Jahresabschluss! Außerdem durfte ich zum 2.Mal in diesem Jahr etwas länger auf einem Mountainbike sitzen und habe Heiligabend Höhenmeter erklimmend auf der Akamas-Halbinsel im Westen von Zypern verbracht. Juhu 2018, du warst ne Bombe!

Ich bin sehr glücklich, wenn ich immer wieder etwas Neues ausprobieren kann und ich glaube, noch nie auf so vielen verschiedenen Fahrrädern gesessen zu haben, wie 2018. Wahrscheinlich habe ich auch schon wieder eine Menge vergessen, macht aber nichts, denn nun heißt es: Nach vorne schauen und aufs Neue Jahr 2019 freuen! Auf gehts!

Danke fürs Lesen, folgen, dabei sein! Ohne euch würde das hier nur halb so viel Spaß machen!

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Fahrradherbst
Mein Highlight beim Besuch des Pressedienst Fahrrad im Herbst: Auf den unterschiedlichsten Fahrrädern sitzen für dieses tolle GIF.