Archiv der Kategorie: Berlin

Berlin – ick liebe dir!
Meine Heimatstadt überrascht mich immer wieder. Während ich ständig etwas Neues entdecke, neue Läden anschaue, Cafés ausprobiere oder unbekannte Wege mit Fahrrad erradle, könnt ihr hier lesen, wie es mir gefallen hat, was ich empfehlen kann und was sonst noch so los ist in der deutschen Hauptstadt.

Denn: Berlin ist sexy!

Berliner Fahrradschau 2015, Teil 1

Das Wochenende der ersten Berlin Bicycle Week wurde eingeleitet durch die Berliner Fahrradschau Late Night. Diese begann für mich am Nachmittag bereits mit einem Blogger Treffen, dass mir endlich einmal ein paar Gesichter zu den Blogs gab, die ich selbst gern lese (Hamburgfiets und it started with a fight z.B.) und sehr angenehme Gespräche mit sich brachte. Darauf folgte eine Führung durch die Hallen der Station Berlin am Gleisdreieck. Nicht nur die Location hinterlässt immer wieder bleibende Eindrücke. Die Hallen mit den Backsteinmauern und großen Toren und Fenstern des der ehemalige Postbahnhofes bieten eine hervorragende Kulisse für diese Veranstaltung.

Halle, Station Berlin am Gleisdreick
Halle, Station Berlin am Gleisdreick

Hier werden die ausgestellten Stücke besonders in Szene gesetzt. In der Ambition Area zeigen sich Schindelhauer, Specialized, Canyon und andere hochwertige Marken. Quasi gleich nebenan finden sich im Handmade Bereich Stahlrahmen von Manufakturen aus der ganzen Welt.

Der Schnidelhauerstand auf der BFS
Der Schnidelhauerstand auf der BFS

Sie werden ergänzt durch einen Classic Bike Market auf dem Hof des Geländes. Das vielfältige Angebot wird abgerundet durch Lifestyleprodukte rund um das Fahrrad.  Accessoires, Taschen, Bekleidung und Zubehör zeigten sich an zahlreichen Ständen in der “Velo Couture” Area.

Für Interessenten des nicht ganz alltäglichen Radsports war es möglich beim Bikepolo das gute Gleichgewichtsgefühl und die Radelfähigkeiten der Spieler zu beobachten. Schnelle Geschwindigkeiten gab es dann beim Parcoursfahren und beim Rad Race, wo es darum ging, wer am schnellsten die ca. 150m Rennstrecke überwindet.

Parcour
Der große Parcour in der Event Area

Eine erstmalige Ausstellung des FES ( Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten) zeigt Räder mit denen deutsche Radsportler schon einige Erfolge verzeichnen konnten und, die man so wohl nie im Alltag zu sehen bekommen wird.

Die Superfahrräder des FES auf der Berliner Fahrradschau
Die Superfahrräder des FES auf der Berliner Fahrradschau

Außergewöhnlich fand ich auch den riesigen Bereich für Kinder: Ein 1 400qm großer Kinderkiez mit Parcours, Möglichkeiten  sich auszuprobieren, herumzufahren, Sitz- und Cafébereich. Das Kinderprogramm der Berliner Fahrradschau wurde abgerundet durch das 1. Laufradrennen, dass am Samstag, 21.03.2015 stattfand.

Weitere Highlights, die mir in Erinnerung geblieben sind und einige Aussteller, die ich etwas genauer beleuchten möchte, folgen in Teil 2 des Rückblicks.

Hier nun aber noch einige weitere Eindrücke der sechsten Berliner Fahrradschau allgemein, die über 20 000 Besucher anlockte:

Berlin Bicycle Week 2015

Nach der Theorie folgt die Praxis.
So halte ich es auch mit meiner Masterarbeit. Während diese in die nächste Phase geht, steht die erste Berlin Bicycle Week (16.-22.03.2015) bevor.

Im Rahmen dieser finden die beiden Fahrradmessen VeloBerlin (21.-22.03.2015) und die Berliner Fahrradschau (20. – 22.03.2015) statt. Ich habe beide im letzten Jahr das erste Mal besucht und war besonders von der vielfältigen und kreativen Fahrradschau sehr angetan. Nun bin ich neugierig, was es mit einer ganzen Fahrradwoche auf sich hat.

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Neulich bei der Sonntags-CM( 02.11.2014)…

…da wurde ein Video gemacht. Wer mich findet, darf mich zwar nicht behalten, bekommt aber vielleicht ein Bienchen.


Danke an Anke Kornbuch für das Hochladen des Videos!

Es war eine schöne Tour mit zwar deutlich weniger Teilnehmern (vielleicht 60/70, schwer zu schätzen), als bei der Freitags-CM, dafür aber auch etwas persönlicher und weniger anonym: Vom Brandenburger Tor nach Kreuzberg zum Moritzplatz und von da nach Neukölln, die Karl-Marx-Str. entlang immer weiter gen Süden bis nach Rudow.

Den Endpunkt bildete eine Anhöhe, Dörferblick genannt, von wo aus man einen Blick auf den Sonnenuntergang erhaschen konnte , den wir während der Auffahrt noch rot schimmernd sahen(  zeitlich möglich dank einer Interaktion mit der Polizei, die uns in Neukölln wenigstens eine halbe Stunde aufhielt und damit endete, dass wir uns halbierten und nur noch in Zweier-Reihung nebeneinander her radeln durften) plus Aussicht auf den Flughafen Schönefeld und die Stadt mit Fernsehturm und diversen Hochhaussiedlungen.

Gemeinsam machten wir uns dann auch wieder auf den Rückweg, wo ich mich dann irgendwo in Neukölln verabschiedete, um die letzten paar Kilometer gen Heimat allein zu fahren, nach ca. 35km Fahrt.

Update 25.11.2014:

Schön wars. Ich bin gern wieder dabei. Es ist auch immer wieder eine Entdeckerfahrt. Ich habe schon einige Ecken Berlins neu gesehen oder überhaupt erst kennen gelernt. Entspannter geht sowas kaum.

Und für mehr Eindrücke gibt es hier noch ein paar Fotos. ( Inklusive Werbung für radelmaedchen.de- wie aufregend! 🙂 )

Wie viel Platz braucht eigentlich ein Fahrrad?

Wie viel Platz braucht eigentlich ein Fahrrad? Und wie gerecht ist die Flächenverteilung des Straßenraumes deutscher Großstädte im Verhältnis zur Nutzung?

Eine sehr aussagekräftige Antwort für diese Fragen fand die Agentur für clevere Städte zusammen mit Studierenden der Best-Sabel-Hochschule Berlin heraus, indem sie knapp 200 Berliner Straßen vermessen haben.

clevere-staedte.de
clevere-städte.de

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Ich geh bouldern oder: Sportlich? Was ist das denn?

Wie unglaublich aktiv doch alles hier wirkt.
Es geht viel ums Radfahren und jeden Tag draußen sein an der frischen Luft: Die Lust an der Bewegung.  Bis vor ein paar Jahren hätte ich da wohl selbst noch den Kopf drüber geschüttelt. Wenn jemand in meiner Familie ungern Sport gemacht hat, dann ich!

Und es ist auch immer noch so, dass ich wohl die meisten Ballsportarten ätzend finde, auf keinen Fall freiwillig ins Fitnessstudio gehen würde oder mich zu irgendwelchen Übungen zwingen. Aber Radfahren ist ganz anders. Es ist befreiend, aufmunternd, draußen. Ich komme von A nach B und mache währenddessen sogar noch etwas für meinen Körper. Wie praktisch.

Vor knapp zwei Jahren lernte ich aber auch noch eine ganz andere sportliche Betätigung kennen, die mir seitdem viel Freude bereitet, mich fordert, aber auch die Gelegenheit gibt, den Kopf mal auszuschalten. Radfahren ist zum Denken und Bouldern zum Kopf frei bekommen.

Bouldern
photo by Sven Gohlke
photo by Sven Gohlke. Bouldern am Fels

Bouldern ist eine Art des Kletterns, was ich vorwiegend in der Halle mache, ohne großes Equipment. Die Wandhöhe ist begrenzt und man ist quasi immer in Absprunghöhe. Unter einem liegen weiche, große Matten, die notfalls den Sturz abfedern. Man braucht keine Seile, keinen Gurt, keinen Partner( obwohl der beim Bouldern natürlich auch nettes Beiwerk ist für die Pausenphasen ;-)). Ein paar Kletterschuhe, bequeme, bewegliche Klamotten und los geht es!

Außerdem lernt man in der Boulderhalle der Wahl( ostbloc) noch nette Leute kennen, die einem die Boulderpausen sehr angenehm gestalten können. Sie helfen bei kleinen oder auch großen Boulderproblemen aus oder trinken auch mal ein oder zwei Bierchen mit einem. So muss das sein.

Klingt gar nicht nach Sport, sondern eher nach gemütlicher Freizeit mit Freunden mit ein wenig Bewegung. Es kann aber auch ganz schön anstrengend sein. Dabei ist es eher nebensächlich, wie viele Schürfwunden, blaue Flecken, aufgerissene Hände, abgebrochene Fingernägel und schmerzende Muskelpartien das so mit sich bringen mag. Denn nebenbei wird auch die Bewegungsfähigkeit, die Körperspannung und der Koordinations- und Gleichgewichtssinn geschult.

Das Gefühl danach ist unbeschreiblich. Ich merke, was ich getan habe: Erschöpfung tritt ein. Ich spüre jeden zuvor belasteten Muskel, aber gleichzeitig ibin ich so zufrieden und befreit. Und die Müdigkeit erst. Meist bleibt mir nur noch, unter die Dusche zu schleichen, eine Kleinigkeit zu essen und dann ins weiche Bett zu fallen. Schön.