Eurobike 2016: Fahrradmode, Accessoires & weiteres Beiwerk

Berichte Teil 1 : Allgemeines und “The Wrider’s Club” und
Teil 2: Fahrrad und Faltrad

Mode

Ich hatte meinen Fokus ganz klar gesetzt. Obwohl über 40 Aussteller auf meiner Eurobike – Appliste standen, waren darunter nur einige wenige Marken, die stylische Fahrradbekleidung kreieren und produzieren. Mode, in der man optisch nicht danach aussieht, als würde man Hochleistungssport betreiben. Die Modenschauen, die an jedem Messetag im Foyer Ost gezeigt wurden, entsprachen nicht so ganz meinen Vorstellungen. Aber ja, es gibt auch eine große Zielgruppe aus dem Sportbereich, die eben genau nach Performance Wear sucht. Leider war quasi nichts Anderes auf dieser Bühne zu sehen: Nur von unterschiedlichen Marken und leicht abgewandelt tanzten die Models in Jerseys und Funktionskleidung auf dem Laufsteg.

Es folgt also nun eine Auflistung der Marken, die ich spannend und einer Erwähnung wert finde. Ich möchte mit einem bekannten Label anfangen, von dem ich vor einiger Zeit bereits kontaktiert wurde, ob ich denn nicht mal einen Blick auf die Sachen werfen möchte:

Lumo

Ich traf die sympathischen Gründer von Lumo, Doug und Lucy, auf der Eurobike.  Lumo bringt Fahrradkleidung, Style und Sichtbarkeit im Straßenverkehr auf ein neues Level. In der Reihe der London-based Designer sind sie die Erfahrenen, die bereits eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne gelauncht haben. Die Zweite ist ganz frisch draußen seit 13.09.2016 und zeigt drei weitere tolle Produkte, der aktuellen Kollektion.

Integrierte LEDs bringen durch den aufladbaren Akkupack Teilbereiche der Modelle zum Leuchten, wie z.B. die Knopfleiste oder den Saum. Es gibt Ausführungen für Damen und Herren. Die aktuelle Crowdfunding – Kampagne bietet allerdings nur Herrenmodelle. Stylisches Design, alltagstaugliche Schnitte und Materialien wie wasserabweisende Funktionsstoffe, zum Beispiel von Schöller, sind die perfekten Begleiter zum Fahrradfahren.

Foffa

Foffa produziert nicht nur moderne, urbane Singlespeed-Räder und Fixies, sondern seit Neuestem auch Mode zum Radfahren. Der portugiesischer Designer, ebenfalls mit Sitz in London launchte eine Kapselkollektion eleganter und lässiger Fahrradbekleidung für Herren mit sinnvollen und optisch ansprechenden Details. Eine Damenoption ist geplant. Die Materialien sind für die Funktion ausgewählt und teils wasserabweisend und beschichtet. Die Schnittführung ist intelligent geplant und umgesetzt. Man entdeckt immer wieder sinnvolle Details, wie einen verstärkten Hosenboden bei der Chino oder praktisch gesetzte Taschen und reflektierende Details.

Foffa Cycling Clothes

Hjul

Der kroatische Architekt Toni entdeckte in seiner Jugend seine Leidenschaft für Mode und Design. Daraus entstand nach seinem Umzug nach London eine Herrenkollektion mit fahrradtauglichen Schnitten. Auch auf dem Weg ins Büro ist man damit bereits gut angezogen, denn unter anderem sind Hemden mit verlängertem Rücken Teil der Kollektion. Die Jacken aus teils gewachsten Materialien und wasserabweisenden Stoffen haben besondere Details, die stylisches und bequemes Radfahren ermöglichen. Auch ein Printdesign ist vorhanden, das Fahrraddetails zum Beispiel auf einem lässigen T-Shirt zeigt. Es gibt bereits eine Kooperation mit dem Sneakerlabel New Balance. In der Zukunft ist auch eine Damenlinie nicht ausgeschlossen.

Hjul

Lightweight

Eine Empfehlung vom @cyclingclaude, der ich leider nicht mehr nachgehen konnte. Irgendwann war die Luft raus und die Zeit abgelaufen. Doch auch, wenn ich selbst nicht am Stand war, die Fotos von Claude auf seinem Blog sprechen für sich. Hochwertige, funktionelle Bekleidung zum Radfahren, die optisch sehr ansprechend und elegant aussieht. Und was noch besser ist:

Wir verwenden für unsere After-Bike-Wear Kollektion recyceltes Polyester, biologische Baumwolle oder eine Kombination mit Lyocell, welches aus Eukalyptus ohne chemische Modifizierung und einem äußerst geringem Wasserverbrauch gelöst wird.

(Quelle: lightweight)

Accessoires und Sicherheit
Radschuhe

Am Stand von Auguste 86, die ebenfalls mit ihren tollen, made in Rostock – Regenjacken und Taschen vor Ort waren, gab es auch die handgerfertigten Radschuhe. Nahezu jedes Modell kann zum Fahrradschuh mit cleats werden und wird in der Leipziger Werkstatt von Manuel auf Kundenwunsch produziert.

Pedal Shed

Durch Zufall und auf eine Empfehlung von einem anderen Stand, landete ich bei Kat von pedalshed. Sie fertigt, ebenfalls in London, wunderschöne, knallbunte Sattelcover. Die sehen nicht einfach nur toll aus, sondern sind auch aus hochwertigen Materialien in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich: für schmale Sattel, für breite und kürzere Sattel und in der Leder, Nylon und Stoffversion. Die dänische Designerin nutzt robuste und wertige Stoffstücke und -reste aus der Polsterindustrie aus Dänemark. Kat polstert die Sattelcover noch zusätzlich, sodass sie eigentlich eher für ein bequemeres Fahren geeignet und gedacht sind, als nur für den Schutz des Sattels.

Nach einem kleinen Plausch mit ihr auf der Eurobike durfte ich mir “Wimbledon” in knallgrün und lila mit Nachhause nehmen. Jedes Cover hat nämlich einen eigenen Namen. Ich bin ein wenig begeistert :-).

Basil

Die niederländische Firma für Accessoires rund ums Fahrrad, wie Taschen, Klingeln und Körbe, hatte ebenfalls ein paar Neuheiten dabei. Nicht nur, dass das Klicksystem für die Taschen optimiert wurde (man kann das firmeneigene und nun auch die weit verbreiteten Klick-Fix Halterungen nutzen), sondern das ganze Design einiger Taschen fand ich sehr ansprechend. Ins Auge gefallen ist mir der Rucksack, der als Gepäckträgertasche funktioniert, aber ebenso als Rucksack und Umhängetasche getragen werden kann. So, wie es einem am liebsten ist. Dabei verschwinden die Tragehaken einfach hinter unter einer Abdeckung mit Reißverschluss, die gepolstert ist. So drückt auch nichts.

 

Sonst gab es noch schicke Fahrradtaschen von norco im old school Design, komplett reflektierende Rainlegs, einen Rock mit Radinnenhose und neue Versionen der Aqua Bags von Vaude, die neue Kollektion von triple 2, sowie den crowdbasierten Diebstahlschutz von Fahrradjäger im finalen Design.

 

 

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