Ob Navigation mit Telefon oder separaten Gerät – daran scheiden sich die Geister. Vor allem die Art und Häufigkeit der Nutzung sind ausschlaggebende Kriterien, sich für das eine oder andere zu entscheiden. Ich bin vor ein paar Jahren umgestiegen. Auf der Suche nach einem alternativen Navigationsgerät zum Telefon, das ich lange Zeit genutzt habe, blieb ich schließlich beim Platzhirsch hängen. Das gewählte Gerät hat mich auf meinen Touren bisher zuverlässig begleitet und ich mag viele Funktionen, über die es verfügt. Allerdings gibt es auch zahlreiche Punkte, die mich mehr als einmal genervt aufstöhnen lassen haben. Kein Wunder also, dass ich die Gelegenheit beim Schopfe packte, als ich das Sigma Rox 12.0 Navigationsgerät zum Ausprobieren erhalten konnte. Ob es meinen Erwartungen entspricht und wie es sich im Fahrradtouren-Alltag schlägt, erfahrt ihr im Folgenden Produktreview.

HINWEIS: Enthält Werbung/Markennennungen. Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Sigma Sports Deutschland. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive. Das Gerät geht im Anschluss zurück an den Kooperationspartner.

Unterwegs mit dem Sigma Rox 12.0

“Die Sonne suchte sich ihren Weg durchs dichte Blätterdach des herbstlichen Waldes, während ich versuchte so gleichmäßig wie möglich in die Pedale zu treten. Mit jedem Atmenzug sog ich die frische, klare Luft tief ein. Mein Blick fiel auf das kleine Rechteck des Touch Displays des Sigma Rox 12.0. Ein nach Aufmerksamkeit fordernder Ton hatte mir eben zu verstehen gegeben, dass gleich eine Aktion meinerseits notwendig werden würde. Gut, dass ich die Töne sonst fast alle ausgestellt hatte, da ich gern ungestört von elektronischen Geräuschen in der Natur unterwegs bin. Um mir das ständige Aufsgerätstarren zu ersparen, hatte ich allerdings ein paar Hinweise zugelassen.

Ein runder, roter Kreis an der nächsten Weggabellung leuchtete mich an, während ein dicker Pfeil mir zeigte, dass ich doch bitte da abbiegen sollte, wenn ich weiterhin der Route folgen wollte. Na, das lief doch ganz gut. Mir gefiel die Kartendarstellung: Alle wichtigen Details waren angezeigt und der Track war deutlich erkennbar. Passte. Ich rollte durch den Wald, rumpelte ab und zu über ein paar Wurzeln, wobei ich anfangs noch etwas beunruhigt gen Navi schaute. Nee, das saß, keine Sturzgefähr erkennbar.

Der Weg gefiel mir gerade ausgesprochen gut und ich wollte eigentlich gar nicht abbiegen. Ich hielt kurz an, beugte mich über den Lenker und begann auf dem Touch Display des Navigationsgeräts herumzutippen und -zuwischen: Einmal rauszoomen und einen Überblick über meine Lage und die Wege bekommen. Gut, da gab es noch einige Optionen für die Wegwahl!

Ich gebe zu, dass ich nicht viel Zeit auf die Nutzung einer Anleitung für das Navi verschwendet habe. Praktisch, dass sich das kleine orange Teil (oder schwarz, oder blau oder…) fast wie mein Handy bedienen ließ. Ja, das sollte passen. Ich trat erneut in die Pedale und ignorierte den Abbiegehinweis, während sich das Navigationsgerät energisch piepend versuchte Gehör zu verschaffen. Nach ein paar Metern akzeptierte es schließlich meine Wahl und routete neu. So konnte es weitergehen…”

Sigma Rox 12.0 – die Details

Schonmal vorab, ich habe das Sigma Rox 12.0 sehr gern benutzt. Nachdem wir erste Hürden überwunden haben, habe ich es auf vielen Touren dabei gehabt. Was das Navgationsgerät so kann, erfahrt ihr hier:

  1. Display und Bedienung
  2. Datenübertragung
  3. Routenplanung & Navigation
  4. Training
  5. Halterung und Design
  6. Garmin Orgeon 700 vs Sigma Rox 12.0
  7. Fazit

1. Display und Bedienung

Wenn ihr halbwegs sicher ein Smartphone bedienen könnt, sollte euch das Sigma Rox 12.0 keine Probleme machen. Die Bedienung ist größtenteils intuitiv, einzig das ganze Verknüpfungsthema für die Datenübertragung mit Sigma Link App und Data Center fand ich etwas umständlich. Doch dazu weiter unten mehr.

Der relativ große 3″ Touch Screen lässt sich gut bedienen und das Rox 12.0 ist dank der Menüführung, die auf Grafiken und halbwegs große Schaltflächen setzt, weitestgehend selbsterklärend. Zusätzlich gibt es einige Funktionstasten seitlich am Gerät und unterhalb des Bildschirms. Dort sitzt zum Beispiel, wie beim Telefon auch, die Home-Screen Taste.

Leider ist der umgebende Rahmen sehr breit und nimmt viel von der Displaygröße weg. Dennoch reicht es völlig aus, um die Karte deutlich zu erkennen und gut ablesen zu können. Die Maße des Gehäuses sind 59 x 115 x 17 mm – alles in allem kompakt und schmal.

Das Farbdisplay lässt auch bei Sonneneinstrahlung relativ gut ablesen. Sigma nennt das Touch Display transflektiv. Bei prallem, direktem Sonnenlicht zieht allerdings die erhöhte, notwendige Displayhelligkeit sehr an der Haltbarkeit des Akkus und irgendwann habe ich mir auch eine bessere Ablesbarkeit gewünscht. Das Gerät hat seine Grenzen. Bei Regen hatte ich es bisher noch nicht groß im Einsatz, aber das Touch Display aus robustem Gorilla-Glas erkennt Regentropfen und kann notfalls auch gesperrt werden. Außerdem ist das Rox 12.0 nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt.

2. Datenübertragung

Zwei sehr wichtige Punkte bei einem Navigationsgerät sind für mich die Art der Datenübertragung und der Routenerstellung. Beim Sigma Rox 12.0 kann ich wählen, ob ich die Route am Gerät selbst erstelle oder extern über eine andere Applikation (komoot, alltrails etc.) und den gpx-Track dann aufs Gerät übertrage. Tendenziell plane ich meine Strecken mit komoot und lade sie dann auf mein Navi. Das Rox 12.0 bedient sich einer integrierten WiFi-Schnittstelle und auf dem Gerät sind Apps wie komoot, Strava und Dropbox vorinstalliert.

connectivity cloud icons
Grafik: Sigma

Ich muss mich also zunächst im WiFi-Netz am Gerät, dann bei den Apps anmelden und kann schließlich direkt auf dem Rox 12.0 die angelegten Strecken herunterladen. Falls kein WLAN vorhanden ist, ist es natürlich auch möglich einen Hot Spot mit dem Smartphone aufzumachen und sich darüber einzuloggen. Bluetooth oder andere drahtlose Konnektivitäts-Möglichkeiten gibt es leider nicht. Dafür kann ein gpx-Track per USB direkt aufs Rox 12.0 übertragen werden oder ihr verbindet das Gerät über das SIGMA Data Center per USB mit dem PC. Dort könnt ihr zum Beispiel auch Trainingswerte usw. ablesen. Ich habe das nie genutzt, weil es für mich bisher einfach nicht relevant war.

Um die gefahrene Strecke oder das Training und die Auswertung später einsehen zu können und zum Beispiel automatisch auf komoot oder Strava zu übertragen, müsst ihr euch auch am Sigma Rox 12.0 vorab bei den Apps anmelden. Ihr könnt euch auch die SIGMA Link App herunterladen und dort registrieren (Smartphone). Darin können die Trainingsdaten detailiert abgelesen werden (Strecke, Höhenmeter usw.), insofern ihr euch auch bei der SIGMA CLOUD angemeldet habt. Die SIGMA Cloud ist eine Software, die alle Trainingsdaten von SIGMA Geräten an einem zentralen Ort speichert. Wenn ihr die Link App (Smartphone) oder das Data Center (PC) synchronisiert, könnt ihr dann allle Daten eurer Tour durch die Schnittstelle mit der SIGMA Cloud einsehen. Das ist insofern praktisch, weil ihr einen mega ausführlichen Überblick über eure Fahrten erhalten könnt. Falls ihr dann noch Sensoren angeschlossen habt, erfahrt ihr wirklich alle Details!

rox connecitivity
Grafik: Sigma

Zu Beginn waren mir das zugegebenermaßen irgendwie zu viele Applikationen. SIGMA Link, SIGMA Data Center, SIGMA Cloud – ganz schön viel, aber alles hat seine Berechtigung. Und die Einrichtung habe ich glücklicherweise nur einmal zu Beginn gemacht (die eingeblendete Displaytastatur ist doch etwas klein und das Tippen wird da schnell zur Geduldsprobe). Aber danach lief es einfach.

3. Routenplanung und Navigation

Der Sigma Rox 12.0 bietet verschiedene Möglichkeiten der Routenplanung direkt mit dem Gerät. Diese Flexibilität finde ich tatsächlich u.a. dadurch sehr praktisch, falls sich unterwegs spontan etwas ändert und man schnell eine Alternativroute sucht. Besonders sticht die „Draw my Route”-Funktion heraus. Wenn auch etwas verspielt und nur für kurze Abschnitte oder Rundtouren geeignet. Sie bietet sich an, wenn man in einem bestimmten Gebiet eine Strecke fahren möchte, die begrenzt lang ist. Dazu zeichnet man mit dem Finger über die Karte und das Rox 12.0 legt dann die Route daraus fest. Ich habe sie aber tatsächlich kaum genutzt, weil ich meist genaue Ziele und Vorstellungen für meine Route habe. Natürlich gibt es auch die klassischen Wege, um eine Strecke zu planen. Hier nochmal im Überblick die Möglichkeiten der Routenplanung direkt mit dem Gerät:

  • einfache Adresseingabe
  • Routing zum Punkt auf der Karte (Point of Interest= POI)
  • „Draw my Route”-Funktion

Außerdem könnt ihr auch eure Heimatadresse bzw. andere regelmäßig aufgesuchte Adressen im Gerät speichern und euch von unterwegs direkt dorthin navigieren lassen. Das erspart dann nerviges Tippen, denn die digitale Tastatur des Sigma Rox 12.0 ist selbst für mich, mit meinen doch recht kleinen Fingern, etwas herausfordernd.

Das Gerät ist defintitv zum Tourenfahren geeignet. Die Navigation ist sehr zuverlässig und die Karte gut ablesbar. Nur manchmal, wollte das Sigma Rox 12.0 mich unbedingt wieder auf meine ursprünglich geplante Strecke führen, wenn ich den Weg verlassen habe und nicht neu planen. Aber da war ich meist offroad unterwegs und die Wege nicht mehr ganz so klar erkennbar^^. Ich fand es einfach praktisch, direkt am Navi planen zu können – ohne Umleitung übers Smartphone oder das Data Center. Auch mit meinem Garmin habe ich das hin und wieder gemacht, fand es aber deutlich umständlicher. Besonders kleine Routenabstecher, wie zu bestimmten POI, lassen sich mit dem Sigma Rox 12.0 schnell umsetzen.

OSM-KARTENMATERIAL

Im Gegensatz zum Kartenumgang beim Garmin finde ich das Handling von Karten mit dem Sigma Rox 12.0 wirklich praktisch. Sigma greift auf Open-Street-Maps Karten zurück, wobei diese schon vorinstalliert sind (20 Länder Europas). Falls ihr mehr braucht, können weitere Karten kostenfrei direkt im Gerät heruntergeladen werden. Das geht so schnell und unkompliziert, dass es eine wahre Freude ist.

Das SIGMA Rox 12.0 besitzt einen 8GB großen, internen Speicher, sodass Touren und Trainings unproblematisch direkt auf dem Gerät gespeichert werden können. Eine Erweiterung des Speichers mit microSD Karte ist auch möglich.

4. Training

Bekanntlich bin ich nicht so der Trainingstyp^^. Ich fahre gern viel Rad, aber tendenziell nicht gezielt, um fitnessmäßig oder körperlich etwas zu erreichen. Für den einen oder anderen sollten die Trainingseinstellungen des Sigma Rox 12.0 aber ganz interessant sein. Es ist möglich das Training direkt am Gerät zu erstellen.  Für die bessere Übersicht könnt ihr während der Durchführung bis zu 6 Trainingsseiten einstellen und aus 30 verschiedenen Trainingsansichten wählen.

Verschiedene Ansichten wiederum sind auch für die normale Navigation interessant, da ihr genau entscheiden könnt, was euch angezeigt werden soll: ob Höhenprofil, Geschwindigkeit und Zeit auf der einen Ansicht, Zeit bis zur Ankunft und andere Details auf der anderen.

Was ich schon nutze, sind die Sportprofile. Ich habe ein Profil pro Radgattung konfiguriert, d.h. mein Gravelbike hat eins, mein Faltrad/ Stadtrad usw. Das ist deshalb praktisch, weil ich auch Wegqualitätspräferenzen anlegen und meine Kilometer pro Fahrrad tracken kann.

Sigma rox 12.0 screen straßenqualität

5. Halterung und Design

Noch ein paar Worte zu den mitgelieferten Halterungen: Es gibt derlei zwei – eine, die mit Kabelbinder am Lenker oder Vorbau befestigt werden kann und eine Standart Aero Halterung, die am Lenker fixiert wird und darüber hinweg steht. Beide funktionieren einwandfrei und das Gerät sitzt bombenfest darin – auch bei fiesestem Gerüttel und Geholper.

Und Designanpassungsmöglichkeiten gibt es auch noch. Knallige Farben gewünscht, damit das Navigationsgerät nicht zwischen den ganzen anderen schwarzen Technikteilen untergeht? Kein Problem: Die äußere Schale und Knöpfe können getauscht werden.

6. Kurz-Vergleich Sigma Rox 12.0 und Garmin Oregon 700

Die direkte Gegenüberstellung der beiden Geräte zeigt ein paar Unterschiede auf. Ich fand das Garmin Oregon 700 bisher immer sehr zuverlässig, aber ein paar Dinge haben mich dennoch immer wieder gestört. Kein Gerät ist perfekt, doch was die unkomplizierte Nutzbarkeit angeht, liegt das Sigma Rox 12.0 definitiv vorn:

Sigma Rox 12.0

  • Kartenmaterial vorinstalliert & direkt herunterladbar am Gerät
  • intuitive Bedienung ähnlich Smartphone
  • schmale, handliche Form, mit integriertem Akku
  • Akkulaufzeit 7-10 h
  • Übertragung des gpx-Tracks nach Anmeldung via Komoot, Strava etc. problemlos
  • Routenübertragung nur via WLAN/ USB, keine Blutooth Koppelung möglich
  • detalierte Trainingswerte einfach abrufbar über SIGMA Link App und Co.

Garmin Oregon 700

  • teure Kartenpakete kaufbar oder per OSM Download
  • Bedienung holprig, teilweise umständlich
  • sehr dick, aber dafür Möglichkeit des Akku-Tauschs (AA-Battterien)
  • Akkulaufzeit ca. 6-8 h
  • Übertragung des gpx-Tracks via App auf dem Gerät + Koppelung mit Smartphone via Blutooth möglich, aber App (z.B. komoot) nicht vorinstallert; ständig Neuanmeldungen nötig
  • Tourenwerte nach Koppelung über die Garmin Connect App detailiert abrufbar

7. Fazit

Das Sigma Rox 12.0 stellt eine intuitiv nutzbare, sinnvolle Alternative zu anderen Navigationsgeräten dar. Es gibt ein paar Punkte, die mir nicht so gut gefallen haben, doch im Großen und Ganzen würde ich das Gerät jederzeit wieder benutzen. Ein heißer Favorit auf der Suche nach einer Alternative zu meinem Oregon 700.

Con:

Für mich könnte die Akkuleistung noch etwas besser sein. Ich glaube 16h, wie angegeben, hat der Akku bei mir noch nie geschafft, eher 7-10h. Da ich da aber meistens bei Sonnenschein und oft mit voller Display Helligkeit unterwegs war, will ich nicht sagen, dass es nicht vielleicht doch möglich wäre. Auch die Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung hat mich nicht 100%ig überzeugt. Sie ist wirklich gut, keine Frage und ich konnte die Route erkennen, fand es aber teilweise schon herausfordernd oder musste näher ans Display heran. Auch das Tippen auf der Bildschirmtastatur kann eine Geduldsprobe darstellen. Manchmal funktioniert die WLAN Verbindung nicht sehr gut bzw. das Gerät braucht eine Weile, um eine bereits bestehende Verbindung zu erkennen.

Ich hatte anfänglich Schwierigkeiten mit dem Gerät (Bootloop), bekam aber schnelle, sinnvolle Hilfe und das Problem war fix behoben. Dass es aber vor dem Start einer Bikepacking Wochenendes passierte, fand ich damals nicht so witzig und war auf ein alternatives Navi angewiesen, was ich damals zum Glück bekommen konnte. Am Ende reichte ein Reset und der folgende Neustart des Geräts. Dadurch musste ich zwar noch einmal alles einrichten, aber das Bootloop Problem war behoben und ist nie wieder aufgetreten. Das wars erstmal. Die Pros sind deutlich gewichtiger.

Pro:

Ich habe das Sigma Rox 12.0 jetzt bereits mehrere Monate genutzt und das wirklich sehr gerne. Es ist leicht (gerade mal 124g) und handlich, relativ intuitiv zu bedienen und macht was es soll: Nämlich mich dorthin navigieren, wo ich hin möchte. Mich begleitete das Sigma Rox 12.0 durch Stadt und Land, war mountainbiken am Gardasee oder auf Forstwegen in Brandenburgs Wäldern unterwegs. Die Navigation ist verständlich und die Strecke deutlich ablesbar. Auch die Neuplanung der Strecke bei abweichender Routenführung meinerseits klappte in den meisten Fällen. Vor allem aber kann ich direkt am Gerät Strecken planen!

Die Aufladung des integrierten Akkus ging sehr schnell (unter 2h) und per USB (geht also unterwegs auch mal über die Powerbank). Ich fand die Karten gut ablesbar und es ist eine Erleichterung, dass die Kartenpakete bereits vorinstalliert sind. Summa summarum ein Gerät, das ich trotz obiger Einschränkungen wirklich empfehlen kann. Momentan ist das Gerät je nach Shop ab rund 281 € zu erwerben (im Schnitt um die 340 €).

Weitere Testberichte gibt es bei biketourglobal und natürlich beim gps-Radler.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Gerät? Kennt und habt ihr es schon benutzt? Hinterlasst gern einen Kommentar, welche Navigationsgeräte ihr bevorzugt und warum!

19 Comments

  1. Ich kann leider der Empfehlung hier so gar nicht folgen. Die Liste ist lang, wo fange ich an. Damit, dass der Kundenservice auf genannte Punkte nicht reagiert? Damit, dass sachlich-kritische Kommentare in den sozialen Medien bei Sigma konsequent gelöscht werden?
    Ein Premium-Produkt, welches keine Premium-Leistung bietet und dann noch ein Verhalten des Unternehmens was den Eindruck vermittelt, es wäre ihnen vollkommen egal.
    Beispiele:
    1) Wenn man die Navigation (bei einer über komoot importierten Route) verspätet einschaltet (in meinem konkreten Fall beim Losfahren vergessen und erst ca. 2km später bemerkt) würde man erwarten, dass jedes GPS erkennt „ah Du bist auf der Route, prima, hier geht’s weiter“. Nicht so bei Sigma. Hier wird man Stumpf bis zum Start zurückgeleitet, damit das System dann von da aus der Karte folgen kann. Dies hat nichts aber auch gar nichts mit einem echten GPS zu tun.
    2) Wenn man – so wie ich – seine Routen mit komoot sehr genau vorplant und diese dann in Sigma importiert (dazu gleich noch mehr), sollte man meinen, dass das System dieser Planung auch folgt. Nicht so bei Sigma. Hier wird gerne mal eine vollständig eigene Streckenführung vorgenommen. Bei Routen die ich gut kenne schon merkwürdig genug. Bin ich aber mit dem Gerät sonst wo in der Welt unterwegs will ich mich einfach auf die Streckenführung verlassen können. Das kann man sich bei Sigma aber leider so gar nicht. Kein Einzelfall, und absolut reproduzierbar. Auch dies war dem Kundenservice bisher offenbar völlig egal. Insbesondere dann schon nicht nachvollziehbar, da Sigma ja – wie zb auch komoot – auf Open Street Map setzt. Bei komoot das GPS Verhalten aber einwandfrei funktioniert. Bei Sigma überhaupt nicht.
    3) Das „Sigma Data Center“ scheint eine Software aus dem letzten Jahrhundert zu sein. Von Usability so gar keine Spur. Wenn man hier zb versucht, eine mit komoot geplante Strecke über den verbundenen Account zu laden, ist es bei mehrseitigem Scrollen durch geplante Strecken ein lustiges Spiel, die richtige überhaupt mit der Maus zu erwischen, bevor die Sigma Software hier ein Eigeneben entwickelt und man sich plötzlich wieder am Anfang der Liste wiederfindet. Genauso wenn man versucht, vorhandene Imports zu Löschen. Umständlicher geht es kaum, erst diese auswählen zu müssen, dann über ein nicht klar ersichtliches Menü oben rechts gehen zu müssen um dort „Delete“ zu finden…

    Also insgesamt ist es eine herbe Enttäuschung. Es wird Premium versprochen aber nicht im Ansatz gehalten. Ich hätte den Text hier noch deutlich ausführlicher Schreiben können, aber die Punkte sollten das Wesentliche umfassen. Von mir gibt es definitiv keine Kaufempfehlung!

    • Hallo Oliver, vielen Dank für dein ausführliches Feedback! Wie es aussieht, hast du das Gerät etwas länger genutzt als ich. In dem Zeitraum, in dem ich es hatte, waren ja zum Beispiel keine Mehrtagestouren inkludiert. Das wäre für mich auch nochmal spannend gewesen. Ansonsten sind ja viele auch ganz zufrieden damit. Ich denke aber, das hängt auch ganz klar von der geplanten Nutzung ab und es ist sicherlich nicht für jeden das passende Gerät! Mit dem Kundenservice hatte ich direkt noch keinen Kontakt, da ich ja eine Ansprechpartnerin hatte.
      Danke nochmal. Sehr spannende Einsichten.

  2. Habe mich aufgrund der Praxiserfahrungen aus verschiedenen Radreiseforen für das Rox entschieden und es jetzt bereits in Stadt und Pampa, beim Radfahren aber auch beim Wandern benutzt. Die Praxis hat mich als Geograph sehr begeistert und ich kann das Rox12 nur empfehlen. Die Synchonisation via WLAN lässt sich daheim wie unterwegs mit dem Smartphone in Sekunden erledigen und ist ein extrem praktisches Verfahren. Habe bereits geplante Routen über die Sigma-Software, Komoot aber auch uralte gpx-Tracks, die ich als Dateien importiert hatte getestet und alles hat ohne jedes Problem funktioniert. Aus meiner Sicht 11 von 10 Sternen.

  3. Super Testbericht !
    Iich habe allerdings Probleme mit Adresseneingabe: Stadtbezirk ist falsch oder ungenau.
    Ich müsste meinen Stadtbezirk die direkte Grenze eingeben damit überhaupt die Strasse meiner Stadt gefunden wird…

  4. Vorab:
    Sehr interessant die website. Hier ist jemand mit Hingabe und Leidenschaft dabei, ohne etwas aufschwatzen zu wollen, etc. Weiter so!!
    Zum Test:
    Als Fan des Kartenmaterials von Bikeline – Esterbauer war ich lange ein Verfechter des analogen. Doch gerade in Städten stossen doch Karten eher an Grenzen. Überlege daher Navi versus Handy. Beim Handy stören mich die Halterungen, die ggf. nicht auf alle Handys passen und beim Wechsel des Handys dann wohl hinüber sind. Außerdem der Aspekt Wasserdichtheit – die angebotenen Taschen am Lenker oder Rahmen die das gewährleisten überzeugen mich nicht. Auch der Platzhirsch Ortlieb hat sich hier noch nichts adäquates einfallen lassen (außer dem sog. Safe it) Bleibt zu überlegen, ob es das Sigma ggf. wird. Wäre da nicht der Preis…
    Kurze Frage dazu:
    Nutzt du (ihr) das Kartenmaterial von Sigma (habe jedenfalls so verstanden, das dort schon Kartenmaterial vorinstalliert ist) oder eben von z.B. Komoot? Wenn ihr zu Komoot tendiert, wäre ja lediglich mit dem Sigma die Hardware der ausschlaggebende Punkt.

    • Also ich habe die Sigma Karten genutzt, die waren wirklich gut, ABER komoot ist mein Routenplanungs-Tool unabhängig davon. Du kannst ja die Route direkt von komoot aufs Sigma Rox übertragen und das hat meist auch sehr gut funktioniert.

    • Hallo Frank,
      vielleicht hast Du Dich ja bereits entschieden. Dennoch möchte ich die Frage beantworten. Beim Sigma sind die Karten des offenen Projekts Openstreetmap (Kurz OSM, Infos siehe osm.org) hinterlegt. Es gibt also kein “Kartenmaterial von Sigma”. Fehler in den Karten sind somit auch nicht von den Geräten her zu interpretieren, die diese Karten nutzen. Der Vorteil des Projekts ist, dass die Karten von Enthusiasten aktualisiert werden die ständig selbst auf entlegenen Pfaden unterwegs sind.
      Auch Komoot nutzt die gleiche Kartenbasis.
      Zum Preis, ja der ist durchaus stolz, er hat sich bei mir aber inzwischen durch den hohen Nutzwert mehr als egalisiert. Bin früher auch mit analogen Karten unterwegs gewesen. Wenn es dann aber dunkel wird, regnet und erst recht wenn man in eine Stadt kommt dann ist die Führung des leuchtenden Sigma unbezahlbar. Es lässt sich bei Regen problemlos bedienen. Da funktioniert kein Handy mehr!

  5. Herbert Kaiser Reply

    Habe das Gerät einige Tage getestet. Die Verbindung zum WLAN klappte nicht, obwohl der Rooter das Gerät erkannt hat. Die Datenübertragung ber USB funktionierte auch nicht. Beim Telefonsupport nur Allgemeinplätze: liegt am Rooter oder am Kabel … Postwendend zurück.

  6. Gibts da nicht auch die Möglichkeit, das Navi über den Nabendynamo aufzuladen? Da wäre man ja quasi autark unterwegs.

    • Ja, auf jeden Fall. Und ich könnte das sogar machen, da ich einen Cycle2Charge montiert habe. Allerdings ist es sinnvoll bei einigen Geräten nicht direkt zu laden, sonder über einen Pufferakku zu laden (was der Cycle2charge nicht hat) oder eben über eine Powerbank. Dann ist man relativ unabgängig.

  7. Ich musste meinen ersten Rox nach 6 Monaten umtauschen, weil das Akku komplett hinüber war. Hat Sigma zwar anstandslos gemacht, war aber trotzdem ärgerlich, weil ich alles neu einrichten musste.
    Navi mit dem Rox klappt prima, Lesbarkeit des Display ist gut, die Halterung dito.
    Ich würde den Rox nochmal kaufen.

  8. Ich hab Den ROX 12 recht früh gekauft. Anfangs habe ich mich geärgert, viele Abstürze, fehlerhaftes Kartenmaterial, Abbiegehinweise wo es nix zum Abbiegen gab. Mittlerweile, nach etlichen Updates sind die Krankheiten aber behoben und ich bin zufrieden mit dem Teil. Das Ding ist intuitiv nutzbar, synchronisiert mit Komoot (wo ich meine Routenplanung mache) und macht insgesamt keine Probleme.

    In die Tonne treten kann man allerdings die Sigma.app (zumindest für macOS). Die hat der Praktikant programmiert

    • Hi Michael, ja ich denke viele Anfangsprobleme haben sich mittlerweile erledigt. Die SIGMA Link App hat bei mir sehr gut funktioniert, ich bin allerdings auch Android Nutzerin und kann das für Apple nicht beurteilen. Das SIGMA Data Center (für PC) habe ich mir wie gesagt nicht weiter angeschaut, weil ich meine Routen zum Beispiel über Komoot plane.

  9. Ich nutze das ROX 12 seid Juli 2019 meist auf dem Rennrad und bin sehr zufrieden damit. Es dauerte genau wie bei dir eine ganze Weile, bis ich das Gerät mit all seinen Fähigkeiten verstanden habe. Vorher hatte ich ein Garmin Edge 800 womit ich nicht zurecht kam. Dein Bericht gefällt mir gut, Juliane. Mach
    so weiter.

  10. Für mich kommt nur ein GPS mit auswechselbaren Akkus bzw. Batterien in Frage. Ich habe keine Lust, das Gerät unterwegs mit einer Powerbank laden zu müssen. Die brauche ich schon für mein smartphone.
    Was mich noch am Rox12 noch interessieren würde, wie die Funktion des Displays bei Nässe und Kälte ist. Das Touchdisplay eines anderen Herstellers hat mich dabei nämlich manchmal zur Weissglut gebracht. Und das nicht nur bei schlechten Wetterbedingungen.
    Danke auf jeden Fall für dein Review!
    LG
    DerMario

    • Hi Mario, ja den Gedanken mit den Wechselakkus hatte ich bei der Naviwahl auch und deshalb hatte ich mich damals für den Oregon entschieden; ABER: Die Akkulaufzeit ist leider nicht sonderlich gut, auch mit guten wiederaufladbaren Akkus nicht und da man im Gerät nur mit Modifikationen bzw. mit teuren Garmin Akkus laden kann, bin ich gezwungen ein Batterieladegerät mitzuschleppen oder ständig Akkus nachzulegen. Das nervt mich mittlerweile so sehr, dass ich jetzt den Sigma und die schnelle Aufladezeit absolut bevorzuge. Zumal das Gerät dann auch kleiner und handlicher wird.

  11. Interessant! Ich hadere ja mit meinem etrex 30x, aber nur, weil Garmin ihn leider nicht wirklich konnektiv gestaltet hat (für iPhone-Benutzer). Akku-Laufzeit und Robustheit super, aber unterwegs einen Track vom iPhone draufladen geht nur von hinten durch die Brust ins Auge, oder so …
    Der Preis ist natürlich auch eine Ansage, verglichen mit Garmin oder Wahoo.
    Danke für die Infos!

    • Daniel Hagmann Reply

      Hi, Jochen!
      Ich nutze den Rox12 und kann eines ganz klar sagen: unterwegs einfach so einen Track drauf laden geht möglicher Weise gar nicht.
      Eine gpx-Datei aus beliebiger Quelle kann man nur über USB aufspielen, oder über die SigmaCloud. Da letztere jedoch nur über das DataCenter am PC damit zu bestücken ist, nicht über die Sigma App, ist das unterwegs zu vergessen.
      Einzig, wenn der Track in Komoot oder als Strava Route geplant ist, kannst du bei vorhandener WiFi Verbindung von dort direkt auf den Rox laden.
      ABER der Rox plant den Track sehr konsequent auf das eigene Kartenmaterial um. Dabei werden die je Sportprofil hinterlegten Wegepräferenzen wohl mehr oder weniger berücksichtigt. Es gibt n. m. K. keine Möglichkeit dem Track ggf. Offrad zu folgen. Und Wanderwege kennt der Rox als Präferenz auch nicht.

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