Radelmaedchen sitzt auf Baumstamm

Sonntagstour durchs Löcknitztal

Nachdem ich über eine Woche nicht auf dem Rad gesessen habe, zog es mich am Sonntag hinaus ins Grüne! Bei dem wunderschönem Herbstwetter war dazu nicht viel Motivation nötig ;-). Dennoch wollte ich den Ausflug nach Brandenburg auch nutzen, um mich etwas vertrauter mit der neuen Kamera zu machen. Zuletzt hatte ich die am Bodensee benutzt. Also bereitete ich Libelle vor, schraubte noch schnell die Lowrider von der letzten Tour ab und gönnte der Kette etwas Öl. Und ab ging es in den nächsten Zug raus nach Erkner!

TRANSPARENZHINWEIS: Enthält Werbung/ Markennennungen. Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit Kondrauer. Ich berichte wie immer aus meiner Perspektive, offen und ehrlich.

Nicht einmal eine halbe Stunde nachdem ich das Haus verlassen habe, kam ich mit dem Zug in Erkner, im Südosten von Berlin an. Von dort war es nur noch ein Katzensprung in die Gemeinde Grünheide, zur Müggelspree und in das Naturschutzgebiet Löcknitztal – ein wunderschöner Fleck Erde, den ich bisher noch viel zu wenig erkundet hatte. Zuletzt war ich beim schottrigen Rüttelkuchenride von Fahrtwind Berlin in der Gegend.

Sonntägliche To-Dos: Radfahren, Fotos machen, Kuchen essen!

Dieses Mal sollte die Tour mindestens genauso wenig auf befestigten Straßen entlang führen, jedoch deutlich kürzer sein. Primäres Ziel: Kamera ausprobieren (Es ist eine gebrauchte Sony Alpha 6000 mit zahlreichen Objektiven.), Luft schnappen und Kuchen essen! Denn nicht weit entfernt liegt auch das berühmte Kuchenparadies von Holly und der Besuch dort stand natürlich ganz oben auf der Sonntags To-do Liste! Doch zunächst ging es auf schmalen Pfaden durchs Löcknitztal entlang der Löcknitz Richtung Grünheide (Mark).

Geplanter Streckenverlauf:

Die ca. 46 km lange Strecke verläuft primär auf Pfaden, Trails und Wald- bzw. Forstwegen mit wenig Asphalt. Dieses Mal gebe ich euch mal keinen fertigen GPX-Track, sondern zeige euch nur eine Übersicht und die Karte mit der Route. Das Löcknitztal ist zum Teil ein Naturschutzgebiet und die Wege können sehr schmal sein bzw. werden des Öfteren mit Wanderern. Daher finde ich es angebracht, dass jeder, der Lust hat, die Region zu erkunden, sich selbst eine Route zusammenstellt. Es gibt auch offizielle Radrouten, wie den Spreeradweg, die Oder-Spree-Tour und den Dahme Radweg, an denen man sich orientieren kann, z.B. wenn es etwas straßenlastiger sein soll. Mehr Inspiration dazu gibt es auf den Seiten des Tourismus Grünheide.

Erkner –> Löcknitztalweg (über Gottesbrück)–> Mönchwinkel (entlang der Spree)–> Hartmannsdorf–> Oder-Spree-Kanal–> Wernsdorf/ Schmöckwitz–> Dahme/Langer See–> Grünau

Löcknitztal: Von Gewässer zu Gewässer

Das war eine Tour ganz nach meinem Geschmack! Viel Wasser, schmale Wege, abwechslungsreiche Landschaft und im Schatten war es trotz Sonnenschein angenehm kühl. Die Blätter der Bäume zeigten sich in allen herbstlichen Farbschattierungen, die man sich nur vorstellen kann. Wundervoll bunt war es in Brandenburg. Der Weg an der Löcknitz entlang war teilweise so schmal und von Wasser umgeben, dass nicht mehr als ein enger, teils matschiger Trail davon zu sehen war. Toll! So kam defintiv keine Langeweile auf und ich konnte wieder an meiner Fahrtechnik feilen.

Natürlich waren an diesem herrlichen Herbsttag auch viele andere Menschen unterwegs, doch bis auf ein paar Wanderer und einige andere Radfahrende war es dennoch angenehm auf den Wegen. Nur die unzähligen Pilzsammler bzw. ihre Vehikel am Straßenrand ließen mutmaßen, dass es wohl ein pilzreicher Herbst und die Region mit den leckeren Gewächsen gesegnet war. Anders könnten die Sammelgelüste von allen jedenfalls nicht befriedigt werden.

Immer ausreichend trinken!

Die Trinkpausen waren eine gute Gelegenheit sich kameratechnisch auszuprobieren. Wie immer, hatte ich auch auf dieser kleinen Sonntagstour durchs Löcknitztal ein paar Müsliriegel und ausreichend Wasser dabei. Sobald die Temperaturen über 20 Grad gehen, brauche ich davon bei Bewegung auch sehr viel. Wasser ist auch schön und gut, aber besonders wenn es wärmer ist, bevorzuge ich ab und zu etwas mit Geschmack und gern auch dezentem Sprudel. Daher liebe ich Apfelschorle auf Radtouren! Normalerweise besorge ich diese spontan im Supermarkt oder Café. Aber dieses Mal war ich vorbereitet.

Die kleine Flasche “Schorsch” wanderte zu Hause bereits in die Satteltasche, um dann später in die Stem Bag umzuziehen. Dort kam ich besser heran, sobald wir kurz stoppten.

Kameratest

Ich sage wir, weil ich dieses Mal nicht allein unterwegs war und nicht als einzige mit der Kamera herumprobierte. Meine Begleitung gab mir ein paar Einstellungstipps und ließ es sich nicht nehmen, des Öfteren selbst mal abzudrücken. Ich will mich natürlich nicht beschweren und habe auch danach gefragt. So kommen mit Glück auch ein paar Bilder dabei herum, die ich euch jetzt hier zeigen kann ;-). Immer nur Stilleben sind ja auch langweilig. Ich merkte auch erneut, dass ich viel mehr Spaß habe, zu fotografieren, wenn ich nicht wie immer nur das Smartphone nutze. Durch den optischen Sucher zu schauen und dann das Auslösegeräusch zu hören, sobald ich den Knopf abdrücke, erzeugt irgendwie ein richtig gutes Gefühl! Kennt ihr das auch?

Wie war das mit dem Kuchen?

Da wir uns nicht zu sehr verausgaben wollten, durfte ein Kaffee und Kuchen-Stopp natürlich an einem derartig entspannten Sonntag nicht fehlen. Außerdem hatte ich Hunger und wollte meiner Begleitung unbedingt einmal Hollys Galleriecafé zeigen, das Kuchenparadies in Hartmannsdorf/ Spreenhagen. Praktischerweise lag das auf halber Strecke der Tour. Obwohl es natürlich sonntäglich voll war, wurden wir nicht enttäuscht: Teilweise noch warmer Blechkuchen wartete auf uns. Nachdem wir mit vollen Tellern auf einer Bank Platz genommen haben, genossen wir die süßen Leckereien mit wohligem Seufzen und bei ein paar Minuten des schmatzenden Schweigens.

Und nach dem Kuchen? Hatte ich zwar einen vollen Bauch, aber auch riesige Lust noch ein wenig durch den Wald zu pesen. Auch wenn, wir uns entschieden, abzukürzen und nicht mehr nach Grünau, sondern nach Erkner zurückzufahren, genoß ich die letzten Kilometer im zunehmenden Abendlicht sehr. Ein gelungener Sonntag! Und den Umgang mit der Kamera muss ich zwar immer noch üben, da mich besonders Bilder von Personen in Bewegung reizen, doch hilfreich war der kleine Ausflug nach Brandenburg ins Löcknitztal auf jeden Fall!

Alle Bilder, auf denen ich zu sehen bin, von Jan B.

4 Gedanken zu „Sonntagstour durchs Löcknitztal“

  1. Das Kuchenparadies in Hartmannsdorf war für mich auch der erste wichtige Stopp wenn ich von Bad Saarow nach Berlin gegravelt bin, wir waren in der Hitzeperiode im Sommer dort um Urlaub zu machen, das Kaffee mit den vielen Blechkuchen ist einmalig, man kann soviel essen wie man verträgt und bekommt den Kaffee kannenweise, für ich glaube 10€(?)…dir noch viel Spass, der Wunderschön-Film war wie der Name schon sagte wunderschön

  2. Natürlich kenne ich das auch. Eine richtige Spiegelreflex mit gescheitem Objektiv in der Hand zu haben und das klacken des Spiegels zu hören ist schon deutlich was anderes als mit dem Handy zu knipsen. Schöner Tourbericht und viel Spass mit der Kamera!

    1. Es ist zwar keine Spiegelreflexkamera, sondern eine spiegellose Systemkamera, aber das Handling macht einfach Spaß! Ich muss eher drauf achten, nicht sinnlos irgendwelche Sachen zu fotografieren :-D.

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