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Das erste Mal…unterwegs mit einem fLotte Lastenrad!

Freie Lastenräder sind mittlerweile in vielen deutschen Städten verfügbar. Sie ermöglichen auch denjenigen ein Transportrad zu nutzen, die es nicht selbst besitzen oder es nicht so häufig benötigen. Dahinter stecken Menschen, die sich oft ehrenamtlich engagieren und etwas an der vorhandenen Mobilitätsstruktur verändern wollen, in der das motorisierte Kraftfahrzeug vorherrschend ist. Doch was heißt das jetzt genau und wie komme ich an so ein Lastenrad? Nachdem ich bereits seit Monaten immer wieder darüber nachgedacht habe und nie den wirklichen Bedarf hatte, kam nun der Tag: Ich habe mir spontan zum ersten Mal ein fLotte Lastenrad vom ADFC Berlin ausgeliehen.

[Könnte Werbung enthalten, kostet aber alles nischt und ist auch ohne Auftrag.]

Bruno und ich haben uns anfangs noch nicht ganz so gut verstanden. Wir hatten uns vor ein paar Minuten kennengelernt und mussten uns erst beschnuppern. Das dauerte ein wenig – mindestens aber ein paar Blocks, Straßenkreuzungen und Kurven, in denen ich anfangs immer wieder das Bedürfnis hatte, abzusteigen. Bruno war schon etwas eigenwillig. Vor allem hatte er eine große Klappe und war etwas träge und gemütlich. Aber irgendwie fing ich an, ihn zu mögen, während ich gemächlich durch den Berliner Stadtverkehr rumpelte, weil ich versehentlich auch ein paar Kopfsteinpflasterstraßen mitnahm. Bruno war eben keine Rennradgazelle, sondern ein ausgewachsenen Lastenrad.

“Hallo, hier bin ich!”, brüllte Bruno dann laut in den Friedrichshainer Nordkiez.

Warum musste er nur so eine Show abziehen? Doch vielleicht war ich nicht ganz gerecht zu ihm. Ich hielt an und begutachtete das Innere der großen Kiste, mit der ich da so durch die Stadt radelte. Darin befand sich momentan nur mein kleines, gefaltetes Brompton Ljómi und zwei gewichtige Fahrradschlösser. Ich versuchte diese und die scheppernden Sicherheitsgurte an der umklappbaren Holzbank innen etwas klappersicherer anzubringen.

Und weiter ging die Fahrt. Knapp 7 km von Lichtenberg nach Prenzlauer Berg trug mich der motorlose Bruno. Nach zwei Dritteln der Tour wurden wir langsam warm miteinander. Wir groovten uns ein. Schnell war hier eben nicht. Die behäbigen 15 -18 km/h, die ich manchmal nur mit einem gewissen Kraftaufwand schaffte (besonders aufwärts), waren für Bruno eine absolute Sause. Also versuchte ich in der ungewohnten, aufrechten Sitzposition zu entspannen, denn es ging hier definitiv nicht um Geschwindigkeit. Die 8-Gang Nexus Nabenschaltung verrichtete sauber ihre Dienste und die hydraulischen Magura Bremsen griffen ohne Probleme.

fLotte Lastenrad powered by adfc Berlin

Wie kam ich aber nun dazu, mit einem Lastenrad durch Berlin zu kurven? Das Projekt fLotte ist ein freier Lastenfahrradverleih, der Anfang 2018 in Berlin durch den ADFC Berlin e.V. gestartet wurde.

Inspiriert und unterstützt von mittlerweile zahlreichen, deutschlandweiten Projekten der Initiative „Freie Lastenräder“ können seitdem in vielen Bezirken kostenfrei Transporträder ausgeliehen werden. Dies wird vor allem durch die verschiedenen Partner, wie Stadtteilinitiativen, Privatpersonen und einige Gewerbe (Cafés, Lebensmittelhändler, Fahrradläden usw.), aber besonders auch durch Spenden ermöglicht.

Seit Herbst 2018 wurde dieses tolle Projekt sogar noch erweitert. Im Jahr 2017 hat der Berliner Senat das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) 2030 beschlossen:  “Es verfolgt einen integrierten Ansatz und enthält rund 100 Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels.” (Zitat Stadtportal Berlin). In diesem Rahmen kam es zur Finanzierung und Ermöglichung des Projektes „fLotte-kommunal“ mit Partnern aus den kommunalen Bezirksverwaltungen. Das Projekt ist bisher einzigartig in Deutschland und hat den beiden Bezirken Berlin Lichtenberg und Spandau insgesamt zehn Verleihstationen für Lastenräder an öffentlichen Orten beschert.

Und an einem von diesem, in einem Kiezhaus in Berlin Lichtenberg, habe ich Bruno kennengelernt und ausgeliehen.

1. Online kostenfrei auf flotte-berlin.de registrieren,

2. anmelden,

3. Standort und Fahrrad wählen,

4. Verfügbarkeit prüfen,

5. buchen!

So einfach geht es tatsächlich. Als ich mich spontan für eine Ausleihe entschieden habe, registrierte ich mich kurzfristig auf der Website von fLotte. Das dauerte nicht einmal zwei Minuten (Name, Adresse, Telefon, Email) und mit der Bestätigungsmail war ich dann auch schon bereit für meine erste Lastenradausleihe! Nun habe ich natürlich Glück, dass es in der Nähe meiner Arbeit und in meinem Wohnbezirk einige Ausleihmöglichkeiten gibt. Im Spätherbst standen mir viele freie Räder zur Verfügung. Innerhalb eines 500 Meter Radius wurde ich schon fündig: Transportradtyp und Verfügbarkeit gecheckt, ausgewählt, Leihtag im Buchungskalender markiert (bis zu drei Tage am Stück sind möglich) uuuund gebucht. Jaaaa!

Mit der Buchungsmail kommt auch gleich noch das Buchungscodewort, damit man mich an der Leihstation eindeutig zuordnen kann. Innerhalb der Öffnungszeiten bin ich dann dorthin geradelt (Faltrad dabei) und nachdem schnell noch ein paar Formalitäten erledigt wurden, wie Formular ausfüllen und Ausweis checken, durfte ich das fLotte Lastenrad Bruno auch schon begutachten, Brommie reinlegen und losfahren.

Erstmal langsam machen…

Huch, das lenkt sich jetzt aber doch komisch. Und jedes fLotte Lastenrad ist anders. Daher solltet ihr euch echt ein paar ruhige Minuten nehmen, wenn ihr das Fahrrad noch nicht kennt, und Probefahren. Ich habe ein paar Kilometer gebraucht, bis ich mit der großen Kiste vor mir und der ungewohnten Lenkung zu Recht gekommen bin. Doch es lief dann alles gut und im Prenzlauer Berg gesellte sich noch ein weiteres Leihrad, ein Faltrad in dem Fall, in die Kiste zu Ljómi dazu.

Plane drüber und ab geht die Fahrt. Als ich den Heimweg antrat, freute ich mich schon ein wenig über die Abdeckung, denn etwas Schneeregen tröpfelte auf das Planendach und ich tuckerte noch etwas langsamer voran. Nun noch schnell einen Abstecher zur Post, zwei Säcke Katzenstreu und 10 kg Trockenfutter mit in die Kiste und ab ging es, die fette Beute abliefern. Da passt ganz schön viel rein. Bruno kann bis zu 100 kg tragen, plus Fahrenden. Nicht schlecht. Mein Plan ging an dem Tag auf jeden Fall auf. Ich konnte alles transportieren, was ich wollte, es lief einfach und unkompliziert. Und mit dem Wissen, dass es nicht das letzte Mal war, dass wir uns gesehen haben, lieferte ich Bruno schließlich am späten Nachmittag wieder an seiner Leihstation ab.

Mission completed!

Die ADFC-Sternfahrt 2017: Sonne, Sonne, Autobahn

Die ADFC-Sternfahrt 2017: Sonne, Sonne, Autobahn. Oder: Traumhafte Bedingungen für eine Ausfahrt mit Fahrrädern.

Unter dem Motto “Fahrradland Deutschland. Jetzt!” fand am Sonntag, 11.06.2017 die ADFC-Sternfahrt in Berlin statt. Bei strahlend blauem Himmel und Sonne satt waren die Wetterbedingungen nahezu perfekt. Meine Tour startete dieses Jahr in Berlin-Lichtenberg. An dem dortigen Treffpunkt kam gegen 12:00 Uhr mittags bereits eine große Gruppe Radfahrer heran geradelt. Von jung bis alt, von Freizeitfahrer bis Alltagsradler waren die verschiedensten Radfahrertypen dabei. Das ein oder andere Gefährt fiel mir bereits dort ins Auge und ich bin mir nicht mal sicher, ob ich jedes als Fahrrad bezeichnen würde.

Was genau ist das?

 

In the middle of ADFC Sternfahrt. Soon we hit the highway 😀. #sternfahrt #radlandjetzt #adfc #berlin #neukölln #grenzallee

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Etwas stockend ging es ab da voran und im gemächlichen Tempo durch die Stadt.  An den nächsten zwei Treffpunkten gab es einen kurzen Stopp. Dennoch näherte sich der bunte Trupp aus tausenden Radfahrern Stück für Stück der Autobahnauffahrt Grenzallee. An der letzten Kreuzung vor der Zufahrt trafen mehr als die Hälfte der verschiedenen Sternrouten aufeinander.

Kurz gesagt: Wir standen im Stau, im Fahrradstau. Doch in der prallen Sonne bei um die 30 °C unbewegt in der Sonne zu stehen, war ein ziemlich anstrengendes und heißes Erlebnis. Die Plätze im Schatten der Häuser und unter einigen großen Bäumen am Straßenrand waren äußerst beliebt. Sie wurden für das Vorrücken um wenige Zentimeter auch nur ungern aufgegeben. Im wahren Schneckentempo ging es bis zur Autobahnzufahrt voran. Es dauerte gefühlt ewig und tatsächlich bestimmt über eine halbe Stunde mehr als eine dreiviertel Stunde (wenn ich so drüber nachdenke, war es doch eine längere Wartezeit – der Optimismus wieder) bis wir endlich an der Auffahrt standen.

Die Menschen waren unruhig, aufgeregt, doch zumeist gut gelaunt. Hier und da vermischten sich die Musikstile der aus kleinen und großen Boxen tönenden Songs. Und dann war es endlich soweit: Die Fahrt sollte nun ein paar Kilometer über die Autobahn führen – was jedes Mal ein Highlight der Tour war. Aber warum ist das so?

Mit dem Fahrrad auf der Autobahn – Freiheit auf fremden Boden

Vor uns lag die Straße, die ein Radfahrer sonst nie unter seinen Reifen spüren darf. Normalerweise  verstopft vom motorisierten Kraftverkehr, lockt die mehrspurige Schnellstraße auch nicht besonders, sich dort mit dem Fahrrad aufzuhalten. Doch bei der jährlichen Sternfahrt war das anders. Hier freuten sich die meisten genau auf diese Passage. Doch warum?

Wenn ich von mir ausgehe, dann liegt es zum einen daran, dass die Straßenqualität zumeist sehr gut ist und die Straße breit. Es ist viel Platz vorhanden, um je nach Fahrstil auch in der Geschwindigkeit zu fahren, die einem angenehm ist.

Zum anderen ist die Fahrt auf der Autobahn ein wenig wie die verbotene Frucht, die man nun endlich kosten darf.  So viel Platz mitten in der Stadt, auf den ich sonst nie zugreifen und der nur von einen gewissen Anteil der Bevölkerung genutzt werden kann. Ein betoniertes, totes Gebiet, wo nur Metall an Metall steht und kaum Kommunikation zwischen den Insassen der Gefährte stattfindet. Jeder ist hier für sich. Die Verlockung, diesen riesigen Platz anderweitig zu nutzen, ist enorm. Der Wunsch, ihn mit Leben zu füllen und ihn wieder zum Teil der Stadt zu machen, der von allen genutzt wird, ist riesig.

Als sich dann das Tempelhofer Feld rechts von der Autobahn zeigt, kommt wirklich das Gefühl auf, dass auch dieser Platz für alle da ist. Das Feld, um das so viel demonstriert wurde, verkörpert so viel von dem, was die Autobahn während der Sternfahrt bedeutet. Es gibt den Bewohnern von Berlin einen großen Raum zum Leben, führt zur Interaktion und vermittelt durch seine Größe so viel Freiheitsgefühl, wie man es sonst in einer Millionnenstadt kaum finden kann.

We are traffic!

Die Spannung kurz vorm Befahren der Schnellstraße war fast greifbar. Ich würde es am letzten Sonntag auch damit begründen, dass wir zum Teil wirklich sehr lange warten mussten, bis die Fahrt endlich weiter ging. Ich wollte mich endlich bewegen und Radfahren, denn das war ja die Grundintention der Tour: Gemeinsam Radfahren und dabei für “fahrradfreundliche und lebenswerte Straßen und Plätze” (ADFC-Berlin) demonstrieren. Als dann aus einem Lautsprecher Queen mit “Bohemian Rhapsody” erschallte, viele mitsummten und zu klingeln begannen , war die Stimmung quasi perfekt. Mit einem gewissen Hochgefühl rollten wir auf die Zufahrt und den Autobahntunnel zu, der sich gleich zu Beginn der Strecke vor uns auftat.

Bei gedimmten Lichtern und den vielen Geräuschen, die die Räder, die Stimmen und die Musik erzeugten, war mir in der tageslichtfreien Zone des Tunnels fast etwas mulmig zumute. Doch dieses Gefühl von Freude und positiver Energie der anderen Radfahrer schwappte schnell auf mich über. Dann ertönte “Bicycle Race” und ich konnte nicht mehr aufhören zu grinsen. Als ich mich umsah und die vielen fröhlichen Gesichter sah, wusste ich wieder, warum es so besonderes war, diesen Autobahnabschnitt zu fahren. Es war dieses gemeinsame Erlebnis, dieses Gefühl von Freiheit, als wichtiger Teil der ADFC-Sternfahrt, der weltgrößten Fahrraddemonstration.

Es zeigt: Wir Radfahrer sind viele und verdienen es, ernst genommen zu werden. Ob es dieses Mal wieder 100.000 Teilnehmer waren oder “nur” 50.000 ist schwer nachvollziehbar. Doch wir waren viele und diese Sternfahrt hat erneut Zeichen gesetzt. Das Fahrrad und seine Fahrer sollten den Platz auf der Straße bekommen, der diesem viel genutzten Fortbewegungsmittel gerechterweise zusteht. Dabei geht es nicht darum, Autobahnen abzureißen, sondern vorhandenen Raum gerechter aufzuteilen – für alle Verkehrsteilnehmer.

Finale am Brandenburger Tor

Der Rest der Rahrt verlief dann flüssig, auch nach Abfahrt von der Autobahn. Durch die Bezirke Tempelhof, Schöneberg, Charlottenburg und Tiergarten führte die Südroute schließlich über die Siegessäule und die Straße des 17.Juni zum Brandenburger Tor und endete vor dem dort stattfindenden Umweltfestival.

Ich bin 24 km durch diese wunderschöne Stadt Berlin mitgefahren und ich hoffe, nächstes Jahr kann ich wieder dabei sein.


 

Termin: ADFC Sternfahrt 2017

Am Sonntag, 11.06.2017 ist es in Berlin wieder soweit: Die ADFC-Sternfahrt lockt über 100.000 Radfahrer in Berlin und Brandenburg auf die Räder, um gemeinsam für ein fahrradfreundliches Deutschland zu demonstrieren.

Das diesjährige Motto: Fahrradland. Deutschland. Jetzt!

Während ich letztes Jahr in der Top-Fahrradnation weilte, als die Sternfahrt stattfand, möchte ich mir das Event dieses Jahr nicht entgehen lassen. Es ist ein einmaliges und besonderes Erlebnis, wenn hunderttausend Radfahrer gemeinsam durch die Stadt fahren. Die Stimmung ist großartig und die Gelegenheit, einmal im Jahr über die Stadtautobahn zu rauschen, sollte man sich nicht entgehen lassen!

1.000 Kilometer Streckenlänge, darunter zwei Autobahnabschnitte: Jedes Jahr begeistert die ADFC-Sternfahrt mehr als 100.000 Radfahrinnen und Radfahrer. Auf 19 Routen radeln die Teilnehmer unter anderem über die Stadtautobahnen „Südring“ (A100) und „Avus“ (A115) zum Großen Stern. Die Kinderroute bietet eine kürzere, familienfreundliche Alternative in gemäßigtem Tempo.

(Textauszug: ADFC-Berlin)

Download (PDF, 690KB)

Die PDF oben stammt vom ADFC-Berlin und zeigt die Routenübersicht.

Je nach Startpunkt kann für einige Radelnde die Fahrt schon sehr früh am Morgen losgehen. Ansonsten sucht man sich einfach die nächstgelegene Station in der Stadt aus, ab der man mitfahren möchte. Das Ende ist wie auch in den Vorjahren am Brandenburger Tor beim Umweltfestival, welches von 11 bis 19 Uhr stattfindet.

In Hamburg findet die ADFC-Sternfahrt übrigens eine Woche später, am 18.06.2017 statt.


“Ich sah Helfer, die sich schon bereit machten, denn sie wussten, dass die bereits radelnde Truppe Radfahrer bald ankommen müsste. Ein Murmeln ging durch die Wartenden auf dem Platz. Da kamen sie. Ein Aufruf, sich bereit zu machen und sich langsam einzureihen, erklang.
Mir blieb in dem Moment jedoch nichts anderes übrig, als einfach erst einmal nur zu staunen. Zu Staunen, über diese Masse, die die Straße entlang geradelt kam. Es waren viele, so viele Radfahrer.
An diesem Punkt der Strecke war es nicht mehr weit bis zur Autobahn und das wollten sich die meisten nicht entgehen lassen. Ich reihte mich also ein und fuhr mit der Masse mit, ließ mich mitreißen in dem bunten Gewusel. Ich sog die warme, bereits sommerliche Luft ein und fühlte mich einfach wohl. Hier war keiner allein (…)”

(Auszug aus “How to survive als Radfahrer”)

Radelmädchen liest beim ADFC RadForum

Die erste Lesung aus “How to survive als Radfahrer” findet am 01.06.2017 beim ADFC RadForum #2 statt. Dort geht es vor allem darum, wie man Menschen motivieren kann, Radzufahren.
Warum fahren einige überhaupt kein Rad?

Diese Frage habe ich mir des Öfteren gestellt, als ich an meinem Buch gearbeitet habe. Wenn ich im Berufsverkehr durch Berlin fahre, begegne ich so vielen Radfahrern wie nie zuvor. Die Radwege sind voll von Ihnen. Da kann man sich schon fragen, warum es nötig ist, Menschen dazu noch motivieren zu müssen? Es sind doch schon so viele mit dem Fahrrad unterwegs. Aber wie viele scheuen sich davor, weil sie unsicher sind und Angst haben? Weil Radfahren gefährlich ist? Oder weil Radfahren anstrengend ist und sie nicht das richtige Fahrrad besitzen? Weil Radfahrer nerven und langsam sind?

Die Lesung beim ADFC – Berlin RadForum

Kommt vorbei, hört zu, diskutiert mit!

Die zuvor aufgezählten, sind nur ein paar Überlegungen und Ansätze, die an diesem Abend thematisiert werden könnten. Ich bin gespannt, wie ihr darüber denkt und freue mich über eine konstruktive Runde!

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich öffentlich aus einem Buch vorgelesen habe. Und nun ist es auch noch mein eigenes :-)! Das letzte große Ding war ein Vorlesewettbewerb in der Grundschule, für die ich beim Bezirkswettbewerb in einer Bibliothek antreten durfte. Damals war ich vielleicht aufgeregt! Danach kamen dann nur noch Gedichtswettbewerbe. Aber das ist eine andere Geschichte…

Vorstellung von carEXIT

Ebenfalls zu Gast wird Florian Keiper sein, der zusammen mit der FahrradBande den Kurzfilm carEXIT gedreht hat. Bei carEXIT handelt sich um eine Kampagne, die zeigen will, wie ein Leben auch ohne Auto möglich ist. Die FahrradBande hat außerdem das Konzept der mitRADgelegenheit entwickelt, was zum Beispiel als “Vorglühen” zur Critical Mass gern genutzt wird.


Credit Logo: ADFC Berlin; Pic: Radelmädchen

ADFC RadForum #2

1. Juni 2017
19 Uhr bis ca. 21 Uhr

ADFC Landesgeschäftsstelle,
Brunnenstraße 28,
10119 Berlin

World-Wide-Blanket

Ich arbeite auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen und bekomme so ab und an Einblicke in für mich fachfremde, aber oft sehr spannende Bereiche und Projekte.
So sah ich gestern bei der Jahrestagung des Rates für nachhaltige Entwicklung in Berlin Mitte nicht nur die Bundeskanzlerin, sondern erfuhr auch von einem Projekt, dass mich sofort neugierig gemacht hat.

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