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Radreise: Auf dem Fernradweg durch Dänemark – Kopenhagen

Teil 1

Teil 2

Sonntagstour oder auch: 90 km Sonne

…ja, es wurde immer wärmer. Während die Nächte in den ersten Tagen der Tour noch deutlich kalt waren und die Tage perfektes Radelwetter boten, gestalteten sich die letzten Tage sehr warm. Ein Großteil der letzten Etappe führte durch den eher städtisch geprägten Teil Dänemarks kurz vor der Hauptstadt Kopenhagen. In Kombination mit den hohen Temperaturen um die 27 °C und dem fehlenden Schatten an den Hauptstraßen, waren diese 90 km (wahrscheinlich waren es doch ein paar mehr am Ende) auch die anstrengendsten fürs Gemüt. Sicher, man hätte, dem offiziellen Fernradweg folgend, durch einige Schlenker der stärker befahrenen Straße oft entgehen können, das hätte aber auch deutlich mehr Zeit und Kilometer bedeutet. Beides wollten wir aus Zeitmangel vermeiden. Radreise: Auf dem Fernradweg durch Dänemark – Kopenhagen weiterlesen

Berlin-Kopenhagen 2016: Auf dem Fernradweg durch Dänemark 002

Dieser Blogeintrag ist in Zusammenarbeit mit Sascha von milchmithonig entstanden und erscheint so auch bei ihm. Außer die Fotos, die sind unterschiedlich:-) und individuell eingefügt.
Radelmädchen:

Den Berg hinunter, rollen sie filmreif auf die T-Kreuzung zu, an der wir bereits einige Minuten gewartet haben.

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Berlin-Kopenhagen 2016: Auf dem Fernradweg durch Dänemark 001

Im Sommer 2014 fuhren Simon, Philipp und ich zusammen als Vorbereitung für unsere Irlandradreise auf dem Fernradweg von Berlin nach Kopenhagen den deutschen Teil der Tour bis nach Rostock. Schon damals war klar: Ich möchte die Route irgendwann beenden und in DIE Fahrradhauptstadt Europas fahren: Kopenhagen.

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Radreise: Norwegen 05

Hier gibt es die Berichte Teil 01, Teil 02, Teil 03 und Teil 04 der
Norwegenradreise.

Donnerstag, 30.04.2015

Otta-Trondheim; ca. 245 km

Was sich am Abend abgezeichnet hatte und ein Blick in den Wetterbericht noch deutlicher machte: Der Tage wurde weiß. Mein Weg zu den Waschräumen am frühen Morgen gegen 7 Uhr war begleitet von kleinen, feuchten Flöckchen, die im Laufe des Vormittags zu dicken, großen Flocken wurden.

Von einem Moment zum nächsten waren die Bäume und die umliegenden Berge mit einer weißen, glitzernden Schicht besetzt. Meine Laune schwankte zwischen: Ooooh! Wie schön! Und: Schei…benkleister. Das Hochland liegt genau vor mir und somit der höchste und kälteste Punkt der Tour.

Spätestens als der Schnee auch im Tal und auf den Straßen liegen geblieben war, musste ich eine Entscheidung treffen, wie ich weiter vorankomme. Mein Fahrrad war nicht für schneebedeckte Straßen gerüstet und ich nicht für eine Nacht irgendwo in den Bergen im Zelt bei Schneefall. Denn einen Campingplatz, der um die Jahreszeit bewirtschaftet wurde, konnte ich trotz Recherche nicht ausfindig machen.

Es ist mir unglaublich schwer gefallen, aber ich sah keine andere Wahl sicher und ohne Unterkühlung in Trondheim anzukommen, als in Otta in den Zug zu steigen.

Drei Tage Radtour in drei Stunden Zugfahrt erledigt.

Zumindest der kurze Weg zum Bahnhof machte Spaß, so dick eingepackt wie möglich und leicht bergab durch das Schneegestöber. Ich musste noch einmal schlucken, als ich das Zugticket + Fahrradkarte bezahlte. Das wären dann auch die Ausgaben für die kommenden drei Tage Radreise gewesen. Immerhin fand mein Rad einen Platz in einem extra Fahrradabteil am Ende des Zuges und der freundliche Schaffner half mir alles meine sieben Sachen mit unterzubringen.

Die Fahrt war sehr komfortabel, wenn der Zug auch voll war. Doch es gab einen reservierten Platz für mich und freies WLAN. Als ich ein Foto für meine Liebsten Zuhause machte, war ich etwas überrascht, dass man mir die  letzten Tage draußen doch deutlich ansah: Etwas müde, geschafft und leicht rötlich und etwas gebräunt sah ich aus.

Während der Zug seinen Weg durch die Berge zurücklegte, schlief ich viel oder blinzelte durch die stärker fallenden Schneeflocken in die Landschaft. Soweit denn etwas zu erkennen war. Nahe des Dovrefjell bei Hjerkinn waren die umliegenden Berge kaum noch zu auszumachen und der Schnee lag hoch auf den Gräsern. Die E6 war weiterhin stark befahren, doch die Autos immer schlechter zu sehen. Ich wusste, dass es keine schlechte Idee war umzusteigen, doch ich habe noch ein paar Tage gebraucht, um mit der Enttäuschung, die Strecke von Oslo nach Trondheim nicht komplett mit dem Rad gefahren zu sein, umzugehen. Außerdem habe ich die verdiente Talfahrt versäumt! Ich war kurz vor dem höchsten Punkt der Tour gewesen. Danach wäre es den ganzen Tag nur bergab gegangen.

Die Vorteile der früheren Ankunft in Trondheim aufzählend, freute ich mich aber auch anzukommen. Der erste Mai stand bevor und dieser wird auch in Norwegen gefeiert und demonstriert.

So lagen ein paar entspannte Tage mit meiner Freundin aus Berlin vor mir, in denen ich die Stadt kennen lernte, weiterhin viel Rad fuhr und eine Hüttentour mitmachte.

Trondheim hat nicht nur eine Uni, eine Festung und den Nidarosdom zu bieten. Auch der berühmte Fahrradlift soll an einer besonders steilen Straße helfen, die Höhenmeter zu bewältigen. Davon hat die Stadt so einige zu bieten. Mein Versuch den Lift zu nutzen war kläglich und wurde prompt mit weiteren blauen Flecken bestraft. Ich habe mir aber sagen lassen, mit etwas Übung ist es zu gut schaffen.

Sonnenuntergang vs. Wolken über dem Trondheimfjord
Sonnenuntergang vs. Wolken über dem Trondheimfjord

In Vorbereitung auf den Rückflug, besorgte ich mir in einem Sportgeschäft einen Fahrradkarton und buchte die Bahnfahrt zum Flughafen, der ca. 30 km außerhalb von Trondheim liegt. Ich war froh, dass ich die Prozedur mit dem Fahrrad und der Sperrgepäckaufgabe schon aus Irland kannte und so lief auch alles problemlos. Am 07.05.2015 kamen mein Rad und ich unversehrt wieder in Berlin an.

Bye bye Norway! Hope to see you again!

Blick von der Kristiansten Festung von 1681
Blick von der Kristiansten Festung von 1681

Radreise: Norwegen 04

Das ist die Gesamtstrecke von Tag 1-4:

Dienstag, 28.04.2015

3. Kapp-Rustberg Camping, ca. 85km

Mein ganzer Körper fühlt sich etwas verschoben, verspannt und zerstört an, als ich am Dienstagmorgen in meiner kleinen Cabin erwachte. Mein Nacken war knallhart und der sich entwickelnde Muskelkater in meinen Oberschenkeln-vom Schieben durch den Schnee- war bereits deutlich spürbar.

Pünktlich zum Sonnenaufgang verließ ich die kleine Hütte in Richtung der Waschräume. Ich kam nicht umhin einen kurzen Abstecher zum See zu machen, der so kalt und auch so wunderschön in der schnell aufziehenden Sonne glitzerte. Ich konnte meinen warmen Atem in der kühlen Morgenluft erkennen, genoss aber den Augenblick allein hier draußen viel zu sehr, als dass ich mich wegen der Kälte extra beeilen wollte.

Der frühe Vogel…

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